1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Vorwürfe des ukrainischen Botschafters: Ex-Außenminister Gabriel weist Melnyks Kritik an Steinmeier als „Verschwörungstheorien“ zurück

Vorwürfe des ukrainischen BotschaftersEx-Außenminister Gabriel weist Melnyks Kritik an Steinmeier als „Verschwörungstheorien“ zurück

Sigmar Gabriel verteidigt seinen Parteifreund gegen Aussagen von Andrij Melnyk . Dem ukrainische Botschafter wirft er vor, „wahrheitswidrig“ und „bösartig“ zu argumentieren. 17.04.2022 - 13:39 Uhr

Der ehemalige Außenminister springt seinem Amtsvorgänger, Parteifreund und heutigem Bundespräsidenten bei.

Foto: dpa

Der ehemalige Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Kritik an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus der Ukraine zurückgewiesen und den zurückhaltenden Kurs der Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Blick auf Waffenlieferungen verteidigt. In einem Gastbeitrag für den „Spiegel“ sprach Gabriel von „gezielten Angriffen auf den deutschen Bundespräsidenten“ und warf dem ukrainischen Botschafter Andrij Melnyk „Verschwörungstheorien“ vor.

Melnyks Behauptung, Steinmeier habe in seiner aktiven Zeit als Politiker „seit Jahrzehnten ein Spinnennetz der Kontakte mit Russland geknüpft“, die bis in die heutige Regierung hineinwirkten, unterstelle, dass der frühere Kanzleramts- und Außenminister die Interessenvertretung Russlands in Deutschland mitorganisiert habe. „Das ist wahrheitswidrig und bösartig“, schrieb Gabriel. Melnyk hatte sich Anfang des Monats entsprechend im „Tagesspiegel“ geäußert.

Der ukrainische Botschafter reagierte bei Twitter auf Gabriels Beitrag mit den Worten: „Bösartig ist vor allem Ihre und Ihrer SPD-Kumpane jahrelange Putin-freundliche Politik gewesen, die den barbarischen Vernichtungskrieg gegen den Staat, Nation, Kultur, gegen Frauen und Kinder erst herbeigeführt hat.“

Nach Ansicht Gabriels hat Steinmeier als damaliger Außenminister gemeinsam mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „mehr als alle anderen in Europa dafür getan“, die Ukraine zu unterstützen. Der Ex-Außenminister verwies unter anderem auf die Verträge von Minsk, die den Konflikt im Donbass beenden sollten.

Er verteidigte den zurückhaltenden Kurs von Bundeskanzler Scholz bei Waffenlieferungen. „Führung in Europa heißt auch, sich die Konsequenzen einer Ausweitung dieses Krieges bewusst zu machen.“ Es sei richtig, dass die Bundesregierung schwere Waffen nur in Abstimmung mit den Vereinigten Staaten an die Ukraine liefern könne. Die USA wögen mit den gleichen Argumenten wie der deutsche Bundeskanzler sehr bewusst ab, welche Art militärischer Unterstützung möglich und sinnvoll sei, und wo die Grenze zur eigenen aktiven Kriegsteilnahme gegen Russland überschritten werde.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick