Cadillac CT6: Muss es immer eine E-Klasse sein?
Die noble GM-Tochter Cadillac bringt ihr Flaggschiff nach Europa. Der 5,18 Meter lange CT6 soll gegen die deutschen Luxuslimousinen antreten.
Foto: Dietmar StankaDer Riesenkonzern General Motors scheiterte stets an seinem Bemühen, den anspruchsvollen Kunden auf unserer Seite des Atlantiks den American Way of Drive schmackhaft zu machen. Zu groß, zu teuer, zu durstig, einfach unpassend für europäische Straßen.
Foto: Dietmar StankaVielleicht klappt´s ja jetzt. Mit der durchaus spannenden Luxuslimousine CT6, die das Logo der Nobel-Marke Cadillac trägt.
Foto: Dietmar StankaOb der große Ami als Alternative zu E-Klasse, A6 oder gar einer deutschen Limousine aus der Oberklasse durchgehen kann, soll eine rund einwöchige Testfahrt entlang der US-Ostküste rund um Washington D.C. und durch die Bundesstaaten Maryland und Virginia zeigen.
Foto: Dietmar StankaHier steht kein US-Straßenkreuzer vergangener Tage. Der CT6 ist zwar immer noch stolze 5,18 Meter lang, wirkt aber dank seiner flachen Bauweise, dem kurzen Überhang vorn und der glatt-geschmeidigen Karosserie sowohl elegant als auch sportlich.
Foto: Dietmar StankaDer CT6 bietet eine klassische Stufenheck-Form ohne Schnörkel, wenn man mal vom LED-Tagfahrlicht absieht, das aus den Scheinwerfern senkrecht nach unten ragt, aber ein Erkennungszeichen der neuen Caddy-Generation ist.
Foto: Dietmar StankaDie Anzeigen im Cockpit erstrahlen standesgemäß mit LCD-Technik, ein großer Touchscreen-Monitor im Zentrum bietet neben dem Navigationssystem diverse andere Bedienmöglichkeiten.
Foto: Dietmar StankaDas volldigitale Instrument bietet klare Farben und eine übersichtliche Darstellung der wichtigsten Informationen für den Fahrer.
Foto: Dietmar StankaDurchaus auffallend aber der Innenraum, vor allem durch eine Neuerung, die derzeit nur Cadillac bietet. Auf Knopfdruck wird das vertraute Bild des Innenspiegels durch das einer hochauflösenden Farbkamera ersetzt. 300 Prozent mehr Sichtfläche, so gestochen scharf, das selbst einzelne Regentropfen sichtbar werden.
Foto: CadillacDer Dreiliter-Sechszylinder vertraut auf zwei Turbolader, erweist sich auf Autobahn oder Landstraße als überraschend agil. Was vor allem an seiner wuchtigen Durchzugskraft liegt, die frühes Hochschalten erlaubt und so zur besseren Futterverwertung beiträgt.
Foto: Dietmar StankaHinzu kommt, dass zwei der sechs Zylinder automatisch stillgelegt werden, wenn ihre Kraft nicht benötigt wird.
Foto: CadillacEin Blick in die Preisliste offenbart, wie schnell die in Europa entwickelten elektronischen Helfer auch in den USA Einzug halten. Ein Spurhalte-Assistent, der automatisch von der weißen Fahrbahnmarkierung weglenkt, Abstandsradar, Fernlichtautomatik für das LED-Licht, Notbremsfunktion auch beim Rückwärtsfahren (wenn beim Rangieren zum Beispiel ein Einkaufswagen übersehen wurde).
Foto: Dietmar StankaDer Nachtsichtassistent erkennt Menschen und Tiere. Die Elektronik übernimmt auch die Steuerung der Hinterachslenkung (je nach Lenkeinschlag bis zu 3,5 Grad) und die automatische Fahrwerksregelung, die sich blitzschnell auf den jeweiligen Untergrund einstellt.
Foto: CadillacDie feinsten dieser Details sind allerdings nur beim Spitzenmodell des CT6 zu haben. Das kostet mit 94.500 Euro auch gleich stolze 21.000 Euro mehr als der günstigste US-Riese.
Foto: Dietmar StankaDas Argument, damit immer noch ein paar Tausender unter ähnlich ausgestatteten Edelkarossen aus Süddeutschland zu liegen, vermag nicht zu überzeugen. In dieser Preisklasse kommt es nun mal nicht auf 10.000 Euro mehr oder weniger an.
Foto: Dietmar StankaDer Kuchen der gehobenen Dienstwagen scheint aufgeteilt zu sein. Die großen deutschen Player Audi, BMW und Mercedes-Benz geben nur ungern ein Stückchen davon ab. So wildern vielleicht noch Infiniti, Jaguar und Lexus in diesem Segment. Doch was ist mit Cadillac? Der US-amerikanischen Premiummarke, die zugegebenermaßen in Deutschland schon immer ein Schattendasein führte. Aber mit dem neuen CT6 aber endlich einen Durchbruch schaffen könnte.
Die Luxus-Limousine streckt sich auf ultralangen 5,18 Metern und symbolisiert mit ihrer extravaganten Karosse eine Extraklasse in diesem Segment. Das Gardemaß schiebt diesen Ami auf Höhe eines Audi A8, 7er BMW und einer S-Klasse von Mercedes. Mit dem Einstandspreis von 73.500 und dann schon üppiger Ausstattung bewegt sich der Cadillac CT6 aber eher in den Region A6, 5er und E-Klasse.
Ich war gut eine Woche mit dem neuen CT6 unterwegs, entlang der US-Ostküste rund um Washington D.C. und durch die Bundesstaaten Maryland und Virginia. Mit zwei dicken Koffern, die neben einem Trolley und einer Laptop-Tasche locker Platz im 433 Liter fassenden Kofferraum fanden.
In Sekundenstelle startet nach dem Einschalten der Zündung CUE, das Multimedia- und Navigationssystem von Cadillac. Dargestellt auf einem 10,2 großen Touchscreen und daher fast so übersichtlich wie eine große Weltkarte. Gleichzeitig leuchten im Armaturenträger die digitalen Anzeigen von Tacho und Drehzahlmesser, umgarnt von weiteren Informationsquellen auf einem konfigurierbaren und 12,3 Zoll großen Bildschirm auf.
Der CT6 ist keine schwere Ami-Kiste mehr
Bevor ich das erste Navigationsziel auf dem Bildschirm eintippte, koppelte ich mein Smartphone mit Bluetooth und mittels der OnStar/4G-LTE-Internetverbindung mit dem integrierten WLAN-Hotspot des Cadillacs. So war ich immer online und konnte parallel zu den tausenden von Sonderzielen im Navi eigene Recherchen durchführen. Oder bei Pausen die Emails checken und schöne Fotos direkt bei Facebook oder Instagram posten.
Ein großes, fast schon riesiges Automobil. Dazu Allradantrieb und fertig ist eine schwere Ami-Kiste. Mitnichten gilt das für den Cadillac CT6. Mit Hilfe eines neuen Fertigungsverfahrens, Fusion Frame genannt, werden mit einer innovativen Verbindungstechnik 13 Aluminiumgussteile mit hochfestem Stahl zu einem Einzelrahmen verarbeitet.
Beständigkeit, Sicherheit und zu einem gewissen Maß auch Funktionalität – das sind Werte, die laut einer Untersuchung der Ruhr-Universität Bochum (RUB) Fahrern der Mercedes C-Klasse wichtig sind. Weniger wichtig sind – wohlgemerkt im Durchschnitt – Sensorik, Performance/Sport und Aggressivität. Das gaben die Befragten in dem FAHR-Fragebogen der Bochumer Wirtschaftspsychologen an. Das ist auch ein wichtiges Indiz für Daimler, dass sie nicht nur wie bei der C-Klasse im Bild der Dynamik und Sportlichkeit unterliegen, sondern auch mit jedem Modellwechsel jene Werte stärken, die die Kundschaft schätzt – und die sie von der deutschen Konkurrenz unterscheidet.
Foto: DaimlerDenn in Punkten wie Image, Individualität und Funktionalität sind sich die Fahrer der C-Klasse und des Audi A4 sehr nahe. Doch bei den anderen zehn Faktoren gehen die Meinungen teils deutlich auseinander: Der A4-Fahrer will mehr Performance und Aggressivität. Er hat dafür ein deutlich geringeres Sicherheitsbedürfnis als der Mercedes-Fahrer. In der Summe hat der A4 aber nicht die extremste Kundschaft in der unteren Mittelklasse – sondern BMW.
