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Geldanlage Wie es an den Märkten weitergeht

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Gold

Auch für 2012 gilt: Gold bleibt die beste Krisenversicherung für diejenigen, die nicht auf Renditenjagt aus sind. Quelle: dpa/dpaweb

Der Preis je Feinunze erreichte 2011 mit rund 1920 Dollar ein Allzeithoch, stand zuletzt aber stark unter Druck.

These: Gold bleibt die beste Krisenversicherung für alle, die nicht auf Renditejagd sind.

Strategie: Mit einem Fünftel an physischem Gold sollte ein sicherheitsorientiertes Depot bestückt sein.

Risiko: Ein massiver Abzug spekulativer Gelder, die in Goldfonds stecken, könnte den Unzenpreis stark drücken. Die eigentliche Funktion des Goldes – Versicherung gegen einen Finanzcrash – aber würde dadurch letztendlich nicht berührt.

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Commerzbank Vorstandschef Martin Blessing braucht die Aktionäre, aber keiner will die Aktie. Sie notierte zuletzt auf historischem Tief, viel fehlt nicht zum Pennystock und Rausschmiss aus dem Dax. Die Bank kann sich nicht aufs Geschäft konzentrieren, weil sie Kapitallücken schließen muss. Deshalb verzichtet sie sogar darauf, margenträchtige Neukredite zu vergeben. Zudem bremst die abflauende Konjunktur das wichtige Geschäft mit Mittelständlern. Laut EU-Kommission müssen Bankeigentümer das Haftungspolster ihrer Institute bis Mitte 2012 deutlich aufstocken. Das hat Priorität – über Wachstum und Rendite für Aktionäre spricht keiner. Kapital bringen soll die Umwandlung hybrider Anleihen oder die Ausgabe neuer Aktien, was die Anteile der Altaktionäre verwässern würde. Schrottpapiere der Tochter Eurohypo sollen abgestoßen oder in einer staatlichen Bad Bank endgelagert werden. Zockern winken Gewinne, wenn Blessing Teile der Eurohypo dem Staat unterjubeln könnte. Langfristig ist die Aktie nur etwas, wenn die Bank wieder Neugeschäft machen kann. Risiko: Beschafft Blessing das Kapital nicht, wartet der Bund mit dem Bankenrettungsfonds. Aktionäre würden dann billig herausgedrängt, wie bei IKB und Hypo Real Estate.
Deutsche Bank Josef Ackermann, der Ende Mai aufhört, wollte 2011 zehn Milliarden Euro Rekordgewinn vorlegen. Es werden aber eher nur sechs Milliarden. Für 2012 gibt es keine Prognose. Wie auch? Alle Unsicherheiten der Schuldenkrise schlagen voll auf den weltweit vernetzten Branchenprimus durch. Immerhin kann sich die Bank als deutsches Institut günstig finanzieren. Im September gab sie eine unbesicherte Anleihe aus, europäische Konkurrenten schaffen das kaum noch. Trotz Postbank-Übernahme bleibt das Investmentbanking mit rund 60 Prozent der Erträge dominierend. Die besten Jahre sind hier vorbei. Marktunsicherheit und verschärfte Regulierung dürften in den kommenden Jahren nur noch Eigenkapitalrenditen zwischen 9 und 13 Prozent ermöglichen. Teile der Vermögensverwaltung stehen zum Verkauf, die Erlöse dürften aber kaum reichen, um die größte Last für den Aktienkurs zu beseitigen, den Kapitalbedarf von fünf bis zehn Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als die jüngst von der Bankenaufsicht EBA festgestellte Lücke von 3,2 Milliarden Euro, die die Bank durch einbehaltene Gewinne leicht füllen dürfte. Als besonders systemrelevantes Institut muss sie bis 2018 aber 9,5 und damit 2,5 Prozentpunkte mehr Kernkapital vorweisen als Konkurrenten. Dazu wird sie ihre Bilanz verkleinern und damit auch einst lohnendes Geschäft aufgeben müssen.
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