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Neue Führungsetage Apple will die Magie von Steve Jobs zurückholen

Steve Jobs fehlt Apple überall. Deshalb muss Tim Cook handeln - und versucht mit ausgefallenen Top-Managern an die alten Zeiten anzuknüpfen. Kann die bunte Truppe für einen neuen Geist sorgen?

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Apple-Chef Tim Cook hat mit einigen neuen Personalien Aufsehen erregt. Quelle: AP/dpa

Es war die Show des Craig Federighi. Nicht sein Chef Tim Cook, nein, der ergraute Langhaarige mit jugendlichem Appeal hielt den größten Teil der zweistündigen Rede, mit der der kalifornische Computerbauer Apple vergangenen Montag seine jährliche Entwicklerkonferenz einläutete.

Entspannt, fast gelöst, präsentierte der Apple-Softwarechef auf der Bühne in San Francisco die neuen Versionen seiner Betriebssysteme. Als „Superman“ lobte Konzernchef Cook den 44-Jährigen. Unter dem 2011 verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs hätte es das nicht gegeben. Der hätte die Präsentation einer Innovation nie anderen überlassen.

Die neue Linie bei Apple hat System. Weil der Hersteller des iPods, iPhones und iPads seit dem Tod seines Ausnahme-Visionärs Jobs Wert an der Börse, vor allem aber Magie beim Publikum verloren hat, macht Nachfolger Cook aus der Not eine Tugend. Statt dass der eher reservierte 53-Jährige vergeblich Jobs nacheifert, schiebt er Top-Manager aus der zweiten Reihe ins Rampenlicht – und setzt alle Hoffnungen auf sie. Ihre Mission ist keine geringere, als die Lücke, die Jobs hinterließ, gemeinsam zu füllen. Sie sollen Apple wie einst nach dem Wiedereinstieg von Gründer Jobs 1997 zum dritten Mal in eine neue Epoche katapultieren.

Die Köpfe hinter Apple

Im Zentrum der Strategie finden sich neben Softwarechef Federighi, Design-Guru Jonny Ive und Marketingchef Phil Schiller nun neue Stars, die Cook um sich und sein bisheriges Top-Team versammelt, um zum Aufbruch zu blasen:

  • Ganz vorn Angela Ahrendts, Ex-Chefin des britischen Modelabels Burberry, die seit Kurzem für die weltweiten Apple-Shops sowie den Internet-Store des Konzerns verantwortlich ist. Marc Benioff, Gründer und Chef des US-Cloud-Computing-Riesen Salesforce, wähnt in der Amerikanerin bereits die „künftige Apple-Chefin“ und sieht in ihr „Tim Cooks wichtigste Personalentscheidung“. Die 53-Jährige gilt als extrem talentierte Managerin und Expertin fürs internationale Geschäft.

  • Die schillerndsten Neuen bei Apple sind Jimmy Iovine, 61, und der US-Rapper Dr. Dre, 49, Gründer des Kopfhörerherstellers Beats Electronics, den Apple unlängst für drei Milliarden Dollar übernahm. Die blendenden Kontakte sowie der Streaming-Dienst der beiden, mit dem sich Musik direkt aus dem Internet hören lässt, machen das Duo für Cook so wertvoll.

  • Kevin Lynch, 46, einstiger Technik-Vorstand der Softwareschmiede Adobe (bekannt für ihre Leseprogramme für gedruckte Textvorlagen sowie Multimedia-Software) dürfte Apple ins Internet der Dinge führen, in dem Gegenstände wie Türschlösser und Thermostate miteinander vernetzt sind und dadurch ganz neue Dienste ermöglichen.

Die Gruppe der Gewaltigen hinter Konzernchef Cook steht unter großem Zeitdruck. Unter Vorgänger Jobs ist Apple nicht nur zum teuersten Unternehmen mit einem Wert von aktuell rund 550 Milliarden Dollar geworden. Spätestens nach seinem Tod zeigte sich auch, dass der Konzern nach seinem explosionsartigen Wachstum zu einem komplexen Gebilde mutiert war.

Dadurch wächst die Gefahr, wichtige Trends zu verschlafen oder sie aus Rücksicht aufs angestammte, hochprofitable Geschäft nicht konsequent genug aufzugreifen. Bahnbrechende Neuerungen wie das iPhone und das iPad fehlen. Das macht Apple immer anfälliger für Attacken der Konkurrenz. Die Erfolge von Google mit dem mobilen Betriebssystem Android oder von Samsung mit den Galaxy-Smartphones zeigen das.

Welche Innovationen Apple sich sichert
Akkulaufzeit neu verwaltenApple hat ein neues Patent angemeldet, dass eine neue clevere Funktion beschreibt. Diese merkt sich über die Geoinformationen den Ort, an dem der Nutzer sein Smartphone in der Regel auflädt. Je nach Akkustand und Entfernung zu der gespeicherten Position, werden im Smartphone Funktionen abgeschaltet, um die Stromversorgung bis zur Energiequelle zu sichern. So würden zum Beispiel bestimmte Apps, die selten benutzt werden und im Hintergrund Strom ziehen ausgestellt, um so den Akku zu schonen.
Patente für den iPenNachdem Steve Jobs den Stift für das iPad und das iPhone immer abgelehnt hatte, setzt Samsung voll auf die Möglichkeiten eines intelligenten Stylus. Vor allem Architekten, Ingenieure und Zeichner wissen die Funktion zu schätzen. Auch Drittanbieter haben versucht die Apple-Produkte mit ihren Stiften zu erweitern. Nun legt Apple offensichtlich nach und setzt voll auf Gesten. Laut Patentantrag soll der sogenannte iPen angeblich erkennen, wie er gehalten wird und diese Informationen über Orientierungssensoren direkt an das Tablet übermitteln. Auf diesem Weg könnte der Zeichner zum Beispiel die Strichbreite einstellen – ganz wie beim Halten eines Füllers. Insgesamt soll Apple laut der  Website Patentlyapple bereits über 20 Patente für Stylus-Geräte bekommen haben. Etliche davon dienen wohl auch nur der Absicherung der Rechte. Ob daraus am Ende auch wirklich ein Stift wird, ist bisher noch nicht klar. Quelle: dpa
Kopfhörer mit SensorenApple hat in den USA ein Patent für neue Kopfhörer eingereicht und genehmigt bekommen. Die neuen "In-Ear" sollen mit Sensoren ausgestattet werden, die Körpertemperatur, Puls und Schweißabsonderung messen und die Daten speichern. Der Vorteil gegenüber Fitnessarmbändern: Die Kopfhörer sind kein Extra-Gadget, sie werden von den meisten Sportlern sowieso am Körper getragen. Erstmals hat sich Apple mit so einer Anwendung vor über sieben Jahren beschäftigt, wie der Patentantrag zeigt. Neben der Tracking-Funktion sollen die Sensoren auch Kopfnicken erkennen. Über diesen Weg ließe sich zum Beispiel die Musik steuern. Quelle: WirtschaftsWoche Online
Beim Mac und iPad anklopfenEs wäre eine spannende Erweiterung der Tastatur - zumindest hat Apple einen Patentantrag genehmigt bekommen, in dem beschrieben wird, wie Tablet und Notebook auf akustische Signale reagieren. Gemeint ist zum Beispiel das Kratzen oder Klopfen am Gehäuse der Geräte. Sensoren im Gerät sollen die Töne erfassen und sie zur Auswertung an den Prozessor schicken, der sie interpretiert. Erleichtern könnte die Technik das Markieren von Texten oder das Aufrufen eines Kontextmenüs. Quelle: REUTERS
Krumme Sensoren auf dem iPhoneApple hat in den USA das Patent für gekrümmte Touch-Sensoren zugesprochen bekommen. Die Herstellung der gekrümmten Sensoren ist aufwendig. Zunächst werden die Sensoren als Rohling mit einer leitenden Filmschicht und dem Deckmaterial in flacher Form angefertigt. Durch gleichmäßige Wärmezufuhr wird das Material gekrümmt. So stellen die Handybauer außerdem sicher, dass die Sensoroberfläche den gleichen Abstand zum Deckmaterial behält. Nur so ist die Touch-Oberfläche in der Mitte wie am Rand empfindlich. Quelle: REUTERS
Solardeckel für das MacbookFür einen ganz neuen Notebookdeckel hat Apple in den USA ein Patent erhalten. Der Deckel soll mit einer Solarzelle den Akku des Computers laden und gleichzeitig als zweiter Display mit Touchscreen arbeiten. Bekannt ist die Technik bereits als elektrochromes Glas in Form eines Sonnen- oder Sichtschutzes im Kfz-Bau. Auch als Trennwand in Büros wird die Technik eingesetzt - allerdings ohne die Displayfunktion. Klappt man das Macbook künftig zu, könnten also auf der Außenseite trotzdem Verkehrsinformationen oder Statusupdates aus sozialen Netzwerken eingeblendet werden. Inwieweit das Patent jedoch wirklich zu einem konkreten Produkt wird, ist derzeit noch fraglich. Quelle: dpa
iWatch aus der Entfernung aufladenSamsung hat mit der Computeruhr Galaxy Gear vorgelegt, nun will Apple nachziehen. Angeblich arbeitet der Konzern bereits seit Jahren mit einer hundert Mitarbeiter starken Mannschaft an dem Gadget fürs Handgelenk. Ein Patentantrag gibt den Gerüchten neuen Aufwind, wie das chinesische Magazin ctech berichtet. Demnach soll sich der Akku der iWatch sogar über mehrere Meter hinweg aufladen lassen. Somit ließe sich das Gadget über den Apple-Laptop oder -Computer laden, ohne es abzunehmen. Quelle: REUTERS

Zugleich sind die offenen Baustellen im Apple-Reich unübersehbar. Jahrelang hatte der Konzern die Musikbranche geprägt, indem er über seinen Store die Möglichkeit bot, gegen Bezahlung Songs auf den iPod, das iPhone oder das iPad herunterzuladen. Nutzer haben das seit Start des Online-Musikshops im April 2003 rund 30 Milliarden Mal getan.