Foto: AudiDie extremsten Anforderungen haben laut den RUB-Forschern die Fahrer eines BMW 3er. Bei nur einem von 13 Faktoren - der Beständigkeit - liegt der Mittelklasse-BMW zwischen dem A4 und der C-Klasse. Sonst hat der 3er jeweils den höchsten oder niedrigsten Wert. Die Funktionalität des Autos ist beim 3er am unwichtigsten, gefolgt vom Sicherheitsbedürfnis und der Gelassenheit. Egal ob Attribute wie Image, Design, Sensorik, Performance, Aggressivität, Stolz oder Faszination: Die Fahrer des 3er haben hier die höchsten Ansprüche.
Foto: BMWBeim größeren 5er sieht das aber ganz anders aus: Die Bedeutung von Image, Design und Stolz sind geblieben, trotz dem dynamischen Versprechen der Marke fällt der 5er bei Performance und Aggressivität jedoch hinter den Audi A6 zurück. Auch im Vergleich mit der Mercedes E-Klasse zeigt sich, dass der 5er-Fahrer weit weniger Schwankungen aufweist als noch die BMW-Kundschaft ein Fahrzeugsegment darunter. „Das erklärt, warum BMW die Kunden vom 3er häufig nicht auf den 5er behalten kann“, sagt Studienleiter Rüdiger Hossiep. „Die gehen eher auf einen Audi A6 oder bleiben beim 3er.“
Foto: BMWAudi hat derzeit ein Problem mit dem Design. Die einzelnen Modelle sind sich zu ähnlich und damit austauschbar geworden. Das zeigen auch die Daten der RUB-Psychologen: Hat man Audi-Fahrern noch vor einigen Jahren unterstellt, die Autos vor allem wegen des Designs zu mögen, sind für die A6-Fahrer Image und Design weniger wichtig als bei der E-Klasse oder dem 5er. Auch die Individualität ist nur unterdurchschnittlich ausgeprägt. Wichtig hingegen sind Performance und Aggressivität – an diese Werte kommt selbst nicht BMW heran.
Foto: AudiWer einen A6 fährt, wird sich künftig kaum für eine E-Klasse entscheiden – und umgekehrt. Die Werte in den RUB-Psychogrammen sind bei den beiden Baureihen beinahe gegenläufig: Ist dem A6-Fahrer etwas besonders wichtig (etwa Performance und Aggressivität), zeigen die E-Klasse-Fahrer das geringste Interesse. Messen die Mercedes-Kunden einem Wert eine hohe Bedeutung zu (etwa Beständigkeit, Funktionalität oder Sicherheitsbedürfnis), kommt der A6 jeweils auf die geringsten Werte des Premium-Trios.
Foto: DaimlerDie Daten zeigen aber nicht nur Unterschiede zwischen Marken und Modellreihen, sondern auch zwischen einzelnen Varianten einer Baureihe – zumindest, wenn sie polarisiert. Der Golf als mit Abstand meistverkauftes Auto Deutschlands lebt von seiner Durchschnittlichkeit. Dass sich das auch viele Fahrer wünschen, zeigt das RUB-Psychogramm eines Basis-Golf: Lediglich bei Beständigkeit und Funktionalität gibt es einen leicht positiven Ausschlag, bei Individualität einen leicht negativen. Ansonsten liegen Werte wie Performance, Unabhängigkeit und Stolz nahe der Gleichgültigkeit.
Foto: VolkswagenGanz anders beim GTI: Image und Design spielen hier eine Rolle, noch viel wichtiger sind allerdings Performance, Aggressivität, Stolz und Unabhängigkeit. Die Funktionalität, die beim Basis-Golf noch für einen leicht positiven Ausschlag gesorgt hat, ist dem GTI-Fahrer völlig egal. Was eine leicht andere Optik und Technik auf Basis des selben Modells alles ausrichten kann.
