Inflation sabotiert Sparer: Wo Ihre Ersparnisse jetzt hingehören
Inflation: Der Druck auf das Geldvermögen wächst. Also wohin mit den Ersparnissen?
Foto: Getty ImagesDer Ölpreis ist schuld. Weil er in den vergangenen Jahren immer wieder Tiefpunkte ausgelotet hatte, schlug die Erholung gerade dieses wichtigen Rohstoffs voll auf die Verbraucherpreise durch. Unter anderem hatte die Opec nach langer Uneinigkeit unter ihren Mitgliedsstaaten tatsächlich eine Kürzung der Ölförderung beschlossen und so den Preisanstieg befeuert.
Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Ölpreis für die Nordseesorte Brent von 27 auf 56 Dollar je Fass in etwa verdoppelt. Weil sich der höhere Ölpreis nicht nur an den Zapfsäulen für Autofahrer bemerkbar macht, sondern auch bei Heizung und vielen Produkten auf Ölbasis, schlug das zusammen mit einem deutlichen Anstieg der Nahrungsmittelpreise auf die Verbraucherpreise durch. Die Entwicklung bescherte Deutschland im Dezember eine Teuerungsrate von 1,7 Prozent. Das ist die höchste Inflationsrate seit drei und zugleich der stärkste Anstieg seit mehr als 20 Jahren.
Aktien
Der Absturz der „Volksaktie“ Telekom und das Platzen der New-Economy-Blase am Neuen Markt um die Jahrtausendwende haben viele Kleinanleger nachhaltig verschreckt. Zwar erhöhte sich die Zahl der Besitzer von Aktien und/oder Aktienfondsanteilen in Deutschland im vergangenen Jahr um 560.000 auf gut neun Millionen. Das ist der höchste Stand seit 2012. Dennoch sind nur 14 Prozent der über 14-Jährigen am Aktienmarkt engagiert - und damit deutlich weniger als in anderen Ländern. Nach Bundesbank-Zahlen machten Aktien zum Ende des zweiten Quartals 2016 gerade einmal ein Zehntel (540,7 Milliarden Euro) der 5401 Milliarden Euro Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland aus.
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Bargeld und Einlagen bei Banken sind nach den Bundesbank-Zahlen mit gut 2128 Milliarden Euro nach wie vor der größte Posten des Geldvermögens der privaten Haushalte. Tagesgeldkonten als Parkplatz für Liquidität stehen nach wie vor hoch im Kurs, obwohl sie kaum noch Zinsen abwerfen.
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Die Deutschen sind eifrige Bausparer. Nach Zahlen des Verbands der Privaten Bausparkassen gab es 2015 knapp 30 Millionen Bausparverträge in Deutschland. Damit komme auf jeden zweiten Haushalt mindestens ein Vertrag. 2,7 Millionen Verträge wurden im vergangenen Jahr neu abgeschlossen. Allerdings versuchen etliche Bausparkassen Kunden loszuwerden, die noch besonders hochverzinste Altverträge haben.
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Privatleute in Deutschland besitzen mittlerweile die Rekordmenge von 8672 Tonnen des Edelmetalls - davon gut die Hälfte (4705 Tonnen) in Form von Barren und Münzen, knapp 4000 Tonnen sind Schmuck. Diese Zahlen haben Forscher der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank zusammengetragen. Von 2014 bis 2016 wuchs der Goldschatz der Privathaushalte demnach um 477 Tonnen. Wert zum Zeitpunkt der Studie im August 2016: 375 Milliarden Euro. Drei Viertel (2014: 67 Prozent) der erwachsenen Bundesbürger besitzen der Studie zufolge Gold in Form von Schmuck, Barren, Münzen oder Wertpapieren.
