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Arbeitgeberranking 2023Bei diesen Unternehmen würden Ökonomen am liebsten arbeiten

In Zeiten des Fachkräftemangels sollten sich Unternehmen bereits überlegen, wie sie bei Studenten punkten. Ein Ranking zeigt, wer die Gunst der jungen Wirtschaftswissenschaftler gewinnt und wer sie verspielt.Varinia Bernau 18.06.2023 - 18:58 Uhr

Porsche steht bei Studenten der Wirtschaftswissenschaften an der Spitze im Arbeitgeberranking.   

Foto: dpa

Manchmal muss man gar nichts tun, um in einem besseren Licht dazustehen. Es genügt schon, wenn der Rivale schlecht dasteht. Das zumindest könnte den Erfolg der großen deutschen Automobilkonzerne im aktuellen Arbeitgeberranking der Employer-Branding-Beratung Universum erklären, das der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. Dafür werden Jahr für Jahr mehr als 30.000 Studenten und Studentinnen verschiedener Fachrichtungen befragt, bei welchen Unternehmen sie besonders gern arbeiten würden. Außerdem geben sie darin Auskunft, welche Faktoren für sie bei der Auswahl besonders bedeutsam sind.

Ganz oben in der Gunst der Wirtschaftswissenschaftler stehen diesmal Porsche, Mercedes und BMW. Alle drei Autobauer profitieren vom ramponierten Image des Rivalen Tesla. Der Elektroautobauer verliert an Ansehen unter Wirtschaftswissenschaftlern: Von Platz sieben stürzt er im aktuellen Ranking auf Platz 15.

„Tesla ist mit vielen Vorschusslorbeeren in den deutschen Arbeitsmarkt gegangen“, resümiert David Falzon, der bei Universum das Deutschlandgeschäft verantwortet. Der E-Autobauer wurde von den Studenten vor allem als Technologieführer wahrgenommen. Und als eine coole Marke.

Arbeitgeber-Ranking 2023

Hier würden Studenten am liebsten anheuern

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtiger denn je, sich bei Studenten als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Ein Ranking zeigt, welchen Firmen dies gelingt – und welche ihren Vorsprung verspielt haben.

von Varinia Bernau

Nun, mehr als ein Jahr nach der Eröffnung der Giga-Fabrik in Grünheide, dämmert es mehr und mehr Menschen, dass Tesla auch für etwas anderes steht: Es gab Berichte darüber, dass das Unternehmen gegen den Arbeitsschutz verstößt – und Überstunden aus dem Ruder laufen, ohne dass das Unternehmen etwas dagegen tue. „Das ist ein sehr amerikanisches Modell, das nicht unbedingt zu den eigenen Erwartungen an den idealen Arbeitsplatz passt“, wie Universum-Manager Falzon sagt. „Tesla scheint sich als Arbeitgeber zu entzaubern.“

Nicht zuletzt hat Tesla-Chef Elon Musk klargemacht, wie wenig er von flexiblen Arbeitsmodellen hält. Davon etwa, ab und an auch vom Homeoffice aus zu arbeiten: „Wenn Sie nicht ins Büro kommen, schließen wir daraus, dass Sie gekündigt haben“, schrieb er im Juni vergangenen Jahres an die 70.000 Mitarbeiter von Tesla. Dabei erwarten Studenten von ihrem künftigen Arbeitgeber, dass er ihnen nicht nur das Homeoffice ermöglicht, sondern insgesamt eine gute Work-Life-Balance. Ebenso übrigens wie eine gewisse Sicherheit.

Der Charme des deutschen Arbeitsrechts

Für beides stehen die deutschen Autobauer. BMW hat sich in dem aktuellen Ranking auch an einem anderen US-Unternehmen vorbeigeschoben, das als Technologieführer gilt. Und als coole Marke. An Apple. Das dürfte auch auf die jüngsten Schlagzeilen von Entlassungen in der Techbranche zurückzuführen sein. SAP und Microsoft rutschen in der Gunst der Wirtschaftswissenschaftler ebenfalls ab. Die Studenten äußern in diesen krisengeschüttelten Zeiten stärker als zuvor ein Bedürfnis nach Sicherheit.

Das erfüllen Rüstungsunternehmen beispielsweise derzeit deutlich stärker: Thyssenkrupp steigt in dem Ranking von Platz 58 auf Platz 45 auf. Einen größeren Sprung unter den Top-50-Arbeitgebern für Wirtschaftswissenschaftler macht nur noch Sky Deutschland: um 32 Ränge auf Platz 47. Der Reisekonzern TUI wiederum scheint sich von den Verlusten der Coronazeit erholt zu haben. Er hat als Arbeitgeber ebenfalls deutlich an Attraktivität gewonnen.

Lesen Sie auch: Die Rüstungsindustrie profitiert von der Debatte um Waffenlieferungen in die Ukraine – und gilt plötzlich unter Studenten als attraktiver Arbeitgeber. Ähnlich wie die Pharmaindustrie während der Coronapandemie. Aber was braucht es, um dauerhaft bei Talenten zu punkten?

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