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DHL Post sieht sich für zweite Corona-Welle gut gewappnet

Die Post profitiert von seiner breiten Aufstellung - mit Kunden aus allen Branchen, überall in der Welt - und außerdem vom Boom des Online-Handels. Quelle: dpa

Konzern-Chef Appel sieht kein Ende der Globalisierung durch die Corona-Pandemie. Die weltweite Zusammenarbeit sei „nicht das Problem, sondern die Lösung“, so der Manager. Dennoch könnten sich die Lieferketten verändern.

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Die Deutsche Post DHL sieht sich für eine mögliche Verschärfung der Coronakrise gewappnet. „Wir sind gut vorbereitet - selbst wenn sich eine zweite Welle abzeichnet“, sagte der Chef des „gelben Riesen“, Frank Appel, am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung des Logistikkonzerns in Bonn.

„Wir haben die Krise bisher gut gemeistert“, betonte Appel. Die Lieferketten seien zu keinem Zeitpunkt gerissen. Mit dem weltweiten Transport von Medikamenten, Schutzausrüstung und medizinischen Geräten sowie dem Aufrechterhalten von Handelsströmen, habe der Konzern einen elementaren Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet.

Der Post-Chef zeigte sich überzeugt, dass der Bonner Logistikriese gestärkt aus der Covid-19-Pandemie hervorgehen wird. „Unsere Stellung im Markt hat sich bereits jetzt verbessert“, sagte der Manager. Der Konzern profitiere dabei von seiner breiten Aufstellung - mit Kunden aus allen Branchen, überall in der Welt - und außerdem vom Boom des Online-Handels.

Mit einem Ende der Globalisierung wegen der Coronakrise rechnet der Post-Chef nicht. Im Gegenteil. „In der Pandemie zeigt sich: Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung“, sagte er auf der Hauptversammlung. Erst die Globalisierung ermögliche die weltweite Forschung nach einem Impfstoff gegen die Pandemie. Sie ermögliche aber auch die Versorgung der Menschen mit den Dingen des täglichen Bedarfs und helfe, die wirtschaftlichen Folgen der Krise durch stabile Lieferketten und durch den Zugang zum Weltmarkt zu mildern.

Zwar könnten sich die Lieferketten nach Corona verändern - zum Beispiel dadurch, dass Hersteller ihre Produktion geografisch stärker verteilten, um weniger abhängig von einzelnen Ländern zu sein, meinte Appel. Doch das bedeute am Ende mehr globalen Austausch, nicht weniger.

Wachstumsimpulse für den gelben Riesen erwartet Appel weiterhin vom Boom des Onlinehandels. In der Krise seien teilweise so viele Pakete verschickt worden wie sonst nur zu Weihnachten, berichtete er. Und einiges spreche dafür, dass dieser Anstieg im Onlinehandel „kein Strohfeuer“ sei. Gemessen am gesamten Einzelhandel sei der Onlineanteil schließlich immer noch gering. „Es gibt also viel Potenzial für Wachstum.“


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Dabei bemüht sich die Post nach eigenen Angaben weiterhin den CO2-Fußabdruck auf der letzten Meile der Zustellung zu verringern. Wird bislang in Deutschland rund ein Drittel der Briefe und Pakete emissionsfrei - also per Elektrofahrzeug, mit dem Fahrrad oder zu Fuß - zugestellt, so soll sich dieser Anteil bis 2025 mehr als verdoppeln. Allerdings entfällt auf die Brief- und Paketzustellung in Deutschland nur ein relativ kleiner Teil der gesamten CO2-Emissionen des Logistikriesen. Gut drei Viertel der Emissionen gehen auf die Luft- und Seetransporte zurück. Bis 2050 will der Konzern alle logistikbezogenen Emissionen auf null reduzieren.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz des Logistikriesen trotz der Corona-Krise sogar rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn erhöhte sich sogar um 14,6 Prozent auf 525 Millionen Euro.

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