Autobauer: BMW überrascht mit Gewinnsprung
Ein BMW M4 CS
Foto: REUTERSDer Autobauer BMW hat Umsatz und Betriebsgewinn im ersten Quartal überraschend deutlich gesteigert. Der Umsatz legte um 12 Prozent auf 23,45 Milliarden Euro zu, das Konzernergebnis vor Steuern schoss sogar um 27 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro hoch. Wichtigster Grund für diesen Sprung sei die Höherbewertung von Firmenbeteiligungen und Rohstoffderivaten im Finanzergebnis, erklärte BMW.
Allein der Einstieg neuer Investoren beim Kartendienst Here, der BMW, Audi und Daimler gemeinsam gehört, ließ das Finanzergebnis um 183 Millionen Euro steigen. Andere Bewertungseffekte brachten 122 Millionen Euro zusätzlich. Darüber hinaus verbucht BMW den Gewinn der mit einem chinesischen Partner in China gebauten und verkauften Autos nicht im Kerngeschäft, sondern ebenfalls im Finanzergebnis. Der BMW-Absatz im wichtigsten Einzelmarkt China legte im ersten Quartal um 12 Prozent zu - auch das ließ das Finanzergebnis steigen.
Insgesamt hat BMW bis Ende März 587.000 Autos oder gut 5 Prozent mehr verkauft als im Vorjahresquartal. Der Gewinnanteil am Umsatz im Autogeschäft lag mit 9,0 Prozent im Zielkorridor - etwas unter der dem Wert im ersten Quartal des Vorjahrs, aber leicht über dem Wert des Vorjahrs insgesamt.
Die Börse reagierte verhalten. Umsatz und Vorsteuergewinn hätten durchaus überzeugt, hieß es am Markt. In der Autosparte hatte Jefferies-Analyst Philippe Houchois mit lediglich 1,6 statt 1,8 Milliarden Euro Ergebnis gerechnet. Die Signale für das Gesamtjahr bleiben allerdings unverändert verhalten.
Für das laufende Jahr stellt BMW-Chef Harald Krüger einen leichten Zuwachs bei Absatz, Umsatz und Gewinn in Aussicht. Das wäre das achte Rekordergebnis in Folge. Als Rendite im Autosegment peilt er zwischen 8 und 10 Prozent vom Umsatz an. BMW wurde im direkten Markenvergleich nach elf Jahren an der Spitze allerdings von Mercedes überholt.
Nach dem 3er im Jahr 2015 und dem 3er GT in 2016 reicht BMW im Frühjahr 2017 die Modellpflege für die 4er-Familie nach. Wie schon bei der technisch eng verwandten Limousine fällt die Überarbeitung subtil aus.
Foto: BMWVon den Maßnahmen profitieren Coupé, Cabriolet und Gran Coupé gleichermaßen. Front und Heckschürze wurden nur marginal modifiziert.
Foto: BMWFür Etwas Frische sorgen die fortan serienmäßigen Bi-LED-Scheinwerfer.
Foto: BMWBei den LED-Rückleuchten hat BMW zudem die Grafik leicht modifiziert. Neue Felgen-Designs und neue Farben sorgen ebenfalls für etwas Abwechslung.
Foto: BMWDie Architektur im Innenraum blieb unangetastet, doch präsentiert sich das Cockpit des 4er dank aufgewerteter Oberflächen etwas schmucker. Außerdem gibt es ein neues Sportlenkrad und neue Lederbezüge für die Sitze.
Foto: BMWDarüber hinaus profitiert das Infotainment-System Professional von einem Upgrade und verfügt über die mit dem 5er eingeführte Kachel-Bedienoberfläche.
Foto: BMWWährend sich Smartphones von Apple andocken lassen, bleiben Android-Geräte weiterhin außen vor. Unabhängig vom Betriebssystem lassen sich Handys im 4er induktiv laden.
Foto: BMWUnd schließlich passt das gegen Aufpreis digitale Kombiinstrument seine Anzeige dem gewählten Fahrmodus an.
Foto: BMWÜberarbeitet hat BMW außerdem das Fahrwerk. Es soll dank optimierter Dämpfer und einer verbesserten Lenkung mehr dynamisches Potenzial vermitteln.
Foto: BMWMithilfe einer strafferen Abstimmung hat BMW die Wankneigungen des 4er verringert, was für ein neutraleres Verhalten im Grenzbereich sorgt.
Foto: BMWDie Antriebspalette der 4er-Familie hat BMW bereits im Jahr 2016 umgestrickt. Weiterhin sind die Benziner 420i, 430i und 440i mit 184 PS bis 326 PS für alle Karosserievarianten im Angebot.
Foto: BMWAußerdem gibt es die vier Diesel 418d, 420d, 430d und 440d. Während der 418d allein beim Gran Coupé zu haben ist, sind die stärkeren drei Selbstzünder für alle Mitglieder der 4er-Familie verfügbar. Auch der M4 ist wie gehabt 431 PS stark.
Foto: BMWOffizieller Marktstart für die 4er-Familie ist am 1. März 2017. Die Preise dürften dann moderat ansteigen. Derzeit liegt der Einstiegspreis für den 4er bei 37.550 Euro.
Foto: BMWBMW plant höhere Investitionen und bis Ende nächsten Jahres über 40 neue und überarbeitete Automodelle. In diesem Jahr sollen nach dem nach Stückzahl und Rendite für BMW sehr wichtigen 5er der X3, Mini Countryman und Rolls Royce Phantom folgen.
Die gesamten Zahlen für das erste Quartal will Krüger am 4. Mai vorlegen, und am 11. Mai wollen die Aktionäre auf der Hauptversammlung in München erfahren, wie es weitergeht.