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KonjunkturIfo-Geschäftsklima hellt sich vierten Monat in Folge auf

Verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft – bereits zum vierten Mal in Folge. Vor allem was die Zukunft angeht, sind viele Unternehmen zuversichtlich. 22.02.2023 - 12:01 Uhr Quelle: dpa

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist im Februar auf 91,1 Zähler gestiegen.

Foto: dpa

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen hat sich im Februar den vierten Monat in Folge aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 91,1 Zähler von 90,1 Punkten im Vormonat, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 91,2 Zähler gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich allmählich aus ihrer Schwächephase heraus“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Mit den aktuellen Geschäften waren die Unternehmen zwar unzufriedener als im Januar, die Erwartungen mit Blick auf die nächsten sechs Monate indes legten zu.

In der Industrie kletterte die Stimmung auf den höchsten Wert seit Mai 2022, vor allem wegen merklich verbesserter Erwartungen der Unternehmen. „Sie beurteilten jedoch ihre laufenden Geschäfte etwas schlechter“, betonte Fuest. „Die Unternehmen verzeichneten weniger Neuaufträge.“

Trotz einer erneuten Verbesserung beim Geschäftsklima gebe es keinen Grund zu mehr Zuversicht, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank. Denn die Erwartungen hätten sich vor allem wegen Gewöhnungseffekten an den Ukraine-Krieg und fehlender neuer Hiobsbotschaften aufgehellt. „Die Konjunktur ist auch trotz abnehmender Materialengpässe nicht über den Berg.“ Auch Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer gab sich wegen des schwächelnden Neugeschäfts zurückhaltend. „Für das Exportland Deutschland bleibt eine Konjunkturdelle wahrscheinlich, nicht aber eine klassische Rezession.“



Ähnlich sieht es das Ifo. „Die deutsche Wirtschaft wird um eine Rezession nicht herumkommen“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe, der Nachrichtenagentur Reuters. „Diese wird aber mild ausfallen.“ Das Bruttoinlandsprodukt ist Ende 2022 um 0,2 Prozent geschrumpft. Geht es im laufenden ersten Vierteljahr das zweite Mal in Folge nach unten, sprechen Ökonomen von einer technischen Rezession. Wohlrabe zufolge dürfte vor allem der private Konsum schwächeln. So seien viele Autokäufe auf das Jahresende 2022 vorgezogen worden, während viele Verbraucher nun mit deutlich höheren Abschlagszahlungen ihrer Stadtwerke für Energie konfrontiert seien. „Dadurch dürfte sich der Konsum schwächer entwickeln.“

Zuletzt gab es gemischte Konjunktursignale. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – Industrie und Dienstleister zusammen - stieg im Februar bereits den vierten Monat in Folge und signalisierte zum ersten Mal seit acht Monaten wieder Wachstum. Die Bundesbank warnt aber vor einer Winterrezession in Deutschland. Nach dem Schrumpfen Ende 2022 könnte die Wirtschaft auch im laufenden Quartal Fahrt verlieren.

Lesen Sie auch: Inflationsrate steigt im Januar deutlich auf 8,7 Prozent

dpa, rtr
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