Doch die Downloads gehen zurück. Schuld sind der freche schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify und Wettbewerber wie Slacker, Rdio oder Google Play All. Sie bieten gegen eine monatliche Gebühr an, so viel Stücke wie gewünscht aus Musikbibliotheken von bis zu 20 Millionen Titeln direkt via Internet zu hören. Apple schaute bis vor Kurzem mehr oder weniger hilflos zu.

Gleichzeitig macht sich Lethargie in den stationären Shops breit. Im Sommer 2011 hatte der Konzern Ron Johnson, der gemeinsam mit Jobs das Konzept der Apple Stores entwickelt hatte, an den US-Einzelhändler J.C. Penney verloren. Sein Nachfolger John Browett, von Cook angeheuert, war früher Chef der britischen Elektronikkette Dixons und vergraulte die Mitarbeiter in den Stores.

Browett ließ die Verkäufer, die bei Apple Specialist heißen, kürzer arbeiten, baute sogar Stellen ab und verscherzte es sich so mit der restlichen Apple-Führung. Nach einem kurzen Gastspiel von April bis Oktober 2012 musste der vermeintliche Aufräumer gehen, ohne dass sein Posten bis zum 1. Mail 2014 besetzt wurde.

Die Expansion geriet ins Stocken. In China gibt es erst 10 statt wie geplant 25 Stores. In Berlin sucht Apple seit Jahren erfolglos einen zweiten Standort im Osten der Stadt.

Zudem zahlt Apple durch ein komplexes Netz an Tochterfirmen auf einen Großteil seiner Auslandsgewinne kaum Steuern – und sorgt damit für viel Empörung. Die EU-Kommission will nun eine offizielle Untersuchung dieser Praxis einleiten. Die EU-Kommission will am Mittwoch eine offizielle Untersuchung der Steuerpraxis von Apple in Irland beginnen. Der Konzern zahlt dort so gut wie keine Steuern, weil einige Apple-Tochtergesellschaften in Irland zwar auf der Insel registriert sind. Weil aber der Verwaltungsrat in Amerika tagt, entsteht in Irland Experten zufolge kein Steuerwohnsitz.

Solche Vermeidungsstrategien von Konzernen gelten als legal, sorgen in Europa aber für Aufruhr. Entsprechende Schlupflöcher gibt es auch in den Niederlanden und Luxemburg.

Verkaufsgenie Ahrendts überzeugt mit Luxus

Eine herausragende Aufgabe kommt deshalb Neuzugang Ahrendts zu, die Cook höchstpersönlich von Burberry abgeworben haben soll, um in den Verkauf der Apple-Geräte wieder Dynamik zu bringen. Die Anfangfünfzigerin gilt als erfolgreichste Modemanagerin der vergangenen Jahre. Als sie 2006 den Chefposten bei Burberry übernahm, war das Label in erbärmlichem Zustand.

Lizenznehmer weltweit benutzten das seit 1924 legendäre Karomuster für alles Mögliche bis hin zu Wegwerfwindeln für Hunde, verkauften die Ware zu Ramschpreisen und ramponierten das Luxus-Image. Ahrendts fackelte nicht lang, kaufte 23 Lizenzvereinbarungen zurück und stellte 35 Produktkategorien ein. Das war teuer, zahlte sich aber aus. Der Umsatz von Burberry verdreifachte sich, Ahrendts wurde 2013 zur bestbezahlten Top-Managerin Großbritanniens.

Die Nähe zu Burberry

Mindestens so wichtig wie Ahrendts’ Sinn für Luxus ist für Apple ihre Nähe zu digitalen Technologien. Die in einem typischen US-Vorort geborene Amerikanerin hatte schon bei Burberry enge Kontakte zu Apple und Google geknüpft. Im September des vergangenen Jahres lieferte Apple vor der Markteinführung mehrere iPhone 5s an Burberry, damit das Modehaus mit den neuen Smartphones eine komplette Modenschau fotografieren, filmen und über soziale Netzwerke verbreiten konnte.

Die Kleidung im Flagship-Store auf der Londoner Regent Street ließ Ahrendts mit RFID-Chips ausstatten. Treten Kunden vor einen Bildschirm im Laden, erkennt der Funkchip die Ware, und es startet ein Film über das Kleidungsstück.

