Stelter strategisch: Die Finanzmärkte sind im Paralleluniversum
09. Januar 2012
Negativ verzinste deutsche Staatspapiere: Erstmals gelingt es Deutschland, kurzfristige Geldmarktpapiere mit Gewinn zu verkaufen. Wer an diesem Tag Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten kauft, bekommt am Ende der Laufzeit weniger vom Fiskus überwiesen, als er am Anfang investiert hat.
Die Gründe sind vielfältig: Weil die Anleihen der Krisenstaaten vom Ausfall bedroht sind, flüchten alle in deutsche Titel. Gleichzeitig pumpt die EZB über großzügige Sonder-Kredite an die Banken frisches Geld in die Märkte, das die Unternehmen gar nicht ausleihen wollen. Die Nachfrage nach Krediten ist klein, das Angebot an Geld groß. Das drückt auf die Renditen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt zu diesem Zeitpunkt bei 1,85 Prozent.
Foto: dpa26. Juli 2012
„Whatever it takes.” Investoren sind wenige Monate nach dem griechischen Schuldenschnitt in Panik. Die Kurse der Anleihen aller Euro-Randländer fallen, ihre Renditen steigen. Da spricht EZB-Chef Mario Draghi bei einer Konferenz in London ein Machtwort. „Die EZB wird innerhalb ihres Mandats alles Notwendige tun, um den Euro zu erhalten. Und glauben Sie mir, es wird ausreichen.“ Damit leitet Draghi eine Erholung der Anleihen der Euro-Randländer ein. Doch auch Bundesanleihen bleiben gefragt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt bei 1,32 Prozent – und sinkt immer weiter.
Foto: REUTERS11. Juni 2014
Zentralbankzins für Einlagen unter null: Die Euro-Zone kommt wirtschaftlich noch immer nicht vom Fleck. Obwohl die EZB die Leitzinsen immer weiter gesenkt hat, bleibt die Kreditvergabe schwach. Die Notenbank geht also noch einen Schritt weiter: Sie senkt den Leitzins auf 0,05 Prozent, der Einlagezins fällt auf minus 0,1 Prozent. Geschäftsbanken, die ihr Geld bei der EZB parken und nicht verleihen wollen, zahlen jetzt Strafe. Im September 2014 erhöht die EZB diesen „Strafzins“ auf 0,2 Prozent.
Foto: dpa17. September 2014
Der Bund verdient Geld mit Anleihen. Die Negativzinsen fressen sich bei Bundeswertpapieren weiter durch. Deutschland stockt erstmals eine Anleihe mit zwei Jahren Laufzeit zu einer Minusrendite auf. Diese liegt bei minus 0,07 Prozent. Aufgestockt wird die Anleihe um 3,3 Milliarden Euro. Begeben worden war sie am 20. August 2014 mit einem historisch niedrigen Zinsschein von null Prozent und einer Rendite von ebenfalls null Prozent.
Foto: dpa16. Januar 2015
Die Schweiz schreibt Geschichte am Anleihemarkt: Erstmals sinkt in einem Land die Rendite einer Anleihe mit der Laufzeit von zehn Jahren unter null Prozent. Grund dafür war die überraschende Entscheidung der Schweizer Notenbank vom Vortag, den Euro-Mindestkurs zum Franken aufzuheben. Die Folge: Der Franken wertet drastisch auf, die Aktienkurse brechen ein – und Anleger fliehen in Anleihen.
Am 9. April profitieren die Schweizer Steuerzahler von den Minuszinsen. Die Schweiz stockt die die zehnjährige Anleihe, die einen Zinsschein von 1,5 Prozent hat, zu einem Kurs von 116 Prozent auf. Daraus errechnet sich bei der Auktion eine negative Rendite von minus 0,055 Prozent. Anleger versuchen damit, den Strafzins von 0,75 Prozent zu umgehen, den die Schweizer Notenbank für kurzfristige Einlagen von Banken festgelegt hat.
Foto: dpa22. Januar 2015
Die EZB macht Ernst. Die Notenbank kündigt ein massives Kaufprogramm für Wertpapiere – vor allem Staatsanleihen an. Bis mindestens September 2016 will sie öffentliche Anleihen – sprich Staatsanleihen, Anleihen von nationalen Förderbanken sowie supranationalen Institutionen kaufen. Dazu kommen die schon länger laufenden Programme für gedeckte Bankenanleihen (Covered Bonds) und Verbriefungen (ABS). Insgesamt wollen die EZB und vor allem die nationalen Notenbanken monatlich Wertpapiere über 60 Milliarden Euro erwerben – also insgesamt 1,14 Billionen Euro. Die zehnjährige Bundesanleihe wirft für Neueinsteiger nur noch 0,45 Prozent Rendite ab.
