US-Wahl 2024 live: Donald Trump wird US-Präsident
Donald Trump hat sich in der Wahlnacht zum Sieger erklärt.
Foto: REUTERSWas passiert bei der US-Wahl? Lesen Sie hier die neuesten Meldungen (deutscher Zeit) zu dem Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, der demokratischen Kandidatin Kamala Harris, sowie den Entwicklungen des US-Wahlkampfes. Hier geht es zu den aktuellen Umfragen und nach der Wahl zum Ergebnis.
- Alle Wahllokale sind geschlossen und die meisten Staaten sind bereits ausgezählt – Donald Trump steht kurz vorm Wahlsieg. Fox News hat ihn bereits als Gewinner ausgerufen. Die anderen Sender und die Nachrichtenagentur AP zögern aber noch.
- In den Bundesstaaten, insbesondere den Swing States, war die Nervosität während der Wahl groß, mancherorts waren sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, um die Auszählungsstätten zu schützen. Größere Zwischenfälle gab es nicht. Allerdings wurden eine Reihe von Bombendrohungen gegen Wahllokale gemeldet. So sagte der Gouverneur von Pennsylvania, es habe mehrere Bombendrohungen gegeben, jedoch „keine glaubwürdige Bedrohung“ für die Öffentlichkeit. In Georgia erhielten 32 von 177 Wahllokalen Bombendrohungen, fünf wurden kurzzeitig evakuiert. Hier wurden infolgedessen die Öffnungszeiten verlängert.
Die Nachrichten im Ticker:
20.00 Uhr - Medien: Harris gratuliert Trump in Telefonat zu Wahlsieg
Die demokratische Kandidatin Kamala Harris hat Medienberichten zufolge ihre Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl eingeräumt. Bei einem Telefonat habe sie dem Republikaner Donald Trump zum Wahlsieg gratuliert, berichteten der Fernsehsender CNN, das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ übereinstimmend unter Berufung auf ihr Team.
Harris habe die Bedeutung einer friedlichen Machtübergabe angesprochen. Es wird erwartet, dass sich Harris am Nachmittag (Ortszeit; gegen 22.00 Uhr MEZ) auch öffentlich vor ihren Anhängern äußert.
17.24 Uhr - Harris will sich vor Anhängern zu Wahlausgang äußern
Kamala Harris will sich noch heute zum Wahlausgang äußern. Sie plane voraussichtlich am Nachmittag (Ortszeit) einen Auftritt an ihrer ehemaligen Universität in der Hauptstadt Washington, teilte ihre Kampagne mit. Angegeben wurde ein Zeitrahmen zwischen 13.00 und 17.00 Uhr (19.00 bis 23.00 Uhr MEZ).
Ursprünglich wollte Harris bereits in der Wahlnacht auf einer Wahlparty auf dem Gelände der Howard University vor ihre Anhänger treten. Dies sagte sie jedoch ab, nachdem klar geworden war, dass der Republikaner Donald Trump sich in entscheidenden Bundesstaaten durchsetzen konnte.
13.18 Uhr - Bundestag beschäftigt sich mit Trump-Wahlsieg
Der Bundestag wird sich voraussichtlich am Donnerstag mit dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl beschäftigen. Das teilte eine Parlamentssprecherin mit. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat eine Aktuelle Stunde beantragt. In der Debatte soll es demnach um die Konsequenzen des Wahlergebnisses für Deutschland gehen.
Die bevorstehende zweite Amtszeit Trumps dürfte tiefgreifende Auswirkungen auf die traditionell engen Beziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union und damit Deutschland haben. Unklar ist etwa, wie sich die Zusammenarbeit in der Nato gestalten wird, wie es mit der Unterstützung für die Ukraine in deren Abwehrkampf gegen den russischen Angriff weitergeht und wie sich die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen entwickeln. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, auf Importe in die Vereinigten Staaten neue Zölle in Höhe von 10 bis 20 Prozent einführen zu wollen.
11.53 Uhr - Wahlleute-Stimmen aus Nebraska und Maine werden aufgeteilt
Die Bundesstaaten Nebraska und Maine sind die einzigen, die nicht alle ihre Wahlleute dem jeweiligen Sieger oder der Siegerin zuschlagen. Der Republikaner Donald Trump eroberte am Dienstag in Nebraska vier Wahlleute, die Demokratin Kamala Harris einen, wie aus Auszählungsergebnissen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervorging. In Maine holte Harris drei Stimmen und Trump eine.
Wahlleute werden in Nebraska und Maine jeweils auf Grundlage von Ergebnissen auf Ebene des Bundesstaates sowie aus einzelnen Wahlkreisen vergeben. Nebraska gilt als republikanisch geprägt, im Wahlkreis rund um die Stadt Omaha konnten vor Harris aber auch schon Joe Biden und Barack Obama eine Wahlleute-Stimme erobern. Im demokratischen Maine gewann Trump zum dritten Mal in Folge die Stimme aus dem ländlich geprägten zweiten Kongressbezirk, dem flächenmäßig größten an der US-Ostküste.
11.38 Uhr - Donald Trump gewinnt US-Präsidentschaftswahl
Mit Siegen in den umkämpften Bundesstaaten Georgia, Pennsylvania und Wisconsin hat der Republikaner Donald Trump die US-Präsidentschaftswahl gewonnen. Vier Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Amt wird er somit im kommenden Januar wieder ins Weiße Haus einziehen. In einer Rede vor Anhängern in Florida sagte Trump, er sei sehr glücklich und stolz über das Wahlergebnis. „Ich werde mit jedem Atemzug in meinem Körper für Sie kämpfen“, versprach er. „Wir werden unsere Grenzen in Ordnung bringen. Wir werden alles an diesem Land in Ordnung bringen.“
10.25 Uhr - Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulieren Donald Trump
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Donald Trump zu seiner voraussichtlichen Wahl zum US-Präsidenten gratuliert. „Gemeinsam arbeiten Deutschland und die USA seit langem erfolgreich zusammen, um Wohlstand und Freiheit auf beiden Seiten des Atlantiks zu fördern“, schreibt er auf der Plattform X. „Das werden wir zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger fortsetzen.“ Auch der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratuliert Trump. In seinem Schreiben betont er: „Die transatlantischen Beziehungen sind von entscheidender Bedeutung für die Stabilität und den Wohlstand unserer beiden Länder und unserer Kontinente.“
US-Wahlen 2024: Reaktionen aus Wirtschaft und deutscher Politik
Michael Hüther, Direktor Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), warnt nach der US-Wahl vor möglichen Folgen für die deutsche Wirtschaft. „Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten: Mit der Wahl Donald Trumps steht die deutsche Wirtschaft vor der nächsten Krise in einer an Rückschlägen reichen Zeit. Schon heute können sich Unternehmen auf einen teuren Handelskrieg einstellen, der nach IW-Berechnungen über die kommenden vier Jahre 180 Milliarden Euro kostet“, sagt Hüther. Für das anhaltende Kreisen der Ampel um sich selbst sei in jedem Fall keine Zeit mehr, führt er fort. „Deutschland muss in den kommenden Jahren mehr denn je lernen, auf eigenen Beinen zu stehen – im Geopolitischen genauso wie in der Wirtschaftspolitik.“
Foto: imago imagesAuch der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Achim Wambach, sieht die deutsche und europäische Wirtschaft durch eine zweite Amtszeit Trumps bedroht. „Die Wahl Trumps zum Präsidenten der USA führt wahrscheinlich zu höheren Zöllen und niedrigeren Steuern für Unternehmen in den Vereinigten Staaten“, sagte Wambach der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem werde sich die amerikanische Politik noch stärker auf sich selbst fokussieren. „Das erhöht den Druck auf europäische Unternehmen, ihre Produktion in die USA zu verlagern.“ Deutschland und die EU müssten ihren Wirtschaftsstandort dringend stärken. „Nur ein dynamischer Binnenmarkt ist ein Garant dafür, nicht zwischen den Wirtschaftsblöcken USA und China zerrieben zu werden“, sagte Wambach.
Foto: dpaDer Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) fordert Berlin und Brüssel nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl zum Handeln auf. „Das klare Ergebnis der US-Wahlen ist ein Weckruf für Deutschland und Europa", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Mittwoch. „Wir müssen die vorhandenen Strategien zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigungsfähigkeit und für den Umgang mit China mit deutlich mehr Tempo weiterentwickeln.“ Die Furcht vor einem wirtschaftlichen Abstieg beeinflusse Wahlentscheidungen wesentlich. „Die transatlantischen Beziehungen stehen vor einem Epochenwechsel“, warnte Russwurm. "Zu befürchten ist, dass der Ton rauer, der protektionistische Kurs konsequent fortgeführt werden wird.“
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaMoritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), äußerte sich über das soziale Netzwerk X zur US-Wahl. Dort schreibt er, dass „der ökonomisch schwierigste Moment in der Geschichte der Bundesrepublik“ beginne. Zur inneren Strukturkrise kämen nun noch massive außenwirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen hinzu, „auf die wir nicht vorbereitet sind“. Trumps wirtschaftspolitische Maßnahmen dürften protektionistische Zölle und Einfuhrbeschränkungen umfassen, die das Wachstum in Deutschland und Europa weiter belasten dürften.
Foto: Frank Molter/dpa„Trump verfolgt eine ausgeprägt protektionistische Agenda, die auf höhere Importzölle und stärkere Beschränkungen des internationalen Handels setzt, insbesondere gegenüber China und potenziell auch gegenüber Europa“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Mittwoch. Die deutsche Wirtschaft muss sich dem Ifo-Institut zufolge nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl auf erheblichen Gegenwind einstellen.
Foto: Sebastian Kahnert/dpaVolkswirt Markus Brunnermeier erwartet, dass die US-Wahl die Weltwirtschaftsordnung „stark durcheinanderwirbeln“ könnte. „Trump hat einen Hang zum Isolationismus, aber vielleicht lehnen sich die Techkonzerne dagegen und halten den Westen zusammen“, sagt Brunnermeier gegenüber der WirtschaftsWoche. Er geht davon aus, dass durch die Wiederwahl von Trump die Techkonzerne einen größeren Einfluss erhalten haben. „Eine Disrupter-Kultur des Silicon Valley wird Einzug halten und alles wird weniger planbar sein“, ordnet er ein.
Foto: imago imagesEU-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) sagt gegenüber der WirtschaftsWoche, dass sich Europa klar darauf einstellen müsse, dass die Zeiten rauer würden. „Es ändert aber nichts daran, was vorher schon klar war: Die Zeiten haben sich geändert, die USA werden nicht immer auf uns aufpassen. Europa muss seine Sicherheit endlich selbst in die Hand nehmen“, so Strack-Zimmermann. Das sei in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden. „Spätestens nach der letzten Amtszeit Donald Trumps hätte man reagieren müssen. Stattdessen hat man wie das Kaninchen auf die Schlange geguckt und bei weitem keine ausreichenden Schritte unternommen“, sagt die FDP-Politikerin.
Foto: imago imagesBundeskanzler Olaf Scholz hat Donald Trump zu seiner Wahl zum US-Präsidenten gratuliert. „Gemeinsam arbeiten Deutschland und die USA seit langem erfolgreich zusammen, um Wohlstand und Freiheit auf beiden Seiten des Atlantiks zu fördern“, schreibt er auf der Plattform X. „Das werden wir zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger fortsetzen.“
Foto: Hannes P. Albert/dpaVize-Kanzler Robert Habeck gratuliert Trump zu seiner erneuten Wahl. „Auf Europa wird – das war schon vor dem Wahlausgang klar – mehr Verantwortung in der Welt zukommen, gerade sicherheitspolitisch. Europa muss zusammenstehen und als starker Akteur in der Weltpolitik handeln“, sagt der Grünen-Politiker. Mit Blick auf die Spannungen der Ampel-Koalition ergänzt Habeck: „Es ist jetzt die Zeit für Staatsverantwortung. In dieser Situation muss Deutschland voll handlungsfähig sein.“ Die USA und Deutschland würden mehr profitieren, „wenn wir zusammenarbeiten“.
Foto: Michael Kappeler/dpaAuch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock richtete Glückwünsche an Donald Trump. „Deutschland, Europa und die Vereinigten Staaten sind engste Partner und Verbündete“, sagte Baerbock am Mittwochmorgen in Berlin. „Dabei ist unsere transatlantische Freundschaft seit jeher nicht auf eine Partei gebucht.“ Nach Wahlen justierten sich in Demokratien innen- und außenpolitische Belange neu, sagte die Grünen-Politikerin und betonte: „Deutschland wird auch für die künftige amerikanische Regierung ein enger, verlässlicher Verbündeter sein.“
Foto: REUTERSFDP-Chef und Bundesfinanzminister Christian Lindner gratulierte Trump. „Europa sollte ihm die Hand ausstrecken.“ Er wünsche dem Republikaner „Fortune und Weisheit“. Die Entscheidung in den USA verdiene Respekt. „Jetzt ist nicht der Moment für überhebliche Kommentare über den Atlantik, sondern für Diplomatie. In der Europäischen Union, NATO und auch in Berlin müssen wir jetzt dringlicher denn je unsere wirtschafts- und sicherheitspolitischen Hausaufgaben erledigen.“
Foto: Alina Grünky/dpaBundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem republikanischen Bewerber Donald Trump zum Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl gratuliert und für eine weitere enge Zusammenarbeit geworben. „Die transatlantischen Beziehungen sind von entscheidender Bedeutung für die Stabilität und den Wohlstand unserer beiden Länder und unserer Kontinente“, schrieb Steinmeier nach Angaben des Bundespräsidialamts. „Gerade in dieser unruhigen Welt voller Konflikte und Ungewissheiten ist unsere Zusammenarbeit von großem Wert und großer Kraft, bilateral und als Partner in der Nato und den Vereinten Nationen.“
Der Bundespräsident erklärte: „Sie können sich auf Deutschland als starken Partner an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika verlassen.“ Er werde sich weiter dafür einsetzen, dass sich die Menschen beider Länder zugewandt und mit Offenheit begegneten. Zudem hoffe er, „dass unsere Länder auch künftig auf der Grundlage unserer demokratischen Werte, im Sinne einer starken transatlantischen Allianz und zugunsten unserer zahlreichen gemeinsamen Interessen zusammenarbeiten werden.“
Foto: Annette Riedl/dpaDer Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, betonte, dass Trumps angekündigter Zollsatz von mindestens zehn Prozent für alle Importe in die USA besonders für das Exportland Deutschland schlecht wäre. „Die Zölle verteuern nicht nur deutsche Waren in den USA, sondern dürften auch zu Gegenzöllen der EU führen, was den Außenhandel weiter belasten würde.“
Foto: REUTERSDas Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet durch Trumps Wirtschaftspolitik sowohl in den USA als auch weltweit Wohlstandsverluste. "Die angekündigten Strafzölle und Handelskonflikte werden zu höherer Inflation, weniger Kaufkraft und dem Verlust von Arbeitsplätzen führen", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. "Die Hauptleidtragenden dürften nicht die USA, sondern offene Volkswirtschaften wie Deutschland sein." Die privaten Investitionen in Deutschland dürften weiter zurückgehen, was die Deindustrialisierung beschleunigen könnte.
Foto: imago images10.11 Uhr - Schularick: „Schwierigster Moment in der Geschichte der Bundesrepublik“
Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel), äußert sich über das soziale Netzwerk X zur US-Wahl. Dort schreibt er: „Vielleicht der schwierigste Moment in der Geschichte der Bundesrepublik, zur inneren Strukturkrise kommen nun massive außenwirtschaftliche und sicherheitspolitische Herausforderungen, auf die wir nicht vorbereitet sind.“ Es sei kurzsichtig und verantwortungslos gewesen, die Sicherheit von „Swingwählern“ in den USA abhängig zu machen, das würde sich nun rächen. Weiter schreibt er: „Die Zeit zum mutigen Handeln ist jetzt. Zaudern und zögern war gestern und hat uns in diese Lage gebracht.“
10.06 Uhr - IW: Trumps Sieg könnte deutsche Wirtschaft 180 Milliarden Euro kosten
„Das Worst-Case-Szenario ist eingetreten: Mit der Wahl Donald Trumps steht die deutsche Wirtschaft vor der nächsten Krise in einer an Rückschlägen reichen Zeit. Schon heute können sich Unternehmen auf einen teuren Handelskrieg einstellen, der nach IW-Berechnungen über die kommenden vier Jahre 180 Milliarden Euro kostet“, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Für das anhaltende Kreisen der Ampel um sich selbst sei in jedem Fall keine Zeit mehr, führt er fort. „Deutschland muss in den kommenden Jahren mehr denn je lernen, auf eigenen Beinen zu stehen – im Geopolitischen genauso wie in der Wirtschaftspolitik.“
9.22 Uhr - Strack-Zimmermann: „Spätestens nach der letzten Amtszeit Donald Trumps hätte man reagieren müssen“
Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) äußert sich gegenüber der WirtschaftsWoche zum bevorstehenden Wahlsieg Trumps. „Europa muss sich klar darauf einstellen, dass die Zeiten rauer werden. Es ändert aber nichts daran, was vorher schon klar war: Die Zeiten haben sich geändert, die USA werden nicht immer auf uns aufpassen“, sagt sie. Europa müsse seine Sicherheit endlich selbst in die Hand nehmen. Das wäre in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt worden, sagt sie und fügt hinzu: „Spätestens nach der letzten Amtszeit Donald Trumps hätte man reagieren müssen. Stattdessen hat man wie das Kaninchen auf die Schlange geguckt und bei weitem keine ausreichenden Schritte unternommen.“
8.52 Uhr - Kamala Harris siegt in Minnesota
Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat die Wahl im Staat Minnesota für sich entschieden. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
8.27 Uhr - Trump tritt vor Anhängern auf
Donald Trump ist am Abend in Florida vor seine Anhänger getreten und dabei den Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl für sich beansprucht. „Es ist ein politischer Sieg, wie ihn unser Land noch nie erlebt hat“, sagte er. Zudem sprach er vom „goldenen Zeitalter für Amerika“, das nun beginnen solle. Er sagte außerdem, dass er auch den „Popular Vote“, die Mehrheit der Stimmen im Land gewonnen habe, die für die US-Präsidentschaftswahl nicht zählen – aber einen ideellen Wert haben. „Dieser Tag wird in Erinnerung bleiben als der Tag, an dem die Amerikaner sich ihr Land zurück geholt haben“, so Trump. Im Laufe seiner Rede holte Trump spontan verschiedene Weggefährten ans Mikrofon. Vizekandidat JD Vance erklärt, er sei Zeuge des größten politischen Comebacks in der Geschichte der USA. Trump und er würden nun das größte wirtschaftliche Comeback in der US-Geschichte anführen.
