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Finanzierungsrunde bei FlixMobility 650 Millionen Dollar für das Projekt Grüner Weltmarktführer

Flixbus im Zentralen Omnibusbahnhof Berlin Quelle: dpa

Die Fernbusse kehren zurück auf die Straßen in Deutschland und weltweit. Flixmobility hat 650 Millionen Dollar eingesammelt und setzt für den Neustart auf langfristige Partnerschaften - und Künstliche Intelligenz.

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Eingeschränkte Mobilität war das Ziel der meisten schärferen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Für Unternehmen wie Flixbus-Betreiber Flixmobility, die vor allem für Freizeitkunden auf der mittleren und langen Strecke unterwegs sind, hieß das: zusperren. Vorerst.

Um nun mit voller Kraft aus der Krise zu kommen, hat das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde 650 Millionen Dollar eingesammelt – von bestehenden Investoren und Banken, aber auch vom neuen Investor Canyon Partners aus Los Angeles, der ein größeres Darlehen beisteuert.

Das Ziel: Die nachhaltige globale Expansion nach der Krise – und die Marktführerschaft im US-Fernbusmarkt. In den Küstenregionen sei man bereits führend, nun solle das Netz bald möglichst das ganze Land abdecken, sagten die Gründer und Geschäftsführer André Schwämmlein und Jochen Engert auf einer Pressekonferenz. Die Unternehmensbewertung steige damit auf über drei Milliarden US-Dollar.



Das Geld fließt in die Digitalisierung und den Aufbau der Infrastruktur. So soll der Bedarf auf einzelnen Strecken künftig per Künstlicher Intelligenz vorberechnet werden, damit das Geschäft zur richtigen Zeit am richtigen Ort wieder hochgefahren oder erweitert werden kann. Die wichtigste Beobachtung dabei: der enge Zusammenhang zwischen der Nachfrage nach Fernbusreisen mit der Impfquote. In den USA befördert Flixbus bereits mehr Fahrgäste als vor der Krise.

Diese Flexibilität im Hoch- und Runterfahren des Angebots erhält sich Flixmobility durch ihr Geschäftsmodell ohne größere eigene Anlagewerte. Flixmobility betreibt vor allem eine Plattform für Strecken, Organisation und Ticketverkauf, Partnerunternehmen besitzen und betreiben die Busse. Dadurch kam Flixbus mit geringerem eigenem Risiko durch die Krise.

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    Die Einschränkungen trafen also die Betreiber der Busse. Flixmobility betont jedoch, dass die Verträge langfristig ausgelegt seien und man die Partner in der Krise nicht allein gelassen habe, außerdem hätten diese teils auch staatliche Unterstützung erhalten. Auch wenn die Krise an den Busbetreibern nicht spurlos vorüber gegangen sei: Fast alle Partner seien nach wie vor für Flixbus tätig.

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    Aus den Kreisen der Buspartner selbst klingt das durchaus ähnlich: Zwar haben Unternehmen, die neben dem Geschäft für Flixbus keine ÖPNV-Linien betreiben und vor allem touristisch aktiv sind, unter der Krise heftig gelitten. Doch Flixbus sei dem Vernehmen nach für die Busunternehmen einer der zuverlässigeren Partner gewesen, habe seine vertraglichen Verpflichtungen auch für Linien beglichen, die gar nicht betrieben werden konnten.

    Mehr zum Thema: Das erste Comeback von Flixbus im März 2021 war fragil und hielt nicht lang – anders in den USA: Dort zeigt sich, wie Fernbusse von einer guten Impfkampagne profitieren. 

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