EEG-Umlage Förderung für Solarstrom von Ackerböden geplant

Solaranlagen auf Freiflächen finden sich oft auf Konversions- oder Industrieflächen, belasteten Flächen oder ehemaligem Militärgelände. Quelle: imago images/Arnulf Hettrich

Der Ausbau der Solaranlagen soll ein Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Die Nutzung von Agrarflächen für die Module ist jedoch nicht unumstritten.

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Die von Grünen geführten Bundesministerien für Klima, Umwelt und Landwirtschaft wollen die Nutzung von Agrarflächen für Solaranlagen deutlich ausweiten. Dazu sollen Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen in größerem Umfang durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert werden, wie aus einem am Donnerstag verbreiteten Eckpunktepapier der drei Ministerien hervorgeht.

Darauf verständigten sich Klimaminister Robert Habeck, Umweltministerin Steffi Lemke und Agrarminister Cem Özdemir. Auf landwirtschaftlichen Flächen seien zusätzliche Anlagen für Solarstrom mit einer Leistung von bis zu 200 Gigawatt möglich. Derzeit seien es knapp 60 Gigawatt.

Die Nutzung von Agrarflächen für Solarmodule ist nicht unumstritten, weil fruchtbarer Ackerboden verlorengehen kann. Bisher ist Solarstrom aus Anlagen auf Agrarflächen daher in der Regel von der EEG-Förderung ausgeschlossen. Ausnahmen gibt es für sogenannte benachteiligte landwirtschaftliche Gebiete, wie etwa Bergregionen.

Solaranlagen auf Freiflächen finden sich oft auf Konversions- oder Industrieflächen, belasteten Flächen oder ehemaligem Militärgelände. Mittlerweile sind solche Anlagen auch auf Ackerflächen für Investoren interessant geworden.

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Den vereinbarten Eckpunkten zufolge sollen sogenannte Agri-Photovoltaik-Anlagen auf allen Ackerflächen grundsätzlich gefördert werden. Dies sind spezielle Solaranlagen, die eine landwirtschaftliche und energetische Nutzung ein und derselben Fläche erlauben.

Weitere Maßnahmen vorgesehen

Eine Förderung mit Geldern der EU-Agrarpolitik sei weiter möglich, wenn die landwirtschaftliche Nutzung nur bis zu 15 Prozent durch die Stromerzeugung beeinträchtigt werde. Die Eckpunkte sehen weitere Maßnahmen vor, wie etwa die Ausweitung der „benachteiligten Gebiete“ und die Förderung von Solaranlagen auf landwirtschaftlich genutzten Moorböden, wenn diese gleichzeitig wiedervernässt werden zum Klimaschutz.

Der Ausbau der Solaranlagen soll ein Beitrag zum Erreichen der Klimaziele leisten. Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat sich vorgenommen, dass Deutschland bis 2030 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien bezieht. Derzeit liegt der Anteil mit gut 40 Prozent nur etwa halb so hoch.

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