Die zehn Erfolgsgeheimnisse des IT-Konzerns
Wie macht Apple das nur? Aktuell ist Apple das wertvollste Unternehmen der Welt. Der Börsenwert liegt bei mehr als 580 Milliarden Dollar. Und Apple  hat Barreserven in Höhe von  216 Milliarden  Dollar. Zehn Gründe warum das Unternehmen so viel besser ist als jeder Konkurrent. Quelle: REUTERS
1. Der NetzwerkeffektDie IT-Welt funktioniert nach anderen Regeln als der Rest der Wirtschaft. Eine besondere Rolle spielt der sogenannte Netzwerkeffekt. Beispiel Microsoft: In der Ära des PCs hatte der Konzern ein Quasi-Monopol im Bereich der Desktop-Betriebssysteme und der Office-Software. Der Grund: Sobald MS-DOS und später Windows gegenüber damals konkurrierenden Systemen wie CP/M nur einen hauchdünnen Vorsprung hatte, entwickelten Softwareentwickler vornehmlich für das Microsoft-System, um möglichst viele potenzielle Kunden zu erreichen. Andererseits wurde die Microsoft-Plattform mit der verfügbaren Software auch für die Kunden immer attraktiver. Die große Verbreitung von Office in der PC-Ära machte auch diese Software zum Quasi-Standard: Wer die Dokumente von Freunden, Kollegen und Geschäftspartnern lesen und bearbeiten wollte, musste zur Microsoft-Software greifen. Quelle: dpa
1. Der NetzwerkeffektIm mobilen Markt hat Apple die Nase vorn. Zwar werden in absoluten Zahlen im Smartphone-Markt mehr Geräte mit Android-System verkauft – doch Android-Nutzer zeigen im Schnitt deutlich weniger Bereitschaft, Geld für Apps auszugeben. Quelle: AP
2. Zulieferer in vielen LändernApples Zulieferer beschäftigen mehr als 1,6 Millionen Menschen in 20 Ländern. Apple steht wegen der Arbeitsbedingungen seiner Zulieferer in der Kritik. Das taiwanesische Unternehmen Foxconn, das vornehmlich in China produzieren lässt, wurde zum Symbol für Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen. Jetzt ist es Apple durch Kontrollen bei Zulieferern gelungen, Verstöße gegen Arbeitszeit-Beschränkungen zu reduzieren. Die Obergrenze von 60 Arbeitsstunden pro Woche sei im vergangenen Jahr zu 97 Prozent eingehalten worden, erklärte der Konzern in seinem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Wert von 92 Prozent angegeben. Die durchschnittliche Arbeitszeit für fest angestellte Mitarbeiter bei Zulieferern lag jetzt bei 55 Stunden pro Woche. Quelle: dpa
3. MargeDie Marge pro verkauftem Gerät ist traditionell besonders hoch bei Softwareherstellern: Nachdem ein Software-Produkt entwickelt ist, sind die Kosten pro verkauftem Medium sehr gering, der Verkaufspreis hoch. Apple verkauft zwar auch Software, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Hardware. Der Konzern erreicht allerdings auch bei der Hardware Margen, von denen die Konkurrenz nur träumen kann. Offizielle Zahlen gibt es nicht, doch Analysten schätzen die Marge pro verkauftem Gerät zwischen 30 und 40 Prozent. Besonders groß ist die Marge beim iPhone – und davon hat Apple wiederum besonders viele Geräte verkauft: im Jahr 2015 mehr als 231 Millionen Stück. Quelle: REUTERS
4. Konzentration auf das WesentlicheAuch bei den Produktkategorien herrscht Übersichtlichkeit. Das aktuelle iPhone SE gibt es jeweils mit unterschiedlicher Speicherausstattung – auf verwirrende Produktbezeichnungen mit langen Zahlenreihen und verschiedenen Ausstattungen verzichtet der Konzern komplett. Mit der Konzentration auf das Wesentliche hat Apple auch beim Produktdesign Trends gesetzt: Überflüssiges wird weggelassen. Das macht die Produkte elegant und benutzerfreundlich. Damit liegt Apple ganz auf der Linie des heimlichen Vorbilds, dem deutschen Braun-Designer Dieter Rams. Quelle: dpa
Apple-Museum Quelle: dpa

Ahrendts beschreibt sich selbst als einen etwas merkwürdigen Menschen, dessen zwei Gehirnhälften gleichsam leistungsfähig seien – die für Emotionen zuständige rechte und die analytische linke. „Ich nehme Veränderungen instinktiv wahr“, sagte sie kürzlich bei einem Vortrag. Schaden kann das nicht, wenn es darum geht, demnächst das in die Jahre gekommene Einrichtungskonzept der Apple Stores zu überarbeiten. „Das jetzige ist mittlerweile immerhin 15 Jahre alt. Auch wenn es immer noch frisch wirkt, ist es nicht mehr revolutionär“, sagt Archibald Horlitz, Gründer und früherer Eigner des größten unabhängigen deutschen Apple-Händlers Gravis.