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Die niedrigen Hypothekenzinsen heizen die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen an. In den ersten neun Monaten 2016 wurden so viele Wohnungen genehmigt wie seit 1999 nicht mehr. Auch viele Investoren spekulieren auf weitere Preissteigerungen und investieren in „Betongold“. Noch sieht die Bundesbank keine gefährlichen Übertreibungen am deutschen Immobilienmarkt. Allerdings verlocken die niedrigen Zinsen auch zum Schuldenmachen. Die Bundesbank warnt vor einem Schock bei steigenden Zinsen: „Finanzierungen, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen, könnten sich dann als nicht nachhaltig herausstellen.“
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91 Millionen Lebensversicherungsverträge zählte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Ende vergangenen Jahres bundesweit. Damit hat rein rechnerisch jeder Bundesbürger mindestens eine Lebensversicherung - ein Altersvorsorge-Klassiker. Doch neue Verträge sind schon lange nicht mehr so attraktiv verzinst wie noch um die Jahrtausendwende.
Foto: dpaSparbuch
Das gute alte Sparbuch hat seinen Reiz bei den sicherheitsorientierten Deutschen trotz aktuell mickriger Zinsen keineswegs verloren. 44 Millionen Sparkonten zählten allein die seinerzeit 413 Sparkassen bundesweit zum Jahresende 2015. Gut 603 Milliarden Euro hatten die privaten Haushalte im 2. Quartal 2016 nach jüngsten Bundesbank-Zahlen als Spareinlagen und Sparbriefe angelegt.
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Die Gelackmeierten dieser Entwicklung sind auch die Sparer. Bisher ließen sich die mickrigen Zinsen, die es auf Konten oder für festverzinste und damit sichere Sparanlagen derzeit gibt, aufgrund der ebenfalls niedrigen Inflationsrate noch einigermaßen ertragen. Zwar wuchsen die Ersparnisse kaum, es gingen aber auch kaum Kaufkraftverluste damit einher. Nach dem plötzlichen Anstieg der Inflation droht Sparern hier nun eine Negativbilanz, weil erstmals eine signifikante Inflation mit einer Nullzinsphase seitens der europäischen Notenbank einhergeht.
Viele Experten gehen davon aus, dass die Inflationsrate vorerst nicht wieder sinkt, sondern im Gegenteil sogar weiter steigt. Die Europäische Zentralbank selbst rechnet zum Beispiel mit einer Inflationsrate von 1,3 Prozent für das laufende Jahr sowie 1,5 Prozent für 2018. Die Deka-Bank etwa rechnet für 2017 mit sogar mit durchschnittlich 1,7 Prozent, für 2018 sagt sie 1,8 Prozent voraus.
Auf der anderen Seite ist nicht erkennbar, dass die EZB in absehbarer Zeit mit Hilfe einer Leitzinserhöhung gegensteuern will. Warum auch, schließlich ist die Inflation in der übrigen Euro-Zone mit zuletzt 1,1 Prozent deutlich niedriger als in Deutschland.
Was Deutsche Sparer tun können
Deutsche Sparer sind somit die Verlierer der Nullzinspolitik in Europa. Freuen dürften sich über die steigende Inflation und den EZB-Nullzins lediglich Immobilienkäufer, die noch länger günstige Baufinanzierungen bekommen können, und andere Schuldner.
Was aber können Sparer tun, die sich allmählich ein Vermögen aufbauen wollen, unter dem Strich aber den schleichenden Kaufkraftverlust ihrer Ersparnisse hinnehmen müssen?
Die eiserne und liquide Reserve
Schnell verfügbare Liquidität ist auch in Niedrigzinszeiten nicht zu unterschätzen. Je nach Anlagetyp bieten sich verschiedene Spar- und Geldanlagen an. Dabei geht es aber darum, nicht zu viel Geld auf Giro-, Tagesgeldkonten oder Sparbüchern zu parken. Die liquide Reserve sollte auf zwei bis drei Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto beschränkt werden.
