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Wertvollste Konzerne der WeltDiese drei Grafiken zeigen den Abstieg der deutschen Wirtschaft

Eine neue EY-Studie zeigt, welche Unternehmen die weltweit wertvollsten sind. Aus Deutschland sind nur drei dabei – früher waren es mehr.Michelle Jura 03.01.2025 - 16:45 Uhr
Foto: Montage

Während Deutschlands Wirtschaftsleistung stagnierte, stieg die Marktkapitalisierung börsennotierter Unternehmen 2024 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel. Das klingt zwar gut, ist aber im internationalen Vergleich schwach. Das zeigt die Liste der 100 wertvollsten Unternehmen, ermittelt von der Beratungsgesellschaft EY, die gerade in aktualisierter Form erschienen ist. Deutschland liegt dort nur auf Rang acht. In den USA, China und Saudi-Arabien gibt es deutlich mehr Top-100-Unternehmen.

Insgesamt ist der Börsenwert der 100 wertvollsten Unternehmen um ein Viertel gestiegen. Besonders rasant legten Konzerne aus Taiwan zu, mit einem Plus von 69 Prozent. Auf Platz zwei stehen, weit abgeschlagen, US-Unternehmen mit einem Börsenwert-Anstieg von 34 Prozent. Die Vereinigten Staaten sind trotzdem spitze: Neun der zehn wertvollsten Unternehmen der Welt haben dort ihren Sitz.

Wenig überraschend gehören die „Magnificent 7“ (Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, Tesla) dazu, aber auch Warren Buffetts Holding Berkshire Hathaway und das Halbleiterunternehmen Broadcom sind in den Top Ten vertreten. Auf Platz sechs steht Saudi Aramco, die größte Erdöl-Fördergesellschaft der Welt mit Sitz in Saudi-Arabien. Das erste europäische Unternehmen steht erst auf Platz 24 der Bestenliste: der Ozempic-Hersteller Novo Nordisk aus Dänemark. Wertvollstes Unternehmen aus Deutschland ist der Softwareentwickler SAP auf Platz 32.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Anzahl der deutschen Unternehmen in den Top 100 hat sich seit 2007, dem Start der EY-Erhebung, mehr als halbiert. Den Tiefpunkt erreichte die deutsche Wirtschaft 2022, als kein einziges Unternehmen mehr in der Rangliste vertreten war. Schon in den Coronajahren 2020 und 2021 kündigte sich dieser Abstieg an. Immerhin ist die Zahl der börsennotierten Top-Unternehmen 2024 wieder auf drei gestiegen.

Von den Unternehmen, die 2007 die Rangliste anführten, sind 2024 nur noch zwei übrig. Der Versicherungskonzern Allianz ist mit dem 135-sten Platz immerhin noch in den Top 300 vertreten. Die Energiekonzerne E.On und RWE sind inzwischen selbst dort nicht mehr zu finden, genauso wenig die Autobauer Daimler und Volkswagen. Dafür hat es der Rückversicherer Münchner Rück knapp unter die 300 wertvollsten Unternehmen geschafft (Platz 287).

Aus Deutschland sind, neben SAP, die Deutsche Telekom und Siemens in den Top 100 vertreten. Der Börsenwert von Siemens ist allerdings seit 2007 nur um knappe fünf Prozent gewachsen, bei der Telekom sind es rund 52 Prozent. Der Abstieg von Siemens von Platz 50 auf Platz 94 ist also gerechtfertigt.

Der Vergleich mit früheren EY-Listen zeigt, dass der Börsenwert der Spitzenunternehmen heute deutlich höher liegt als früher. Mit den Listen-Ersten Apple, Nvidia und Microsoft, die allesamt einen Börsenwert von über drei Billionen Dollar haben, können deutschen Unternehmen nicht mehr mithalten.

Das wertvollste deutsche Unternehmen SAP hatte 2007 noch eine Marktkapitalisierung von weniger als 50 Milliarden Euro. Heute sind es gut 285 Milliarden Euro. Durch den steilen Anstieg drohte SAP dieses Jahr die Kappungsgrenze für Einzelwerte im deutschen Leitindex Dax zu sprengen. Vom Wert der größten US-Unternehmen sind die Walldorfer aber weit entfernt.

Die EY-Studie zeigt: US-Aktien sind an der Börse mit Abstand am gefragtesten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass in den USA viele Technologieunternehmen sitzen, die in den vergangenen Jahren stark von den Themen künstliche Intelligenz und Digitalisierung profitierten. Unter der neuen Regierung von Donald Trump dürfte sich die US-Hausse zunächst fortsetzen. Doch Unternehmen aus anderen Ländern könnten 2025 aufholen. Mit diesen Aktien sind sie im neuen Jahr gut aufgestellt.

Lesen Sie auch: Fünf Thesen für das nächste Börsenjahr

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