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AutomobilbrancheE-Autos heben VW ins Plus und helfen Audi

Beim „Autogipfel“ ging es noch gegen das Verbrenner-Aus. Bei den Absatzzahlen einiger deutscher Autobauer sind aber Elektroautos ein Lichtblick. 10.10.2025 - 13:08 Uhr
Der Volkswagen ID.POLO steht bei der Weltpremiere vor Beginn der Internationalen Automobil-Ausstellung auf der Bühne. Foto: Sven Hoppe/dpa

Volkswagen hat dank kräftiger Zuwächse bei Elektroautos und starker Zahlen der Töchter Skoda und Seat im dritten Quartal etwas mehr Autos verkauft. 2,2 Millionen Fahrzeuge sind ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie der Konzern mitteilt. Entscheidend für das Plus ist dabei ein starker Zuwachs bei Elektroautos um knapp ein Drittel auf 252.100 Fahrzeuge.

Auch die VW-Tochter Audi profitierte von starken Elektroauto-Verkäufen. Im dritten Quartal ging es sogar um satte 59 Prozent auf 62.049 Autos nach oben, getrieben vor allem von Deutschland, dem Rest Europas und Nordamerika.

Bei den Ingolstädtern, die wie die ganze Branche unter hartem Wettbewerb und der Rabattschlacht auf dem chinesischen Markt sowie den US-Zöllen leiden, reichte das zwar nicht für ein Plus bei den Gesamtauslieferungen. Immerhin ging es im dritten Quartal insgesamt nur noch um 2,6 Prozent auf 392.234 Autos nach unten. Das sah im laufenden Jahr schon schlechter aus.

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Innerhalb des VW-Konzerns läuft es derzeit vor allem für Skoda, Seat/Cupra und die Nutzfahrzeuge gut, die über alle Antriebsarten deutliche Zuwächse vorweisen können. Der Truckbereich und Lamborghini verlieren dagegen deutlich, die Kernmarke leicht. Porsche hatte bereits am Donnerstag sinkende Zahlen vorgelegt – auch hier drückt China. Fast verdoppelte Elektroautozahlen dämpfen den Abstieg aber zumindest.

In China geht es abwärts

Schwach verlief das Geschäft des Wolfsburger Konzerns im wichtigen Markt China, wo er mit dem harten Preiswettbewerb lokaler Anbieter kämpft. Insgesamt übergab VW mit all seinen Marken dort 660.300 Fahrzeuge und damit 7,2 Prozent weniger. Hier waren auch die Elektroauto-Absätze stark unter Druck – sowohl konzernweit als auch bei der Tochter Audi.

In Europa und den USA hingegen zogen die Verkäufe von vollelektrischen Autos stark an. Im Vorjahr war das Geschäft mit den Stromern in Europa unter anderem von gestutzten oder beendeten Förderprogrammen belastet worden. In den USA dürften dieses Jahr vorgezogene Käufe vor dem Aus von Kaufanreizen angetrieben haben.

Besser als Mercedes – schwieriger Vergleich mit BMW

Bei VW und auch Audi sieht die Entwicklung damit freundlicher aus als bei Mercedes. Die Schwaben hatten bereits am Montag für das dritte Quartal einen Absatzrückgang um 12 Prozent auf 525.300 über die Händler ausgelieferte Pkw und Vans gemeldet – vor allem, weil es in China und den USA schlechter gelaufen war.

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Bei Elektroautos konnten sie den Absatz immerhin mit 42.600 in etwa stabil halten. Vergleicht man das mit dem zweiten Quartal, zeigt sich eine deutliche Verbesserung, die Mercedes auf erste Auslieferungen des neuen CLA zurückführt. Das vollelektrische Modell gehört zum Einstiegssegment und war im Frühjahr vorgestellt worden.

Die BMW-Zahlen für das dritte Quartal, die die Münchner ebenfalls schon am Montag gemeldet hatten, sehen im Vergleich zunächst sehr viel besser aus. Auf Konzernebene – also inklusive Mini und Rolls-Royce steigerten sie ihren Absatz an die Kunden um knapp 9 Prozent auf 588.300 Autos.

Nach fünf Rückgängen in Folge war es für BMW der erste Anstieg in einem Quartal seit eineinhalb Jahren. Doch der Anstieg ist trügerisch, denn das Vergleichsquartal aus dem Vorjahr war außergewöhnlich schlecht, weil BMW damals wegen Problemen mit einer Bremse zwischenzeitlich einige Modelle nicht ausliefern konnte.

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Dass die Münchner insgesamt nicht zufrieden waren, zeigt auch, dass sie nur zwei Stunden nach der Meldung steigender Absatzzahlen eine Gewinnwarnung verschickten – unter anderem, weil die Entwicklung in China hinter den Erwartungen zurückgeblieben war.

Anders als in den letzten Jahren konnte BMW auch bei E-Autos nicht glänzen. Hier ging es im dritten Quartal sogar minimal nach unten. Mit 102.864 Stromern liegen die Münchner allerdings noch immer weit vor Mercedes und Audi.

dpa
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