Kamala Harris oder Donald Trump: Die Wahlgrafiken aus den USA – live aktualisiert
Renton: Betty Noro-Kobayashi öffnet am Wahltag die Stimmzettel in der Zentrale der King County.
Foto: Lindsey Wasson/APIn den USA laufen die letzten Auszählungen der US-Wahlen 2024. Auf dieser Seite sehen Sie den Stand bzw. Ausgang der Wahl. Die Nachrichtenlage halten wir in unserem Newsblog für Sie im Blick.
Insgesamt 240 Millionen Wahlberechtigte durften entscheiden, wer das Land in den kommenden vier Jahren als Präsidentin oder Präsident führen wird. Kandidatin der Demokraten ist Kamala Harris. Für die Republikaner tritt Ex-Präsident Donald Trump an und bewirbt sich um die Nachfolge von Präsident Joe Biden. Der Wahlkampf hat Milliarden gekostet.
Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen im ganzen Land ist nicht ausschlaggebend für den Wahlsieg. Stattdessen sind die Mehrheiten in den einzelnen 50 Bundesstaaten relevant, um die Mehrheit der 538 Wahlfrauen und -männer hinter sich zu bringen.
Verteilung der Wahlleute
270 ist die magische Zahl. Wer 270 oder mehr Wahlleute für sich gewinnen kann, wird Präsidentin oder Präsident der USA. Die Bundesstaaten entsenden unterschiedlich viele Wahlfrauen und Wahlmänner – zwischen 3 (z.B. Hawaii) und 54 (Kalifornien).
„Swing States“
Die Wahl entscheidet sich vor allem in den sogenannten „Swing States“. In den sieben Bundesstaaten ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass nicht dieselbe Partei die abgegebene Stimmmehrheit erhält wie bei Wahlen in der Vergangenheit. Egal wie knapp die Mehrheit in einem der Staaten ausfällt: Der oder die Siegerin erhält die gesamte Zahl an Wahlmännern und -frauen aus dem Bundesstaat. Diese repräsentieren den Bundesstaat bei der späteren offiziellen Präsidentschaftswahl („Electoral College“) Anfang Januar in Washington, D.C.
Verteilung der Wählerstimmen
Die sogenannte „popular vote“ umschreibt die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen in den gesamten USA. Zweimal in der jüngeren Geschichte hat die Mehrheit aller abgegebenen Stimmen nicht zum Sieg im Präsidentschaftsrennen gereicht. Im Jahr 2000 erhielt der demokratische Kandidat Al Gore 48,4 Prozent aller Stimmen, sein republikanischer Rivale George W. Bush nur 47,9 Prozent – dennoch konnte Bush mehr Wahlleute für sich gewinnen. Das gleiche gelang Donald Trump im Jahr 2016, er lag damals sogar 2,1 Prozentpunkt hinter der Kandidatin Hillary Clinton (46,1 Prozent vs. 48,2 Prozent) und wurde dennoch Präsident.
Bundesstaaten – Gesamtstand Karte und Liste
Insgesamt 538 Wahlleute bestätigen am 6. Januar 2025 die Wahlergebnisse aus den Bundesstaaten und ernennen so die neue Präsidentin oder den neuen Präsidenten. Diesen eigentlich vor allem zeremoniellen Prozess hatten Anhänger von Donald Trump im Jahr 2021 verhindern wollen und das Kapitolgebäude in Washington gestürmt. Die Sitzung wurde für mehrere Stunden unterbrochen und dann fortgesetzt und der demokratische Kandidat Joe Biden zum Präsidenten gewählt.
Kongresswahl – Ergebnis Repräsentantenhaus
Außer der Entscheidung um die Präsidentschaft werden auch alle 435 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses gewählt.
Kongresswahl – Ergebnis Senat
Die Amtszeit der Senatorinnen und Senatoren dauert sechs Jahre. Alle zwei Jahre wird ein Drittel von ihnen neu gewählt. Parallel zur Präsidentschaftswahl wird daher über 34 Senatoren-Posten entschieden. Jeder Bundesstaat entsendet zwei Senatoren ins Kapitol, sie sind daher mächtige Politikerinnen und Politiker.
Lesen Sie auch unseren historischen Rückblick: Das waren die bisher knappsten Präsidentschaftswahlen in den USA