Otto Group Russland belastet Versandhändler

Der Versandhändler Otto hat zu kämpfen. Wegen des schwachen Russlandgeschäfts lahmt das Wachstum. Deswegen will der Konzern nun kräftig investieren.

Ein Werbeplakat mit dem Logo der Otto-Group. Quelle: dpa

Der Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group ist im abgelaufenen Geschäftsjahr kaum gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich um lediglich 0,5 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mit.

Das Geschäftsjahr 2014/15 (28.2.) sei geprägt gewesen von einem gedämpften Wachstum in Deutschland und einer schwierigen Situation auf vielen Auslandsmärkten, speziell in Russland. „Auch wenn wir uns in Deutschland und im Internetgeschäft solide entwickelt haben, sind wir mit dem Ergebnis des zurückliegenden Geschäftsjahres nicht zufrieden“, sagte Vorstandschef Hans-Otto Schrader.

Was Deutschlands Möbel-Händler online bieten
IkeaOnline-Sortiment: 3500 Artikel Versandkosten: Paket: 5,00 Euro Spedition (Onl.-Bestellung): 49,00 Euro Spedition (Fax/Telefon/Post): 99,00 Euro Abholung (Click& Collect): Nicht möglich Bezahlmöglichkeiten: Bezahlung bei Lieferung der Möbel in bar oder mit EC-Karte Montageservice: ja, auf Wunsch möglich Quelle: Screenshot
OTTO.deOnline-Sortiment: 400.000 Artikel (keine Differenzierung nach Produktgruppen - reiner Möbelanteil nicht bekannt) Versandkosten: Paket: 5,95 Euro Spedition: 29,95 Euro Abholung (Click& Collect): Nicht möglich Bezahlmöglichkeiten: Kauf auf Rechnung, Vorkasse Montageservice: ja Quelle: Screenshot
Karstadt.deOnline-Sortiment: 3.529 Artikel Versandkosten:Aufträge unter 19,90 Euro: 4,95 Euro Standardlieferung: 20,00 Euro Abholung: Möglich, in den Filialen (evtl. Preisabweichungen) Bezahlmöglichkeiten: Kreditkarte, giropay, PayPal, Kauf auf Rechnung, Vorkasse Montageservice: ja Quelle: Screenshot
Westwing.deOnline-Sortiment: Wöchentliches-Rotationsprinzip: Jede Woche werden 2.000 neue Artikel online gestellt Versandkosten:6,90 Euro pro Bestellung Logistikzuschläge bei sperrigen Produkten Abholung: Nicht möglich Bezahlmöglichkeiten: Kreditkarte, Lastschrift, Vorkasse, PayPal Montageservice: nein Quelle: Screenshot
Design-3000.deOnline-Sortiment: 2.600 Artikel Versandkosten:Aufträge unter 30,00 Euro: 3,90 Euro Aufträge ab 30,00 Euro: versandkostenfrei Abholung: Nicht möglich Bezahlmöglichkeiten: Rechnung, Lastschrift, Kreditkarte, Vorkasse, PayPal, Nachnahme Montageservice: nein Quelle: Screenshot
Roller.deOnline-Sortiment: 10.000 Artikel Versandkosten:6,50 Euro pro Bestellung Spedition: abhängig von Bestellwert Abholung: k.A. Bezahlmöglichkeiten: Kauf auf Rechnung, Vorkasse, Kreditkarte, PayPal Montageservice: ja Quelle: Screenshot
Fashionforhome.deOnline-Sortiment: über 10.000 Artikel Versandkosten:7,50 Euro pro Bestellung Aufträge ab 75,00 Euro: versandkostenfrei Abholung: Nicht möglich Bezahlmöglichkeiten: Kreditkarte, Lastschrift, PayPal, Vorkasse, GiroPay, Rechnungskauf Montageservice: Ja, gegen Aufpreis möglich; Samstagslieferung möglich. Quelle: Screenshot

Nähere Angaben zum Gewinn oder Verlust des Konzerns gab es nicht. Möglicherweise ist die Otto Group in die roten Zahlen gerutscht, wie schon mehrfach in Medienberichten spekuliert wurde. Dazu könnten mehrere Faktoren beigetragen haben.

So war der Modemarkt in Deutschland im vergangenen Jahr schwach - eine Entwicklung, der sich Otto als größter Textilhändler des Landes wohl nicht entziehen konnte. Mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro Umsatz im Deutschlandgeschäft habe Otto jedoch mit der Entwicklung des gesamten deutschen Einzelhandels Schritt gehalten.

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Im Ausland musste das Unternehmen dagegen Rückgänge hinnehmen, im Handel um insgesamt 3,6 Prozent. Allein der Russland-Umsatz ging in Euro um 25 Prozent zurück. Auch das Frankreichgeschäft, wo Otto mit Umbauarbeiten im Konzern beschäftigt ist, war um fast zwölf Prozent rückläufig. Andere Auslandsmärkte entwickelten sich dagegen positiv, zum Beispiel Großbritannien mit einem Plus von 16 Prozent.

Trotz der flauen Geschäftslage hält die Otto Group die Investitionen auf einem hohen Niveau. Dreistellige Millionenbeträge fließen in neue Geschäftsmodelle, Informationstechnik, Logistik und die Anpassung an den digitalen Wandel. „Das sind Zukunftsinvestitionen, an denen wir festhalten, auch wenn sie das Ergebnis in diesem Jahr empfindlich geschmälert haben“, sagte Schrader.

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