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FluggesellschaftRyanair übernimmt Laudamotion komplett

Laudamotion wird eine 100-prozentige Tochter der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair und bekommt ein ambitioniertes Wachstumsprogramm verpasst. Schon im Sommer soll der Ausbau der Laudamotion-Flotte beginnen. 29.01.2019 - 12:04 Uhr aktualisiert

Im ersten Geschäftsjahr nach der Gründung 2018 rechnet Laudamotion mit vier Millionen Passagieren.

Foto: REUTERS

Der irische Billigflieger Ryanair hat alle Anteile von Laudamotion übernommen. Bisher hielt Ryanair 75 Prozent der Anteile an der österreichischen Fluggesellschaft, die Niki Lauda Holding die restlichen 25 Prozent. Wie Laudamotion mitteilte, ist die Fluggesellschaft nun eine 100-prozentige Tochter der Ryanair Holding. Zum Kaufpreis wollte Ryanair-Chef Michael O'Leary keine Angaben machen.

Der Ex-Formel-1-Fahrer und Luftfahrtunternehmer Niki Lauda wird als Vorsitzender des Gesellschafter-Ausschusses weiter an Bord bleiben, sagte Firmenchef Andreas Gruber.

Nach der Pleite der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki hatten mehrere Fluglinien um die österreichische Airline gebuhlt, darunter die Lufthansa mit ihrer Billigmarke Eurowings und die britische IAG mit ihrer Tochter Vueling. Lauda hatte sich schließlich im Bieterkampf die ebenfalls insolvente Tochter Niki gesichert und aus dem Bestand Laudamotion gegründet.

Laudamotion hat ehrgeizige Ambitionen

„Jetzt beginnen wir, volle Pulle zu fliegen“

Ryanair war dann im März 2018 bei Laudamotion eingestiegen und hatte im Sommer dann auf 75 Prozent aufgestockt. Niki Lauda, der sich nach einer Lungentransplantation in ärztlicher Behandlung befindet, und Ryanair-Chef O'Leary wollten Laudamotion als österreichischen Billigflieger etablieren und vor allem der Lufthansa Paroli bieten.

Laudamotion kündigte am Dienstag einen ambitionierten Wachstumsplan an: Im Sommer soll die Flotte von 19 auf 25 Flugzeuge und bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 auf dann 40 Flugzeuge ausgebaut werden. Die Airline will dann zehn Millionen Passagiere befördern – im ersten Geschäftsjahr nach der Gründung 2018 rechnet das Unternehmen mit vier Millionen Passagieren. Langstrecken-Pläne hegt das Unternehmen derzeit keine.

In diesem ersten Geschäftsjahr nach der Gründung machte die Fluglinie Verluste von rund 140 Millionen Euro. Firmenchef Gruber erklärte, dass er im zweiten Geschäftsjahr von maximal 50 Millionen Euro Verlust ausgeht. Im dritten Geschäftsjahr soll die Airline dann profitabel fliegen.

dpa, rtr
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