Foto: dpa25. Februar 2015
Der Bund verdient jetzt Geld mit einer Fünfjahres-Anleihe. Deutschland stockt erstmals eine Anleihe mit fünf Jahren auf, für die das Land von Anlegern Gebühren bekommt, statt Zinsen zu zahlen. Eingenommen werden zu einer Rendite von minus 0,08 Prozent 3,3 Milliarden Euro. Seit der Emission am 21. Januar hat auch diese fünfjährige Anleihe einen Kupon von null Prozent.
Foto: dpa9. März 2015
Die EZB legt los. Die Europäische Zentralbank beginnt mit ihrem im Januar angekündigten Anleihekaufprogramm. Die Investoren an den Anleihemärkten haben schon im Vorfeld der EZB-Käufe kräftig zugegriffen – und jetzt fallen die Renditen noch weiter.
Foto: REUTERS17. April 2015
Selbst die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe bringt jetzt fast gar keine Rendite mehr. Der Kurs des nominal mit 0,5 Prozent verzinsten Bundesbonds steigt auf 104,43 Prozent. Die Folge: Die Rendite sackt im Tagesverlauf auf historisch niedrige 0,05 Prozent ab. Bundesanleihen im Umfang von 312 Milliarden Euro und damit 80 Prozent aller ausstehenden Bundesbonds rentieren im negativen Bereich.
Foto: dpa21. April 2015
Anleihe-Guru Bill Gross twittert, dass seine Wette gegen die zehnjährige Bundesanleihe eine „einmalige Chance sei“, die Frage des Zeitpunktes lässt er aber offen. Das Timing hänge vom EZB-Kaufprogramm ab. Gross selbst wettet aber noch nicht gegen Bundesanleihen – ein Fehler wie sich später herausstellt.
Am 28. April 2015 sagt Anleihe-Investor Jeffrey Gundlach – in den USA ebenso bekannt wie Bill Gross – abends in einem Interview, dass sich eine riskante, gehebelte Wette gegen zweijährige Bundesanleihen lohnen könne. Wie Gross sagt aber auch Gundlach nichts zum Timing. Der Renditeanstieg der zehnjährigen Bundesanleihe beginnt.
Foto: REUTERS29. April bis 7. Mai 2015
Die Verbraucherpreise sind in Deutschland im April gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 Prozent gestiegen, etwas stärker als Ökonomen erwartet hatten. Eine Rückkehr der Inflation scheint damit möglich. Eine steigende Inflation schürt auch die Hoffnung auf steigende Zinsen. Der Renditeanstieg verstärkt sich, und das hat auch technische Gründe. Viele Investoren hatten sich falsch positioniert und müssen jetzt automatisch verkaufen, weil bestimmte Kursuntergrenzen gerissen wurden.
Am 7. Mai steigt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe im Tagesverlauf auf bis zu 0,8 Prozent. So deutlich in so kurzer Zeit ist sie noch nie nach oben geschnellt – auch wenn sie später wieder etwas zurückfällt.
10. Juni 2015
Rendite über einem Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen steigt im Tagesverlauf auf bis zu 1,05 Prozent. Das ist keine hohe Rendite – aber mehr haben Investoren seither nicht mehr gesehen. Das liegt auch daran, dass die Investoren an den Aktienmärkten nervös werden. Die Aktienbörsen fallen seit Mitte April – und langsam schichten Investoren wieder in sicherere Anleihen um. Verunsichert sind die Investoren durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine und seit Juni fallen zudem die Aktienbörsen in China. Auch der Ölpreis sinkt seit Juni – und das rasant.
Dazu kommen neue Sorgen um Griechenland. Athen verweigert neue Reformen, Griechen ziehen Geld von ihren Bankkonten ab. Ende Juni ruft Ministerpräsident Alexis Tsipras ein Referendum über die von den Gläubigern verlangte Reformpolitik aus.
05. Juli 2015
Am Rande des Grexit. 61 Prozent der griechischen Bürger sprechen sich beim Referendum gegen die Sparvorgaben der Gläubiger aus. Faktisch scheint damit das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro-Raum beschlossen. Doch später reicht Athen neue Reformvorschläge ein – am 12. Juli stimmen die Staats- und Regierungschefs nach einem 17-stündigen Verhandlungsmarathon zu. Griechenland bekommt ein drittes Hilfspaket.
Foto: dpa24. August 2015
Schwarzer Montag an den Börsen: Die Furcht der Aktieninvestoren erreicht einen neuen Höhepunkt. Der Dax bricht um 7,8 Prozent ein und verzeichnet damit den größten Tagesverlust seit dem Jahr 2008. Dabei machen sich die Anleger vor allem Sorgen um das Wirtschaftswachstum in China. Dort fallen die zuvor massiv gestiegenen Aktien seit Mitte Juni. Verstärkt werden die Sorgen dadurch, dass die Regierung den Yuan gegenüber dem Dollar abwertet. Die Flucht in Bundesanleihen setzt sich vor diesem Hintergrund fort.
Foto: AP29. September 2015
Dax auf Jahrestief. Mit 9.325 Zählern erreicht der Dax den tiefsten Stand des Jahres. Seit seinem Allzeithoch von 12.391 Punkten am 10. April hat er damit mehr als 3.000 Punkte oder knapp 25 Prozent verloren. Die Themen China, Ölpreis und allgemeine Sorgen um die Weltkonjunktur machen den Anlegern weiter zu schaffen. Der Dax steigt zwar bis Ende November wieder etwas, doch das ist nicht nachhaltig. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe liegt Ende September bei 0,59 Prozent.
Foto: AP3. Dezember 2015
Die EZB legt nach. Die Notenbanker kündigen an, den Zeitraum ihrer Anleihekäufe um sechs Monate bis März 2017 zu verlängern – mit einem Kaufvolumen von weiterhin etwa 60 Milliarden Euro pro Monat. „Wir machen mehr, weil es wirkt“, sagt EZB-Chef Mario Draghi. Zugleich senkt die EZB den Einlagenzins auf minus 0,3 Prozent. Die zehnjährige Bund-Rendite steigt zunächst auf 0,67 Prozent – hält sich aber nicht lange auf diesem Niveau.
Foto: dpa16. Dezember 2015
Die Fed erhöht die Zinsen. Die US-Notenbank Fed erhöht zum ersten Mal seit zehn Jahren den Leitzins. Da der Schritt so lange erwartet war, zieht er weder die Renditen der zuvor wieder gestiegenen US-Staatsanleihen, noch der Bundesanleihen weiter nach oben.
Foto: AP20. Januar 2016
Ölpreis auf Zwölfjahrestief. Der Preis für ein Fass (159 Liter) des Nordseeöls Brent fällt auf bis zu 29,31 Dollar. Der rasante Ölpreisverfall schürt neue Sorgen um die Banken, Schuldner von US-Hochzinsanleihen aus der Energiebranche gehen reihenweise pleite. Die zehnjährige Bundesanleihe wirft nur noch 0,48 Prozent Rendite ab.
Foto: dpa9. Februar 2016
Japan schreibt Geschichte am Anleihemarkt. In Tokio fällt die Rendite der zehnjährigen japanischen Anleihe unter null Prozent. Damit durchbricht erstmals eine zehnjährige Anleihe einer G7 Nation diese wichtige Marke nach unten. Wenige Wochen später gelingt es Japan erstmals eine neue zehnjährige Anleihe mit einer Negativrendite am Markt zu platzieren. Niedrig sind die Anleiherenditen im lange von der Deflation geplagten Japan seit dem Ende der 1990er Jahre. Seit gut 15 Jahren kauft die Bank of Japan zudem Anleihen auf. Aktuell erwirbt sie jährlich Bonds im Umfang von 80 Billionen Yen (630 Milliarden Euro).
Foto: dpa11. Februar 2016
Der Dax fällt auf den tiefsten Stand seit November 2011. Seit Dezember ist auch der Dax wieder auf Talfahrt und fällt bis zum 11. Februar auf 8.699 Punkte. Damit hat er allein seit Jahresanfang 22 Prozent eingebüßt – und damit den schlechtesten Jahresstart aller Zeiten hingelegt. Inzwischen machen sich Investoren auch wieder Sorgen um die Konjunktur in den USA – die nächsten Leitzinserhöhungen der Fed scheinen in weite Ferne zu rücken.
Foto: REUTERS29. Februar 2016
Zehnjährige Bund-Rendite nähert sich ihrem Rekordtief. Mit 0,10 Prozent rentiert die zehnjährige Bundesanleihe erneut nur ganz knapp über der Null-Linie. Inzwischen rentieren 80 Prozent aller Bundeswertpapiere im negativen Bereich. Im ganzen Euro-Raum sind es 46 Prozent. Auch viele Pfandbriefe und einige Unternehmensanleihen rentieren im Minus.
