Dickes Plus beim Autovermieter Sixt will in den USA Gas geben

Bei Sixt läuft es derzeit rund. Der wohl profitabelste Autovermieter verzeichnet satte Zuwächse bei Umsatz und Gewinn und erhöht die Prognose. Hat Firmenchef Erich Sixt nun genügend Wucht für den Großangriff in den USA?

Die aufsehenerregendsten Kampagnen von Sixt
Sixtwerbung zu CSU-Chef Horst Seehofer Quelle: Screenshot
Sixtwerbung zu AfD-Vize Gauland Quelle: Screenshot
Sixt Merkel Quelle: Screenshot
Zum mittlerweile neunten Mal kommt es im Mai 2015 im Tarifkonflikt zwischen Deutscher Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL zum Arbeitskampf. Auf Twitter kursiert derzeit ein Bild, das eine witzige Reaktion des Autovermieters Sixt darauf zeigt: Ein Miet-Lkw der aussieht, als ob er einen Bahn-Waggon an Bord hätte, zusammen mit dem Spruch: "Die Bahn kommt". Quelle: Screenshot
Auch, als im April zum siebten Mal der Bahnstreik die Republik lahm legte, war das Grund genug für Sixt, Claus Weselsky erneut zum Mitarbeiter des Monats zu ernennen. Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Mario Draghi Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Mario Draghi
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit einem Herz und der Unterschrift "HDGDL, GDL."
Screenshot eines Youtube-Videos mit Roberto Blanco Quelle: Screenshot
Sixt-Kampagnen-Bild mit "Wetten dass...wir die besseren Einschaltquoten haben?" Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit dem Schriftzug "Leonardo Di..." und einem Cabrio Quelle: Sixt
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit einem Auto und dem Spruch "Mehr Sitze als die FDP" Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Gustl Mollath
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Angela Merkel Quelle: Screenshot
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit einem Auspuff, aus dem weißer Rauch herauskommt. Quelle: Presse
Sixt-Werbekampagnen-Bild "Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!" Quelle: Sixt
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit der damaligen Bundesvorsitzenden Angela Merkel und dem Spruch "Lust auf eine neue Frisur?" Quelle: Sixt
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Angela Merkel mit zerzausten Haaren, die ihr vom Kopf abstehen und dem Spruch "Mieten Sie sich ein Cabrio." Quelle: Sixt
Sixt-Werbekampagnen-Bild mit Matthias Reim und dem Spruch "Wenn ich mir ein Cabrio leisten kann, können Sie das auch." Quelle: Sixt
Günstiger als bei Sixt gibsnisch! Quelle: Sixt

Für Erich Sixt gibt es derzeit nur wenig Grund zu klagen. Die Führung seiner Mitwagenfirma ist seit diesem Jahr noch fester in Familienhand. Seit dem Aufstieg seiner Söhne Alexander und Konstantin tragen drei von fünf Vorstandsmitgliedern inzwischen den Namen Sixt. Der Vertrag des 71-Jährigen als Vorstandschef wurde vor einigen Monaten bis 2020 verlängert. Für diese nächsten Jahre hat er sich ehrgeizige Ziele gesetzt, die Eroberung des riesigen, aber nicht einfachen US-Marktes ist womöglich das wichtigste davon.

Hilfreich dabei dürfte sein, dass die Geschäfte auf dem europäischen Heimatmarkt sehr gut laufen. Das zeigten die Zahlen, die Erich Sixt jetzt vorlegte. Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz um gut 18 Prozent auf 482,7 Millionen Euro. Und zugleich untermauerte die Sixt AG den Ruf, der wahrscheinlich profitabelste Autovermieter zu sein. Der Gewinn vor Steuern kletterte im Vergleich zum Vorjahr um gut 14 Prozent auf 46,7 Millionen Euro.

„Wir wachsen in der Autovermietung im Ausland rasant und gewinnen kontinuierlich Marktanteile“, erklärte Firmenchef Erich Sixt. Für das Gesamtjahr erwarte er nun ein deutliches Umsatzplus und einen leicht höheren Gewinn vor Steuern. Bislang war Sixt von einem in etwa stagnierendem Ergebnis ausgegangen

Auch Konkurrent Europcar ist seit einigen Wochen an der Börse. Der IPO war nur mühsam gelungen. Der Ausgabepreis von 12,25 Euro lag im unteren Bereich der Bookbuilding-Spanne, aktuell notiert die Aktie unter dem Ausgabepreis. Im ersten Halbjahr konnte Europcar zwar den Umsatz um Währungseffekte bereinigt um gut sechs Prozent auf 961 Millionen Euro steigern. Der Nettoverlust wurde aber – auch wegen der Kosten für den Börsengang – auf 157 Millionen Euro fast verdoppelt. Das operative Ergebnis immerhin verbesserte sich. Europcar-Chef Philippe Germond ist überzeugt davon, dass der Transformationsplan „Fast Lane“ bald weitere Früchte trägt.

Das Geschäft von Sixt

Europcar ist in Europa-Marktführer und hier laut einer Erhebung von Euromonitor aus dem vergangenen Jahr etwa doppelt so groß wie Sixt. In Deutschland hatte das Unternehmen von Erich Sixt dagegen mit einem Marktanteil von 34 Prozent die Nase vorn. Europcar kam hierzulande auf 29 Prozent.

Seit Jahresbeginn hat die Sixt-Aktie um etwa ein Fünftel zugelegt. Vom Jahreshoch bei 47 Euro ist sie allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

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