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Rewe und Edeka einigen sich Die wichtigsten Antworten zur Tengelmann-Einigung

Nach Angaben von Rewe haben sich beide Parteien auf einen Kaufpreis für die Kaiser's-Tengelmann-Filialen geeinigt, die Rewe übernehmen soll. Die wichtigsten Antworten im Überblick.

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Durchbruch bei Kaiser's Tengelmann. Quelle: Montage

Nun könnte das Bangen für die rund 15.000 Kaiser’s-Tengelmann-Beschäftigten endlich ein Ende haben. Edeka und Rewe haben sich auf einen Kaufpreis für die Kaiser’s-Tengelmann-Märkte geeinigt, die Rewe übernehmen wird, teilte Rewe mit. Bis zum 2. Dezember solle ein Vertrag ausgehandelt werden. Auf die Aufteilung der Filialen habe man sich bereits verständigt. Zum Kaufpreis wollte Rewe keine Angaben machen.

In einer Pressemitteilung teilte Rewe-Chef Caparros mit: „Wir haben in den vergangenen Tagen sehr große Fortschritte in den Verhandlungen erzielt. Ich bin froh, dass wir jetzt schnell zu einem positiven Ergebnis kommen können. Ich will diese Einigung und werde mit Nachdruck für den erfolgreichen Abschluss arbeiten.“

Die Hängepartie bei Kaiser's Tengelmann

Noch hat Rewe die Klage gegen die Ministererlaubnis aber nicht zurückgezogen. Schon als Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel Anfang des Monats an die Presse trat, um eine Einigung im Schlichtungsverfahren zur Kaiser’s-Tengelmann-Übernahme zu verkünden, sagte Handelsexperte Jörg Funder: „Solange keine Verträge unterzeichnet sind, ist nichts sicher – vor allem in Anbetracht der Historie dieser Übernahme.“

Gibt es noch Hürden für die Kaiser’s-Tengelmann-Übernahme?

Bis die Einigung in trockenen Tüchern ist, sind einige Details zu klären. Die Zustimmung des Bundeswirtschaftsministeriums steht noch aus, genauso muss gemäß der Ministererlaubnis die Gewerkschaft Verdi zustimmen. Ebenso muss das Bundeskartellamt die Übernahme durchwinken.

Da allerdings Vertreter des Bundeskartellamts in beratender Funktion an den Verhandlungen teilnahmen und das Bundeskartellamt in seiner Analyse aus dem vergangenen Jahr schon klarmachte, welche Märkte bedenklich sind und welche nicht, erscheint das Problem zumindest lösbar.

Die größten Lebensmittelhändler Deutschlands

Auch vonseiten Verdis ist Einspruch unwahrscheinlich. Frank Bsirske, Chef der Gewerkschaft, trat bereits Anfang November gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Gabriel vor die Presse, als Gabriel verkündete, dass die 15.000 Angestellten bei Kaiser’s Tengelmann „Weihnachten ohne Angst um ihren Arbeitsplatz feiern“ könnten.

Achim Wambach, der Vorsitzende der Monopolkommission, bemängelte zwar gegenüber dem "Handelsblatt", dass es „keine günstige Konstellation“ sei, dass die Konkurrenten Edeka, Tengelmann und Rewe „am Tisch sitzen und darüber entscheiden, wie sie den Handel gestalten“.

Außerdem hätte die Monopolkommission „Bauchschmerzen damit, wenn im Schlichtungsverfahren nun die Ministererlaubnis ermöglicht würde, weil die Klagen vor dem Oberlandesgericht zurückgezogen werden“. Eine Möglichkeit zum Einspruch hat die Monopolkommission aber nicht, wenn die Ministererlaubnis erhalten bleibt.

 

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