8.25 Uhr - Fox News erklärt Trump zum Sieger der US-Wahl
Der Sender Fox News hat Donald Trump im Alleingang zum Gewinner ausgerufen. Andere Sender und die Nachrichtenagentur AP folgten dem zunächst nicht.
8.13 Uhr - Trump siegt in Pennsylvania
Der Republikaner Donald Trump hat sich bei der Präsidentschaftswahl in den USA laut Prognosen von Fernsehsendern den wichtigen Swing State Pennsylvania mit 19 Wahlleuten gesichert. Das berichteten die Sender Fox News, CNN und NBC auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Nachrichtenagentur AP hat noch keinen Gewinner vermeldet.
7.24 Uhr - New Hampshire geht an Harris
Kamala Harris hat bei der Präsidentschaftswahl in den USA den Bundesstaat New Hampshire mit vier Wahlleuten gewonnen. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
6.55 Uhr - Harris wird sich in Wahlnacht nicht mehr äußern
Kamala Harris wird sich nach Angaben eines Vertreters ihres Wahlkampfteams erst am Tag nach der Wahl und nicht mehr in der Wahlnacht (Ortszeit) an ihre Unterstützer wenden. Es müsse sichergestellt sein, dass alle Stimmen ausgezählt sind.
6.41 Uhr - Trump siegt im Swing State Georgia
Donald Trump hat sich bei der Präsidentschaftswahl in den USA laut Prognosen von Fernsehsendern den wichtigen Swing State Georgia mit 16 Wahlleuten gesichert. Das berichteten die Sender CNN und NBC auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
6.19 Uhr - Republikaner holen Mehrheit im Senat
Bei den Kongresswahlen in den USA haben sich die Republikaner die Mehrheit im Senat gesichert. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Bislang hatten die Demokraten eine hauchdünne Mehrheit in der Kongresskammer.
6.04 Uhr - Harris holt Sieg in Virginia und Hawaii
Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat die Wahlen US-Staaten in Virginia und Hawaii gegen ihren republikanischen Rivalen Donald Trump gewonnen. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
5.35 Uhr - Oregon und New Mexico gehen an Harris
Kamala Harris hat in Oregon und New Mexico gewonnen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und mehrere Sender wie NBC, ABC und Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
5.30 Uhr - Trump siegt im Swing State North Carolina
Bei der Präsidentschaftswahl in den USA geht der umkämpfte Bundesstaat North Carolina mit 16 Wahlleuten an den Republikaner Donald Trump. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
5.15 Uhr - Harris gewinnt in Washington
Kamala Harris hat die Präsidentschaftswahl im Staat Washington gewonnen. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
5.00 Uhr - Iowa, Kansas und Idaho gehen an Trump
Donald Trump hat in Kansas, Idaho und Iowa gewonnen. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und mehrere Sender wie NBC, ABC und Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Trumps Sieg in Iowa ist keine Überraschung. Dennoch hatten sich die Demokraten hier zuletzt Hoffnungen gemacht. Kansas im Mittleren Westen der USA und Idaho galt den Republikanern als sicher.
4.55 Uhr - Kalifornien und andere Staaten im Westen gehen an Harris
Die Wahllokale schließen jetzt auch in den meisten der großen Bundesstaaten im Westen des Landes. Viele davon sind verlässliche Hochburgen der Demokraten wie Kalifornien: Der Westküstenstaat stellt 54 Wahlleute, das sind gleich zehn Prozent der Gesamtzahl. Der bevölkerungsreichste Staat des Landes hat 39 Millionen Einwohner, etwas weniger als die Hälfte Deutschlands. Dem Sender Fox zufolge gehen auch die Bundesstaaten Washington (zwölf Wahlleute) und Oregon (acht Wahlleute) an der Pazifikküste an Harris. Trump sichert sich dagegen Idaho (vier Wahlleute).