In den folgenden Tagen steigen die Anleiherenditen zunächst wieder etwas. Die Sorgen um die Konjunktur legen sich etwas, der Ölpreis steigt wieder und auch der Dax legt wieder zu.
Foto: dpa3. März 2016
Die EZB zieht alle Register. Sie senkt den Leitzins von 0,05 auf null Prozent und erhöht den Einlagenzins für Übernachteinlagen der Banken auf minus 0,4 Prozent. Das bis März 2017 Anleihekaufprogramm wird pro Monat um 20 Milliarden auf 80 Milliarden Euro erhöht. Die EZB nimmt zudem erstmals Unternehmensanleihen von Unternehmen abseits der Finanzindustrie in das Anleihekaufprogramm auf. Schließlich bietet sie den Banken neue zweckgebundene Langfristkredite (TLTROs) deren Verzinsung an den Einlagensatz gekoppelt ist. Die Anleiherenditen steigen zunächst - fallen bereits aber bereits ab dem nächsten Tag wieder.
Hintergrund der EZB-Entscheidung sind die gesenkten Inflationsprognosen. 2016 erwartet wie EZB jetzt nur noch eine Teuerungsrate von 0,1 Prozent nach zuvor 1,0 Prozent, für 2017 senkt sie den Ausblick um 0,3 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent. Die erstmals veröffentlichten Projektionen für 2018 sehen eine Inflationsrate von 1,6 Prozent vor. Eigentliches Ziel der EZB ist eine Inflationsrate von im Schnitt um die zwei Prozent pro Jahr.
Foto: dpa5. April 2016
Zehnjährige Bund-Rendite nähert sich Rekordtief. Die Maßnahmen der EZB lassen die Anleiherenditen wieder kräftig fallen. Am 5. April fällt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf bis zu 0,08 Prozent. Danach steigt sie wieder etwas, aber nur leicht. Außer den Anleihekäufen der EZB spielen die weiter stark schwankenden Aktienmärkten, die neuen politischen Unruhen um Griechenland und die steigende Nervosität vor einem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU eine Rolle bei der Flucht der Anleger in sichere Bundesanleihen.
Foto: dpa14. Juni 2016
Der Zins ist weg. Um kurz vor halb 10 ist es soweit. Erstmals in ihrer Geschichte fällt die Rendite selbst der zehnjährigen Bundesanleihe auf null Prozent. Banker rechnen damit, dass die Rendite bald auch leicht negativ werden wird. Als Dauerzustand sehen Banken das aber nicht. Doch die Banken haben mit ihren Prognosen schon oft daneben gelegen.
Foto: dpaPutsch (egal ob echt oder inszeniert) in der Türkei, Krieg in der Ukraine, Bürgerkrieg in Syrien, Terror nicht nur in Frankreich, Spannungen im "südchinesischen" Meer, demographische Bombe im Nahen Osten und Afrika, Überalterung in Europa, Krise der Rohstoffexporteure, zunehmender Protektionismus, schwaches Wachstum von Weltwirtschaft und -handel, Überschuldung weiter Teile der Welt, sinkende Produktivität trotz technologischer Revolution, Brexit und dysfunktionale EU, notleidende italienische Banken, gescheiterter Euro, überforderte Politiker und Zulauf für Populisten und Extremisten… Die Liste der Probleme ist nicht mal vollständig.
Natürlich stimmt es auch, dass es der Menschheit trotz dieser Aufreihung noch nie so gut ging wie heute. Viel weniger Menschen sterben durch Terror und Krieg, viel weniger verhungern, viel mehr konnten sich aus Armut befreien, und die weltweite Ungleichheit ist so gering, wie seit der industriellen Revolution nicht mehr (innerhalb der Länder hat sie allerdings wieder zugenommen). Doch ist das Grund genug, um die Aktienmärkte auf luftige Höhen zu treiben, und die Anleihenmärkte gleich mit?
Wenn dann doch eines der oben genannten Themen wieder für kurze Zeit in den Vordergrund tritt, endet es jedes Mal sogar mit einer Verstärkung dieser Anomalie: Während die Aktienmärkte für ein paar Tage fallen, nur um wenig später ungerührt wieder nach oben zu streben, steigen ebenfalls die Kurse von Währungen und Anleihen, die als "sicher" gelten.
Mit Blick auf die Schweiz, wo für 50-jährige Staatsanleihen mittlerweile auch eine Aufbewahrungsgebühr in Form negativer Zinsen anfällt, mag dies noch verständlich sein. Doch im Falle von Japan, einem Land, welches überschuldet in eine sich beschleunigende Schrumpf-Vergreisung übergeht, von einem "sicheren" Investment zu sprechen, ist blanker Hohn. Das einzige was sicher ist, ist die völlige Monetarisierung der Staatsschulden nach vorherigem Einsatz der geldpolitischen Helikopter zum Flächenbombardement.
Wer dem deutschen Staat mit
- ungedeckten Verbindlichkeiten für Renten- und Gesundheitsleistungen in der Größenordnung von rund 400 Prozent des BIP,
- gigantischen latenten Lasten zur Euro-"Rettung",
- einer verfehlten Einwanderungspolitik, die die Kosten weiter erhöht, statt die Lasten einer ebenfalls schrumpfenden und überalternden Gesellschaft zu tragen,
- einer politischen Führung, die mehr darauf aus ist, vorhandenen Wohlstand zu verteilen, statt neuen zu schaffen,
Geld dafür bezahlt, dass er ihm dieses für 10 Jahre leiht, dem ist nicht mehr zu helfen!
Natürlich ist das Geld dort sicherer aufbewahrt als auf dem Bankkonto, nicht nur in Italien, sondern in der ganzen Eurozone. Natürlich kann man auf eine breite Deflation und damit positive Realzinsen setzen, nur muss jedem klar sein, dass in diesem Fall mit einer werthaltigen Rückzahlung nicht zu rechnen ist. Auch in der Eurozone muss es zu einem Ausgleich zwischen Gläubigern und Schuldnern kommen – entweder organisiert, chaotisch oder über Inflation. Die Helikopter laufen sich auch hier warm. Egal wie, der Gläubiger verliert in dem Spiel immer. Und der Gläubiger sind wir.
Verglichen damit sind US-Staatsanleihen durchaus attraktiv. Zwar ist der Zins für 10-jährige in den letzten Wochen auch unter zwei Prozent gesunken. Ein Blick auf Gesamtverschuldung (tiefer), Wachstum (höher), Demografie (günstiger), Innovationskraft (besser) und Attraktivität für qualifizierte Zuwanderer (deutlich höher) genügt, um in den USA trotz aller Probleme den besseren Schuldner zu sehen. Der berühmte Einäugige unter den Blinden.
Problematisch an dieser Sicht ist jedoch, dass sie mittlerweile "Common sense" ist, also jeder Marktteilnehmer so denkt. Ging man vor sechs Monaten noch von einem Zinserhöhungskurs der Fed aus – „Stelter strategisch“ übrigens nicht - so glaubt heute kaum jemand an steigende Zinsen, und jeder rechnet einem vor, wie relativ gut US-Anleihen doch sind. Dabei spricht dieser Optimismus und die Elliott Wave Theorie, so man dieser glaubt, eher für eine deutliche Korrektur der Anleihenkurse in den USA, also für steigende Zinsen. Aus meiner Sicht ist zumindest angesichts des verbreiteten Optimismus taktische Vorsicht angezeigt.
Platz 20: Aktien Venezuela
Die Börse in Caracas ist winzig, nur wenige Aktien sind dort notiert und die Umsätze liegen oft bei nur ein paar tausend Dollar pro Tag. Internationale institutionelle Investoren meiden venezolanische Aktien. Die Inflation im Land galoppiert, der Versorgungsmangel eklatant, die Währung Bolivar ist auf Talfahrt. Anleger, die im Januar 100.000 Euro in den IBC-Index investierten, haben so jetzt nur noch 54.320 Euro. Im Vorjahr hatten sich die Kurse noch mehr als vervierfacht.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: ReutersPlatz 19: Aktien China
Die Wirtschaft in China macht Anlegern seit über einem Jahr Sorgen. Die Börse stürzte entsprechend weiter ab. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandschinas erfasst, brach um 15,6 Prozent ein. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro leicht abwertete blieben Anlegern von 100.000 Euro nur 80.900 Euro übrig.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: ReutersPlatz 18: Aktien Euro-Zone
Der Jahresauftakt an Europas Börsen war schon ein Horror, dann kam noch das Debakel um den Brexit hinzu. Die Folge: Die Aktien in der Euro-Zone notieren tief im Minus. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in den Leitindex Euro Stoxx 50 investierte, verfügt angesichts des Minus von 12,3 Prozent jetzt nur noch über 87.670 Euro. Am schlimmsten erwischte es dabei Anleger in Italien – der FTSE MIB 100 Index verlor fast ein Viertel seines Wertes.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten.
