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Clemens Tönnies Von der Schlachtbank zum Fanblock

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Sponsored by Gazprom

Clemens Tönnies und Sergey Fusenko Quelle: AP

Können Sie diesen leidensfähigen Fans nicht mehr Fanartikel verkaufen?

Beim Merchandising sind wir auf einem sehr guten Weg, uns nachhaltig auf Platz zwei zu schießen hinter den Bayern. Wir wollen hier erhebliche Mehreinnahmen generieren. 2010 haben wir mit Trikots, Schals und Bettwäsche 12,5 Millionen Euro umgesetzt, bis 2015 wollen wir das auf 20 Millionen steigern. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass wir in einem ganz anderen wirtschaftlichen Umfeld sind als etwa die Bayern.

Mit dem russischen Staatskonzern Gazprom haben Sie einen potenten Geldgeber. Ist das Ende der Fahnenstange bei Marketing und Trikotwerbung erreicht?

Wir wollen unsere Marketingeinnahmen in den kommenden fünf Jahren mindestens verdoppeln. Dazu werden wir auch das Stadion umgestalten und die Laufbanden verändern. Wir wollen eine optische Neugestaltung, um Sponsoren anders präsentieren zu können. Dann haben wir noch einiges Potenzial.

Derzeit läuft der Verkaufsprozess für die TV-Rechte von der Saison 2013/14 bis 2016/17. Zurzeit kassiert die Liga 412 Millionen Euro pro Spielzeit. Wie viel mehr muss nun dabei herausspringen?

Wir zielen auf einen ordentlichen Aufschlag. Das steht uns zu. Wir sehen hier einen Hebel, um die Einnahmesituation zu verbessern, ohne allerdings jetzt schon eine konkrete Zahl nennen zu wollen.

Industrie



Könnten Sie den Schalke-Fans vermitteln, dass die Bundesliga womöglich bald nicht mehr im Fernsehen in der Sportschau, sondern im Internet zu sehen sein wird?

Das ist ein schwieriger Punkt. Denn genau die Fans, die sich darüber beschweren, dass das Bier in der Arena jetzt 3,00 Euro kostet statt vorher 2,80 Euro, sind oft diejenigen, die fragen: Warum haben wir eigentlich keinen Cristiano Ronaldo. Das ist so widersprüchlich, dem kann man kaum gerecht werden. Das sehe ich auch an mir selbst. Einerseits gucke ich gefühlt seit 50 Jahren „Sportschau“ und fände es einen Jammer, wenn die den Bach runterginge. Andererseits könne wir uns aus Romantik nicht neuen Einnahmequellen verschließen, die es uns ermöglichen würden, kräftig in die Mannschaft zu investieren. Wenn es ein interessantes Angebot für die TV-Rechte gibt, werden wir das tun. Ende.

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