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Goldpreis aktuellGrönland-Konflikt treibt Goldpreis auf neuen Rekordstand

Die EU will auf Trumps Grönland-Drohungen mit Gegenzöllen reagieren. Der Goldpreis springt auf ein neues Rekordhoch. Aktuelle Nachrichten zum Goldpreis im Newsblog.Sören Imöhl 19.01.2026 - 11:01 Uhr

Aktuelle Nachrichten und Meldungen zum Goldpreis im Newsblog.

Foto: dpa

Goldpreis: Grönland-Konflikt treibt Notierungen auf neue Rekordstände

Die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und Europa hat den Goldpreis zu Beginn der neuen Handelswoche auf ein historisches Hoch getrieben. Infolge des von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Grönland-Konflikts kletterte der Preis für das gelbe Edelmetall im frühen Handel am Montag auf neue Rekordmarken. In der Spitze stieg die Feinunze in der Nacht auf Montag um zwei Prozent auf über 4690 US-Dollar.

Hintergrund der massiven Kursgewinne ist die jüngste Zoll-Drohung aus Washington. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, plant die US-Regierung zusätzliche Zölle gegen Deutschland sowie sieben weitere europäische NATO-Partner, um die Einverleibung der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel Grönland zu erzwingen. Ab dem 1. Februar sollen demnach Einfuhrzölle von zehn Prozent fällig werden, die zum 1. Juni auf 25 Prozent steigen könnten. Diese protektionistische Verschärfung versetzt Marktteilnehmer in Alarmbereitschaft, da Europa bereits milliardenschwere Gegenmaßnahmen vorbereitet, die auf einem Sondergipfel Ende der Woche diskutiert werden sollen.

Zusätzlich zu dieser handelspolitischen Zuspitzung stützen weitere geopolitische Krisenherde den Goldkurs. Während Gold bereits im vergangenen Jahr mit einem Plus von 65 Prozent das stärkste Wachstum seit 1979 verzeichnete, setzte sich dieser Trend im neuen Jahr nahtlos fort. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Edelmetall bereits um mehr als acht Prozent. Analysten führen dies insbesondere auf die angespannte Lage im Iran zurück, die Investoren verstärkt in die Sicherheit des Sachwerts flüchten lässt.

Am Montagmorgen konsolidierte der Preis zwar leicht, notierte mit rund 4670 US-Dollar jedoch weiterhin deutlich im Plus. Marktbeobachter werten die aktuelle Entwicklung als Bestätigung für die Rolle von Gold als ultimativem Krisenschutz. Solange der Kollisionskurs zwischen den Vereinigten Staaten und Europa im Grönland-Streit anhält, dürfte das Aufwärtspotenzial für Gold bestehen bleiben, da Anleger politische Unsicherheiten traditionell durch Umschichtungen in das gelbe Metall absichern.

12. Januar 2026 – Goldpreis springt auf Rekordhoch

Die geopolitische Eskalation im Iran und wachsende Zweifel an der Unabhängigkeit der US-Notenbank haben den Goldpreis zu Wochenbeginn auf ein neues Allzeithoch katapultiert. Am Montagmittag verteuerte sich eine Feinunze Gold auf mehr als 4600 US-Dollar und notierte zuletzt bei rund 4604 Dollar. Sollte das Tagesplus Bestand haben, wäre es für Gold bereits der sechste Gewinntag im siebten Handelstag des Jahres. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf rund sechs Prozent, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Schon 2025 zählte Gold zu den gefragtesten Anlageklassen: Der Preis war um 65 Prozent gestiegen – der stärkste Jahresanstieg seit 1979. Händler führen die Kursgewinne bei Gold vor allem auf die sich zuspitzende Lage im Iran zurück. Zusätzlich verweisen Marktteilnehmer auf zunehmende Sorgen um die politische Einflussnahme auf die US-Geldpolitik. Im Zentrum steht der eskalierende Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank. Fed-Vorsitzender Jerome Powell wies Berichte über strafrechtliche Ermittlungen und eine mögliche Anklage als Versuch politischer Einschüchterung zurück. Das US-Justizministerium hatte der Federal Reserve am Freitag Vorladungen zugestellt. Hintergrund sind Vorwürfe, Powell habe im Zusammenhang mit der Sanierung von Fed-Gebäuden in Washington vor dem Senat falsche Angaben gemacht. Powell sieht darin jedoch einen Vorwand. Es gehe letztlich darum, ob die Fed ihre Zinsentscheidungen weiterhin auf Basis wirtschaftlicher Daten treffe – oder ob politischer Druck die Geldpolitik dominiere.

Parallel dazu erhöht das Weiße Haus den Druck auf Teheran. Angesichts massiver Proteste gegen die autoritäre Führung erklärte Trump an Bord der Air Force One, der Iran wolle verhandeln; ein Treffen werde vorbereitet. Zugleich schloss er ein vorheriges Eingreifen der USA nicht aus. Details nannte er nicht. Zudem erwägt Trump, die Demonstranten mit Satelliteninternet zu unterstützen. Dazu wollte er mit Elon Musk sprechen, dessen Unternehmen SpaceX den Dienst Starlink betreibt. Irans Führung hat den Internetzugang nahezu vollständig gekappt, teils auch Telefonverbindungen unterbrochen. Ziel ist es, die Koordination der Proteste zu erschweren und die Verbreitung von Bildern und Berichten zu unterdrücken.

Für Investoren sind Edelmetalle in diesem Umfeld besonders gefragt. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen in Phasen politischer Unsicherheit. Der Druck auf Powell könnte zugleich die Debatte um schnellere Zinssenkungen in den USA befeuern.

