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Jobabbau Heil will Rechtsanspruch auf Umschulung und Neustart

Exklusiv
Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales Quelle: dpa

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sieht angesichts des rasanten Jobabbaus durch die Digitalisierung Arbeitgeber und Staat in der Verantwortung. Es brauche einen Anspruch auf Hilfe bei der beruflichen Neuorientierung.

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Weil durch die Digitalisierung immer mehr Jobs wegfallen, plädiert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) dafür, den Betroffenen per Gesetz eine berufliche Neuorientierung zu garantieren.

„Es gibt Sektoren, in denen menschliche Arbeit durch Technik ersetzt wird, etwa bei Banken und Versicherungen“, sagte Heil in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. In diesen Fällen „muss die Möglichkeit geschaffen werden, einen neuen Beruf zu erlernen und ich möchte, dass dies im Laufe eines Lebens auch rechtlich möglich ist.“

Zwar gehe der Gesellschaft die Arbeit auch im digitalen Zeitalter nicht aus, sagte der SPD-Politiker, aber es werde andere Arbeit sein. „Wir müssen uns angesichts des rasanten technischen Wandels fragen, ob es nicht auch einen Rechtsanspruch auf Neustart und Umschulung geben sollte, und zwar unabhängig vom Alter“, forderte der Bundesarbeitsminister.


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Heil zeigte sich dabei offen für staatliche Unterstützung. „Da treffen sich unternehmerische und staatliche Verantwortung“, sagte er, „diese Herausforderung müssen Wirtschaft und Politik gemeinsam bestehen“. Heil verwies auf die durch Corona noch einmal erfolgte Beschleunigung in der Transformation der Arbeitswelt. „Im Unterschied zum Strukturwandel vergangener Zeiten – auch in der Automobilindustrie – geht es heute im digitalen Zeitalter viel schneller“, sagte der SPD-Politiker. „Das bedeutet, wir haben weniger Zeit um zu handeln. Das muss allen klar sein.“

Mehr zum Thema: Das Interview mit dem Bundesarbeitsminister lesen Sie hier in voller Länge.

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