Geschäftsreisen: Krisen bringen positive Nebeneffekte
Flugtickets, Hotelzimmer und Bahnfahrten werden im neuen Jahr teurer – aber nur ein bisschen.
Foto: WirtschaftsWocheIm zu Ende gehenden Jahr verlief die wirtschaftliche Entwicklung auf den wichtigsten Märkten Europas und in den USA überwiegend positiv. Doch der Krieg in Syrien, die politische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt, die nach wie vor nicht gelöste Euro-Krise, die anhaltende Terrorgefahr, der Brexit und zuletzt die Präsidentschaftswahlen in den USA haben aber für Verunsicherung gesorgt.
2017 wird das kaum anders sein: Die rückläufige Wirtschaftsentwicklung in China, anhaltend niedrige Ölpreise, die anstehenden Wahlen in Frankreich und Deutschland, der Erfolg nationalistischer Parteien mit ihren protektionistischen Forderungen und Auflösungserscheinungen innerhalb der EU bremsen die Weltmärkte, ein weltweiter Konjunktureinbruch ist jederzeit möglich.
So problematisch Rahmenbedingungen auch sind – die Zahl der Geschäftsreisen dürfte dennoch hoch bleiben: Gerade in schwierigen Zeiten müssen Geschäftsbeziehungen sorgfältig gepflegt werden. Auch wenn das zynisch klingt – die vielen Unsicherheiten haben einen wirtschaftlichen Nebeneffekt: Die zu erwartenden Preissteigerungen bei Flugtickets, Hotelzimmern, Bahnfahrkarten oder Mietwagen dürften moderat ausfallen. Das zumindest prognostiziert der Global Business Travel Forecast 2017 der internationalen Reisebürokette American Express.
„Die Travel Manager der Unternehmen sollten sich auf deshalb auf die Themen Einkaufssteuerung, Compliance und Sicherheit und auf die Zufriedenheit der Reisenden konzentrieren“, empfiehlt Rodolfo Elizondo, Vice President und Head of Global Business Consulting bei American Express Global Business Travel (GBT).
Weltweit geht GBT davon aus, dass die Nachfrage nach Flugkapazitäten auf Rekordniveau bleibt. „Da der Ölpreis als Haupttreiber derzeit konstant niedrig ist, dürfen Einkäufer von Flugreisen nächstes Jahr durchaus mit einer positiven Preisentwicklung rechnen“, heißt es im Global Travel Price Outlook 2017 der internationalen Reisebürokette Carlson Wagonlit Travel (CWT). Allerdings nur, wenn sie gleichzeitig die wachsenden Zusatzgebühren im Griff behalten.
Die werden von den Fluggesellschaften für Zusatzleistungen wie etwa Sitzplatzreservierungen für Plätze mit mehr Beinfreiheit erhoben und machten schon 2016 fast acht Prozent aller Airline-Einnahmen aus.
Warum sind Geschäftsreisen wichtig?
Eine Studie des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), in dessen Rahmen 220 Führungskräfte und Geschäftsführer aus Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern befragt wurden, zeigt: Berufliche Reisen sind in vielerlei Hinsicht ertragreich. So meinen 60 Prozent der Geschäftsreisenden, das größte Potenzial von Geschäftsreisen bestehe in der Möglichkeit, Geschäftspartner besser kennenzulernen. Außerdem gehen 51 Prozent der Befragten davon aus, dass das persönliche Zusammentreffen Geschäftsabschlüsse fördert. Für weniger relevant halten beruflich Reisende das Ausbrechen aus dem Büroalltag (nur 25 Prozent schätzen dies als "sehr wichtig" ein) und das Kennenlernen verschiedener gesellschaftlicher und kultureller Aspekte (32 Prozent).
Quelle: Chefsache Business Travel Studie 2015
Zur Methode: In der Studie wurden je 50 % Männer und Frauen in zwei Altersgruppen (unter 40 Jahr und älter) aus verschiedenen Branchen befragt.
Foto: dpa Picture-AllianceMuss ich mich um die Buchung selbst kümmern?
Der Großteil der Geschäftsreisenden gibt an, die Buchung einem professionellen Geschäftsreisebüro zu überlassen. Das trifft in besonderem Maße auf Großunternehmen zu. Diese sehen einen Mehrwert in dieser Zusammenarbeit, vor allem durch eine effiziente Abwicklung von Buchung, Umbuchung oder Stornierung sowie einen besonders guten Überblick über die anfallenden Reisekosten. Kleinere Betriebe mit 250 bis unter 500 Mitarbeitern arbeiten allerdings eher selten mit einem professionellen Reisebüro zusammen. 41 Prozent gaben an, die Buchung nicht an Fremdunternehmen abzugeben. Die Buchung erfolgt hier noch intern, in den meisten Fällen über eine vom Unternehmen zur Verfügung gestellte Online-Plattform (63 Prozent), telefonisch (47 Prozent), per E-Mail (34 Prozent) oder per Fax (12 Prozent). Zudem kommt es vor, dass Kollegen oder die Reiseabteilung die Buchung für den Reisenden übernehmen (20 Prozent).
Foto: dpaWorauf sollte ich bei der Buchung achten?
Eine schnelle Reiseverbindung hat für die meisten Geschäftsreisenden oberste Priorität: Für 40 Prozent steht dies immer im Fokus der Buchung. Ebenso sehr wichtig ist den Befragten die Einhaltung der Reiserichtlinien Ihres Unternehmens, Komfort und stressfreies Reisen. Die Nachhaltigkeit der Reiseverbindung spielt dagegen eine verhältnismäßig untergeordnete Rolle. Gerade einmal 26 Prozent legen immer wert auf ein umweltfreundliches Verkehrsmittel. Unter den älteren Geschäftsreisenden spielen persönliche Präferenzen und Wünsche eine größere Rolle. 81 Prozent der über 40-Jährigen geben an, diese bei der Buchung zu berücksichtigen. Zum Vergleich: In der Gruppe der unter 40-Jährigen sind es gerade einmal 72 Prozent.
