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Crash auf dem Krypto-Markt Die Furcht der Bitcoin-Spekulanten

Quelle: REUTERS

Der Bitcoin hat einen rasanten Fall hinter sich, aber der Kurs erholte sich schnell wieder. Doch die Hoffnung auf raschen Reichtum weicht bei vielen Krypto-Anlegern der Angst vor weiteren Abstürzen.

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Der Bitcoin erlebt, mal wieder, eine Achterbahnfahrt. Nachdem der Kurs zeitweise auf knapp über 30.000 Dollar abstürzte, erholte sich die Krypto-Währung innerhalb weniger Stunden wieder. Der Bitcoin-Kurs knackte am Abend sogar für kurze Zeit wieder die 40.000-Dollar-Marke und liegt seit Donnerstag Morgen bei rund 39.000 Dollar. Vor wenigen Tagen notierte die wichtigste Kryptowährung der Welt allerdings noch in der Nähe von 60.000.

Der Analyst Timo Emden von Emden Research sprach von zwischenzeitlich panikartigen Verkäufen. „Offensichtlich möchte niemand derzeit ins fallende Messer greifen.“ Auch andere digitale Währungen wie Ether, die Nummer zwei nach Bitcoin, und Dogecoin wurden mit in die Tiefe gerissen. Ether fiel am Nachmittag um bis zu 40 Prozent bis auf knapp 2000 Dollar, konnte sich aber genau wie Bitcoin erholen.

Auslöser des Ausverkaufs war die Angst der Anleger vor verschärfte Beschränkungen für Krypto-Währungsgeschäfte in China. „Andere Länder könnten dem Beispiel folgen, da die Notenbanken an ihren eigenen Digitalwährungen basteln“, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. „Bislang waren westliche Aufseher recht locker in Bezug auf Bitcoin. Das könnte sich bald ändern.“

Dabei hatte China lediglich seine schon länger bestehende Abneigung gegen Bitcoin und Co. bekräftigt. Das Land hat angekündigt, Finanzinstituten zu verbieten, Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen anzubieten. Damit verschärften die chinesischen Regulierungsbehörden ihr Durchgreifen bei digitalen Währungen. Viele der neuen Regelungen erweiterten frühere Beschränkungen und schlossen Schlupflöcher.

China arbeitet selbst an einer digitalen Variante seiner Landeswährung Yuan und führt bereits erste Feldversuche durch. Unter den großen Volkswirtschaften gilt China bei der Entwicklung einer Digitalwährung als am weitesten fortgeschritten. Auch die Europäische Zentralbank fasst einen digitalen Euro ins Auge. Die Arbeiten sind aber noch am Anfang.

Die schlechten Nachrichten aus China trafen die Krypto-Gemeinde in einer angespannten Situation. Zuletzt hatte Tesla-Chef Elon Musk einen Rückzieher von der Ankündigung gemacht, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Seine anschließenden Tweets sorgten zusätzlich für Verwirrung darüber, ob der Autobauer seine Bestände an der digitalen Währung abgebaut haben könnte.

Bemerkenswert daran – gerade die Versprechen von Elon Musk hatten den jüngsten Hype um Kryptowährungen ausgelöst. Mittlerweile hat Bitcoin allerdings alle Gewinne wieder abgegeben, die nach der Ankündigung vom 8. Februar aufgelaufen waren, dass Tesla Bargeld verwenden würde, um die digitale Münze zu kaufen, und sie als Zahlungsmittel für seine Elektroautos akzeptiere. „Elon Musk treibt den Handel in der Kryptowelt an und sorgt für Ärger, nicht zum ersten Mal und ich kann mir nicht vorstellen, dass es das letzte Mal war“, sagte Fiona Cincotta, Senior Financial Markets Analyst bei City Index.

Mehr zum Thema: Wer bei Krypto nur an Bitcoin denkt, übersieht womöglich das Wichtigste: Der Handel mit Kryptoschlüsseln ist längst ein Millionengeschäft. Bald schon könnten virtuelle Aktien über die Blockchain gehandelt werden.

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