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Dogecoin Der Kryptomarkt taumelt – aber ein Coin startet durch

Die digitale Kryptowährung Dogecoin wird immer beliebter. Quelle: imago images

Die Unsicherheit bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin ist weiterhin groß. Aber es verlieren nicht alle Coins gleich stark an Wert, Anleger sollten diversifizieren. Ein Coin startet sogar durch – dank Elon Musk.

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Der große Wirbel am Kryptomarkt ist längst nicht vorbei. Richtig erholt haben sich Bitcoin und Co. von ihrem Crash am vergangenen Wochenende bisher nicht. Stattdessen entwickeln sich die Kurse der meisten Kryptowährungen seitwärts. Der Bitcoin, die nach Marktvolumen größte von ihnen, pendelt rund um einen Wert von 42.000 Dollar.

Während einige Marktbeobachter in den niedrigen Kursen eine Einstiegsgelegenheit sehen, fürchten andere, der Markt könnte sich auch langfristig nicht so schnell erholen. „In Abwärtsphasen laufen Kryptowährungen eher parallel“, beschreibt Dieter Falke, Geschäftsführer der Anlagegesellschaft Quant.Capital den Kursverlauf am Kryptomarkt im aktuell schwachen Marktumfeld.

Genau wie andere Assetklassen waren auch Kryptowährungen im Zuge der hohen Inflationsraten und der nahenden Zinswende zuletzt deutlich eingebrochen. Kein Wunder, denn Kryptowährungen haben ähnlich wie Techaktien stark vom billigen Geld der Notenbanken profitiert. Wird das nun reduziert, könnten die Kryptokurse leiden.

Anders sieht es Charlie Morris, Gründer des auf Daten und Analyse von digitalen Assets spezialisierten Unternehmen ByteTree. Er glaubt, der aktuelle Aufwärtszyklus am Kryptomarkt sei längst nicht vorbei, der jüngste Crash sei also nur eine Verschnaufpause. „Investoren, die 2022 Bitcoin kaufen, werden froh sein, das getan zu haben.“

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    Musk-Aktion treibt Dogecoin

    Zur allgemeinen Verunsicherung kommen die jeweiligen Probleme der einzelnen Coins hinzu. Einzige aktuelle Ausnahme: der Dogecoin. Einmal mehr ist der Kurs der als Spaßwährung gestarteten Kryptowährung sprunghaft gestiegen, nachdem Krypto-Fan und Tesla-Chef Elon Musk über den Coin getwittert hat. Denn Musk löst ein, was er im Dezember versprochen hat. Fan-Artikel von Tesla können nun im dortigen Onlineshop mit Dogecoin bezahlt werden. Der Kurs der Kryptowährung stieg nach der Nachricht zwischenzeitlich um 18 Prozent. Für eine Kryptowährung ist das eigentlich kein hoher Kursgewinn, im aktuellen Marktumfeld aber durchaus beachtlich.

    Andere aber haben im Moment weniger Rückenwind. Das gilt zum Beispiel für Ether, die auf der Ethereum Blockchain basierende zweitgrößte Kryptowährung. Sie hat zwar nicht ganz so stark verloren wie der Bitcoin. Allerdings fürchten Experten, Ether könnte schon bald seinen technologischen Vorsprung einbüßen und von anderen Kryptowährungen überholt werden. 

    Werden Ether und Ethereum nun abgehängt?

    So warnen Analysten der US-Investmentbank JP Morgan, im so wichtigen Bereich der dezentralisierten Finanzmärkte (Defi), der bisher von Ether dominiert wurde, holten andere nun auf.

    „Die Skalierung, die für das Ethereum-Netzwerk notwendig ist, um seine Dominanz aufrechtzuerhalten, könnte zu spät kommen“, sagt Analyst Nikolaos Panigirtzoglou laut „Bloomberg“. Zwar sei das Ethereum-Netzwerk gerade dabei, seine Blockchain umzubauen und dafür zu sorgen, dass mehr Transaktionen schneller durchgeführt werden könnten. Andere Blockchains, so Panigirtzoglou, könnten das aber bereits.

    Polkadot, Solana und Avalanche gelten als aussichtsreich

    Zu diesen aufstrebenden Kryptowährungen zählen laut JP Morgan Coins wie Polkadot, Solana oder Avalanche. Sie alle sind ähnlich wie Ethereum in der Lage, virtuelle Verträge, sogenannte Smart Contracts, über die Blockchain abzuwickeln und ermöglichen den Handel mit den immer beliebter werdenden NFTs (non-fungible Token). Gleichzeitig sind die Netzwerke kleiner und damit auch agiler als Ethereum.

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    Marktbeobachter erwarten, dass die Auswahl der Coins im Zuge des schwächeren Marktumfelds immer wichtiger werden könnte. Zwar folgt der Gesamtmarkt tendenziell weiterhin dem Bitcoin. Die Kursbewegungen werden aber differenzierter. Fällt der Bitcoin, heißt das nicht automatisch, dass andere Kryptowährungen ebenfalls so stark an Wert verlieren müssen. Anleger sollten das bei der Auswahl beachten.

    Mehr zum Thema: Neben Bitcoin und Ethereum erobern immer mehr kleinere Kryptowährungen den Markt. Anleger spekulieren auf exorbitante Renditen. Aber nur wenige alternative Coins halten, was sie versprechen – manche sind sogar Betrug.


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