Was Dr. Dre kann

Eine völlig andere Rolle als Ahrendts sollen die beiden Beats-Gründer spielen. Dr. Dre, der mit bürgerlichem Namen André Young heißt, ist einer ganzen Generation als Super-Rapper bekannt. Er war die Schlüsselfigur in der Entstehung und Verbreitung des West-Coast-G-Funk, einer Musikrichtung, die Rap mit Synthesizer-Musik und schweren Bässen vereint.

Die Musiklegende Iovine arbeitete mit Stars wie Bruce Springsteen, John Lennon, Tom Petty, U2 und Shock-Rocker Marilyn Manson zusammen und gilt als einer der Entdecker und wichtigsten Förderer des Gangsta-Raps.

Der 61-jährige Iovine, der seine Karriere als Hausmeister in einem Plattenstudio startete, war mit Jobs befreundet und half diesem beim Start des iTunes Stores beim Verhandeln von Verträgen mit Plattenfirmen und Künstlern. Dr. Dre wuchs im kriminalitätsgeplagten Osten von Los Angeles auf und wurde mit der Entdeckung von Superstars wie Eminem und Snoop Dog zu einem der einflussreichsten Hip-Hop-Produzenten.

Marktanteile der Hersteller bei Smartphones und Tablets Quelle: Gartner

Ins Geschäft mit potenziellen Apple-Kunden stiegen Iovine und Dr. Dre ein, indem sie 2008 das Unternehmen Beats Electronics gründeten. Dessen knallrote, bassstarke Kopfhörer und Lautsprecher haben mit Apple-Geräten etwas Wichtiges gemeinsam. Sie werden von ihren Fans abgöttisch geliebt und von ihren Kritikern abgrundtief gehasst. Als Anfang Mai in Los Angeles und im Silicon Valley die ersten Gerüchte über den Kauf von Beats Electronics durch Apple die Runde machten, taten viele Beobachter dies erst einmal als wilde Spekulation ab.

Doch langsam machen sich Kenner der Szene einen Reim auf die Übernahme. „Es ist vor allem eine Talent-Akquise“, meint Apple-Analyst Amit Daryanani von RBC Capital Market aus San Francisco. Tatsächlich könnten Iovine und Dr. Dre, die mit einem Teil ihrer Mitarbeiter zu Apple wechseln, beim Kampf gegen die Streaming-Dienste helfen, die Apple im Geschäft mit Musik-Downloads arg zusetzen. Denn viele Künstler sind mittlerweile von den mickrigen Tantiemen genervt, die sie von Diensten wie Spotify erhalten.

Ein Ausweg könnte sein, dass sie direkt von Vertriebspartnern wie Apple unter Vertrag genommen und gefördert werden, ohne zusätzliche Mittelsmänner einschalten zu müssen. Dafür braucht es viel Vertrauen in der Szene, Kontakte und Marketinggespür. Alle drei Dinge bringt das Duo unbestritten mit, inklusive wirtschaftlichem Erfolg.

Kulturschock bei Apple

Trotzdem ist es für beide Seiten ein Kulturschock. Denn der leutselige und schillernde Iovine, der seinem Herzen gern Luft macht, ist die absolute Antithese zum verschwiegenen und diskret auftretenden Apple-Chef Cook. Dr. Dre, der in einem Internet-Video mit dem Schauspieler Tyrese Gibson anscheinend betrunken über seinen neuen Apple-Reichtum schwelgte, soll mit der Prahlerei sogar die Verkaufsverhandlungen verzögert haben. Zudem kommt der im Januar gestartete Streaming-Dienst der beiden namens Beats Music gerade mal auf schätzungsweise 200.000 Abonnenten – gegenüber zehn Millionen zahlenden Käufern beim schwedischen Konkurrenten Spotify.

Für Apple-Chef Cook ist es ein gigantisches Experiment, das sowohl als genialer Schachzug oder aber als Katastrophe enden kann.

Wearables sollen Apple Aufschwung geben

Endlich wieder einen ganz großen Wurf erhofft sich der Apple-Chef durch Ex-Adobe-Technikchef Lynch. Sein Feld wird der vielversprechende Markt für tragbare Geräte der neuen Generation sein, die sogenannten Wearables, die auf dem Internet der Dinge aufbauen. Samsung ist mit seinen Computeruhren und Google mit seiner Datenbrille Google Glass bereits vorgeprescht.

Lynch ist bei Apple ein alter Bekannter. Von ihm stammt die Adobe-Multimedia-Software Flash, die Apple-Gründer Jobs nicht auf dem iPhone zulassen wollte. Flash sei ein Relikt der PC-Ära, giftete er in einem offenen Brief.

Lynch ätzte zurück: Jobs gehe es mehr um Machtspiele als um Technik. Vier Jahre ist die Episode her, und Flash läuft noch immer nicht auf dem iPhone – was inzwischen kaum noch jemand als Manko ansieht, hat sich doch dort der von Jobs bevorzugte HTML5-Standard durchgesetzt. Dafür ist Lynch übergelaufen – zu Apple. Im März 2013 heuerte er am Konzernsitz in Cupertino an, als „Vizepräsident für Technik“. Seitdem rätseln Beobachter, warum Apple sich ausgerechnet einen Erzfeind ins Haus holt und was dieser dort genau treibt.

Apple

Lynch verrät auf seiner Homepage nur, er arbeite „mit einem unglaublich talentierten Team“. Aber woran? Klar ist: Ein Top-Talent wie Lynch muss bei Apple eine strategische Position übernehmen. Berichten zufolge leitet er eine neue Arbeitsgruppe aus Ingenieuren, die zuvor am iPod arbeitete. Nur sollen sie keinen neuen iPod entwickeln – sondern etwas völlig Neues.

Wann kommt das neue „Big Thing“?

So befeuert Lynchs Wechsel zu Apple das Gerücht, dass der Konzern ein neues „Big Thing“ plant, endlich wieder ein ganz großes Ding. Vielleicht ist es eine Sensoruhr, vielleicht wird sie iWatch heißen, vielleicht wird es aber auch ein ganz anderes Wearable sein, das irgendwelche Daten anzeigt.

Noch ist alles pure Spekulation. Einen großen Sprung erwarten Experten allerdings vor allem bei neuen Geräten mit Sensoren, die permanent das Befinden ihrer Besitzer überwachen. Ob Blutdruck, zurückgelegte Schritte oder Schlafrhythmus. Im Zentrum stehen die Gesundheit und die Annahme: Je mehr Daten der Mensch über seinen Körper sammelt, desto besser könne er ungesundes Verhalten abstellen und drohende Krankheiten erkennen.

Asus stellt ZenWatch 2 vor
ZenWatch 2Asus hat die nächste Generation der ZenWatch vorgestellt. Die Uhr funktioniert mit dem Android-Wear-Betriebssystem, Asus hat wie beim Vorgängermodell aber auch einige eigene Funktionen wie eine Fitness-App eingebaut. Über eine bessere Remote-Camera-Verbindung soll das Sucherbild der Smartphone-Kamera auf der Smartwatch dargestellt werden. Die Smartwatch besteht aus Edelstahl und kommt in verschiedenen Farb- und Armbandvarianten auf den Markt, die laut Asus individuell zu 18 verschiedenen Varianten kombiniert werden können. Neben klassischem Leder- oder Gummiarmband ist auch ein Armband mit geprägtem Diamantenmuster und Swarovski-Steinen zu haben. Um auch an kleinere Handgelenke zu passen, gibt es die ZenWatch 2 in zwei Größen: 49 mal 41 Millimeter und 45 mal 37 Millimeter. Wann sie in den Handel kommt und was sie kosten soll, wurde noch nicht verraten. Quelle: REUTERS
Apple WatchApple hat den Start seines ersten völlig neuen Geräts seit fünf Jahren ungewöhnlich still eingeleitet. Nur in wenigen Luxusgeschäften sind seit Ende April die Uhren zu haben. Die Apple Watch gibt es in drei Varianten: Sportler-, Standard- und Luxusmodell. Damit sie an kleinen Handgelenken nicht klotzig wirkt, ist die Apple Watch in zwei Größen erhältlich: 38 und 42 Millimeter. In einem ersten Test hat unser Redakteur Thorsten Firlus die Apple Watch unter die Lupe genommen. Quelle: AP
Vector Luna und Meridian Quelle: Screenshot
Withings Activité PopWer mit bunten Armbändern und klobigen Smartwatches nichts anfangen kann, sollte einen Blick auf die Withings Activité werfen. Es handelt sich um eine analoge Uhr in schlichtem, elegantem Design, in die auch ein Fitnesstracker eingebaut ist. Die Edel-Variante der Schweizer Uhr mit Lederarmband und Saphirglas schlägt mit fast 400 Euro zu Buche - für schmalere Geldbeutel hat Withings nun eine erschwinglichere Variante präsentiert. Die Variante Pop ist mit Kunststoffarmband und Mineralglasabdeckung etwas einfacher gehalten. Sie kommt in drei Farben daher und kostet 149,95 Euro. Neben der Zeitanzeige läuft in der rechten Ecke eine Prozentanzeige ab, die nachhält wie viel des selbstgesteckten Aktivitätsziels man bereits erreicht hat. Die Uhr ist über die Health-Mate-App via Bluetooth mit dem iPhone verbunden und kann Lauf- und Schwimmbewegungen erfassen. Eine Android-Variante ist laut Hersteller derzeit noch in Arbeit. Quelle: obs
Jabra Sport Pulse WirelessWarum noch ein weiteres Wearable mit sich herumtragen, wenn man beim Joggen gern Musik hört? Das dachte sich wohl der Headset-Spezialist Jabra und bringt nun In-Ear-Kopfhörer samt Mikrofon heraus, die den Puls messen können. Der sportliche Begleiter misst per Infrarottechnologie die Herzfrequenz und sendet die Daten an eine Smartphone-App. Das funktioniert über Bluetooth oder NFC sowohl bei iOS- als auch bei Androidgeräten. Ein virtueller Fitnesscoach kann die Daten auch gleich durchsagen und durch Work-Outs leiten. Die Kopfhörer kommen mit vier verschiedenen Haltebügeln und In-Ear-Stöpselformen, aus denen man individuell wählen kann, was am bequemsten zu tragen ist. Die Stöpsel sind schnurlos, so dass man sich beim Training nicht verhededdert, und nur 16 Gramm schwer. Über die Kopfhörer können auch Musikwiedergabe und Anrufe geregelt werden. Laut Hersteller hält der Akku bis zu fünf Stunden Musik oder Gesprächszeit durch. Preis: 199,99 Euro Quelle: Presse
Microsoft BandDas schwarze Armband „Microsoft Band“ mit langgezogenem Display soll unter anderem Herzschlag und Stress messen sowie die UV-Strahlung, der ein Träger ausgesetzt ist. Der Cloud-Service soll auch Daten von Fitness-Accessoires anderer Anbieter aufnehmen, wie Microsoft-Manager Yusuf Mehdi dem Technologieblog „The Verge“ am späten Mittwoch erläuterte. Preis: 199 Dollar Quelle: Microsoft
Fitbit ChargeDas Fitness-Tracker-Armband ist das Einsteigermodell. Es kann Fitnessstatistiken und Anrufe anzeigen - auch ein stummer Vibrationsalarm und eine Weckfunktion sind eingebaut. Das Armband misst Schrittzahl, zurückgelegte Distanzen, den Kalorienverbrauch und auch die bewältigten Stockwerke. Neu ist eine automatische Schlaferkennung, die anhand der Bewegungen Auskunft über die Qualität des Schlafes geben soll. Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu sieben Tagen an. Charge löst das Vorgängermodell Force ab, dass die Firma wegen allergischer Reaktionen vom Markt nehmen musste. Die neuen Materialien sind laut Hersteller nun von Dermatologen geprüft. Preis: 129,95 Euro. Ab dem 17. November soll Charge im Online-Store und bei ausgewählten Partnern erhältlich sein. Farblich gibt es das Band zunächst in Schwarz und Schiefergrau, Burgunderrot (im Bild) und Blau sollen folgen. Quelle: Presse

Den ersten Schritt in diese Richtung hat Apple auf der Entwicklerkonferenz Anfang vergangener Woche getan und eine Smartphone-App namens „Health“ vorgestellt. Sie soll im Herbst erscheinen und eine Art Patientenkladde für das Handy werden, die Körperwerte wie Blutdruck oder Gewicht und Trainingsdaten beim Sport erfasst. Zahlreiche Armbänder, Körperwaagen oder Glucose-Messgeräte sammeln solche Daten heute schon und legen sie in eigenen Handy-Apps ab. Neu ist, dass Apple diese Protokolle zu einem Logbuch des körperlichen Wohlbefindens zusammenführt. Auch Laborergebnisse, Schlafverhalten und Ernährungsgewohnheiten soll das Programm speichern.

Sport und Schlafen mit Apple

Eine Idee mit Zukunft, findet Ulli Jendrik Koop, Vorstand bei XLHealth. Der Berliner Kapitalgeber finanziert Start-ups, die digitale Gesundheitsdienste entwickeln – etwa die Wiener Neugründung Mysugr, mit deren App Diabetiker ihre Blutzuckerwerte protokollieren können. „Wenn Nutzer ihre Glucose-Werte künftig mit Daten über Sport, Ernährung oder Schlafverhalten abgleichen“, sagt Koop, „dann können sie so ganz neue Muster erkennen.“

Geht es nach Apple, dann senden Handynutzer mit der neuen App bald Daten, etwa Blutdruckwerte, auch an ihren Arzt – zusammen mit einer Warnung, falls Grenzwerte überschritten sind. 23 Krankenhäuser in den USA wollen mit dem IT-Konzern zusammen solche Dienste entwickeln.

Das Geschäft, auf das Lynch zusammen mit seinem Team bei Apple schielt, ist riesig. Denn der Markt für Gesundheitsdienste auf dem Handy wächst bis 2017 um mehr als das Zehnfache auf 26 Milliarden Dollar, prognostizieren die Marktforscher von Research2guidance in Berlin.