Foto: dpaWelche Verkehrsmittel werden am Zielort benutzt?
Am Zielort angekommen wird am häufigsten auf Taxis (42 Prozent), Mietwagen (41 Prozent) und Dienst- beziehungsweise Geschäftswagen (39 Prozent) zurückgegriffen. Auch der Öffentliche Nahverkehr wird viel zur Fortbewegung genutzt: 22 Prozent gaben ihn als das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel an. Eher selten wird auf Mietfahrräder oder Carsharing-Anbieter zurückgegriffen. Für nur 16 Prozent der Reisenden stellen diese beiden Möglichkeiten häufig genutzte Varianten dar. Während Unternehmensleiter überdurchschnittlich oft bequem in Shuttle- oder Chauffeur-Diensten reisen (61-65 Prozent), sind alternative Verkehrsmittel besonders für Geschäftsreisende interessant, die viel reisen.
Foto: dpaWerde ich über Risiken im Ausland informiert?
In der Regel werden Mitarbeiter bei der Suche nach Informationen zu Risiken im Ausland unterstützt. Das gaben 73 Prozent der befragten Geschäftsreisenden an. Die Auskünfte über das Zielland werden Mitarbeitern hauptsächlich über das Intranet verbreitet, zum Beispiel durch die Einbindung von Links zum Auswärtigen Amt oder Robert-Koch-Institut. Ebenso üblich ist die Verbreitung von Informationen über die Abteilung, die sich um die Buchung der Reisen kümmert. Übliche Vorkehrungen im Risikomanagement sind die Vergabe von zentralen Telefonnummern, die Verfügbarkeit von Ansprechpartnern und die Überwachung von eintretenden Naturereignissen, Epidemien oder politischen Unruhen im Zielland.
Foto: dpaWie ist das Informationsangebot in Bezug auf die Reise?
Obwohl Geschäftsreisende die Bereitstellung von Informationen vor Antritt der Reise für sehr wichtig halten, fällt die Unterstützung seitens des Unternehmens in den meisten Fällen eher gering aus. So wünschen sich zum Beispiel 94 Prozent der Befragten Informationen über Verspätungen oder Ausfälle wegen tagesaktueller Ereignisse. Gerade einmal 36 Prozent verfügen aber über ein solches Angebot. Ähnliches gilt für mögliche Gesundheitsrisiken und damit verbundene Impfungen, Einreisebestimmungen und Besonderheiten bei der Weiterreise, zum Beispiel Umsteigezeiten am Flughafen oder ein Flughafenwechsel. Um sicher zu gehen, sollten Sie sich diese Auskünfte lieber auf eigene Faust einholen. Das gilt insbesondere für Freizeitmöglichkeiten und alternative Verkehrsmittel, über die Mitarbeiter am wenigsten informiert werden (26-29 Prozent).
Foto: dpaWelche Faktoren können die Reise unterbrechen?
In den letzten drei Jahren waren Streiks die häufigste Ursache (72 Prozent) für eine Unterbrechung oder einen Nichtantritt einer Geschäftsreise, dicht gefolgt von Verspätungen, die auf das Konto von Flug- oder Bahnausfällen gingen (65 Prozent). Verhältnismäßig selten war zu wenig Zeit beim Einchecken verantwortlich für eine Reisekomplikation, nur 35 Prozent gaben dies als Grund an, einen Anschluss verpasst zu haben. Politische Unruhen im Zielland kamen fast genauso oft vor (33 Prozent).
Foto: dpaWirken sich Geschäftsreisen auf die Gesundheit aus?
Bei Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung bleibt Bewegung oft auf der Strecke. Rund 80 Prozent der Befragten geben an, sich weniger als üblich zu bewegen, noch am Abend zu arbeiten und zudem auch schon mal Alkohol mit den Geschäftspartnern oder Kollegen zu trinken. 33 Prozent behaupteten zudem, oft mehr zu essen, vor allem bei geschäftlichen Meetings. Besonders gravierend sind die gesundheitlichen Folgen bei Reisen mit Zeitverschiebung und Klimawechsel. Unter diesen Umständen können sich die wenigsten Befragen problemlos anpassen (18-32 Prozent).
Foto: FotoliaWas verursacht am meisten Stress?
Neben langen Fahrtzeiten zu Orten und Terminen durch schlecht gewählte Unterkünfte und einer schlechten Orientierung am Reiseziel verursachen vor allem schlecht geplante Reiseverbindungen und zu wenig Flexibilität bei der Reiseplanung viel Stress. Überdurchschnittlich hoch (55 Prozent) ist dieses bei Geschäftsreisenden, die mehrmals monatlich unterwegs sind. Der mit Abstand größte Stressfaktor ist ein nicht geladener Handy-Akku, den 35 Prozent nannten.
Foto: FotoliaBleibt noch Raum für Freizeit?
Bei aller Arbeit lässt sich doch noch etwas Zeit für Freizeitvergnügen finden, zumindest behaupten 90 Prozent der befragten Geschäftsreisenden, selbstbestimmt entscheiden zu können, wie sie die Zeit zwischen zwei Terminen nutzen. Außerdem achten mehr als die Hälfte aller Unternehmen (52 Prozent) darauf, die Wochenenden für ihre Mitarbeiter frei zu halten. Das erklärt auch den hohen Stellenwert, den ein Viertel der Befragten den Geschäftsreisen zuspricht. Für mehr als 60 Prozent sind sie eine willkommene Abwechslung vom Alltag und machen den Job attraktiver (26 Prozent). Nicht einer der Befragten würde sich - nach eigenen Angaben - darüber freuen, wenn sie wegfallen würden.
Foto: FotoliaIn Anbetracht des wachsenden Preisdrucks werden die Fluglinien versuchen, diese Einnahmen weiter zu steigern. „Einkäufer sollten die ihnen zur Verfügung gestellten Reporting-Daten besonders sorgfältig auf diesbezügliche Einsparpotenziale prüfen, da sich so die für bestimmte Märkte prognostizierten Kostensteigerungen abfedern lassen“, rät CWT seinen Firmenkunden.
Auf vielbeflogenen Kontinentalstrecken sollten die Unternehmen mit vielen Geschäftsreisen außerdem das Sharing von Privatflugzeugen als kostengünstige Option prüfen. „Die Nutzung dieses Angebots wird künftig voraussichtlich signifikant zunehmen.“ Damit könnte Druck auf die etablierten Fluggesellschaften und deren Tarife ausgeübt werden. „Doch auch viele große Liniengesellschaften bieten Privatflüge an, so dass sich Geschäftsreiseeinkäufer auch direkt bei den Airlines attraktive Tarife sichern können“, heißt im CWT-Forecast.
Vis-à-vis schlägt digital
Zumindest wenn es um Vertragsabschlüsse geht, sind persönliche Treffen unabdingbar, wie die Studie "Chefsache Business Travel 2016" von Travel Management Companies im Auftrag des Deutschen Reise-Verbandes zeigt. Die befragten Geschäftsführer sowie Fach- und Führungskräfte gaben an, dass trotz aller digitaler Kanäle, Videokonferenzen und Coworking-Tools die Geschäftsreise einen Vertragsabschluss immer noch am meisten fördert. Sieben von zehn Geschäftsreisenden schätzen, dass ihr persönlicher Besuch einen großen Einfluss auf den Abschluss von Neu- und Folgeaufträgen hat. Sie schätzen, dass persönliche Treffen die Abschlussbereitschaft von Aufträgen um durchschnittlich 46 Prozent erhöhen.
Trotzdem bestehen Business-Trips nicht nur aus dem erfolgreichen Austausch mit Kollegen und Partnern, fremden Städte und exotischen Ländern sehen: Der Kreditkartenspezialist Airplus hat Geschäftsreisende aus 24 Ländern befragt, was sie bei Businessreisen am meisten nervt.
Foto: FotoliaFremde Kulturen
Sich alle zwei Wochen auf ein neues Umfeld, fremde Menschen und Kulturen einzustellen, kann anstrengend sein. 26 Prozent gaben an, dass es ihnen schwer fällt, sich regelmäßig auf neue Kulturen einzustellen.
Fremde Sprachen
Die Ergebnisse der International Travel Management Study 2015 zeigen, dass 62 Prozent der deutschen Geschäftsreiseverantwortlichen sowohl positive als auch negative Aspekte bei ihren Geschäftsreisen sehen.30 Prozent sind genervt von Sprachbarrerien.
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Mangel an Komfort
19 Prozent der deutschen Travel Manager bewerten Geschäftsreisen uneingeschränkt positiv. Das der große Rest geteilter Meinung ist, mag auch am mangelnden Komfort unterwegs liegen. Jedenfalls beklagen den 60 Prozent der Befragten.
Foto: dpa
Zeitmange am Reiseziel
66 Prozent beschweren sich, vor Ort keine Zeit zu haben und nur von Termin zu Termin zu hetzen. Laut einer anderen Erhebung zum Thema, nämlich der„Chefsache Business Travel 2015“ des Deutschen ReiseVerbands, liegt das häufig daran, dass das Reisekostenbudget nur Hotels einer bestimmten Preisklasse erlaubt, die häufig eher in entlegenen Stadtgebieten zu finden sind. Lange Zugfahrten und Hektik sind die Folge.
Foto: FotoliaReisezeiten
Lange im Flieger oder in der Bahn sitzen, ist auch nicht Jedermanns Sache: Lange Reisezeiten nerven 72 Prozent der Befragten.
Planänderungen
"Sie fahren dann doch nicht mit dem Auto, sondern mit dem Zug. Oh und nichts in Hotel Intercontinental, sondern in die Pension Sonnenschein ein Dorf weiter": Kurzfristige Planänderungen bei Geschäftsreisen frustrieren 74 Prozent.
Heimweh
Wichtigster Qualitätsfaktor für eine Geschäftsreise ist eine gute Reiseplanung (92 Prozent), gefolgt von persönlichen Treffen mit Kollegen (83 Prozent) sowie dem Kennenlernen neuer Städte und Länder (76 Prozent). Doch selbst, wenn das alles stimmt, stören sich 81 Prozent der Befragten an der Trennung von Freunden und Familie.
Ungeduld
91 Prozent der deutschen Geschäftsreisenden sind genervt von langen Wartezeiten. Somit sind die deutschen Reisenden noch ungeduldiger als der globale Durchschnitt mit 87 Prozent.
Eine ähnliche Entwicklung erwarten die beiden Reisedienstleister in der internationalen Hotellerie, allerdings mit regionalen Unterschieden: In Lateinamerika werden die Zimmerpreise tendenziell eher nachgeben, in der Region Asien und Pazifik ist die Entwicklung je nach Land uneinheitlich. Bei der Bahn, in der Mietwagenbranche und im Taxigewerbe wiederum dürften die neuen Marktteilnehmer wie Airbnb oder Uber mit ihren Sharing-Economy-Angeboten dafür sorgen, dass die traditionellen Anbieter kaum Chancen haben, ihre Preise zu erhöhen.
10. Riad (Saudi-Arabien)
In der Hauptstadt des Königreichs müssen Geschäftsreisende durchschnittlich mit 495 Dollar am Tag rechnen, vor allem das Essen ist teuer. Erstmals hat der Reiseanbieter BCD Travel die Kosten speziell für Business-Reisende berechnet. Dabei wurden Hotelpreise, sowie Transport- und Essenskosten verglichen.
Foto: REUTERS9. Oslo (Norwegen)
Eine vergleichsweise günstige Stadt, zumindest in Europa, ist die norwegische Hauptstadt Oslo. 497 Dollar kosten Transport, Verpflegung und Übernachtung hier.
Foto: dpa8. Paris (Frankreich)
502 Dollar am Tag geben Geschäftsreisende in der französischen Hauptstadt durchschnittlich aus. Auch für Unternehmen ist Paris besonders teuer: Angesichts sinkender Mieten, der Dollar-Aufwertung und des schwachen Euro ist die Stadt erstmals seit Mitte 2012 unter die 100.000er-Marke pro Mitarbeiter gerutscht. 97.198 Dollar kostete die Miete im Dezember 2014 im Durchschnitt.
Foto: dpa7. London (Großbritannien)
In der britischen Hauptstadt zahlen Business Traveler durchschnittlich 508 Dollar am Tag.
Foto: REUTERS
6. Zürich (Schweiz)
Mit 509 Dollar am Tag ist Zürich nicht die teuerste Stadt der Schweiz - zumindest nicht für Geschäftsreisende. Einer Untersuchung des "The Economist-Instituts" zufolge ist sie allerdings mit Abstand die teuerste Stadt der Welt. Das Institut untersuchte 130 Städte, veröffentlichte aber immer nur die zehn teuersten und die zehn günstigsten Städte.
Foto: dpa5. Hongkong
Eine Geschäftsreise in die Sonderverwaltungszone kostet Reisende 523 Dollar am Tag.
Foto: dpa
4. Stavanger (Norwegen)
Idyllisch sieht es im Hafen der viertgrößten Stadt Norwegens auf, in deren Großraum mehr als 200.000 Menschen leben. Sie ist übrigens eine der Städte mit einem hohen Anteil bebauten Stadtareals. Geschäftsreisende müssen tief in die Tasche kaufen: 524 Dollar kosten hier Übernachtung und Verpflegung am Tag.
Foto: gms3. Stockholm (Schweden)
Auf dem Bild sind zwar die dänische Königin Margrethe II. und Prinz Henrik zu sehen. Sie sind aber in der schwedischen Hauptstadt Stockholm zu Gast, um am Hofe ein Fest von Prinzessin Viktoria zu feiern, Übernachtung und königliches Dinner sicher einbegriffen. Geschäftsreisende müssen hier am Tag 528 Dollar in die Hand nehmen.
Foto: dpa2. Genf (Schweiz)
Wegen des starken Frankens gehört Genf nicht nur zur teuersten Stadt der Schweiz, sondern ist laut "Economist" eine der teuersten Städte zum Leben. Das gilt auch für Geschäftsreisende: Mit 547 Dollar müssen sie am Tag rechnen.
Foto: dpa/dpaweb1. Caracas (Venezuela)
Auf 611 Dollar am Tag belaufen sich die Kosten für Hotel und Verpflegung in der Hauptstadt Venezuelas, die gleichzeitig auch die größte Stadt des Landes ist.
Foto: dpa
CWT sieht darüber hinaus längerfristig das Risiko von Preiserhöhungen durch die fortschreitende Konzentration in der internationalen Hotellerie. Die Übernahme der Holding FRHI Hotels & Resorts mit den Marken Fairmont, Raffles und Swissotels durch Accor und der Merger von Marriott und Starwood Ende 2015 sieht CWT als Schachzug der traditionellen Kettenhotellerie gegen die neuen Sharing-Anbieter wie Airbnb. Das veränderte Kräfteverhältnis sollten Firmenkunden aber im Auge behalten.
„Bei Hotels mit geringerem Buchungsvolumen können Einkäufer auch künftig die Möglichkeiten der dynamischen Preisgestaltung nutzen, vorausgesetzt, es lassen sich Rabatte von 15 bis 20 Prozent auf die beste verfügbare Rate aushandeln“, so die Empfehlung der CWT-Experten.
In Europa spüren die Fluggesellschaften weiterhin erheblichen Gegenwind: starke Schwankungen in der touristischen Nachfrage durch Angst vor Terror, auf Langstrecken der anhaltende Wettbewerbsdruck durch Golf-Fluglinien wie Emirates oder Etihad, auf Kurz- und Mittelstrecken die wachsende Präsenz von Low-Cost-Carriern wie Ryanair oder Easyjet und dazu die schwache Wirtschaftsentwicklung in Südeuropa machen den etablierten Linien wie Lufthansa, British Airways oder Air France das Leben schwer.
Der Wertverlust des britischen Pfunds nach der Brexit-Entscheidung führten kurzfristig zu einer Verteuerung von Reisen mit Start in Großbritannien, für Geschäftsreisende aus Deutschland wurde es billiger. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Brexit auf Volumen und Preisentwicklung lassen sich nach Ansicht der GBT-Experten aber nur schwer abschätzen. Auf Kurz- und Mittelstrecken prognostiziert American Express für Großbritannien Tarife, die 2017 um etwa zwei Prozent niedriger ausfallen als im letzten Jahr, auf Langstrecken werden in der vor allem von Geschäftsreisenden genutzten Business Class sogar Preissenkungen um drei Prozent erwartet.
Deutsche Geschäftsreisende müssen dagegen mit leicht steigenden Flugtarifen rechnen: auf Kurz- und Mittelstrecken um rund drei Prozent, auf Langstrecken in der Business um 1,5 Prozent.