4.41 Uhr - Arizona stimmt für Aufnahme von Abtreibungsrecht in die Verfassung
Die Bürger von Arizona stimmen in einem Referendum für die Aufnahme eines Rechts auf Abtreibung in die Verfassung des Bundesstaates.
4.31 Uhr - Harris siegt in District of Columbia
Kamala Harris hat die Präsidentschaftswahl im Bundesdistrikt District of Columbia gewonnen, wo die US-Hauptstadt Washington D.C. liegt. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
4.25 Uhr - Verhaltene Stimmung bei Harris-Wahlparty in Washington
Ausgelassene Freude sieht anders aus: Bei der Wahlparty der US-Demokraten in der Hauptstadt Washington herrscht während der Auszählung am Wahlabend eher banges Warten. Tausende Anhänger und Anhängerinnen von Kandidatin Kamala Harris verfolgen an der Howard Universität, wie immer mehr Ergebnisse aus den Bundesstaaten eintrudeln.
Zwar gibt es vereinzelt Jubel, etwa wenn den Demokraten ein vorläufiger Vorsprung im „Swing State“ Pennsylvania vorhergesagt wird - oder wenn der Fernsehsender CNN live zur Wahlparty schaltet. Insgesamt aber reagieren Harris' Unterstützer eher verhalten. Einige hatten sich den Abend offenkundig anders vorgestellt.
Die Kontrahentin von Donald Trump, der für die Republikaner antrat, wird selbst in der Nacht noch an ihrer ehemaligen Universität erwartet. Harris hat angekündigt, erst mit ihrer Familie zu Abend zu essen und dann zur Wahlparty zu kommen.
4.10 Uhr - Wahllokale in allen Swing States geschlossen
Inzwischen sind die Wahllokale in allen sieben Swing States geschlossen. Die großen US-Sender haben noch für keinen einen Sieger ausgerufen.
4.05 Uhr - Trump gewinnt Utah und Montana, Harris gewinnt Colorado
Kamala Harris hat sich bei der Wahl am Dienstag den Sieg im Staat Colorado gesichert. Wie erwartet fahren die Republikaner in Utah und Montana Siege ein. Utah im Südwesten der USA ist den Konservativen bei jeder Präsidentschaftswahl sicher. In Montana im Nordwesten der USA konnte sich Trump 2020 mit gutem Vorsprung gegen den Demokraten Joe Biden durchsetzen. Umfragen gingen zuletzt auch davon aus, dass Trump dort wieder gewinnen würde.
4.02 Uhr - Erste Ergebnisse aus Swing State Arizona zeigen Gleichstand
Aus dem Swing State Arizona kommt ein erster Schwung von Ergebnissen. Edison Research zufolge liegen Harris und Trump in dem Bundesstaat mit dem Grand Canyon nach der Auszählung von gut einem Drittel der Stimmen genau gleichauf mit je 49,6 Prozent.
3.29 Uhr - Bombendrohungen gegen Wahllokale in Georgia
Bombendrohungen haben die Abstimmungen in mehreren Wahllokalen im US-Staat Georgia gestört. Von den 177 Wahllokalen im Bezirk Fulton County erhielten 32 am Dienstag (Ortszeit) Bombendrohungen, wie der Polizeichef des Bezirks, W. Wade Yates, mitteilte. Einige der Drohungen seien direkt über Anrufe in den Wahllokalen eingegangen, andere über die Notrufnummer 911 oder per E-Mail. In fünf Wahllokalen in Fulton County, die aufgrund von Bombendrohungen, die sich im Nachhinein als nicht glaubwürdig erwiesen, kurzzeitig geschlossen waren, wurden die Öffnungszeiten verlängert. Die Verlängerungen reichten von 10 bis zu 45 Minuten – solange, wie die Lokale geschlossen waren.
03.24 Uhr - Trump gewinnt Texas, Harris New York
Bei den großen Staaten geht Texas mit 40 Wahlleuten an Trump. Der Staat hat 30 Millionen Einwohner, etwa so viele wie Nordrhein-Westfalen und Bayern zusammen. Dagegen gewinnt Harris ebenfalls wie erwartet New York mit 28 Wahlleuten. Dort leben knapp 20 Millionen Menschen, etwa ein Viertel der Bundesrepublik.