Selbst bei Tagesgeldkonten mit den höchsten Zinssätzen – aktuell zum Beispiel zwischen 0,5 und 1,2 Prozent – verliert das Geldvermögen der Sparer dort bei der aktuellen Inflationsrate an Wert. Wer etwa 10.000 Euro für vier Jahre auf ein Festgeldkonto legt, bekommt selbst beim besten Anbieter aktuell nur 1,9 Prozent. Für 50.000 Euro mit vierjähriger Laufzeit gibt es immerhin maximal 2,4 Prozent Zinsen – allerdings bietet derart hohe Zinsen nur der angeschlagene italienische Bankensektor.
Wichtig ist, mit seiner Anlage immer unterhalb der europäischen Einlagensicherungsgrenze von 100.000 Euro zu bleiben. Nur bis zu diesem Betrag sind die Ersparnisse vor einer Bankenpleite geschützt.
Rendite braucht Aktien
Wer Rendite erzielen will, kommt um Aktien und Fonds nicht herum, muss aber auch ein größeres Verlustrisiko eingehen. Menschen, die über größere Summen oder ein hohes Einkommen verfügen, können sich natürlich auf die Geldanlagen der Profis stürzen oder gleich einen professionellen Vermögensverwalter beauftragen. Allerdings fallen dabei oftmals hohe Kosten an.
Alternativ kann sich der engagierte Anleger selbst ein diversifiziertes Portfolio aus einzelnen Aktien, Fonds und gut verzinsten Unternehmensanleihen aufbauen. Wichtig ist, den Anlagehorizont möglichst langfristig zu wählen, damit die Wertpapiere bei einem möglichen Wertverlust noch ein paar Jahre Zeit haben, mögliche Börsenverluste wieder auszugleichen. Zudem sollte man seine Wertpapiere permanent im Blick behalten, um gegebenenfalls Korrekturen vornehmen zu können. Allerdings sollten sich auch dabei Anleger auf das notwendige Minimum beschränken, da für jede Transaktion wieder Gebühren anfallen, die die Rendite schmälern.
Dividendenarie
Erstmals in der deutschen Wirtschaftsgeschichte werden die 30 größten börsennotierten Gesellschaften ihren Aktionären mehr als 30 Milliarden Euro an Dividende überweisen. Zwar geben die meisten Konzerne erst Anfang 2017 mit Vorlage der Jahresgeschäftszahlen die Höhe ihrer Dividende bekannt, aber die Neunmonatsbilanzen, die firmeneigene Dividendenpolitik und Aussagen der Vorstände, die das Handelsblatt ausgewertet hat, lassen schon jetzt belastbare Prognosen zu. Demnach dürften 22 der 30 Firmen ihre Ausschüttungen erhöhen. Gegenüber 2016 steigen die Dividenden um sechs Prozent auf knapp 31 Milliarden Euro. Ausgezahlt wird übrigens immer am Tag nach der Hauptversammlung. Einige Konzerne ragen positiv heraus, andere negativ.
Mehr dazu lesen Sie auch in dieser ausführlichen Handelsblatt-Analyse.
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Jahr für Jahr steigen die Umsätze und Gewinne, 2016 dürfte der Daimler-Chef Dieter Zetsche mit rund 8,8 Milliarden Euro schon wieder einen Rekordgewinn einfahren. Niemand verdient in Deutschland mehr. Im Gleichklang steigen auch die Dividenden. Mit rund 3,5 Milliarden Euro schütten die Stuttgarter so viel Geld aus, wie kein anderes deutsches Unternehmen. Mit der Einjahresdividende ließe sich die halbe Lufthansa kaufen. Pro Aktie gibt es im Frühjahr vermutlich 3,35 Euro – zehn Cent mehr als in diesem Jahr.
Fresenius
Die läuft und läuft und läuft: Die Aktie, aber auch die Dividende. Fresenius ist ein Dauerbrenner: Seit 24 Jahren erhöht der Gesundheitskonzern jedes Jahr seine Ausschüttung. Daran dürfte sich nichts ändern, weil die Geschäfte glänzend laufen. Damals kostete eine Aktie knapp einen Euro. Jetzt sind es 65,50 Euro. Aus damals rund 2000 DM (1000 Euro) wurden also 65.500 Euro. Nicht nur der Dividende wegen hat sich der Einsatz also gelohnt.