Platz 10: Apple-TV
Ihre eigenen iTunes-Medien auf dem Hotelfernseher abspielen wollen ein Prozent der Geschäftsreisenden. Somit ist Apple TV, die Set-Top-Box des US-Computerriesen, für die meisten nur ein nettes Extra. Was Geschäftsleute auf Dienstreise in ihrem Hotelzimmer wünschen, hat das ApartHotel „Residenz Am Deutschen Theater“ in Berlin 150 Stammgäste gefragt. Heraus kaum folgende Liste.
Foto: ApartHotel Residenz Am Deutschen TheaterPlatz 9: Büromaterial
Papier, Stifte, Klammern & Co. wünschen sich drei Prozent der Geschäftsleute in Hotels. Da die meisten das nötige Büromaterial ohnehin dabei haben, ist es in der Prioritätenliste weit unten angesiedelt.
Foto: FotoliaPlatz 8: Kopierer
Die Möglichkeit zur Kopie im Hotelzimmer hätten gerne fünf Prozent der Befragten. Auch dies ist somit eher ein nettes Extra. Wer seinem Geschäftspartner etwa ein Dokument in die Hand drücken will, kann es ihm schließlich auch abfotografieren und per Mail senden.
Foto: FotoliaPlatz 7: Fernseher im Schlafzimmer
Ein Fernseher im Wohnzimmer der Business-Suite allein reicht neun Prozent der Dienstreisenden nicht: Sie wollen auch in ihrem Schlafzimmer Fernsehen schauen.
Foto: dpaPlatz 6: Hosenbügler
Ob Seminare, Geschäftsessen, Konferenzen oder Präsentationen: Auf Geschäftsreisen wird hauptsächlich gesessen. Um die Hose danach schnell von Knitterfalten zu befreien, wünschen sich 17 Prozent einen Hosenbügler auf ihrem Zimmer.
Foto: FotoliaPlatz 5: Laserdrucker
Wer noch Dokumente für einen Geschäftstermin ausdrucken möchte, kann einen Drucker gut gebrauchen. Daher geben 22 Prozent in der Umfrage an, sich einen Laserdrucker in einem Business-Zimmer zu wünschen.
Foto: dpaPlatz 4: Pinnwand oder ein Whiteboard für Notizen
Um wichtige Notizen aufzuschreiben und prominent im Zimmer zu platzieren, erwarten 28 Prozent der Befragten ein Whiteboard oder zumindest eine Pinnwand in ihrem Hotelzimmer.
Foto: FotoliaPlatz 3: Kaffeemaschine
Immer schnell einen Kaffee zur Hand möchte gerne knapp die Hälfte der Geschäftsreisenden.47 Prozent erwarten daher eine Kaffeemaschine auf ihrem Zimmer.
Foto: dapdPlatz 2: Stummer Diener
Ebenso knapp die Hälfte möchte einen stummen Diener auf dem Zimmer haben. So kann man seine Kleidung stets griffbereit und knitterfrei platzieren. 49 Prozent der Befragten haben ihn auf ihre Wunschliste gesetzt.
Foto: WirtschaftsWochePlatz 1: Hometrainer
Viele Geschäftsreisen bestehen aus ständigem Sitzen, Snacks zwischendurch und auch mal aus einem ausuferndem Essen am Abend. Um schlank zu bleiben, möchten 64 Prozent der Geschäftsreisenden gerne auf ihrem Zimmer trainieren. Daher hat ein Hometrainer oberste Priorität als Businessausstattung in Hotlezimmern.
Foto: dpaBei den Hotelpreisen in erwarten die Experten kaum Veränderungen. „Die politische und wirtschaftliche Verunsicherung in Europa ebnen die Hotelnachfrage ein, obwohl die Kapazitäten an vielen Orten zu knapp sind“, heißt es im GBT-Global-Forecast. Die Spekulation, dass der schwache Pfund-Kurs dazu führen könnte, dass mehr Briten ihren Urlaub in der Heimat verbringen und dadurch die Preise für Hotelzimmer steigen könnten, teilt American Express nicht.
1. Akkus checken
Wer in die USA reist, sollte kontrollieren, ob die Akkus von Smartphone, Tablet oder Laptop noch ausreichend aufgeladen sind. Wer eine leere Batterie hat, wird an der Sicherheitskontrolle Probleme bekommen. Die neue Regelung wurde vergangene Woche bekannt gegeben. Die USA wollen so verhindern, dass Sprengstoff in den Geräten ist und diese als Bombe benutzt werden.
Foto: Marcel Stahn2. Hemden packen
Um Anzughemden gut zu verpacken, gibt es einige Tricks. Zum einen bleiben sie länger glatt, wenn dünnes Seidenpapier zwischen die einzelnen Hemden kommt. Auch der Kragen hält den Langstreckenflug gut aus, wenn er mit Hilfe eines gerollten Gürtels „ausgelegt“ wird.
Foto: Marcel Stahn3. Mit Kollegen reisen
Fliegen Sie mit Ihrem Kollegen gemeinsam, wählen Sie den Fenster- und den Gangplatz einer Reihe aus. Oft bleibt der Sitz in der Mitte dann frei. Sollte dennoch jemand dort reserviert haben, können Sie immer noch tauschen.
Foto: dpa4. Koffer kennzeichnen
Ein großer „Zerbrechlich“-Kleber am Koffer kann die Wartezeit verkürzen. Mit etwas Glück achten die Flughafenmitarbeiter darauf und packen den Koffer auf das übrige Gepäck. Der Zwischenstopp an der Gepäckausgabe ist dann entsprechend kürzer.