Foto: Volkswagen
Die Ergebnisse sind neben einer hohen Steifigkeit und reduzierten Fahrgeräuschen ein Leergewicht von 1.879 kg. Im Vergleich zu dem Leergewicht von 1.835 kg eines Skoda Superb Combi mit Allradantrieb kann sich der CT6 sehen lassen – er ist keine behäbige und übergewichtige US-Limousine.
Der 3-Liter-TwinTurbo leistet 417 PS und verfügt zwischen 2.500 und 5.700 U7min. über ein Drehmoment von 555 Nm. Damit beschleunigt der Cadillac in 5,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Oben ist bei 240 km/h Schluss. Warum, ist nicht wirklich klar, denn die Maschine hat scheinbar noch unendlich Kraft nach oben übrig.
Weg von den nackten Zahlen und hin zu meinen ausführlichen und in der Summe gut 2500 km langen Testfahrten, die mich an der US-amerikanischen Ostküste über dicht befahrene Interstates, verkehrsreiche Innenstädte und herrlich kurvenreiche Landstraßen in den Blue Ridge Mountains führte.
Bei der Wahl des Dienstwagens sind die Deutschen konsequent. Es gibt nur wenig Bewegung bei den beliebtesten Automarken, zeigt der Firmenwagenmonitor 2016 von COP CompensationPartner. Eines sei vorab gesagt: Die Deutschen bevorzugen bei den Dienstwagen deutsche Automarken.
Da mehrere Platzierungen mehrfach vergeben wurden und die Marktanteile weiterer Firmenwagen-Marken unterhalb von 1 Prozent liegen, beschränkt sich der Überblick auf die Plätze 1 bis 7.
Foto: dpaPlatz 7: Renault
Mit einem Marktanteil von 1,6 Prozent liegt Renault am unteren Ende der namentlich genannten Marken-Favoriten im Firmenwagenmonitor 2016. Renault kann im Bereich Dienstwagen eher mit seinen Vans Scénic und Escape sowie dem Kompaktlieferwagen Kangoo und dem Transporter Trafic punkten. Ansonsten spielen Renaults bei deutschen Dienstwagenfahrer kaum eine Rolle. Deshalb landet Renault im Ranking auch nur auf Platz sieben. Gemeinsam mit...
Foto: dpaPlatz 7: Seat
...der spanischen Marke des VW-Konzerns: Seat. Auch Seat kann bei der Firmenwagen-Markenwahl bislang nur sehr wenig reißen. Der Marktanteil spiegelt es wieder: ebenfalls nur 1,6 Prozent und damit ebenfalls der siebte Platz. Für Seat allerdings ein Erfolg. Denn im Vorjahr reichte es nur für Platz 11.
Foto: SeatPlatz 6: Opel
Schon deutlich mehr Prozentpunkte kann Opel vorweisen. Mit 5,5 Prozent Firmenwagenanteil landet die Marke mit dem Blitz auf dem siebten Platz. Im Vergleich zu anderen deutschen Marken allerdings ein schwaches Ergebnis.
Foto: obsPlatz 5: Ford
Knapp vor Opel platziert sich Ford im Ranking der bevorzugten Dienstwagen-Marken. 5,9 Prozent Marktanteil konnte Ford im vergangenen Jahr auf dem Konto gutschreiben.
Foto: WirtschaftsWochePlatz 4: Skoda
Ein gutes Ergebnis mit deutlichem Zuwachs liefert Skoda: Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Marke aus dem VW-Konzern 1,1 Prozentpunkte zulegen. Das bedeutet einen Firmenwagenmarktanteil von insgesamt 8,3 Prozent. Skoda liegt damit gleich auf mit...
Foto: obsPlatz 4: Mercedes
...der Marke Mercedes. Dienstwagen mit dem Stern sind mit einem Marktanteil von 8,3 Prozent demnach genauso beliebt wie die Marke Skoda. Deshalb ein geteilter vierter Platz.
Foto: dpaPlatz 3: BMW
Mit deutlichem Vorsprung zu den Viertplatzierten geht Platz drei an BMW. Satte 13 Prozent Firmenwagenmarktanteil kann die bayerische Marke vorweisen und gilt damit als drittbeliebteste deutsche Dienstwagen-Marke.