Foto: dpaPro Sieben Sat 1
Wer heute die Aktien von Pro Sieben Sat 1 kauft, fährt damit eine Dividendenrendite von 5,8 Prozent ein. Das ist Spitze im Dax. Voraussetzung dafür ist, dass der Medienkonzern im kommenden Frühjahr 1,95 Euro pro Aktie ausschüttet. Doch das erscheint wahrscheinlich. Denn der Vorstand verspricht, zwischen 80 und 90 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses an seine Aktionäre weiterzureichen.
Foto: DPAMunich Re
Der Rückversicherer hat seit 1969 seine Dividende nie mehr gesenkt. Damit sehen sich Chef Nikolaus von Bomhard und Munich Re seinen Aktionären so sehr verpflichtet wie kein anderer Dax-Konzern. Seit vielen Jahren fahren Aktionäre mit der Aktie eine Dividendenrendite von mehr als drei Prozent ein. Aktuell sind es sogar 4,9 Prozent.
Foto: REUTERSDeutsche Telekom
Bei der Deutschen Telekom können Aktionäre wählen, ob sie eine Dividende oder stattdessen neue Aktien im gleichen Wert haben wollen. Im vergangenen Jahr haben sich 41 Prozent der Aktionäre für neue Aktien entschieden. Noch etwas ist besonders bei der T-Aktie: Die Dividende gibt es steuerfrei, wenn die Telekom-Aktien vor 2009 gekauft wurden. Ansonsten erhalten Aktionäre einen Steueraufschub. Das bedeutet: Der Einstandskurs wird jährlich um die Höhe der ausgezahlten Dividenden vermindert. Beim Verkauf fällt der Kursgewinn entsprechend höher aus – und die Steuer muss indirekt dann doch bezahlt werden. Dasselbe Prinzip gilt übrigens auch für die Aktie der Deutschen Post.
Foto: DPAEli Lilly
Nicht jeder kennt es, und die Firma notiert auch nicht im Dax, sondern im amerikanischen Dow Jones: Eli Lilly – ein Vorbild für viele Dividenden-Traditionalisten. Das 1876 in Indianapolis von dem Offizier Eli Lilly gegründete Unternehmen zählt mit 38.000 Mitarbeitern in 125 Ländern zu den größten Pharmakonzernen der Welt. Die Aktie notiert im amerikanischen S&P 500. Ob Krieg oder Rezession, seit 1885 hat Eli Lilly immer Dividenden bezahlt.
Foto: APPhilip Morris
An der Wall Street sind übrigens noch andere Dividenden-Traditionalisten beheimatet. Der Tabakkonzern Philip Morris überweist seinen Anlegern seit mehr als 80 Jahren Dividende. Es geht aber noch länger.
Foto: DpaExxon Mobil
Der Ölriese Exxon-Mobil zahlt seinen Aktionären sogar schon seit 125 Jahren eine Dividende. Dagegen sieht es aktuell bei den deutschen Banken mau aus.
Foto: APCommerzbank
Deutschlands zweitgrößte Bank überwies ihren Aktionären im vergangenen Frühjahr eine Minidividende von 20 Cents je Aktie. 2017 wird es nichts geben. Vorstandschef Martin Zielke steht mit seinem Institut aber noch immer besser da als Deutschlands größte Bank.
Foto: REUTERSDeutsche Bank
Vorstandschef John Cryan hat frühzeitig keinen Hehl daraus gemacht, dass es nach 2016 auch 2017 eine Nullrunde geben wird. Zu groß sind die Baustellen der Bank in aller Welt – vor allem in den USA. Dort soll das Geldhaus 14 Milliarden Dollar zahlen. Es geht um Hypothekengeschäfte aus Zeiten des Immobilienbooms vor der Finanzkrise. Es wäre die höchste Strafe, die in den USA jemals gegen eine ausländische Bank verhängt wurde.
