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Gewinnplus, Ausblick bestätigtDie Telekom trotzt der Krise – dem US-Geschäft sei Dank

Die Telekom kann mit starken Zahlen im ersten Quartal überzeugen. Die verdankt der Konzern besonders T-Mobile US. Sogar an der Jahresprognose hält die Telekom im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen fest. 14.05.2020 - 08:22 Uhr

Zugpferd: Bereits jetzt trägt das US-Geschäft mehr als die Hälfte zum Umsatz der Telekom bei.

Foto: dpa

Die Deutsche Telekom hat zum Jahresauftakt trotz der Coronakrise wieder mehr verdient. Der Gewinn unter dem Strich legte im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Prozent auf 916 Millionen Euro zu, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Den Umsatz steigerte der Konzern um 2,3 Prozent auf 19,9 Milliarden Euro - vor allem dank der weiterhin starken US-Tochter T-Mobile US. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um gut 10 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro.

Das Management um Konzernchef Tim Höttges sieht derzeit nur einen begrenzten Einfluss durch die Virus-Pandemie auf die Geschäftszahlen und bestätigte die Mitte Februar herausgegebenen Jahresziele außerhalb der USA. Demnach soll das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen weiterhin von zuletzt 24,7 auf 25,5 Milliarden Euro wachsen und der Umsatz auf Konzernebene weiter zulegen. Beim Umsatz machten sich gegenläufige Entwicklungen bemerkbar: Zwar belaste die Schließung der Filialen und der fehlende Endgeräte-Verkauf, andererseits werde in der Krise mehr telefoniert und Kunden wechselten seltener den Mobilfunkanbieter.

Für die Telekom war es die letzte Berichtsvorlage ohne die Ergebnisse von Sprint. Nach der erfolgreichen Fusion der US-Tochter T-Mobile US mit dem kleineren Rivalen aus Kansas will das Management die Jahresziele nun voraussichtlich im zweiten Quartal an die neue Struktur anpassen.

US-Geschäft der Telekom

Der Nachfolger des T-Mobile-„Paradiesvogels“

von Jürgen Berke und Matthias Hohensee

Bereits jetzt trägt das US-Geschäft mehr als die Hälfte zum Umsatz der Telekom bei. Während in den USA die Erlöse im ersten Quartal um 3,7 Prozent kletterten, fiel das Plus in Deutschland und Europa geringer aus. Allerdings kam die Telekom bei den Breitbandkunden in der Bundesrepublik mit 83.000 Neuanmeldungen auf den besten Wert seit zwei Jahren.

Trotz jüngster Erfolge unter anderem im Cloud-Geschäft sieht es beim Auftragseingang der Großkundentochter T-Systems mau aus. Der für das künftige Geschäft wichtige Auftragseingang fiel zu Jahresbeginn um 13,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Der Umsatz stagnierte bei etwa 1,6 Milliarden Euro.

Mehr zum Thema:
Nach der Fusion mit Sprint beginnt für T-Mobile US eine neue Ära. Das Unternehmen muss künftig auf die provozierenden Showeinlagen von John Legere verzichten. Lesen Sie hier, wie der neue Chef Mike Sievert tickt.

dpa, rtr
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