Foto: REUTERSPlatz 17: Britisches Pfund
Investoren haben die britische Währung nach dem Brexit-Votum regelrecht heruntergeprügelt. Schon vorher litt es deutlich, am Tag nach der Bekanntgabe des Referendums stürzte es dann zum US-Dollar um bis zu knapp 14 Prozent und zum Euro um mehr als acht Prozent ab. Zur US-Währung liegt das Pfund auf dem niedrigsten Stand seit über 30 Jahren. Zum Euro liegt das Pfund „nur“ auf dem niedrigsten Stand seit rund zwei Jahren. In diesem Jahr wurden aus 100.000 in Pfund angelegten Euro 88.620 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 16: Aktien Deutschland
Auch Aktienanleger in Deutschland hat bislang kein schönes Jahr. Gleich zu Beginn des Jahres stürzte der Leitindex Dax ab. Danach erholte er sich zwar – machte die Verluste vom Jahresanfang aber nie ganz wett. Der Brexit-Schock setzte dem Dax dann erneut zu. Aus 100.000 im Dax investierten Euro sind innerhalb von sechs Monaten nur noch 90.110 Euro geworden.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: APPlatz 15: Aktien Schweiz
Auch die Aktien der Schweiz gingen auf Talfahrt. Der Franken legte dabei zum Euro nur ganz leicht zu. Im vergangenen Jahr hatte er kräftig aufgewertet, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs für den Franken aufgegeben hatte. Von daher machten Anleger mit Franken in diesem Jahr keine Währungsgewinne. Von 100.000 Euro blieben 91.320 Euro übrig.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: ReutersPlatz 14: Aktien Großbritannien
Das Brexit-Votum hat der britische Leitindex rasch verkraftet. Der Leitindex „Footsie“ war zwar am 24. Juni heftig eingebrochen, holte die kurzfristigen Verluste dann aber wieder auf. Trotzdem sind Experten skeptisch, da wegen des Ausstiegs Großbritanniens aus der EU eine lange Phase der Ungewissheit droht. Dennoch notiert der Footsie auch auf Halbjahressicht 4,2 Prozent im Plus. Da der Euro jedoch zum Pfund kräftig zulegte, machten Euro-Anleger, die ihre Positionen nicht absicherten, einen Verlust von 8,01 Prozent und hatten bei einer Anlagesumme von 100.000 Euro so nur noch 91.990 Euro auf dem Konto.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: ReutersPlatz 13: Aktien Japan
Die Abenomics, das Konjunkturprogramm von Japans Präsidenten Shinzo Abe zieht nicht mehr an der Börse. Ein Grund dafür ist der starke Yen, der japanische Exporte extrem teuer macht. Die Folge: Japans Leitindex Nikkei 225 ist seit Januar um mehr als 18 Prozent eingebrochen. Ein schwacher Trost für Euro-Anleger: Sie verloren nur 6,23 Prozent und hatten so Ende des ersten Halbjahres von 100.000 in den Nikkei 225 investierten Euro immerhin noch 93.740 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 12: US-Dollar
Der Brexit hat auch dem Euro im Vergleich zum Dollar zugesetzt. Trotzdem hat der Dollar seit Jahresanfang zum Euro leicht verloren. Aus 100.000 in Dollar angelegten Euro wurden so bislang 98.120 Euro. Das schmälert alle Erträge die Anleger mit in Dollar denominierten Anlagen machten. Viele Experten glauben aber, dass die Unsicherheiten über die Zukunft der Europäischen Union den Dollar zumindest wieder etwas steigen lassen werden.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: ReutersPlatz 11: Aktien USA
Zu Jahresbeginn ging es auch für die großen US-Aktienindizes kräftig nach unten, später erholten sich die Börsen jedoch - anders als in Europa wieder deutlich – und steuerten sogar auf neue Jahreshochs zu. Der Brexit verhagelte auch US-Anlegern die Stimmung. Dennoch liegt Leitindex Dow Jones auf Halbjahressicht 2,9 Prozent im Plus. Für Euro-Anleger ist der Gewinn etwas geringer, aus 100.000 investierten Euro wurden für sie aber immerhin 100.720 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 10: Aktien Schwellenländer
Die Aktien der Schwellenländer haben sich insgesamt von ihrem Absturz des vergangenen Jahres erholt als der MSCI Index für Emerging Markets noch um 16 Prozent abgestürzt war. Im ersten Halbjahr 2016 legte der auf Dollar lautende Index gut fünf Prozent zu. In Euro gerechnet blieb ein Plus von 3,07 Prozent – aus 100.000 Euro machten Anleger 103.070 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: APPlatz 9: US-Staatsanleihen