Foto: dpaPlatz 2: Audi
Nochmals fünf Prozentpunkte mehr kann Audi beim Marktanteil aufweisen: insgesamt 18,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Verlust (von 0,3 Prozentpunkten).
Foto: dpaPlatz 1: Volkswagen
Unangefochten an der Spitze mit 28,3 Prozent Marktanteil liegt Volkswagen. Gemeinsam mit den anderen Konzernmarken Audi und Skoda hat VW einen Firmenwagenmarktanteil von 55,3 Prozent.
Foto: dpa
Wobei mir die letztgenannten Routen den größten Fahrspaß bereiteten. Das mit Magnetic Ride Control ausgestattete Fahrwerk „liest“ die Straße und reagiert in Millisekunden mit der immer besten Abstimmung auf die jeweilige Situation. Im Zusammenspiel mit der aktiven Hinterachslenkung und dem Allradantrieb lässt sich der Cadillac genauso präzise um Kurven zirkeln, wie ein deutlich kompakteres Fahrzeug.
Drei Fahrmodi (Tour, Snow/Ice und Sport) sorgen zudem für entspanntes oder sportliches Fahren. Fahrspaß und hoher Komfort müssen sich also nicht komplett ausschließen. Ganz im Gegenteil, der mit über drei Metern lange Radstand des CT6 bietet im Innenraum riesig viel Platz, den vor allem die Passagiere im Fond zu schätzen wissen. Dabei aber die Handlichkeit und Agilität, die sonst nur auf Sport getrimmte Automobile auf die Straße bringen.
Nach Europa kommt der Cadillac CT6 ausschließlich mit dem neuen 3-Liter-TwinTurbo. In Nordamerika wird die edle Limousine zudem mit einem ebenfalls adäquaten 3,6-Liter-V6 mit 335 PS angeboten. Dieses Triebwerk wird unter anderem auch im CTS und dem SUV XT5 verbaut. In der Ausstattung bleibt nur die Wahl zwischen Luxury und Platinum. Oder anders ausgedrückt einer Ausgabe von entweder 73.500 oder 94.500 Euro.
Der erste Blick auf die umfangreiche Serienausstattung des Luxury zeigt im Vergleich zum Platinum vermeintlich wenig Unterschiede. Bei genauerer Betrachtung wird die enorme Preisspanne von 21.000 deutlicher. So wird beispielsweise der im Geschwindigkeitsbereich zwischen 8 und 60 km/h arbeitende Notbremsassistent mit Fußgängererkennung durch ein umfangreicher wirksames System ersetzt.
Dieses funktioniert bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h und ist nicht nur kamerabasiert, sondern misst auch per Kurz- und Langstreckenradar. Zudem kann dieses System beim Rückwärtsfahren bis zu 35 km/h beim Erkennen eines Hindernisses automatisch bremsen, um eine Kollision mit dem Querverkehr zu vermeiden.
Sind die vorderen Sitze anstatt 16-fach nun 20-fach verstellbar, haben es die Rücksitze im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Sie können als Liegesitze gestaltet und 8-fach elektrisch justiert werden. Daneben verfügen sie über eine Lendenwirbelstütze, Sitzkissenneigung, Massagefunktion, Sitzheizung/-belüftung sowie eine Mediensteuerung inkl. HDMI- und USB-Anschlüssen in der Armlehne.
Dazu gesellt sich Rücksitz-Entertainment-System, inklusive Rücksitz-Infotainment, 4-Zonen-Klimaautomatik, zwei Bildschirmen, Fernbedienung, AUX-Eingang und zwei kabellosen 2-Kanal-Kopfhörern. Für die entsprechende orchestrale Beschallung ist anstatt eines Bose Centerpoint Surround-System mit 10 Lautsprechern das Bose Panaray System verbaut. Dieses hallt aus sage und schreibe 34 Lautsprechern und lässt den Cadillac CT6 gleich eines Konzertsaals erklingen.
Fazit: Die Qualität des neuen Cadillac CT6 steht der eines deutschen Herstellers des oberen Segments in nichts zurück. Mit einer riesigen Fülle an Ausstattungsdetails und trotz der riesigen Maße agil und wendig wie sein kleineres Geschwisterlein CTS. Eine Limousine, die ihresgleichen zu suchen hat. Fast schon eine Alternative ohne Alternativen.