Apple ist auf revolutionäre Produkte angewiesen

Auffällig dabei ist, dass Apple in den vergangenen Monaten ein halbes Dutzend Top-Medizinexperten eingestellt hat. Unter ihnen sind ein Schlafexperte vom niederländischen Technologiekonzern Philips, der Chefingenieur eines Start-ups namens C8 MediSensors, das an einer Methode zur Blutzuckermessung durch die Haut arbeitet, sowie eine Entwicklerin, die vermutlich an einer Art Pflaster tüftelt, das eine Reihe von Blutwerten ermitteln kann.

Prominentester Zugang auf diesem Feld ist allerdings Jay Blahnik, ein US-Fitnessexperte, der zuvor für den US-Sportartikelhersteller Nike das Fitnessarmband Fuelband mitentwickelt hat, das im Februar 2012 auf den Markt kam. Kurze Zeit später gab Nike bekannt, die Entwicklung des Display-Armreifs einzustellen. Weil Apple selbst eines plant? Das fragen sich nun Beobachter.

Branchenkenner erwarten von Apple nun eine Flut von Fitness-, Gesundheits- und Heimautomatisierungsgeräten. Damit kann der Konzern auf seine starken Geschäftsfelder iPhone, iPad sowie Mac-Rechner aufsetzen. „Später in diesem Jahr werden wir die beste Produktpalette haben, die ich in meinen 25 Jahren bei Apple gesehen habe“, prahlte Apple-Internet-Softwarechef Cue bereits Ende Mai auf einer Technologiekonferenz.

Wie die Präsentationen neuer Geräte den Kurs der Apple-Aktie beeinflussen

Will Apple die Magie behalten, wird es für den Konzern jedoch wichtig sein, wieder einmal etwas Revolutionäres auf den Markt zu bringen. Vielleicht ist dazu Ex-Burberry-Chefin Ahrendts die Richtige, indem sie bei Apple die Zukunft des Shoppings vorwegnimmt. Schon heute können Kunden im Apple Store mit einer Smartphone-App bezahlen, ohne dass ein Verkäufer dazu nötig ist.

Den Handel regelrecht revolutionieren soll eine Technologie namens iBeacon, die auf der Entwicklerkonferenz vor einem Jahr vorgestellt wurde. iBeacons sind winzige Sender, mit deren Hilfe die Kunden im Laden direkt angesprochen werden können. Auf diese Weise würden Supermarktbetreiber einem Kunden etwa eine Nachricht aufs Handy schicken, dass es in dem Obstregal vor ihm gerade Äpfel im Sonderangebot gibt.

Die US-Handelsriesen Macy’s und Walmart sowie die britische Supermarktkette Tesco erkunden gerade die Einsatzmöglichkeiten der Technik, die dem Ortungssystem GPS ähnelt.

Technik in Outdoor-Kleidung

In Deutschland testet jetzt der Outdoor-Ausrüster Mammut als einer der ersten Markenanbieter in seinem Laden in Frankfurt die neue Technik: Kunden, die sich die entsprechende Mammut-App auf ihr Apple-Gerät geladen haben, werden im Laden vom Bildschirm direkt zum neuen Bergschuh oder der wetterfesten Jacke geführt. Viele Apple Stores in den USA wurden in den vergangenen Monaten mit iBeacons ausgerüstet. Weil die Technologie am Montag voriger Woche aber mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde, erwarten Brancheninsider, dass Apple in den nächsten Monaten Größeres dazu präsentieren wird.

In Arbeit
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Apple-Kenner spekulieren, dass sich der Computerbauer in den kommenden Monaten auch als Finanzdienstleister versuchen wird und dafür an einem mobilen Zahlungssystem arbeitet – einer Art Apple Bank. So schrieb das Unternehmen im vergangenen Jahr die Stelle eines „Ingenieurs für Zahlungssoftware“ aus, „der dabei hilft, Zahlungssysteme der nächsten Generation zu entwickeln“.

In der Jobbeschreibung heißt es, die Person werde vor allem Erfahrungen mit globalen Zahlungssystemen im Einzelhandel sammeln. Die Basis für ein solches System besitzt Apple mit Daten von bald einer Milliarde Kreditkartenbesitzern, die sich damit unter anderem bei iTunes und im Online-Store des Konzerns registriert haben.

Gangsta-Rapper, Musiker, Modemacher, Schlafforscher und Gegenspieler – die Führungselite von Apple war selten so bunt. Sie alle sollen in die Richtung marschieren, die Apple-Chef Cook am vergangenen Montag bei seinem Auftritt vorgab. „Wir können wie kein anderer Hard- und Software zum Wohle der Nutzer miteinander vereinen“, schwärmte er über sich und Apple.

Wer auf der Entwicklerkonferenz zugegen war, der spürte, da beschwört einer den Geist von Apple-Gründer Jobs, den nun ein Top-Team aus der zweiten Reihe in die Zukunft retten soll.

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