1. Startseite
  2. Management
  3. Führung
  4. Management: Den Zuckerberg machen? Ist so vorauseilender Gehorsam klug?

Management-Moment der WocheDen Zuckerberg machen? Nicht immer der beste Weg!

Mark Zuckerberg schwenkt auf den Kurs des baldigen US-Präsidenten Donald Trump und verbannt Faktenchecks bei Meta. Ist vorauseilender Gehorsam klug?Kristin Rau 13.01.2025 - 08:39 Uhr

Meta-Chef Mark Zuckerberg will künftig mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump zusammenarbeiten.

Foto: imago images

Das ist passiert

Mark Zuckerberg hat am 7. Januar bekanntgegeben, zukünftig keine Faktenchecker mehr zu beschäftigten, die bislang Posts auf den Meta-Plattformen Facebook und Instagram geprüft hatten. Stattdessen setzt er auf sogenannte Community Notes, also die Kennzeichnung falscher oder irreführender Aussagen durch andere Nutzer, wie es sie beim Kurznachrichtendienst X bereits gibt. 

Damit dürfte Zuckerberg auch den zukünftigen US-Präsidenten Donald Trump milde stimmen. Dieser hatte Facebook noch im vergangenen März als „Feind der Menschheit“ bezeichnet. Mit der Abschaffung der Faktenchecks erfüllt Zuckerberg eine Forderung der Republikaner.

Das lässt sich daraus lernen

Auch Arbeitnehmer, die es in ihrem Alltag mit einem narzisstischen und unberechenbaren Chef zu tun haben, können den Weg des geringsten Widerstands wählen. Aber gibt es nicht auch andere Strategien?

1. Die Huldigung und ihre Tücken
Narzissten halten sich selbst und ihre Ideen für grandios. Und sie sind ständig auf der Suche nach Bewunderung. Diese beiden Mechanismen können sich Mitarbeiter im Umgang mit ihn zunutze machen.

Summer School ☀️

Selbsttest: Wie narzisstisch bin ich?

Menschen mit manipulativen oder narzisstischen Persönlichkeiten machen häufig Karriere – und sind alles andere als harmlos. Testen Sie, wie dunkel Ihr Inneres ist.

von Dominik Reintjes

„Die dosierte Würdigung ihrer Grandiosität kann ein Mittel sein, mit solchen Chefs umzugehen“, sagt Rüdiger Hossiep, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. Allerdings dürfe man nicht übertreiben, damit die „Würdigung echt wirkt“. 

Wer sich derart anbiedert, sollte sich darüber im Klaren sein, welche Konsequenzen dies haben kann. Redet ein Mitarbeiter dem Chef stets nach dem Mund und stellt sich demonstrativ hinter jede seiner Ideen, verknüpft er seine Karriere eng mit der des Narzissten. „Stürzt in einer solchen Situation der Chef, ist auch die eigene Karriere schnell beendet“, sagt der Experte. Es sei immer wichtig die Frage zu stellen: Wem vertraue ich mein berufliches Schicksal an?

2. Die Kritik im Sandwichformat
Wer sich dazu entschließt, im Job eigene Akzente zu setzen und auch einem narzisstischen Chef mal zu widersprechen, sollte dabei einige Regeln beachten. „Kritik sollten die Mitarbeiter immer mit der Sandwichmethode loswerden“, empfiehlt Hossiep. Also: erstmal erzählen, was die Führungskraft alles gut hinbekommen hat, dann die Kritik einflechten, um dann noch mal mit einem positiven Punkt rausgehen. 

Wer seine eigene Idee vorantreiben möchte, muss sie geschickt verpacken. „Denkt der Narzisst, es handele sich um seine eigene Idee“, sagt Hossiep, „findet er sie gleich besser.“ 

3. Die Flucht – und wann sie angebracht ist   
Einen narzisstischen Chef zu haben, kann anstrengend genug sein. Trägt der Vorgesetzte auch noch machiavellistische oder psychopathische Merkmale, rät der Experte „planvoll das Weite zu suchen.“ Denn solche Führungskräfte schaden nicht nur der Psyche ihrer Mitarbeiter, sie sind auch für den Erfolg des Unternehmens gefährlich. 

Psychopathen in der Chefetage

„Ein Drittel sind miese Chefs, unter denen die Mitarbeiter wirklich leiden“

Es gibt einfühlsame Chefs, strenge, pedantische – und wahnsinnige. Welche Verrückten sich besonders häufig in der Chefetage tummeln und wann Mitarbeiter lieber kündigen sollten, verrät Psychologe Jürgen Hesse.

von Kristin Rau

Machiavellisten sind berechnende Machtmenschen, nach oben geben sie sich gefällig, nach unten treten sie. Außerdem würden sie andere oft gegeneinander ausspielen, sagt Hossiep. Psychopathen hingegen fehle es an Empathie. Sie würden andere einschüchtern, bedrohen und könnten gelegentlich ausrasten.

Trotzdem sind sie schwierig zu erkennen, gibt Hossiep zu bedenken. Vor allem, wenn es sich um intelligente und rhetorisch geschickte Menschen handelt. Wie bei anderen beruflichen Problemen auch, kann in einem solchen Fall ein Coach helfen, der die krankhaften Charakterzüge besser einschätzen kann, als derjenige, der tagtäglich mit diesen konfrontiert wird. 

Lesen Sie auch unsere neusten Artikel zu  Managementfragen:  

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 12. Januar 2024 bei der WirtschaftsWoche. Wir zeigen ihn aufgrund des hohen Leserinteresses erneut.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick