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BrandIndexVodafone begibt sich auf den Speed-Trip

Mit 1&1 und Vodafone hat die Telekom schwergewichtige Konkurrenten. Vodafone zieht jetzt mit High-Speed-Internet das Tempo an. Und die Übernahme eines nicht unwichtigen Anbieters ist auch eine Option.Simon Kluge 17.07.2017 - 11:14 Uhr

Vodafone zieht mit High-Speed-Internet das Tempo an.

Foto: dpa

Seit vielen Jahren befindet sich der DSL- und Mobilfunkmarkt im Wandel. Der eine Anbieter war beim Ausbau schneller Internetleitungen für's Zuhause zügiger, der andere hatte eher flächendeckende LTE-Surfgeschwindigkeit fürs Handy im Angebot. Zwischendurch etablierte sich der Internetanschluss über den Kabelanbieter, HD-Fernsehprogramme übers Netz, aktuell Glasfaser und irgendwann bald auch der Nachfolger vom 4G-Mobilfunkstandard namens 5G.

Breitband-Internet

Leistungsfähige Breitbandnetze für schnelles Internet seien eine „unbedingte Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum“, schreibt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Bis 2018 will die Bundesregierung alle deutschen Haushalte mit schnellem Datenfluss versorgen – 50 Megabit pro Sekunde sollen für jeden Bundesbürger drin sein.

Der „State of the Internet Report“ des Technologie-Unternehmens Akamai zeigt jedoch: Bisher spielt Deutschland nicht gerade in der ersten Liga, was die Schnelligkeit des Internet anbelangt.

Foto: dpa

Platz 25: Deutschland

Deutschland landet mit einer durchschnittlichen Downloadrate von 14,6 Mbit/s noch knapp unter den 25 Ländern mit dem schnellsten Internet. Während das Internet in den Städten ordentliche Geschwindigkeiten vorweisen kann, tropft es in vielen ländlichen Gebieten mit nicht einmal zwei Megabit aus der Leitung. In einer zweiten Statistik hat Akamai erfasst, wie viele der Anschlüsse es über die Marke von recht lahmen 4 Mbit/s schaffen – hier liegt Deutschland mit nur 89 Prozent der Anschlüsse auf Rang 33.

Anmerkung: Die Datenübertragungsrate wird in Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Ein Megabit entspricht einer Million Bit.

Foto: dpa

Platz 10: Niederlande

Unsere niederländischen Nachbarn surfen deutlich schneller: Akamai weißt für die Niederlande 17,6 Megabit pro Sekunde aus.

Foto: dpa

Platz 9: Japan

Japan ist hochtechnisiert und verfügt über schnelles Internet mit 19,6 Mbit/s. Doch das Wachstum hat sich verlangsamt, andere Länder sind vorbei gezogen: Vor wenigen Jahren lag Japan in diesem Ranking noch auf Rang 3.

Foto: AP

Platz 8: Singapur

In Singapur ist vieles möglich, wenn die Herrscher es wollen. In Sachen Internetgeschwindigkeit hat die Boom-Metropole stark ausgebaut und kommt jetzt auf 20,2 Mbit/s – 45 Prozent schneller als im Vorjahr.

Foto: dpa

Platz 7: Finnland

Die finnische Bevölkerung surft im Durchschnitt mit einer Downloadrate von 20,6 Megabit pro Sekunde.

Foto: dpa

Platz 6: Dänemark

Flächenmäßig kleine Länder haben es beim Ausbau der Netz-Infrastruktur leichter. Vor wenigen Jahren war Dänemark noch nicht einmal unter den besten zehn Ländern – jetzt haben sich unsere nördlichen Nachbarn mit 20,7 Mbit/s in den Top Ten festgesetzt.

Foto: dpa

Platz 5: Schweiz

Unter die Top 5 der Länder mit dem schnellsten Internet hat es die Schweiz geschafft: Die durchschnittliche Downloadrate beträgt 21,2 Megabit in der Sekunde.

Foto: dpa

Platz 4: Hong Kong

Hong Kong verfehlt eine Podest-Platzierung knapp. In der Sonderverwaltungszone Chinas kann man mit durchschnittlich 21,9 Megabit pro Sekunde surfen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Geschwindigkeit des Internet in Hong Kong um 31 Prozent erhöht.

Foto: dpa

Platz 3: Schweden

Schweden hat sich über die Jahre bis auf das Podium vorgearbeitet: Akamai weist für das skandinavische Königreich eine Geschwindigkeit von 22,8 Mbit/s aus.

Foto: dpa

.Platz 2: Norwegen

Wie gut die Skandinavier insgesamt in Sachen Internetgeschwindigkeit aufgestellt sind, zeigt nach den guten Platzierungen von Finnland, Dänemark und Schweden auch der zweite Platz von Norwegen. Dort liegt die durchschnittliche Downloadrate bei 23,6 Megabit pro Sekunde.

Foto: dpa

Platz 1: Südkorea

Südkorea führt mit einer Datenrate von 26,1 Megabit pro Sekunde die Liste der Länder mit dem schnellsten Internet an. Das ist ein deutlicher Vorsprung zu Norwegen. Doch es gibt für Südkorea auch Schatten in der Statistik: Im Vergleich zum Vorjahr ist das Internet um 2,4 Prozent langsamer geworden – damit hat Südkorea als einziges Land in den Top Ten kein Tempo hinzugewonnen.

Foto: dpa

Für die Mobilfunk- und Internetprovider heißt das: Sie müssen ihre Technik ständig weiterentwickeln, um nicht den Anschluss zu verlieren und konkurrieren bei Qualität, Zuverlässigkeit, Kundenservice und Preis kontinuierlich untereinander um ihre Kunden. Eine gewisse Unternehmensgröße kann hierbei nur hilfreich sein, und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die Marktstrukturen immer weiter konsolidieren. Erst neulich war mal wieder eine Übernahme von Unitymedia durch Vodafone im Gespräch.

Für Unitymedia ein Imagegewinn

Falls es wirklich zu dieser Übernahme kommen sollte - rein hypothetisch betrachtet - würde Vodafone in Sachen Kundenzahlen zur Telekom aufschließen. Das zeigt der YouGov Markenmonitor BrandIndex, in dem wir unter anderem regelmäßig fragen, von welcher Marke man Kunde ist. Nach einer gedanklichen Fusion würden 30 Prozent der Deutschen (ab 18 Jahren) angeben, Kunde beim diesem neuen Vodafone-Unitymedia-Konzern zu sein – der wäre dann bei dieser Kennzahl auch größter Anbieter in Deutschland. Schon allein deshalb, neben einiger Vorteile in der technischen Infrastruktur könnte Vodafone Interesse an Unitymedia haben.

Telekom, Vodafone und Co

Das sind die besten Internet- und Telefonanbieter

von Sebastian Schaal

Falls die aktuellen Unitymedia- und dann theoretisch neuen Vodafone-Kunden das für sie neue Unternehmen genauso mögen würden, wie es die aktuellen Vodafone-Kunden in Bezug auf Ihren genutzten Anbieter tun, wäre es für diese ein Fortschritt. Vodafone ist nach 1&1 nämlich die beliebteste Mobilfunk- und Internetanbietermarke im Land. Auf der Index-Dimension, mit der wir mehrere Parameter wie Allgemeiner Eindruck, Preis-Leistungs-Verhältnis oder Weiterempfehlungsbereitschaft zusammenfassen, kommt Vodafone unter Markenkennern derzeit auf +15 Indexpunkte. Zum Vergleich: Die Deutsche Telekom liegt bei derzeit bei +12, O2 und Unitymedia bei jeweils +7 Indexpunkten, auf einer Skala von -100 bis +100.

Besonders stark ausgeprägt ist der Unterschied in Punkto wahrgenommene Qualität. Vodafone erreicht unter Markenkennern hier +23 Punkte, Unitymedia kommt gerade mal auf +8 Punkte. Damit Vodafone seine guten Bewertungen nicht einbüßt, müsste Unitymedia andererseits hier noch zulegen. Der kleinere Netzanbieter könnte abgesehen davon natürlich von Vodafones Innovationskraft profitieren: Vodafone führt dieser Tage als einer der ersten Anbieter Geschwindigkeiten von bis 500 Mbit/s bei Festnetz-Internet und Mobilfunk ein. Gerüchten zufolge ist Vodafone auch einer Übernahme des Unternehmens Deutsche Glasfaser interessiert, um ein stärkeres Gegengewicht zur Telekom zu schaffen.

Markenwerte der wertvollsten Telekommunikationsmarken
AT&T115,11 Milliarden US-DollarQuelle: Millward Brown Zur Studie:Die Statistik zeigt die Markenwerte der zehn wertvollsten Telekommunikationsmarken weltweit im Jahr 2017.
Verizon89,28 Milliarden US-Dollar
China Mobile56,54 Milliarden US-Dollar
Xfinity41,81 Milliarden US-Dollar
Deutsche Telekom38,49 Milliarden US-Dollar
Vodafone31,6 Milliarden US-Dollar
Movistar 22 Milliarden US-Dollar
NTT 20,2 Milliarden US-Dollar
Orange 17,18 Milliarden US-Dollar
BT 16,03 Milliarden US-Dollar

Vodafone und 1&1 mit Aufwind

Werfen wir abschließend noch einen ergänzenden Blick auf auffällige Entwicklungen der letzten 3 Jahre: Vodafone und 1&1 waren gemäß unserer erhobenen Daten hier vorrangig die Gewinner. Auffallend mehr Deutsche haben heute diese beiden Marken auf ihrem Zettel, wenn es darum geht, sich für einen Telekommunikationsanbieter zu entscheiden. Bei O2 hingegen hat merklich das Verbraucherinteresse abgenommen, die Marke weist mittlerweile einen deutlichen Abstand zu Vodafone und 1&1 auf. Die Deutsche Telekom andererseits wird weiterhin am häufigsten genannt, wenn wir fragen, welche Telekommunikations-Marken in Frage kommen. Die Bonner schneiden bei unseren Qualitätsbewertungen zudem am besten ab.

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