Berichtsaison Gewinn von JP Morgan schrumpft um knapp 28 Prozent

Wegen höherer Vorsorge für Kreditausfälle ist der Gewinn von JP Morgan um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Morgan Stanley legt als nächste Bank ihre Q2-Zahlen vor.

  • Teilen per:
  • Teilen per:
Die Berichtsaison fürs zweite Quartal hat begonnen. Quelle: Reuters

JP Morgan hat am Donnerstag die Bilanzsaison der US-Banken begonnen. Höhere Rückstellungen für drohende Kreditverluste wegen der zunehmenden Rezessionsgefahren haben den Gewinn der Großbank im zweiten Quartal (Q2) gedrückt.

Die größte US-Bank erzielte im Dreimonatszeitraum bis Ende Juni einen Überschuss von 8,6 Milliarden Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 11,9 Milliarden Dollar, wie das Institut am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Minus von 27,7 Prozent. Pro Aktie wurde ein Ergebnis von 2,76 Dollar nach 3,78 Dollar vor Jahresfrist erwirtschaftet.

Amerikas Branchenprimus verbuchte insgesamt 1,1 Milliarden Dollar an Rückstellungen für drohende Kreditausfälle. Ein Jahr zuvor hatte die Bank noch rund drei Milliarde Dollar an Risikovorsorge aufgelöst. Die Nettoerträge stiegen um ein Prozent auf 30,72 Milliarden Dollar.

Konzernchef Jamie Dimon warnte davor, dass geopolitische Spannungen, eine hohe Inflation, ein schwindendes Verbrauchervertrauen und der Krieg in der Ukraine sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben werden.

Ebenfalls heute wird die Investmentbank Morgan Stanley ihre Zahlen fürs zweite Quartal veröffentlichen. Am Freitag folgen Citigroup und Wells Fargo, am Montag Goldman Sachs und Bank of America.

Analysten erwarten bei Morgan Stanley einen Rückgang des Nettogewinns um 17 Prozent. Bei der Citigroup wird mit einem Gewinneinbruch um 38 Prozent im Quartal gerechnet, bei Wells Fargo mit einem Minus von 42 Prozent und bei der Bank of America mit einem Gewinnrückgang von 29 Prozent. Die Investmentbank Goldman Sachs könnte nach Analystenschätzungen sogar einen Ergebnisrückgang von 51 Prozent vermelden.

Wie sich die Deutsche Bank im zweiten Quartal geschlagen hat, dürfte am 27. Juli klar werden. Dann veröffentlicht der deutsche Branchenprimus seinen Zwischenbericht.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%