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Geldanlage Wie es an den Märkten weitergeht

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Unternehmensanleihen

Renditen für Unternehmenspapiere aus der Investmentklasse bleiben 2012 niedrig, die Ausfälle homöophatisch. Quelle: dapd

Kaum weniger begehrt als Bundespapiere sind Anleihen deutscher Unternehmen mit gutem bis mittlerem Rating. Papiere etwa der Telekom oder von BASF mit einer Laufzeit von vier bis fünf Jahren bringen mit gut zwei Prozent Rendite zwar doppelt so viel wie eine gleich lang laufende Bundesanleihe, am Ende bleiben Anlegern aber doch nur mickrige Erträge. Einzelinvestments in hoch verzinste Papiere mit schwacher Bonität locken zwar mit Zinsen von acht bis zehn Prozent (bei Anleihen aus sich in Turbulenzen befindenden Solarunternehmen gibt es sogar mehr als 20 Prozent), das Verlustrisiko ist aber entsprechend hoch.

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Deutsche Telekom Die Telekom wird langweilig – und für Aktionäre interessant. „Größere Akquisitionen“ und Schwellenländerabenteuer seien „nicht geplant“, verspricht der jüngste Quartalsbericht. Künftig will sie sich vor allem auf Europa konzentrieren, allen voran Deutschland, wo die Telekom 2011 noch rund 40 Prozent ihrer erwarteten 59 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Wachstumsfelder sind DSL- und TV-Angebote sowie mobiles Internet, das bis 2015 zehn Milliarden Euro Umsatz bringen soll. Schwach entwickelt sich das Geschäft der griechischen OTE, an der die Telekom 40 Prozent hält. Bislang macht sie dort sechs Prozent ihres Umsatzes und sieben Prozent des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda). Ein anderes unrühmliches Kapitel wollte die Telekom beenden: Ende März hatte sie den Verkauf ihrer Tochter T-Mobile USA für rund 28 Milliarden Euro bekannt gegeben. Doch der Verkauf ist geplatzt, Kaufinteressent AT&T zog sein Angebot Mitte Dezember wegen der Widerstände der Aufsichtsbehörden zurück. Als Ausgleich soll die Telekom immerhin 2,3 Milliarden Euro Ausgleichszahlung in bar bekommen und darf das AT&T-Netz mitnutzen. An den Gewinnprognosen soll der geplatzte Deal laut Telekom nichts ändern. Die Chancen auf stabile Gewinne sind dank Kostensenkungsprogrammen gut. Solange die Telekom ihren freien Mittelzufluss bei 6,5 Milliarden Euro hält, sind auch die versprochene Mindestdividende von 0,70 Euro und fast acht Prozent Dividendenrendite nicht in Gefahr.
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Fresenius
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These: Die Renditen für Unternehmenspapiere aus der Investmentklasse bleiben sehr niedrig, die Ausfälle homöopathisch. Hochzinspapierrenditen steigen im Durchschnitt zunächst noch etwas an, umgekehrt fallen die Kurse.

Strategie: Bestände mit guter Bonität halten und nach seltenen Gelegenheiten suchen, die einen sicheren Zins von wenigstens 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von höchstens vier Jahren bringen.

Risiko: Eine Weltwirtschaftskrise wie nach der Lehman-Pleite würde auch die Kurse sicherer Unternehmenspapiere drücken. Dann ergäben sich Kaufgelegenheiten.

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