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US-ZölleChina fordert Japan zu gemeinsamem Vorgehen gegen Zölle auf

Die chinesische Regierung hat ihre Rhetorik im Handelskrieg mit den USA weiter verschärft. Peking drängt nun Japan, gemeinsam gegen die US-Strafzölle vorzugehen. 22.04.2025 - 15:02 Uhr
Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang. Foto: REUTERS

China fordert Japan einem Medienbericht zufolge zu einer koordinierten Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf. Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang habe dies in einem Brief an seinen Amtskollegen Shigeru Ishiba angeregt, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag berichtete. Der Brief wurde demnach über die chinesische Botschaft in Japan verschickt. Darin wird etwa die Notwendigkeit betont, „den Protektionismus gemeinsam zu bekämpfen“, wie Kyodo unter Berufung auf mehrere japanische Regierungsvertreter schrieb. Die Außenministerien beider Länder reagierten nicht sofort auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit der Bitte um eine Stellungnahme.

Peking hatte erst am Montag andere Länder davor gewarnt, mit den Vereinigten Staaten umfassendere Wirtschaftsabkommen auf Kosten von China zu schließen. Damit hat die Volksrepublik ihre Rhetorik in einem sich zuspitzenden Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt verschärft.

Das exportstarke Japan gehört zu den engsten Verbündeten der USA. Dennoch zählt die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt zu den Dutzenden von Ländern, die von Trumps weitreichenden Zöllen betroffen sind. Tokio hat inzwischen Verhandlungen mit Washington aufgenommen, um die Angelegenheit zu schlichten.

Die Beziehungen zwischen China und vielen anderen Staaten der Region waren in den letzten Jahren durch eine Reihe von Themen belastet – von territorialen Streitigkeiten bis hin zu Handelsspannungen. So hat sich im vergangenen Jahr der Streit zwischen China und mehreren Anrainer-Staaten im Südchinesischen Meer um Hoheitsansprüche in dem Seegebiet zugespitzt. Besonders zwischen China und den Philippinen sind die Spannungen nach einer Serie von Zwischenfällen gewachsen. Dabei geht es um die Spratly-Inseln, die an einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtsrouten liegen und wo Öl- und Gasvorkommen vermutet werden.

rtr
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