Foto: AP
Bei Aktien gibt für Anleger zudem verschiedene Möglichkeiten, Kursschwankungen und -verluste zu begrenzen: Einerseits, indem sie auf Dividendentitel setzen. Von den Dax-Unternehmen erwarten Analysten zum Beispiel eine durchschnittliche Dividendenrendite von drei Prozent. Selbst wenn sich der Kurs verschlechtert hat, kommt so immer noch ein Gewinn rein, sofern der Anleger die Aktien nicht mit Verlust verkauft.
Mit kleinen Sparbeiträgen an die Börse
Eine weitere Möglichkeit, die sich gerade auch für weniger liquide Anleger eignet, ist ein Wertpapiersparplan. Der Vorteil: Ob der Kurs gerade hoch oder niedrig ist, braucht den Anleger nicht zu kümmern, weil diese Schwankungen mit der Zeit einen immer geringeren Einfluss auf den Depotwert haben. Dabei lässt sich so ein Aktien- oder Fondsdepot schon mit kleinen Beträgen wie 50 oder 100 Euro monatlich aufbauen. Oftmals geht das gerade bei Online-Depotbanken schon zu sehr niedrigen Depot- und Verwaltungsgebühren.
Es lohnt also, verschiedene Anbieter zu vergleichen und auf die Gebühren zu achten. Besonders interessant sind auch hier dividendenstarke Aktien und solche von Unternehmen, die aufgrund ihrer Marktposition gut höhere Preise durchsetzen können. So können Sparer der Inflation ein Schnippchen schlagen.
Mit Fonds von Dax und Dow profitieren
Ähnliche gilt für Fonds und Fondssparpläne. Auch sie sind bei Online-Banken besonders günstig, weil zum Beispiel der Ausgabeaufschlag – sozusagen die Kaufgebühren – bei diesen Banken entfällt. Besonders niedrige Kosten versprechen börsengehandelte Fonds, sogenannte ETFs. Sie bilden meist einen Börsenindex ab und kommen deshalb ohne Fondsmanager aus. So partizipieren Anleger an der mittel- bis langfristig stets guten Entwicklung der Börsen.
Aktien- und Fondssparpläne haben zudem den Vorteil, dass sie sehr flexibel sind. Der Sparer kann die monatliche Zahlung nach Belieben erhöhen, senken oder auch mal ausfallen lassen. Wird dringend Geld benötigt, können die Anteile auch jederzeit über die Börse verkauft werden.
Offene Immobilienfonds gelten zwar als relativ sicher und rentabel, sind aber nicht ohne Einhaltung von Fristen veräußerbar. Dafür profitieren sie von der guten Entwicklung am Immobilienmarkt.
Geschlossene Fonds sind hingegen nur für risikofreudige Anleger interessant, weil im schlimmsten Fall Totalverlust droht und oft hohe Kosten damit verbunden sind.
Gold als Notnagel
Wer sich zudem vor der weiter steigende Inflation, Hyperinflation, Währungsreform oder massive Krisen schützen möchte, kann sich mit Gold eine Versicherung kaufen. Da Gold knapp und ewig haltbar sowie weltweit als Wertaufbewahrungsmittel akzeptiert und verbreitet ist, wird es nie vollständig an Wert verlieren.
Bevorzugt sollten Sparer für diesen Zweck physisches Gold in Form von Münzen oder Barren kaufen. Bis zu einem Fünftel des Gesamtvermögens in Gold sind durchaus sinnvoll. Eine Rendite gibt es allerdings nicht. Und ob der Goldpreis in den nächsten Jahren steigt und einen Verkauf mit Gewinn ermöglicht, ist keineswegs ausgemacht. Andererseits: Selbst bei steigenden Zinsen ist ein Comeback von Gold durchaus möglich. Dafür spricht zum Beispiel die anziehende Inflationsrate.
