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Polkadot (DOT) Was taugt ein Polkadot-Investment?

Polkadot gehört zu der Top Ten der größten Kryptowährungen. Doch lohnt ein Investment in DOT? Quelle: REUTERS

Polkadot (DOT) zählt zu den am höchsten bewerteten Kryptowährungen der letzten sechs Monate und hat sich seit Juli sogar nahezu vervierfacht. Doch wer steckt hinter Polkadot und was macht die digitale Währung aus? Ein Überblick.

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Auch wenn Polkadot, kurz DOT, noch eine eher unbekannte Kryptowährung ist, werden immer mehr Anleger auf den Coin aufmerksam. Schaut man sich die Marktkapitalisierung an, behauptet der Coin mit einer Marktkapitalisierung von aktuell rund 47,7 Milliarden Dollar Platz acht im Ranking der größten Kryptowährungen 2021. An welchen Börsen kann man Polkadot kaufen und lohnt sich ein Investment?

Prognose, Chancen & Vorteile - was taugt Polkadot (DOT)?

Was ist Polkadot (DOT)?

Bei Polkadot, oder kurz DOT, handelt es sich hinsichtlich der Marktkapitalisierung um eine der größten Kryptowährung der Welt. Polkadot ermöglicht unter anderem, dass unterschiedliche Blockchains miteinander verbunden werden können. Sie können so miteinander kommunizieren, auch wenn sie unabhängig voneinander laufen.
Die Polkadot-Community entschied im August 2020, die Anzahl der Token von zehn Millionen auf eine Milliarde zu erhöhen, damit die Verwendung von unzähligen Dezimalstellen vermieden werden kann. Seit dieser Redenomination - der Prozess der Änderung des Nennwerts der im Umlauf befindlichen Coins - wird nur noch der neue Token unter dem Kürzel DOT gehandelt. Die jährliche Anzahl der Token erhöht sich um zehn Prozent. Damit folgt Polkadot einem inflationären Ansatz, da sich der Bestand der DOT-Coins nicht verringert. Derzeit befinden sich knapp 1,4 Milliarden Coins im Umlauf bei einer Marktkapitalisierung von rund rund 47,7 Milliarden Dollar. Damit liegt Polkadot (DOT) aktuell auf Rang acht der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung im Jahr 2021.

Der aktuelle Polkadot-Kurs liegt laut dem Analysehaus Coinmarketcap bei 48,3 Dollar. (Stand: 2. November 2021; 8:29 Uhr)

Wer steckt hinter Polkadot (DOT)?

Ethereum-Mitgründer Gavin Wood hatte die Idee zu Polkadot und konzipierte auch das Protokoll dafür. Zudem sind Robert Habermeier und Blockchain-Profi Peter Czaban beteiligt. Polkadots Projekt mit dem Namen Initial Coin Offering (ICO) startete mit DOT am 15. Oktober 2017. Dabei sammelte man rund 144 Millionen US-Dollar ein, indem 50 Prozent der damals vorhandenen zehn Millionen Token in einer Auktion verkauft wurden. Die Web3 Foundation hält davon 30 Prozent und die restlichen 20 Prozent standen für Pre-Launch-Rewards bereit - also Belohnungen für Anleger, die vor dem Launch das Projekt finanziell unterstützt hatten.

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    Das grundsätzliche Ziel von Polkadot ist es, einen sicheren und vertrauenswürdigen Austausch von Nachrichten über verschiedene Blockchains zu gewährleisten, in dem diese unterschiedlichen Blockchains via Polkadot miteinander kommunizieren.

    Wie funktioniert Polkadot (DOT)?

    Die Token sind der Kern jeder Kryptowährung. Bei Polkadot heißen sie DOT. Damit neue Blockchains gestartet und an die Polkadot Relay Chain gekoppelt werden können, werden DOT benötigt. Doch sie dienen auch noch anderen Zwecken. Dazu gehören beispielsweise die Governance- und Konsensfindungsmodelle des Polkadot-Netzwerks. Damit ist gemeint, dass mit den DOTS ein Konsens gefunden wird, welche teilnehmende Blockchain einen Block berechnet. 

    Hinter der Relay Chain verbirgt sich die Kerntechnik auf der das Konzept von Polkadot aufbaut. An dieser Relay Chain werden unterschiedliche Blockchains von anderen Kryptowährungen angedockt, was erst die Kommunikation der Systeme ermöglicht.
    Wer in die Token investieren möchte, kann diese nicht nur direkt über Kryptobörsen wie Coinbase oder Kraken kaufen, sondern kann sie sich auch verdienen. So werden beispielsweise die neu entstehenden DOT an Nutzer ausgezahlt, die ihre Polkadot-Coins aktiv „staken“. Staken bedeutet, dass Nutzer ihre gekauften Polkadot-Coins an die Blockchain verleihen und dafür Belohnungen erhalten, da sie zur Sicherheit des gesamten Systems beitragen. Sie sichern damit das Netzwerk als sogenannte Validatoren ab, was bedeutet, dass stakende Nutzer für die Richtigkeit des System und die darüber abgewickelten Geschäfte sorgen. Als Belohnung erhalten diese Nutzer Polkadot-Coins als Belohnung.

    Entwicklung von Polkadot (DOT)

    Der native Token DOT ist mit vielen Vorschusslorbeeren 2020 gestartet und konnte schnell durch enorme Kurszuwächse überzeugen. Beim Einstieg im August 2020 lag der DOT-Kurs bei noch rund 2,70 Dollar, wobei es sich hierbei um das Allzeittief handelt.  Das aktuelle Allzeithoch erreichte Polkadot am 1. November 2021 bei einem Kurs von 51,47 Dollar. Auffällig ist, dass der Polkadot-Kurs seit der Einführung mehrere Kurszuwächse im zweistelligen Prozentbereich erreichte, trotz Korrektur. Die Nachfrage scheint demnach also groß zu sein.
    Die jüngste Korrektur am gesamten Kryptomarkt zeigte sich allerdings auch in fallenden Kursen bei Polkadot (DOT). Mitte Juli lag der Polkadot-Kurs zwar an einem kritischen Support bei rund elf Dollar, konnte aber innerhalb weniger Wochen wieder auf über 40 Dollar pro DOT-Coin getrieben werden.

    Prognose: So könnte sich Polkadot (DOT) entwickeln

    Bisher ist der Coin nicht an allen Kryptobörsen zum Handel verfügbar, auch wenn das Potenzial groß ist. Eine seriöse Prognose für die Zukunft des DOT-Kurses ist aufgrund der hohen Volatilität des Kryptomarktes und seiner Abhängigkeit von äußeren Faktoren nicht möglich. Dennoch gehen derzeit einige Experten davon aus, dass der DOT-Kurs langfristig weitere Gewinne verzeichnen kann.
    Dabei sind nicht nur die Kurszuwächse von DOT in den letzten Monaten entscheidend. Auch das sehr große Wachstumspotenzial, welches der Coin aufweist, spielt eine große Rolle und wie groß das Interesse anderer Blockchains an einer Vernetzung über Polkadot ist.

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    An welchen Kryptobörsen ist Polkadot (DOT) handelbar?

    Es gibt verschiedene Anbieter wie beispielsweise eToro oder Bitpanda, bei denen DOT gekauft werden können. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, „echte“ DOTs an Kryptobörsen wie Bitfinex, Kraken, Coinbase, Bitstamp sowie CEX.IO und Paymium zu erwerben. Beim Handel auf diesen Kryptobörsen sollten allerdings die möglicherweise anfallenden Handelsgebühren berücksichtigt werden.

    Das sind die Vorteile von Polkadot (DOT)

    Polkadots wichtiges Feature ist zweifelsohne die Möglichkeit Blockchains miteinander zu verbinden und so eine autarke Kommunikation zu ermöglichen. So können Unternehmen mit anderen Blockchains interagieren, indem sie ihre Blockchains mit Polkadot über die systemeigene Relay Chain verknüpfen. Ein weiterer Vorteil von Polkadot besteht darin, dass die Transaktionen über das System besonders schnell ablaufen. Das ist bei anderen Kryptowährungen anders. Polkadot basiert auf dem Proof-of-Stake-Konzept. Dieses trägt außerdem dazu bei, dass das Netzwerk immer mit einer hohen Liquidität versorgt ist, da Nutzer motiviert werden ihre gehaltenen DOT zu staken - zu verleihen - und somit für die Sicherheit des Systems sorgen.

    Das sind die Nachteile von Polkadot (DOT)

    Zu den Nachteilen von Polkadot zählt, dass zwei große Konkurrenten am Markt sind – Ethereum und Cardano, die auf ähnliche Ansätze bauen. Zudem könnte es ein DOT-Nachteil sein, dass der Token inflationär ist, da es keine Maximalanzahl an DOT gibt.

    Die Inflation bei DOT beträgt aktuell zehn Prozent, soll sich langfristig aber verringern. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob dies möglich ist und wie sich die Inflation auf den Preis auswirkt. Andere Kryptowährungen wie Bitcoin oder seit kurzem auch Ethereum sind deflationär angelegt. Das bedeutet, dass das Angebot künstlich verringert wird. Durch eine steigende Nachfrage bei geringerem Angebot, könnte dies den Kurs treiben. Dies wäre beim Polkadot aktuell nicht gegeben.

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