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Elektroauto Model 3 So hängt Tesla seine europäischen Konkurrenten ab

Nagelneue Tesla Model 3 vor einem Showroom des Elektroautoherstellers in Littleton, Colorado. Quelle: AP

Teslas gewaltige Produktionsprobleme beim Model 3 scheinen bewältigt. In den USA hat das elektrische Mittelklasseauto die europäische Premium-Konkurrenz nahezu abgehängt. Droht das bald auch in Europa?

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Auf den Straßen von Los Angeles gibt es für Autofreunde derzeit nur ein Thema: Das Model 3 von Tesla. Wer im dicht gedrängten Verkehr in West Hollywood, Santa Monica, Inglewood oder Culver City unterwegs ist, sieht zwar an allen Ecken die mächtigen Pick-Ups und die dunklen Luxusgeländewagen aus zumeist europäischer Produktion. Doch wer auf kleinere Modelle achtet, dem begegnet allenthalben Teslas 4,69 Meter langes Model 3.

Das Farbspektrum des Elektroautos ist überschaubar, die Innenräume sehen sich zum Verwechseln ähnlich - und so fällt die wachsende Zahl der nahezu lautlosen Fahrzeuge wohl noch etwas mehr auf. War der wenig ansehnliche Toyota Prius lange Zeit das grüne Feigenblatt, das man im Straßenverkehr nur allzu gerne zur Schau stellte, hat diese Rolle inzwischen Teslas Model 3 übernommen. In Sachen Innovation schlägt Elektro die Hybriden – nicht nur in den USA.

Hat Elon Musk nach verwirrenden Twitter-Botschaften, unglücklichen Interviews, seinem nicht enden wollenden Produktionsdesaster und unzufriedenen Mitarbeitern etwa nun den Turnaround geschafft? Es scheint so, denn mittlerweile krabbeln immer mehr elektrische Mittelklassemodelle aus der Fabrik im kalifornischen Fremont. Aktuell soll die Wochenproduktion bei rund 7000 Fahrzeugen liegen. Mittelfristig soll das Volumen auf 10.000 Model 3 hochgefahren werden. Die Zielsetzung: pro Jahr sollen 500.000 bis 1.000.000 Model 3 produziert werden.

So ist Teslas Hoffnungsträger aufgebaut
Tesla Model 3 Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Innenraum Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Antrieb Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Karosserie Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Akku Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Akku-Module Quelle: Illustration: Niko Wilkesmann
Tesla Model 3 Lithium-Ionen-Zelle

Dabei werden aktuell insbesondere die teuren Varianten des Model 3 verkauft, die zumeist deutlich mehr als 50.000 Dollar kosten. Sie haben eine Luxusausstattung, bis zu 500 Kilometer Reichweite und in vielen Fällen sogar einen Allradantrieb. Nach zahlreichen Verzögerungen dürften günstigere Modelle mit weniger Leistung und einer geringeren Reichweite zu Preisen von unter 40.000 Dollar spätestens im ersten Quartal 2019 folgen. Das alles dürfte dazu beitragen, dass sich das Mittelklassemodell noch mehr von der allzu dünnen Konkurrenz absetzt. Elektrische Modelle wie der BMW i3, der Renault Zoe oder der Nissan Leaf wurden ohnehin längst vom Model 3 überholt.

Monatelang kamen aus dem Hause Tesla immer neue Schreckensbotschaften. Produktionsziele wurde gleich dutzendfach verfehlt, autonome Fahrfunktionen gestrichen, wichtige Mitarbeiter kündigten. Die Stimmung schien auf dem Tiefpunkt. Während viele bereits mit der Ablösung des allmächtigen Tesla-Kopfes Elon Musk rechnen, scheint sich das Blatt doch noch zu wenden. Zwar haben weitere verantwortliche Köpfe gekündigt, doch das amerikanische Unternehmen schafft es besser als zuvor, sein wichtiges Einstiegsmodell auf die Straßen zu bekommen.

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