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Avalanche (AVAX) Wird die Kryptowährung das nächste Ethereum?

Die Idee zu Avalanche kommt von einem Informatiker der New Yorker Cornell University, Emin Gün Sirer. Quelle: Getty Images

Einer der größten Gewinner am Kryptomarkt war zuletzt immer wieder die Kryptowährung Avalanche. Wer hinter dem Avax-Token steckt, welche Vorteile der Coin bietet und warum er so erfolgreich ist.

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Kaum ein Coin hat in den vergangenen Wochen eine so rasante Entwicklung durchgemacht wie der Avax-Token. Hinter der Kryptowährung steckt die Blockchain Avalanche, ein frei zugängliches (open-source) Datenprotokoll aus der dezentralen Finanzwelt (Defi). Während der Token Mitte Oktober noch rund 55 Dollar kostete, waren es in der Spitze Ende November über 134 Dollar.

Avalanche-Coin AVAX: Kurs, Prognose und Chancen im Überblick

Was steckt hinter der Kryptowährung Avalanche (AVAX)?

Richtig gestartet ist Avalanche erst im September 2020. Entsprechend ist das Netzwerk noch recht jung und nicht so komplex wie die Protokolle der Konkurrenz. Avalanche gilt als das schnellste Netzwerk für sogenannte Smart Contracts, also virtuelle Verträge, welche über die Blockchain ausgetauscht werden.

Schon daran zeigt sich, wem Avalanche Konkurrenz machen will – unter anderem der zweitgrößten Kryptowährung Ether, deren Blockchain Ethereum ebenfalls Smart Contracts abwickeln kann und die ähnliche Eigenschaften aufweist wie Avalanche.

Beide Kryptowährungen beruhen auf dem sogenannten Proof-of-Stake-Algorithmus: Transaktionen werden durch Validatoren im Netz freigegeben. Wer einen gewissen Anteil an Avax-Token hält, kann zum Validator werden, die Anforderungen dafür sind im Vergleich zu anderen Protokollen recht niedrig.

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    Zum Vergleich: Der Bitcoin, die älteste und größte Kryptowährung, basiert auf einem Proof-of-work-Algorithmus. Folglich braucht es vor allem Rechenleistung, um Transaktionen freizugeben. Da das Netzwerk mittlerweile so gigantisch ist, braucht es riesige Rechner (Miner) und entsprechend viel Strom, um neue Bitcoin zu schürfen und Transaktionen zu validieren. Im Gegensatz zum Bitcoin ist das Avalanche-Protokoll, ähnlich wie Ethereum oder Solana, nicht nur deutlich energieeffizienter, sondern auch schneller. Bis zu 4500 Transaktionen schafft Avalanche pro Sekunde.

    Welche Anwendungsmöglichkeiten bietet Avalanche (AVAX)?

    Die Optionen sind ähnlich wie bei anderen Proof-of-Stake-Blockchains wie Ethereum oder Solana. Insbesondere der Fakt, dass sich auch die so gehypten NFTs, also non-fungible (nicht austauschbare) Token, über Avalanche handeln lassen, könnte für den Kurs des AVAX-Coins ein Vorteil sein. Auch Peer-to-Peer-Kredite, also unter Privatpersonen, sind möglich. Da Transaktionen über Avalanche nur wenige Cent kosten und somit deutlich günstiger sind als über Ethereum, sind viele Anwendungen denkbar. Dafür spricht auch, dass Avalanche im Gegensatz zu anderen Kryptowährungen nicht nur aus einer, sondern aus mehreren Blockchains besteht.

    Wer steckt hinter Avalanche (AVAX)?

    Die Idee zu Avalanche kommt von einem Informatiker der New Yorker Cornell University, Emin Gün Sirer. Schon im Mai 2018 wurde das entsprechende Whitepaper „Snowflake to Avalanche“ veröffentlicht, im September 2020 kam der Marktstart. Gerade erst haben die Avalabs über zwei Milliarden Dollar von bekannten Investoren erhalten. Zu den insgesamt ersten Geldgebern zählte unter anderem die amerikanische Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz.

    Welche Vorteile sprechen für den Avalanche-Coin AVAX?

    Ähnlich wie der Bitcoin ist die Summe der Avax-Token gedeckelt. Insgesamt können maximal 720 Millionen Token ausgegeben werden. Anders als beim Bitcoin werden allerdings bei Avalanche regelmäßig Token verbrannt, sprich: aus dem Umlauf genommen. Dies soll die Knappheit erhöhen und eine Avax-Inflation verhindern. Verbrannt wird die Transaktionsgebühr. Insgesamt wurden so immerhin schon über 523.000 Avax vernichtet, umgerechnet im Gegenwert von rund 42,2 Millionen Dollar.

    Welche Nachteile sprechen gegen den Avalanche-Coin AVAX?

    Bei Avalanche handelt es sich im Gegensatz zu Bitcoin und Ethereum um eine sehr junge Kryptowährung, die sich erst noch behaupten muss. Dementsprechend ist sie weniger dezentral, rund 40 Prozent der Token werden noch von den Entwicklern gehalten.

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    Prognose: Was den AVAX-Kurs künftig beeinflussen könnte

    Die künstliche Knappheit durch das Verbrennen von Coins könnte durchaus Einfluss auf den Preis nehmen. Zuletzt haben vor allem Käufe von namhaften Investoren dafür gesorgt, dass der Kurs weiter gestiegen ist, zudem sorgte eine Partnerschaft mit Ethereum für Aufschwung. Insgesamt allerdings korreliert der Avax-Kurs natürlich mit der allgemeinen Lage am Kryptomarkt. Geht es mit dem Bitcoin bergab, verliert tendenziell auch Avalanche an Wert. Dementsprechend lässt sich eine konkrete Preisprognose nur sehr schwer treffen.

    An Welchen Börsen kann ich Avalanche (AVAX) kaufen?

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    Der Coin wird an rund siebzig Börsen gehandelt. Darunter sind auch große Handelsplätze wie Coinbase oder Binance. Insbesondere das Listing bei Coinbase ist ein guter Indikator, da die Börse kleinere Coins normalerweise erst listet, wenn sie ein gewisses Marktvolumen haben und als seriös einzustufen sind. Anleger müssen allerdings beachten, dass der Kauf von Avax-Token an vielen Börsen nicht per Dollar oder Euro möglich ist, sondern nur mit anderen Coins wie Bitcoin oder Ethereum.

    Mehr zum Thema: Das sollten Anleger nach dem Krypto-Crash jetzt wissen - warum ist Ether stabiler als der Bitcoin?

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