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Start-Up SummitAmpel sagt Start-ups Milliardenschwere Finanzierung zu

Deutsche Start-up-Firmen haben oft Probleme, in der Wachstumsphase an Kapital zu kommen. Die Politik sucht den Schulterschluss mit privaten Geldgebern. 17.09.2024 - 19:59 Uhr Quelle: dpa

Die Ampelkoalition stellt jungen Start-ups finanzielle Hilfe in Aussicht.

Foto: REUTERS

Zur Finanzierung junger, innovativer Start-up-Firmen haben Unternehmen eine milliardenschwere Unterstützung in Aussicht gestellt. Sie wollen bis 2030 rund zwölf Milliarden Euro in Wagniskapital investieren, wie die Bundesregierung und die staatliche Förderbank KfW zu einem Start-up-Gipfel in Berlin mitteilten. 

Zusammen mit Unternehmen wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Dazu zählen die Allianz, die Commerzbank, die Deutsche Bank und der US-Vermögensverwalter Blackrock sowie die Deutsche Börse, die Telekom und Henkel.

In der Erklärung heißt es, die bisherigen Investitionen und verbesserten Rahmenbedingungen für Start-ups reichten im internationalen Vergleich nicht aus.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach von einer „richtig guten Nachricht“ für deutsche Start-ups und den Standort Deutschland. Durch die Initiative sollten private Investitionen in Wagniskapital, in Start-ups und in Innovationstechnologien mobilisiert werden. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sagte: „Nur wenn es uns gelingt, mehr privates Kapital zu mobilisieren, werden wir zusätzliches Wachstum schaffen.“ 

Lindner und Habeck harmonisch nebeneinander

Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) saßen bei einer Podiums-Diskussion auf der Bühne eng nebeneinander, häufig mit derselben Beinhaltung. Das sorgte für viele Lacher im Publikum, wenn beide Minister auf einer großen Leinwand zu sehen waren. „Wir sollten das öfter machen“, witzelte Lindner.

Die beiden Minister sind als Schlüsselfiguren des Kabinetts bei wichtigen Sachfragen oft unterschiedlicher Meinung. So konnten sie sich nur mit Mühe zusammen mit Scholz auf einen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2025 einigen.

Robert Habeck und Christian Lindner in ungewohnter Harmonie.

Foto: REUTERS

Deutsche Start-up-Finanzierung hinkt hinterher

Der Wagniskapitalmarkt sei im internationalen Vergleich viel zu klein, sagte Lindner. In den USA sei er im Verhältnis zur Wirtschaftskraft dreimal so groß. Viele deutsche Investoren seien zurückhaltend. Auch deswegen sei die neue Initiative so wichtig. Der Chef der staatlichen Förderbank KfW, Stefan Wintels, sagte, es seien 30 Milliarden Euro Wagniskapital pro Jahr nötig, um zu den USA aufzuschießen. Die KfW koordiniert die neue Initiative.

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Habeck sagte, Deutschland habe ein Problem, wenn es darum gehe, die Wachstumsphase von Start-ups zu finanzieren. Die Politik suche nun den Schulterschluss mit der Wirtschaft. Es könnten sich weitere Firmen beteiligen. Das nächste Weltunternehmen könne aus Deutschland kommen

Bedingungen verbessern

Angekündigt wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket, um Rahmenbedingungen für Wachstums- und Innovationskapital zu verbessern. Start-ups und sogenannte Scaleups spielten eine wichtige Rolle als Innovationsmotor der deutschen Volkswirtschaft, hieß es. Diese Unternehmen benötigten jedoch eine ausreichende Finanzierung und tragfähige Strukturen, um zu wettbewerbsfähigen Unternehmen heranzuwachsen. 

Der Präsident des Digitalverbands Bitkom, Ralf Wintergerst, sagte, die Initiative werde die Finanzierung vieler deutscher Start-ups erleichtern und verbessern. Junge Tech-Unternehmen in Deutschland könnten schneller wachsen und den Technologie- und Innovationsstandort stärken. 

Der Startup-Verband forderte zuletzt eine Verdreifachung der sogenannten Venture-Capital-Investitionen bis 2030, um eine jährliche Finanzierungslücke von etwa 30 Milliarden Euro in Deutschland zu schließen. Dazu sei es notwendig, mehr privates Kapital für „Venture Capital“ (Wagniskapital) zu mobilisieren, insbesondere von institutionellen Investoren wie etwa Versicherungen. Zahlreiche Börsengänge junger Firmen im außereuropäischen Ausland führten zu einem erheblichen Wertschöpfungsverlust für den Standort Deutschland. 

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dpa
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