3.12 Uhr - Musk: Pro-Trump-Gruppe weitet Aktivitäten nach Wahltag aus
Eine Pro-Trump-Organisation von Multimilliardär Elon Musk will ihre Aktivitäten nach der Präsidentschaftswahl ausweiten. Der Fokus werde auf den Zwischenwahlen 2026 und auf Rennen um Staatsanwaltsposten liegen, erklärte Musk bei einem Live-Event auf seiner Online-Plattform X mit Blick auf seinen America Pac, einen sogenannten Super Pac. Dabei handelt es sich um politische Aktionskomitees, die Spenden in unbegrenzter Höhe annehmen und sie zur Werbung für bestimmte Kandidaten oder politische Anliegen verwenden können. Damit ist ihr Einfluss auf den Wahlkampf zwar groß, doch dürfen diese Gruppen qua Gesetz Bewerbern nicht direkt Finanzmittel zukommen lassen. Wie der US-Wahlkampf finanziert wird und warum er 2024 der teuerste der US-Geschichte ist, lesen Sie hier.
3.10 Uhr - Trump holt Ohio, Louisiana, Wyoming, North Dakota und South Dakota
Donald Trump hat sich die Bundesstaaten Ohio, Louisiana, Wyoming, North Dakota und South Dakota gesichert. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
2.45 Uhr - Harris siegt in Illinois und Delaware
Demokratin Kamala Harris hat sich bei der Präsidentschaftswahl in den USA den Bundesstaaten Delaware und Illinois mit drei bzw. 19 Wahlleuten gesichert. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
Illinois ist einer der bevölkerungsreichen Staaten in den USA. Die Wahlleute gehen traditionell an den demokratischen Kandidaten - wie im Jahr 2020 an Joe Biden. Er lag damals etwa 17 Prozentpunkte vor Trump. Zuletzt hatten Umfragen Harris in dem Staat klar in Führung gesehen. In Delaware gingen die Wahlleute bei vergangenen Präsidentschaftswahlen beständig an die Kandidaten der Demokraten. Es ist der Heimat-Bundesstaat des amtierenden demokratischen Präsidenten Joe Biden. Harris hatte dort das Hauptquartier ihrer Wahlkampagne, nachdem sie im Präsidentschaftsrennen an Bidens Stelle rückte.
2.45 Uhr - Trump verliert bei weißen Männern und Frauen
Weitere Ergebnisse der Nachwahlbefragung von Edison Research: Trump verliert bei weißen Männern zwei Prozentpunkte auf 59 Prozent im Vergleich zu 2020. Bei weißen Frauen beträgt der Rückgang drei Prozentpunkte auf 52 Prozent. Was die Exit Polls über die US-Wahl erahnen lassen, hat WiWo-US-Korrespondent Julian Heißler aufgeschrieben.
2.35 Uhr - Trump gewinnt Arkansas, Harris siegt in New Jersey
Der Republikaner Trump hat sich den US-Staat Arkansas gesichert, im US-Staat New Jersey hat Demokratin Harris den Sieg davongetragen. Dies geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
2.32 - Befragung: Trump legt bei Hispanics deutlich zu
Eine landesweite Nachwahlbefragung von Edison Research gibt eine Aufschlüsselung nach Bevölkerungsgruppen. Demnach haben 45 Prozent der Hispanics für Trump gestimmt, 13 Prozent mehr als 2020. Harris kommt bei der größten Minderheit des Landes auf 53 Prozent. Bei hispanischen Männern hat Trump sogar um 18 Punkte auf 54 Prozent zugelegt. Hispanics machen etwa 19 Prozent der US-Bevölkerung aus.
2.21 - Trump siegt in US-Staat Missouri
Der Republikaner Donald Trump hat bei der Präsidentschaftswahl in den USA laut Prognosen von Fernsehsendern den Bundesstaat Missouri mit zehn Wahlleuten gewonnen. Das berichteten die Sender CNN und Fox News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Nachrichtenagentur AP hat noch keinen Gewinner vermeldet.
Missouri gilt als sichere Bastion der Republikaner. 2020 sicherte sich Trump die zehn Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit. Er lag damals in dem Bundesstaat im Mittleren Westen der USA rund 15 Prozentpunkte vor seinem damaligen Herausforderer, dem Demokraten Joe Biden. Die Umfragen sahen dort Trump zuletzt auch wieder klar in Führung.
2.19 - Harris gewinnt in Connecticut, Massachusetts und Rhode Island
US-Vizepräsidentin Harris hat sich in den Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts und Rhode Island durchgesetzt. Keiner dieser Gewinne ist eine Überraschung.