Foto: dapd5. Dokumente einscannen
Gerade auf Geschäftsreisen kann es hektisch werden, schnell wird auf einen anderen Flug oder Zug umgebucht. Geht in der Eile etwas verloren, kann das zum Problem werden – vor allem, wenn es sich um wichtige Dokumente wie Reisepass, Visum oder Ticket handelt. Wer Stress vermeiden will, scannt die Papiere vorher ein und speichert alles auf dem Tablet.
Foto: dpa6. Notfallplan erstellen
Insbesondere wer verreist und zu Hause Familie hat, sollte einen Notfallplan erstellen. Wer passt auf die Kinder auf, wenn Partner oder Partnerin ebenfalls weg müssen oder krankheitsbedingt ausfallen.
Foto: dpa7. Ruhezonen nutzen
Insbesondere für Introvertierte können Geschäftsreisen zum Problem werden, wenn die eigenen Rückzugsorte und Ruhezonen fehlen. Mit ein paar Tricks lassen diese sich allerdings wieder einbauen. Experten raten beispielsweise dazu, beim Mittag das Dessert wegzulassen und die Zeit lieber für einen kurzen Mittagsschlaf zu nutzen. Wer es sich leisten kann, fliegt natürlich Business Class, da ist in der Regel mehr Ruhe als in der Economy Class.
Foto: CLARK/obs8. Kultur respektieren
Wollen Sie erfolgreich sein auf Ihrer Reise, halten Sie sich an die jeweilige Kultur. In Asien beispielsweise gehört das Überreichen der Visitenkarte mit beiden Händen zu Beginn des Gesprächs zum guten Ton. Auch angenommen wird das Kärtchen mit beiden Händen.
Foto: AP9. Ordnung schaffen
Gerade im Handgepäck müssen meistens viele Kabel aufbewahrt werden. Das Ladegerät fürs Smartphone, Headsets oder das Ladekabel für den Laptop. Ordnung bringt es, wenn man zumindest die kleineren Kabel gesondert aufbewahrt, beispielsweise in einem Brillenetui.
Foto: Marcel Stahn
10. Apps nutzen
Wer in einer fremden Stadt ankommt, braucht oft das Smartphone, um sich zum richtigen Ort zu navigieren. Schwierig wird es im Ausland, das mobile Surfen kann da schnell teuer werden. Gibt man bei der Suche ‚ok maps‘ ein, speichert Google Maps die angezeigte Karte für die spätere Offline-Nutzung.
Foto: dpaAuch in europäischen Ländern mit stark wachsender Nachfrage, wie Irland oder Russland, dürften die Preis nur moderat steigen, in den Emiraten wiederum hält der anhaltende Bauboom in der Hotellerie die Preise für Hotelzimmer stabil, trotz starker Nachfrage.
In der Mietwagenbranche registriert GBT strukturelle Verschiebungen: „Reisende, die in Europa ein Auto buchen, entscheiden suchen zunehmend für umweltfreundliche Angebote, zum Beispiel für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge“, heißt im Global Forecast. Die Mietwagenanbieter würden sich darauf zwar mit der Umstellung ihrer Flotten anpassen, würden aber durch die fehlende Infrastruktur gebremst. Bei den Preisen seien nur minimale Steigerungen zu erwarten: „Das wirtschaftliche Wachstum trifft auf den starken Wettbewerb unter den Mietwagen-Anbietern, weil die ihre regionalen Marktanteile ausbauen wollen.“
Geschäftsreisende sind ständig unterwegs, nur leider nicht immer auf dem direkten Weg von A nach B. Schuld sind die Fluggesellschaften, das Sicherheitspersonal oder technische Pannen. Der aktuelle „Cities & Trends Report“ zeigt allerdings: Es sind nicht immer nur die anderen. Oft machen es sich die Reisenden auch selbst schwer. BCD Travel die größten Stolpersteine analysiert.
Foto: dpaFast 60 Prozent der Ärgernisse gehen laut BCD Travel von den Fluggesellschaften aus. Die genauere Aufschlüsselung der Rückmeldungen zeigt: Unvorhersehbare Verspätungen, verpasste Anschlussflüge und komplette Flugausfälle sind mit Abstand das nervigste Problem beim Reisen. Und kommen viel zu häufig vor. Sie machen rund zwei Drittel der den Fluggesellschaften zuzurechnenden Probleme aus. Gerade im Winter sorgen vereiste Landebahnen oft für Verspätungen. Das können wir zwar verstehen, doch aufregen tut es uns trotzdem.
Foto: dpaSie stehen am Kofferband und warten auf Ihr Gepäck. Und warten. Und warten. Blöd gelaufen: Ihr Koffer mitsamt der wichtigen Unterlagen, die Sie vor dem nächsten Meeting noch durchsehen wollten, ist entweder noch in London oder schon auf dem Weg zum Ballermann. Auf jeden Fall hat er es nicht mit Ihnen bis nach Frankfurt geschafft. Bei immerhin 14 Prozent der den Fluggesellschaften zuzurechnenden Problemen handelt es sich um beschädigtes oder verlorengegangenes Gepäck.
Foto: dpaDie verstellte Rücklehne des Vordermanns, viel zu geschwätzige Sitznachbarn, kreischende Kinder und unbequeme Sitze – Fliegen ist kein Zuckerschlecken. Wer das nötige Kleingeld (oder einen spendablen Arbeitgeber) hat, kann diesen Problemen leicht aus dem Weg gehen, indem er einen Platz in der ersten Klasse bucht. Blöd nur, wenn es zu einer ungewollten Umbuchung kommt und man sich plötzlich doch wieder mit den Reise-Alltagsquerelen rumschlagen muss.