25. November 2025 – Goldpreis hält sich oberhalb der Marke von 4100 Dollar

Der Goldpreis hat am Dienstagmorgen weiter zugelegt und seine Gewinne vom Wochenbeginn ausgebaut, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Eine Feinunze wurde im frühen Handel knapp unter der Marke von 4156 US-Dollar gehandelt – so hoch wie zuletzt Mitte November.

Bereits am Montagabend war der Preis für das Edelmetall deutlich angesprungen, nachdem der US-Notenbanker Christopher Waller im Gespräch mit dem Sender Fox Business Network eine Zinssenkung im Dezember ins Spiel gebracht hatte. Angesichts der Unsicherheiten am US-Arbeitsmarkt plädierte er für eine vorsichtigere geldpolitische Linie. Für Gold ist das ein Rückenwind: Da das Metall keine laufenden Erträge abwirft, steigt seine Attraktivität üblicherweise in Phasen sinkender Zinsen. Waller deutete zugleich an, dass die US-Notenbank im kommenden Jahr stärker „von Sitzung zu Sitzung“ entscheiden dürfte – auch weil infolge des teilweisen Regierungsstillstands zuletzt zahlreiche Wirtschaftsdaten verspätet veröffentlicht wurden.

Der jüngste Preisanstieg setzt die Erholung fort, die nach dem Zwischentief Ende Oktober eingesetzt hatte. Zuvor war Gold am 20. Oktober auf ein Rekordhoch von 4.381,52 Dollar gestiegen, bevor Gewinnmitnahmen den Kurs vorübergehend drückten. Trotz dieser Schwankungen zählt Gold in diesem Jahr zu den gefragtesten Anlageklassen. Seit Ende 2024 hat sich der Preis um nahezu 60 Prozent erhöht. Ausschlaggebend ist vor allem die Suche vieler Anleger nach einem sicheren Hafen in einem von geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken geprägten Umfeld.

12. November 2025 – Goldpreis nähert sich seinem Allzeithoch an

Der Goldpreis setzt seinen Aufwärtstrend fort und nähert sich weiter dem Rekordhoch. Wie die dpa berichtet, legte die Notierung am Mittwoch bereits den vierten Handelstag in Folge zu – wenn auch etwas verhaltener als zu Wochenbeginn. Am Morgen wurde eine Feinunze an der Londoner Börse mit rund 4145 US-Dollar gehandelt, knapp 20 Dollar mehr als am Vortag. Analysten führen die anhaltende Stärke des Edelmetalls auf die wachsende Verschuldung der US-Regierung und die Aussicht auf ein Ende des Shutdowns in den USA zurück. Nach wochenlanger Blockade hatte der US-Senat am Dienstag einem Übergangshaushalt zugestimmt, der die Finanzierung der Regierungsgeschäfte bis Ende Januar sicherstellt. Der Goldpreis profitiert von der Erwartung, dass die politische Unsicherheit und die expansive Fiskalpolitik die Nachfrage nach sicheren Anlagen stützen.

Bereits zu Wochenbeginn hatte die Spekulation auf sinkende US-Zinsen den Kurs des Edelmetalls kräftig angetrieben. Am Montag war der Preis um mehr als 100 Dollar je Unze gestiegen – der stärkste Tagesanstieg seit Mai. Damit rückt das Rekordhoch von 4.381 Dollar vom 20. Oktober wieder in Reichweite. Nach Einschätzung von Christopher Wong, Marktstratege bei der Oversea-Chinese Banking Corporation (OCBC) in Singapur, bleiben die mittelfristigen Preistreiber intakt. Die US-Notenbank Federal Reserve dürfte ihre lockere Geldpolitik voraussichtlich bis 2026 fortsetzen, was für weiter sinkende Zinsen spricht. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, macht die Aussicht auf niedrigere Zinsen das Edelmetall attraktiver.

Zusätzliche Unterstützung kommt von geopolitischen Spannungen, Kursverlusten bei Staatsanleihen und anhaltenden Goldkäufen der Notenbanken, insbesondere aus China und Indien. Viele Analysten bleiben daher optimistisch. Die US-Investmentbank Goldman Sachs etwa rechnet damit, dass der Goldpreis bis zum vierten Quartal 2026 auf rund 4900 US-Dollar steigen könnte.

28. Oktober 2025 – Goldpreis fällt deutlich unter die 4000-Dollar-Marke

Der Goldpreis hat am Dienstag den dritten Handelstag in Folge nachgegeben und sich damit spürbar vom Rekordhoch entfernt. Eine Feinunze wurde am Morgen an der Londoner Börse zeitweise für 3930 US-Dollar gehandelt – der niedrigste Stand seit drei Wochen. Seit dem Höchstwert von 4381 Dollar am 20. Oktober hat der Kurs des Edelmetalls rund zehn Prozent eingebüßt.

Im weiteren Verlauf zog der Kurs leicht auf 3935 Dollar an, blieb damit aber 46 Dollar unter dem Vortag. Händler verwiesen auf fortgesetzte Gewinnmitnahmen. Zudem habe die Aussicht auf Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China die Nachfrage nach sicheren Häfen wie Gold verringert. Vor dem für Donnerstag in Südkorea geplanten Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping erzielten beide Länder eine vorläufige Einigung.

Trotz der jüngsten Verluste liegt Gold seit Jahresbeginn noch immer etwa 50 Prozent im Plus. Treiber der Entwicklung waren die Flucht in sichere Anlagen angesichts geopolitischer Spannungen, Sorgen vor den Folgen der US-Zollpolitik, Erwartungen sinkender Zinsen sowie Käufe von Zentralbanken.

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