1. Startseite
  2. Politik
  3. Ausland
  4. US-Präsidentschaftswahl: Gehen Biden die Wahlkampfspenden aus?

US-PräsidentschaftswahlGehen Biden die Wahlkampfspenden aus?

Joe Bidens Rückhalt unter den Demokraten lässt nach: Die Aussagen einiger Parteikollegen wiegen schwer. Doch richtig schwierig wird es für den 81 Jahre alten US-Präsidenten offenbar dann, wenn es ums Geld geht. 13.07.2024 - 11:50 Uhr

Präsident Joe Biden auf einer Wahlkampfveranstatlung in der Renaissance High School in Detroit, Michigan.

Foto: imago images

Einige Spender der Demokratischen Partei sollen einem Medienbericht zufolge Wahlkampfunterstützung in Höhe von schätzungsweise 90 Millionen US-Dollar zurückhalten, solange US-Präsident Joe Biden an der Kandidatur festhält. Dies hätten die Spender der Biden-Unterstützergruppe „Future Forward“ mitgeteilt, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte Quellen. Diese wollten sich nach Angaben der Zeitung nicht konkreter dazu äußern, um wen es sich bei den Spendern genau handelt.

Ein Berater von „Future Forward“, einem sogenannten Super-Pac, sagte der Zeitung zufolge, dass er davon ausgehe, dass Spender, die ihre Gelder eingefroren hätten, diese wieder freigeben würden, sobald die Ungewissheit geklärt sei. „Future Forward“ selbst habe sich nicht äußern wollen.

Das Kürzel „Pac“ steht für politisches Aktionskomitee. Super-Pacs sind Organisationen, die Spenden in unbegrenzter Höhe annehmen und sie zur Werbung für bestimmte Kandidaten oder politische Anliegen verwenden können - auch wenn die Gruppen Kandidaten nicht direkt Gelder zukommen lassen dürfen. Damit ist ihr Einfluss auf den Wahlkampf groß. Wahlkämpfe in den USA sind extrem kostspielig. Nur wer das nötige Kleingeld hat, kann sich dauerhaft im Rennen halten - und behaupten.

US-Wahlen 2024

Jetzt überholt Trump Biden auch noch bei den Spendern

Trumps Wahlkampfteam überholt die Biden-Kampagne nun auch finanziell. Doch in den Zahlen verstecken sich für US-Präsiden Biden auch gute Nachrichten. Reicht das, um ihm die Nominierung zu retten?

von Julian Heißler

Prominente Stimmen machen Druck

Vergangene Woche gab es bereits Berichte, dass eine wohlhabende Disney-Erbin ihre finanzielle Unterstützung für die Partei so lange zurückhalten wolle, bis Biden sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurückzieht. Auch wohlhabende Filmstars zählen zu den bedeutenden Spendern der Partei. Für große Aufmerksamkeit sorgte daher ein Text von Schauspieler George Clooney in der „New York Times“ diese Woche, in dem er Biden aufrief, sich aus dem Rennen zurückzuziehen.

Der 81-jährige Biden gibt sich bisher weiter unbeirrt und lässt sich keine Selbstzweifel mit Blick auf seine geistige Fitness anmerken. Seit seinem katastrophalen Auftritt beim TV-Duell gegen den republikanischen Herausforderer Donald Trump haben sich rund 20 demokratische Parlamentarier offen gegen den US-Präsidenten gestellt. Dieser soll beim Parteitag der Demokraten im August offiziell zum Kandidaten der Demokraten für die Präsidentenwahl im November gekürt werden. Die nötigen Delegiertenstimmen dafür hat er bei den Vorwahlen bereits gewonnen. Deshalb kann auch nur er entscheiden, aus dem Rennen auszusteigen.

Sein Team versucht, Optimismus zu signalisieren: Nach Angaben seines Wahlkampfteams unterstützen viele Demokraten weiter finanziell den Wahlkampf des US-Präsidenten. Die Wahlkampfspenden seien während Bidens Pressekonferenz am Ende des Nato-Gipfels in Washington am Donnerstagabend regelrecht explodiert, sagte Michael Tyler, ein Sprecher von Bidens Wahlkampfteam, am Freitag während eines Flugs nach Detroit.

„Wir hatten allein gestern Abend fast 40.000 Spenden“, sagte Tyler. Sie seien sieben Mal so schnell wie im Durchschnitt eingegangen. Das zeige, dass die Unterstützung für Biden nach wie vor sehr groß sei.

Elon Musk unterstützt Trump in „Swing States“

Währenddessen unterstützt Elon Musk einem Medienbericht zufolge den US-Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump. Der Tech-Milliardär habe eine beträchtliche Summe an einen Super-Pac gespendet, eine Organisation, die Trumps Wahlkampf in den sogenannten „Swing States“ unterstützt, berichtete der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute anonyme Quellen.

Die genaue Spendenhöhe ist demnach öffentlich nicht bekannt. Weder die Trump-Kampagne noch die Verwaltung des „America PAC“ haben sich laut Bloomberg dazu geäußert. Sogenannte Super-Pacs sind Organisationen, die Spenden in unbegrenzter Höhe annehmen und sie zur Werbung für bestimmte Kandidaten oder politische Anliegen verwenden können. Das Kürzel „Pac“ steht für politisches Aktionskomitee.

Eine Spende zugunsten von Trump in Bundesstaaten, die immer wieder zwischen Demokraten und Republikanern schwanken, ist für ihn ein Gewinn. Der Wahlkampf in diesen „Swing States“ ist besonders intensiv. Der Tesla-Chef hatte zuvor angegeben, weder die Wahlbemühungen von Trump noch die des amtierenden Präsidenten Joe Biden unterstützen zu wollen.

Lesen Sie auch: Kann der 81-Jährige noch ausgewechselt werden?

dpa, AP
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick