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Verteidigungsausgaben US-Rüstungskonzerne sehen Nachfrageschub in Europa

Die Nachfrage nach Kampffliegern, Raketenabwehrsystemen und anderen Waffen steigt in Europa. Das berichten führende Spitzenkräfte von US-Rüstungsunternehmen.

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Viele europäische Staaten haben ihre Militärausgaben hochgefahren seit der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland ebenfalls im Jahr 2014. Quelle: dpa

Paris US-Rüstungsunternehmen registrieren eine kräftig steigende Nachfrage aus Europa. Führende Spitzenkräfte etwa von Lockheed Martin und Boeing berichteten auf der Luftfahrtmesse in Paris von regem Interesse an Kampffliegern, Raketenabwehrsystemen und anderen Waffen.

„Es gibt in Europa einen großen Appetit auf Verteidigung insgesamt“, sagte etwa Boeing-Manager Thomas Breckenridge. Rick Edwards, der das internationale Geschäft von Lockheed leitet, führte aus, bei den vorangegangenen Messen in Paris habe es nicht viele Aufträge gegeben. Doch mittlerweile sei Europa der am schnellsten wachsende Markt weltweit. Ähnlich äußerte sich Raytheon-Vertreter Ralph Acaba. „Europa ist für uns jetzt richtig groß“, sagte er. „Und das ist eine große Veränderung in den vergangenen Jahren und selbst in den vergangenen 18 Monaten.“ Nach Worten von Edwards wird die Entwicklung vom Handelsstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und der EU nicht beeinträchtigt.

Branchenvertreter verwiesen auf die Vereinbarung der Nato-Mitglieder 2014, die Verteidigungsausgaben auf ein Niveau in Höhe von zwei Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung zu bringen. Viele europäische Staaten haben ihre Militärausgaben hochgefahren seit der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland ebenfalls im Jahr 2014. Als weiterer Faktor wurden die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran genannt. Kürzlich hatte der Iran eine unbemannte US-Drohne abgeschossen. „Der Iran ist unserer bester Partner für die Geschäftsentwicklung“, sagte ein Branchenmanager. „Jedes Mal, wenn sie so etwas tun, steigert dies die Wahrnehmung der Bedrohung.“

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