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Autohersteller Frankreichs Finanzminister Le Maire: Keine Eile bei Renault-Fiat-Fusion

Nach Ansicht der französischen Regierung sollten die Autohersteller nichts überstürzen. Renaults Verwaltungsrat will am Mittwoch weiter über die Fusion beraten.

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Bruno Le Maire: Keine Eile bei Renault-Fiat-Fusion Quelle: Reuters

Paris Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sieht bei den Gesprächen über das Fusionsangebot von Fiat Chrysler für Rivale Renault keinen Grund zur Eile. „Wir sollten uns Zeit nehmen, um sicherzustellen, dass die Dinge gut erledigt werden“, sagte Le Maire am Mittwoch dem Sender BFM.

„Wir wollen diese Fusion machen“, betonte Le Maire und unterstrich, dass die französische Regierung Job-Garantien fordere. Renaults Verwaltungsrat will an diesem Mittwoch weiter über den gut 30 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss mit Fiat Chrysler beraten.

Renault hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass der Verwaltungsrat die Möglichkeit einer Fusion weiter mit Interesse prüfen und die Diskussion darüber fortsetzen wolle. Insidern zufolge hatten Fiat Chrysler und die französische Regierung einen Kompromiss über die künftige Beteiligung des Staates an Renault gefunden und damit die Grundlage geschaffen für den Start formeller Gespräche. Frankreich ist an Renault mit 15 Prozent beteiligt.

Zugleich stieß der Verwaltungsrat am Dienstag eine Untersuchung zu mutmaßlichen Ausgaben in Höhe von elf Millionen Euro des früheren Nissan-Chef Carlos Ghosn an, der auch die Allianz zwischen Renault und Nissan kontrollierte. Geplant sei, rechtliche Schritte für einen Ersatz der Summe zu prüfen. Das Geld sei von einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden vermutlich für Flugreisen, Geschenke an gemeinnützige Organisationen sowie weitere Ausgaben für Ghosn gezahlt worden, teilte Renaults Verwaltungsrat mit.

Ghosn steht in Japan unter Anklage wegen Untreue und finanziellen Fehlverhaltens bei Nissan, was er bestreitet. Im April konnte er gegen Kaution das Gefängnis in Tokio verlassen.

Mehr: Die Autobauer Fiat und Renault wollen sich zusammenschließen. Das Bündnis bietet allerdings wenige Chancen, meint Handelsblatt-Reporter Markus Fasse. Anders sehe es bei den Risiken aus.

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