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Landtagswahl ThüringenWie viele Stimmen habe ich bei der Landtagswahl 2024?

Im September entscheiden die Wähler über einen neuen Landtag in Thüringen. Doch wie viele Stimmen hat man bei der Landtagswahl? Alles Wichtige auf einen Blick.Sören Imöhl 31.08.2024 - 23:26 Uhr

So viele Stimmen haben Wähler bei der Landtagswahl in Thüringen.

Foto: Martin Schutt/dpa

Die Bürger Thüringens sind mindestens alle fünf Jahre dazu aufgerufen, ihre Landtagsabgeordneten zu wählen. Jeder Wähler verfügt dabei über zwei Stimmen. Der Thüringer Landtag besteht in der Regel aus 88 Abgeordneten, die in allgemeinen, gleichen, unmittelbaren, geheimen und freien Wahlen bestimmt werden, wie der Thüringer Landtag erläutert.

Wann ist die Landtagswahl in Thüringen?

Die Landtagswahl in Thüringen findet am Sonntag, den 1. September 2024, statt.

Wer ist bei der Landtagswahl in Thüringen wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die gemäß Artikel 46 und 104 der Landesverfassung am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens drei Monaten in Thüringen wohnen oder sich dort gewöhnlich aufhalten. Auch Personen mit Hauptwohnsitz außerhalb Thüringens dürfen wählen, wenn sie auf Antrag nachweisen, dass ihr Lebensmittelpunkt am Ort der Nebenwohnung liegt.

Landtagswahl Thüringen 2024: Wie viele Stimmen habe ich?

Ähnlich wie bei der Bundestagswahl haben die Wahlberechtigten in Thüringen auch bei der Landtagswahl zwei Stimmen. Die 88 Abgeordneten werden nach dem Prinzip der personalisierten Verhältniswahl gewählt. Jeder Wähler hat zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird in den 44 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter direkt gewählt, während die Zweitstimme den Landeslisten der Parteien gilt.

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Erst- und Zweitstimme: Was wähle ich mit meinen Stimmen bei der Landtagswahl in Thüringen?

Alle wahlberechtigten Personen haben bei der Landtagswahl in Thüringen sowohl eine Erst- als auch eine Zweitstimme. Die Erststimme befindet sich auf der linken Seite und die Zweitstimme auf der rechten Seite des Stimmzettels. Damit der Stimmzettel gültig ist und gezählt werden kann, müssen Erst- und Zweitstimme klar und eindeutig erkennbar sein. 

Mit der Erststimme wählen Sie einen Kandidaten eines Stimm- oder Wahlkreises. Nach dem Prinzip der Personenwahl ist derjenige gewählt, der die meisten Stimmen erhält. 

Die Zweitstimme geben Sie für die Parteiliste ab. Hier bestimmt die Verhältniswahl über die Verteilung der Sitze im Abgeordnetenhaus, was bedeutet, dass die Sitze entsprechend dem Stimmenanteil der Parteien zugewiesen werden.

Wie sieht der Stimmzettel bei der Landtagswahl in Thüringen aus?

Da jeder Wähler bei der Landtagswahl in Thüringen 2024 zwei Stimmen hat, ist der Stimmzettel in zwei Spalten aufgeteilt. In der linken Spalte geben die Wähler ihre Erststimme für einen Kandidaten aus ihrem Wahlkreis ab. Auch unabhängige Kandidaten, die im Wahlkreis antreten, sind hier aufgeführt. Die rechte Spalte listet alle zur Wahl zugelassenen Parteien zusammen mit ihren Kandidaten auf.

Die Reihenfolge der Parteien und Kandidaten in beiden Spalten orientiert sich am Ergebnis der letzten Wahl. Parteien, die bei der letzten Wahl nicht in den Landtag eingezogen sind, erscheinen in alphabetischer Reihenfolge. Damit der Wahlzettel gültig ist, muss in jeder Spalte genau ein Kreuz gesetzt werden. Es ist nicht erlaubt, beide Kreuze in einer Spalte zu platzieren.

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Björn Höcke – AfD

Seit Monaten erzielt die AfD in Thüringen die höchsten Umfragewerte, zeitweise bis zu 30 Prozent. An der Spitze der Partei steht Björn Höcke. Der 52-Jährige ist seit 2014 Vorsitzender der AfD-Fraktion und hegt selbst Ambitionen auf das Ministerpräsidentenamt. Trotz des hohen Zuspruchs gelten seine Chancen als gering, da keine der bisher im Landtag vertretenen Parteien bereit ist, mit der AfD zu koalieren.


Lesen Sie auch: Wahl-O-Mat zur Thüringen-Wahl: Welche Partei passt zu mir?

Foto: imago images

Bodo Ramelow – Die Linke

Bodo Ramelow ist seit 2014, mit kurzer Unterbrechung, der einzige Ministerpräsident, den die Linke in Deutschland stellt. Ein weiteres Novum in der politischen Landschaft: Der 68-Jährige führt eine Minderheitsregierung aus Linken, SPD und Grünen, die im Landtag keine Mehrheit hat und auf Kompromisse mit der Opposition angewiesen ist.


Foto: Martin Schutt/dpa

Mario Voigt – CDU

Als aussichtsreicher Herausforderer gilt CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt. Er strebt danach, die Partei nach zehn Jahren in der Opposition zurück in die Regierung zu führen. CDU-Chef Friedrich Merz hat ihm dabei freie Hand gegeben, über mögliche Koalitionen mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zu entscheiden. 

Bundesweit für Aufsehen sorgte der 47-jährige Voigt in diesem Jahr, als er sich mit AfD-Politiker Björn Höcke ein TV-Duell lieferte.

Foto: imago images

Georg Maier – SPD

Die SPD zieht mit dem Landesparteichef und aktuellen Thüringer Innenminister Georg Maier in den Wahlkampf. Das Ziel des 57-Jährigen ist ein zweistelliges Ergebnis, doch in den Umfragen erreicht die Partei lediglich sechs bis neun Prozent. 

Foto: imago images

Katja Wolf – BSW

Erstmals bei der Landtagswahl in Thüringen tritt das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) an und könnte aus dem Stand direkt auf Platz zwei landen. In den Umfragen erzielt das BSW derzeit 16 bis 21 Prozent und überholt damit die Linkspartei.

Die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Katja Wolf trat bereits mit 16 Jahren in die Linke ein. Mit ihrem Eintritt ins BSW hat die 48-jährige Wolf nach der Landtagswahl Chancen auf ein Regierungsamt.

Foto: imago images

Thomas L. Kemmerich – FDP

Thomas Kemmerich war schon einmal kurzzeitig Ministerpräsident. Nach der letzten Landtagswahl wurde er mit den Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Ministerpräsidenten gewählt, was bundesweit Empörung auslöste. Dies führte zu einer Regierungskrise, woraufhin Kemmerich zurücktrat.

Jetzt wagt der 59-Jährige einen erneuten Versuch. In den Umfragen lag die FDP jedoch zuletzt unter drei Prozent und würde somit den Einzug in den Landtag verpassen.

Foto: imago images

Madeleine Henfling und Bernhard Stengel – Die Grünen

Die Grünen, aktuell ebenfalls Teil der Minderheitsregierung in Thüringen, setzen auf ein Spitzenduo für den Wahlkampf: Die Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling und der Landesumweltminister Bernhard Stengele.

Angesichts der Umfragen, die den Grünen nur vier bis fünf Prozent prognostizieren, wird dies keine leichte Aufgabe für die 41-jährige Henfling und den 61-jährigen Stengele. 

Foto: Martin Schutt/dpa
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