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Sorgenkind Reisebranche Supermärkte bescheren Rewe einen Wachstumsschub

Rewe: Supermärkte bescheren einen Wachstumsschub Quelle: dpa

Der Kölner Handels- und Touristikkonzern Rewe hat seinen Umsatz 2019 erneut kräftig gesteigert. Vor allem im klassischen Lebensmittelgeschäft konnte das Unternehmen Marktanteile erobern.

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„Das Geschäftsjahr 2019 war eines der erfolgreichsten in der Rewe-Geschichte“, hatte Lionel Souque, Chef des Kölner Handels- und Tourismuskonzerns, im Februar im Interview mit der WirtschaftsWoche gesagt. Nun hat Souque konkrete Zahlen präsentiert. Demnach stieg der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 55,4 Milliarden Euro.

Vor allem das klassische Supermarktgeschäft trug zu dem Wachstumsschub bei. So verbuchten die deutschen Rewe-Märkte ein Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 24,5 Milliarden Euro, international stieg der Umsatz sogar um 8,2 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Weniger dynamisch lief es bei der Discounttochter Penny, deren Umsatz zwar international ebenfalls zulegte, in Deutschland aber stagnierte. Die Toom-Baumärkte und das Geschäftsfeld Touristik entwickelten sich solide.

Damit sieht Rewe-Chef Souque das Unternehmen gut gerüstet für „die Herausforderungen des Jahres 2020“. Der Konzern dürfte in den ersten Monaten zwar im Handelsbereich überproportional zugelegt haben, durch die Coronapandemie verbuchten schließlich fast alle Lebensmittelhändler teils enorme Umsatzzuwächse, inzwischen flachten diese aber wieder ab.

Der Reisebereich dürfte dagegen virusbedingt einen beispiellosen Einbruch verzeichnet haben. Nach der Insolvenz des Wettbewerbers Thomas Cook im vergangenen Jahr, war die Rewe-Tochter „DER Touristik“ mit 6,6 Milliarden Euro Umsatz zum zweitgrößten Reiseveranstalter Europas aufgestiegen. Auch der jüngst zugekaufte Großhändler Lekkerland dürfte unter den Corona-Folgen leiden. Die Lekkerland-Gruppe beliefert vor allem Tankstellen und Kioske mit Tabakwaren und Lebensmitteln.

Trotz der teils gegenläufigen Entwicklungen innerhalb der Rewe-Gruppe will Souque weiter investieren. „Für das Geschäftsjahr 2020 planen wir Investitionen auf hohem Niveau von zwei Milliarden Euro, insbesondere für die Weiterentwicklung unserer Geschäftsmodelle und die Modernisierung sowie Expansion unserer Märkte in Deutschland und im Ausland“, kündigte der Rewe-Chef an.

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Zu billige Lebensmittel? Zu viel Druck auf Bauern und Lieferanten? Rewe-Chef Lionel Souque hält dagegen: Der Preisdruck sei eine Folge der starken Stellung von Aldi und Lidl in Deutschland. Lesen Sie hier das Interview, in dem Souque erklärt, wie er die Discounter auf Abstand halten will.

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