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RüstungsrallyDax erstmals über 23.000 Punkte

Eine Kursrally der Rüstungsbranche treibt den Dax in neue Höhen. Auch in anderen Bereichen geht es steil nach oben. 03.03.2025 - 19:28 Uhr

Die Börse in Frankfurt.

Foto: REUTERS

Ein Kursfeuerwerk im Rüstungssektor hat den Dax erstmals über die 23.000-Punkte-Marke gehoben. Der deutsche Leitindex baute am Montag seine anfänglich geringen Gewinne aus und schloss 2,6 Prozent fester bei 23.147 Zählern. Zuvor war er bis auf 23.307 Punkte gestiegen und erreichte damit ein Allzeithoch. Der EuroStoxx50 rückte um 1,4 Prozent auf 5540,69 Stellen vor.

„Neben der Schlussrally der Wall Street sorgt heute der europäische Plan zur Unterstützung der Ukraine für Schwung an den Börsen“, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Broker CMC Markets. Nach dem Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj am Freitag sei ein Rückzug der USA aus der Ukraine-Hilfe wahrscheinlicher geworden. „Die Rüstungsunternehmen werden sich in den nächsten Jahren nicht über Aufträge sorgen müssen.“

Union und SPD prüfen etwa zwei milliardenschwere Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur, wie die Reuters aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Rüstungswerte springen rund 20 Prozent

Als Grundlage für die Beratungen dient demnach ein Vorschlag von vier Spitzenökonomen, die für das Sondervermögen Bundeswehr eine Größenordnung von 400 Milliarden und für die Infrastruktur 400 Milliarden bis 500 Milliarden Euro errechneten. Die Beträge liegen nach der Einschätzung der Analysten der Deutschen Bank deutlich höher als das, was bisher kolportiert worden war. „Selbst wenn die Mittel über zehn Jahre ausgegeben würden, wäre dies in etwa so viel Geld, wie das Land seit der Wiedervereinigung in Ostdeutschland investiert hat. Mit anderen Worten: Es wäre ein fiskalischer Systemwechsel von historischem Ausmaß.“

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Laut CSU-Chef Markus Söder benötigt die Bundeswehr allein für Deutschland 100.000 Drohnen, 800 neue Panzer, 2000 Patriot-Raketen und 1000 Taurus-Marschflugkörper. Die Aussicht auf neue Aufträge trieb Aktien von Rheinmetall, Hensoldt und Renk zeitweise um jeweils rund 20 Prozent nach oben. Thyssenkrupp, die mit ihrer Tochter Marine Systems im Rüstungssektor tätig sind, gewannen 10,6 Prozent. Airbus und MTU Aero Engines rückten um 5,9 und 3,4 Prozent vor.

Aktien von europäischen Rivalen wie BAE Systems, Thales und Leonardo stiegen unterdessen um 14,6 bis 16,1 Prozent. Der europäische Branchenindex legte um 7,7 Prozent zu. „Es gibt 30 europäische Länder in der Nato, und wir erwarten, dass viele von ihnen sich bald zu wesentlich höheren Verteidigungsausgaben verpflichten werden“, schrieben die Experten der US-Investmentbank JP Morgan.

Trumps Post löst Kryptorally aus

Steil nach oben ging es auch für den Bitcoin. Die umsatzstärkste Kryptowährung verteuerte sich um 7,4 Prozent auf 90.447 Dollar. US-Präsident Trump hatte am Sonntag erstmals die Kryptowährungen genannt, die in eine neue strategische Reserve der USA aufgenommen werden sollen. Er schrieb, Cyber-Devisen wie Bitcoin und Ether sollten „das Herzstück der Reserve sein“. Genannt wurden auch Ripple, Solana und Cardano. Deren Kurse stiegen daraufhin zwischen 2,7 und mehr als 20 Prozent.

Experten mahnten zur Vorsicht. „Trumps Vorschusslorbeeren müssen sich nun nicht nur in Worten, sondern auch in Taten äußern“, konstatierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.

In den ersten Wochen nach Trumps Amtsantritt war die erhoffte Unterstützung für den Kryptosektor noch ausgeblieben. „Die Enttäuschung darüber ist offensichtlich wieder in Euphorie umgeschlagen.

Anleger setzen darauf, dass Trump in den kommenden Tagen weitere kryptospezifische Ankündigungen macht“, sagte Emden. Die Einführung einer strategischen Kryptowährungsreserve könne dabei als Blaupause für andere Volkswirtschaften dienen.

Lesen Sie auch: Eine Bitcoin-Reserve für Deutschland? Wieso nicht!

rtr
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