Foto: REUTERSAuch wer auf einen Mietwagen zurückgreift, muss sich auf Probleme einstellen: Am häufigsten ärgern sich die Befragten über Pannen mit dem Leihauto, Fehler bei der Abrechnung und nicht verfügbare Modelle. Darauf folgen Zeitverlust und Schwierigkeiten mit der Fahrzeuglieferung. So gab ein Reisender an, weder die Station noch das Auto vorgefunden zu haben, als er seinen online gebuchten Mietwagen abholen wollte. Die Erklärung: Der Betreiber hatte versäumt auf seiner Homepage anzugeben, dass die Station bereits seit längerem geschlossen war. Insgesamt sind die Mietwagenanbieter laut Studie für acht Prozent der Probleme verantwortlich.
Foto: dpaWenn man am Zielflughafen gelandet ist, hat man das Schlimmste bereits hinter sich. Das bedeutet allerdings nicht, dass nichts mehr schief gehen kann. Sechs Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Reise durch das Hotel problematisch wurde. Denkbar sind hier viele Ärgernisse: Schimmel an den Wänden, nervige Baustellen oder Rezeptionen, die Zimmer doppelt vergeben. Reisende haben ihren Trip erst dann problemlos überstanden, wenn sie wieder in ihrem eigenen Bett liegen.
Foto: dpaManchmal ist es auch eine höhere Gewalt, die einem einen Strich durch die Rechnung macht. Nicht zuletzt verhageln durch widrige Wetterbedingungen annullierte oder verspätete Flüge die Geschäftsreise (drei Prozent).
Foto: REUTERSDas sogenannte Bahn-Bashing ist in Deutschland Volkssport. Es gibt wohl kaum eine andere Branche, die sich mit so vielen feindlich gesonnen Kunden herumschlagen muss. Da überrascht es doch ein wenig, dass nur drei Prozent der von den Befragten angegebenen Probleme beim Reisen auf die Bahn zurückzuführen sind.
Foto: dpaFragebögen, Nacktscanner, ständige Überwachung – Sicherheitskontrollen sind nervig. Wir wollen zwar sicher reisen, gleichzeitig lässt sich aber niemand gerne wie ein potentieller Terrorist behandelt. Dennoch kommen die Securitys bei den Reisenden gut weg: Nur ein Prozent der Probleme beim Reisen haben ihren Ursprung beim Sicherheitspersonal.
Foto: APReisende kennen den Spruch: Seien Sie zwei Stunden vor Abflug am Schalter. Die meisten kommen deutlich später – und manche schaffen es gar nicht mehr. Gründe dafür gibt es zuhauf: Verkehrsstau, die vergebliche Suche nach einem Parkplatz oder vergessene Reisedokumente, die einen nochmals zur Heimkehr zwingen. In den meisten Fällen muss sich der Reisende an die eigene Nase fassen, denn wer zu spät am Check-In-Schalter erscheint, hat in der Regel falsch kalkuliert. Rund 20 Prozent aller Probleme hat der Reisende laut BCD Travel selbst verschuldet. Etwas mehr als jeder Dritte Fall betrifft die Reisenden, die sich zu lange Zeit gelassen haben.
Foto: dpaFür denjenigen, der zwar zwei Stunden vor Check-In am Flughafen ist, am Schalter aber feststellt, dass er ein ungültiges oder gar kein Visum hat, endet die Reise in der Regel schon am Abreisetag. Wer in die Ferne will, sollte sich deshalb rechtzeitig über die Einreisebestimmungen seines Ziellandes informieren. In 26 Prozent der Fälle, in denen der Reisende die Schuld an der verpatzten Reise trägt, war das nicht der Fall.
Foto: rtrVerlorengegangene Tickets machen weitere elf Prozent der selbstverschuldeten Probleme aus, der Rest fällt unter die Kategorie „Sonstiges“. Hier finden sich kuriose Anekdoten von Flugbuchungen für den falschen Monat oder dem Betanken des angemieteten Benziners mit Dieselkraftstoff. Auch eine Hotelbuchung in der „falschen“ Neustadt kann bei über 20 Städten dieses Namens schon mal vorkommen.
Foto: rtr
Starker Wettbewerb am US-Himmel sorgt für fallende Tarife
In Nordamerika führen Überkapazitäten und starker Wettbewerb zwischen klassischen Fluggesellschaften und Low-Cost-Carriern auf stark frequentierten Strecken im kommenden zu tendenziell eher sinkenden Tarifen, GBT prognostiziert in den USA und Kanada Preisrückgänge um knapp vier Prozent auf Kurz- und Mittelstrecken und um 2,3 Prozent auf Langstrecken in der Business. Damit der Preiswettbewerb keine zu großen Löcher in die Kassen der Fluggesellschaften reißt, versuchen die allerdings ihre Einnahmen durch höhere Zusatzentgelte auszugleichen.
Die Fluggesellschaften beweisen bei der Suche nach neuen Umsatzquellen Phantasie: Snacks und Getränke kosten ebenso extra wie Platzreservierungen im Voraus oder zusätzliches Gepäck.
Noch stärker ist der Tarifverfall in Lateinamerika. Für Brasilien haben die Experten ein Minus von vier, für Argentinien sogar von 6,5 Prozent auf Kurz- und Mittelstrecken im Vergleich zu 2016 berechnet, auf Langstrecken in der Business sind nur Preissenkungen um bis zu zwei Prozent zu erwarten. Ausschlaggebend seien Überkapazitäten, politische Turbulenzen und der Währungsverfall. Ausgenommen von dieser Entwicklung sind nur Chile und Mexiko, wo American Express wegen der guten konjunkturellen Entwicklung Preissteigerungen um bis zu ein Prozent erwartet.
Man muss nicht immer alles falten. Eine platzsparende und faltenfreie Alternative ist das Aufrollen. Diese Methode eignet sich für alle weichen Kleidungsstücke, wie T-Shirts, Hosen und Hemden.
Foto: Marcel StahnEin praktisches Hilfsmittel, um die Form des Hemdkragens zu erhalten, ist der Gürtel. Diesen einfach zusammenrollen und im Kragen platzieren. Das verhindert ebenso das lose Rumfliegen des Gürtels im Koffer.
Foto: Marcel StahnDas Jackett lässt sich während der Geschäftsreise nur schwierig auf die Schnelle reinigen. Deswegen lieber vorsorgen und Flusen und Flecken umgehen. Hierzu die Schulterpolster auf links drehen und die Außenseite das Jacketts nach Innen falten.
Foto: Marcel StahnDamit Ihr Shampoo nicht ausläuft, einfach ein Stück Frischhaltefolie zwischen Kosmetikflasche und Deckel platzieren.
Foto: Marcel StahnDie Flügelklammer bietet eine gute Möglichkeit um Schäden durch den Rasierer zu vermeiden. Die Klinge einfach mit der Klammer umschließen und so Kleidung und Elektrogeräte vor Kratzern schützen.
Foto: Marcel StahnDie in verschiedenen Größen erhältlichen Flügelklammern eignen sich außerdem sehr gut dazu, nervigen Kabelsalat zu vermeiden. Um den Überblick über sämtliche USB-Sticks, Ladekabel und so weiter zu behalten ist es ratsam diese in einer Box, zum Beispiel einem Brillenetui, zu verstauen.
Foto: Marcel StahnSollten Sie den Ladestecker des Handys oder Tablets doch einmal vergessen, überprüfen Sie den Fernseher im Hotelzimmer. Die meisten Geräte verfügen über einen USB-Anschluss, der das Aufladen ermöglicht.
Foto: Marcel StahnFür einen guten Start in einen langen Arbeitstag kann es helfen den aktuellen Lieblingssong noch einmal in voller Lautstärke aufzudrehen. Dabei hilft eine gewöhnliche Kaffeetasse, die als Resonanzraum dient und die Lautstärke Ihres Smartphones verstärkt. So sparen Sie sich den Platz für externe Lautsprecher im Koffer.
Foto: Marcel StahnDas Wechselpaar Schuhe bietet viel Hohlraum zum Verstauen. Nutzen Sie diesen für Socken. So erzeugen die kein Chaos in Ihrem Koffer und halten den Schuh gleichzeitig in Form.
Foto: Marcel StahnBenutzen Sie doch einfach Ihre Visitenkarte anstatt der üblichen Adressinformation im Gepäckanhänger. In die Plastikhüllen passen meist mehrere Exemplare. So sparen Sie sich das separate Etui.
Foto: Marcel StahnHotelzimmer werden in Nord- und Lateinamerika dagegen eher etwas teurer. In den USA, wo viele neue Hotels entstanden sind, dürften die Übernachtungspreise nach GBT-Berechnungen um 3,6 Prozent steigen, in Chile wegen der positiven Wirtschaftsentwicklung um 3,5 Prozent. Höhere Übernachtungsbudgets müssen Geschäftsreisende mit Ziel Argentinien einplanen: American Express erwartet hier Preissteigerungen um fast 16 Prozent.
Mietwagen sollten sowohl in Nord- wie in Lateinamerika nicht teurer werden, prognostiziert der Global Travel Forecast. In den USA bremsen die hohen Fahrzeugbestände der Autovermieter den Preiserhöhungsspielraum, in Lateinamerika die wirtschaftlich schwache Entwicklung. Wie die Fluggesellschaften werden aber auch die Autoverleiher versuchen, ihre Zusatzentgelte anzuheben. Taxi-Unternehmen und Limousinen-Services wiederum stehen besonders unter Druck, weil Sharing-Economy-Anbieter wie UberTM und LyftTM ihr Firmenkunden-Angebot ständig ausbauen.
Stabile Flugtarife in Asien/Pazifik, Hotelzimmer etwas teurer
Die Flugpreise in der Region Asien/Pazifik werden sich 2017 gegenüber dem Vorjahr kaum ändern, nur auf einigen Kurz- und Mittelstrecken und in der Business Class sind moderate Tariferhöhungen um maximal 1,5 Prozent zu erwarten, heißt es im GBT-Global-Forecast. Überkapazitäten sorgen trotz steigender Nachfrage für Stabilität. Potenzieller Preistreiber ist die wachsende Mittelklasse in China und Indien, wo sich immer mehr Menschen einen oder mehrere Urlaube im Jahr leisten können. Indien hat inzwischen China als das am schnellsten wachsende Land der Region abgelöst.
„2017 dürfte die Kapazitätsentwicklung mit der wachsenden Nachfrage gerade noch Schritt halten“, glauben die GBT-Experten.
Die Hotellerie der Region kann sich im neuen Jahr über steigende Zimmerpreise freuen, allerdings mit starken Unterschieden je nach Land. In Indien, Japan und Australien erwartet American Express Preissteigerungen um drei Prozent, in China und Singapur nur um ein bis 1,5 Prozent. Hauptursache sind wiederum die wachsende chinesische Mittelklasse und die gute Konjunkturentwicklung in Indien. Unabhängig von der Gesamtentwicklung müssen Reisende mit Ziel Sydney oder Tokio mit steigenden Zimmerpreisen rechnen, weil dort kaum neue Kapazitäten entstanden sind.
Wie in Europa und den USA spüren die Mietwagenunternehmen in vielen Ländern der Region Asien/Pazifik die wachsende Konkurrenz der Sharing-Economy-Anbieter: Vor allem in Indien und China gewinnen regionale Neugründungen wie internationale Anbieter aus diesen Segment Marktanteile. In Australien, dem größten Mietwagenmarkt der Region, sind Preisveränderungen eher unwahrscheinlich: „Die steigende Nachfrage von Besuchern, die vom schwachen australischen Dollar partizipieren, gleichen die konjunkturellen Schwächen aus.“