Die Unsicherheit der Investoren hat US-Staatsanleihen Zulauf beschwert Dazu kommt, dass Investoren inzwischen nicht mehr daran glauben, dass die US-Notenbank Fed ihren im Dezember vergangenen Jahres ganz vorsichtig eingeleiteten Zyklus der Leitzinserhöhungen fortsetzt. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in US-Staatsanleihen gesteckt hat, hat jetzt 103.320 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: WirtschaftsWochePlatz 8: Euro-Unternehmensanleihen
Seit Juni kauft die Europäische Zentralbank (EZB) Euro-Anleihen von Unternehmen abseits der Bankbranche mit guter Bonität. Die Käufe beziehungsweise schon vorher die Erwartung der EZB als neuen großen Investor trieben die Kurse. Gemessen am Index der Bank of America Merrill Lynch verdienten Anleger mit den Firmenbonds 5.350 Euro, wenn sie im Januar 100.000 Euro investierten.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 7: Deutsche Staatsanleihen
Bundesanleihen sorgten im ersten Halbjahr für viel Aufsehen. Die Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank, die Niedrigzinsen und die Unsicherheit der Anleger über die wirtschaftliche Entwicklung bescherten den deutschen Staatsanleihen regen Zulauf. Selbst die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe rentiert im Minus, am Tag nach dem Brexit-Entscheid fiel sie auf bis zu minus 0,17 Prozent. Für Anleger, die gleich zu Jahresbeginn 100.000 Euro in deutsche Staatsanleihen investierten machten damit Gewinn aus den minimalen Zinsen und den deutlichen Kurssteigerungen von 6.800 Euro.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: APPlatz 6: Anleihen Schwellenländer
Die Anleihen der Schwellenländer haben sich kräftig erholt. Das liegt auch daran, dass die US-Zinswende stockt und die Renditen der US-Staatsanleihen so deutlich gefallen sind. Außerdem haben sich die Fundamentaldaten in vielen Emerging Markets verbessert. Euro-Anleger machten mit auf Dollar lautenden Staatsanleihen gemessen am Index von JP Morgan einen Gewinn von 10.160 Euro, wenn sie am Jahresanfang 100.000 Euro investierten.
Schlusstand 30.6.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: APPlatz 5: Gold
Gold glänzte nach einer fünfjährigen Talfahrt wieder. Zum einen sorgte die Unsicherheit der Anleger mit Blick auf die Weltwirtschaft für die Flucht in die Krisenwährung Gold. Zum anderen machen die Negativrenditen vieler Staatsanleihen in der Euro-Zone und in Japan Gold als Anlage erneut attraktiver. Allein im Juni stieg der Goldpreis um 8,5 Prozent. So stark ist er in einem Juni zuletzt im Jahr 1980 gestiegen. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro in Gold investierte hat jetzt 122.860 Euro.
Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: ReutersPlatz 4: Öl
Der Ölpreis fiel zwar bis Ende Januar auf ein Zwölfjahrestief von rund 27 Dollar, setzte dann aber zu einer Rally an und kostet aktuell rund 50 Dollar. „Das liegt vor allem, dass die USA deutlich weniger Öl produzieren“, erklärt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. In Euro gerechnet wurden aus 100.000 am Ölmarkt investierten Euro auf 130.450 Euro.
Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: ReutersPlatz 3: Sojabohnen
Auftrieb gab es auch bei vielen Agrarrohstoffen, die ebenfalls ihre jahrelange Talfahrt stoppten. Hauptgründe dafür waren Dürren und extreme Wetterlagen, die teils die Ernte bedrohen. Allen voran stieg der in Dollar notierte Preis für Sojabohnen um fast 35 Prozent. Aus 100.000 in den Agrarrohstoff investierten Euro wurden so im ersten Halbjahr 131.800 Euro.
Schlussstand 30.06.2016 Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 2: Aktien Peru
Die Börse in Peru ist als Überraschungsaufsteiger weit nach vorne gerückt, nachdem die Kurse zuvor fast vier Jahre stetig gefallen waren. Aus 100.000 an der Börse in Lima investierten Euro wurden in diesem Jahr bislang 142.990 Euro. Die US-Bank Goldman Sachs sieht Peru „makrookönomisch in optimaler Verfassung“ mit zunehmenden Wirtschaftswachstum und sinkender Inflation. Allerdings sind die Umsätze an der Börse gering, und dort sind nur wenige Werte notiert.
Schlussstand 30.06.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpaPlatz 1: Aktien Brasilien
Der brasilianische Bovespa-Index legte in den ersten sechs Monaten des Jahres zweistellig zu, nachdem er im Januar noch auf ein Siebenjahrestief gefallen war. Da auch der zuvor unter die Räder gekommene Real deutlich aufwertete machten Anleger die 100.000 Euro in Brasiliens Leitindex investiert haben, daraus im ersten Halbjahr 143.420 Euro. Besser schnitt keine andere Anlage ab. Dabei setzen Anleger nach der Ablösung von Präsidentin Dilma Rousseff auf ein Ende des politischen Stillstands und auf Reformen. Aber: Brasilien steckt nach wie vor in der Rezession, als wirtschaftlich gerechtfertigt, gilt der Börsenaufschwung in dieser Form nicht.
Schlussstand 30.06.2016, Angaben ohne Transaktionskosten
Foto: dpa500-Euro-Scheine
Foto: dpaDoch was machen wir mit einer Welt, in der sich die Finanzmärkte offensichtlich in einem eigenen, notenbankfinanzierten Paralleluniversum befinden, wo die reale Welt, wenn überhaupt, nur als Begründung für weitere Liquiditätsspritzen dient? Realwirtschaftliche Implikationen hat das Geldangebot der Notenbanken bekanntlich nicht. Ein Kommentator auf meinem Blog fasste es so zusammen: "Hier teilt sich -beinahe messerscharf- die Nachfrage auf: Die Einen, die mit Krediten die Assetpreise nur so in die Höhe treiben und die Anderen, die keine Kredite (mehr) bekommen oder wollen, weil sie mit den Schulden genug zu tun haben. „Gute“ Investitionen mit Wachstumspotential bleiben dann natürlich aus."
Fragt sich: können die Finanzmärkte ewig im Paralleluniversum bleiben? Natürlich nicht! Es ist auch hier nur eine Frage des "wann", nicht des "ob" es zu einer Anpassung von Realität und Finanzmärkten kommt. Wenig spricht dafür, dass die Realität sich den Märkten annähert.
Die allseitige Beschwörung der Alternativlosigkeit, diesmal nicht der Merkel'schen Politik, sondern der Aktie als Geldanlage, muss deshalb zu denken geben. Wenn wir vor dem Punkt stehen, an dem die Notenbankpolitik für alle offensichtlich scheitert, und die direkte Staatsfinanzierung als nächster Schritt droht, könnte es sehr wohl sein, dass die Finanzmärkte im Gleichschritt nach unten gehen. Die Aktien, weil die Bewertungen nicht mehr zu halten sind, die Anleihenmärkte weil klar wird, dass der Lender of Last Resort doch nicht alles zu jedem Preis aufkaufen wird. Dieses Risiko scheinen führende Spekulanten zu erkennen. George Soros und Stanley Druckenmiller sind die prominentesten Skeptiker, die auf fallende Kurse setzen und gleichzeitig ihr Engagement in Gold und Goldminen ausbauen.
Diese Insider brauchen Käufer, wenn sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen wollen. Die Banken brauchen Umsätze, um wenigstens etwas Geld zu verdienen. Propaganda für die Aktien und die als sicher angesehenen Anleihen hilft dabei sicher. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Mit welcher Allokation gehen wir also in den Sommer? Strategisch halte ich an der hier immer wieder beschworenen Diversifikationsstrategie fest, sowohl mit Blick auf die Assets - Aktien, Immobilien, Cash, Gold - wie auch die regionale Streuung. Taktisch glaube ich noch nicht an die rasche, erfolgreiche Inflationierung. Bevor es so weit ist, dürften wir noch mindestens eine Talfahrt erleben, ausgelöst durch einen der genannten Krisenfaktoren oder einem weiteren, an den wir gar nicht denken. Die Aktien behalte ich und sichere mich für die kommenden Monate ab, den Cashbestand halte ich weiterhin nur bei den sichersten Adressen. Ansonsten bleibe ich wachsam, um im Falle einer deutlichen Korrektur zu handeln, und meinen Anteil an Assets, die keinem Kontrahentenrisiko unterliegen und einen Schutz vor Inflation bieten, aufzustocken. Langfristig bin ich bei Soros und Druckenmiller, weshalb ich an Gold und Goldminen festhalte.
So aufgestellt können wir uns getrost in die Sommerpause verabschieden und die wichtigeren Dinge als das Geld genießen. Wir sehen weiter, wenn diese Kolumne Ende August wieder ihr Erscheinen aufnimmt. Bis dahin wünsche ich Ihnen allen schöne Sommertage!