2.12 Uhr - Trump siegt in US-Staat Oklahoma und Florida
Donald Trump hat sich den Sieg in seiner Wahlheimat Florida und im Bundesstaat Oklahoma gesichert. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und der Sender CBS News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Oklahoma gilt als sichere Bastion der Republikaner. Sowohl 2020 als auch 2016 sicherte sich Trump die Wahlleute des Bundesstaats mit einem deutlichen Vorsprung von mehr als 30 Prozentpunkten. Umfragen sahen ihn dort zuletzt wieder klar in Führung.
2.11 Uhr Harris sichert sich US-Staat Maryland
Kamala Harris hat sich bei der Präsidentschaftswahl in den USA den Bundesstaat Maryland mit zehn Wahlleuten gesichert. Das meldeten die Nachrichtenagentur AP und der Sender CBS News auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
Maryland an der US-Ostküste gilt als sichere Bastion der Demokraten. 2020 sicherte sich Joe Biden die Wahlleute mit einer deutlichen Mehrheit. Er lag damals gut 33 Prozentpunkte vor Trump. Die Umfragen sahen die Demokratin Harris in dem Staat zuletzt klar in Führung. Für einen Sieg braucht ein Kandidat die Mehrheit der 538 Wahlleute - also mindestens 270.
2.10 Uhr - Trump siegt in South Carolina , Tennessee, Maryland, Alabama und Mississippi
Donald Trump hat sich die Bundesstaaten South Carolina , Tennessee, Maryland, Alabama und Mississippi gesichert. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Alle galten vorab bereits als republikanisch zugeschlagen.
1.36 Uhr - Trump siegt in US-Staat West Virginia
Der Republikaner Donald Trump hat sich bei der Präsidentschaftswahl in den USA den Bundesstaat West Virginia mit vier Wahlleuten gesichert. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und mehrere Sender, darunter CNN und CBS, auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
West Virginia geht seit Jahrzehnten an die Republikaner. Trump erzielte dort 2016 gut 40 Prozentpunkte mehr als Hillary Clinton, ähnlich war der Abstand zu Joe Biden im Jahr 2020. Umfragen sahen Trump dort zuletzt erneut klar in Führung.
Für einen Sieg braucht ein Kandidat die Mehrheit der 538 Wahlleute - also mindestens 270.
1.35 Uhr - Republikanischer Gouverneur von Vermont: Habe für Harris gestimmt
Der republikanische Gouverneur von Vermont, Phil Scott, hat für die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris gestimmt. Dies sagte Scott am Dienstag vor Reportern nahe einem Wahllokal. Es sei nicht leicht gewesen, als amtierender republikanischer Gouverneur gegen den Kandidaten der eigenen Partei zu stimmen, erklärte er mit Blick auf Ex-Präsident Donald Trump laut einem Bericht des Senders NBC 5. Doch sei er zum Schluss gekommen, dass er „das Land über die Partei“ stellen müsse.
Schon bei der letzten Wahl 2020 hatte Scott für den demokratischen Amtsinhaber Joe Biden gestimmt. Bei der Wahl am Dienstag wurde Scott im Amt bestätigt, wie aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervorging.
1.30 Uhr - Trump gewinnt wie erwartet West Virginia
Edison Research zufolge gewinnt Trump wie erwartet die vier Wahlleute des Bundesstaates West Virginia. Zudem sind nun die Wahllokale unter anderem im Swing State North Carolina geschlossen.
1.15 Uhr - Detroiter Behörden nennen Trumps Betrugsvorwürfe „Blödsinn“
Die zuständigen Behörden in Detroit gehen nicht auf den Vorwurf von Trump ein, es habe in der Stadt im Swing State Michigan Wahlbetrug gegeben. „Ich antworte nicht auf Blödsinn“, sagt die City Clerk Janice Winfrey der Nachrichtenagentur Reuters. Trump machte die Behauptung auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social. Auch in Philadelphia werde über „massiven Betrug“ gesprochen, schrieb er dort zuvor. Ein Mitglied des Stadtrates, Seth Bluestein, schreibt dazu auf dem Kurznachrichtendienst X, dies sei absolut unwahr und „noch ein Beispiel für Desinformation“. Philadelphia liegt in Pennsylvania, dem wohl wichtigsten Swing State.
1.21 Uhr - Behauptung Trumps über Wahlbetrug in Philadelphia zurückgewiesen
Der Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia, Larry Krasner, hat eine Behauptung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump über angeblichen Wahlbetrug in der größten Stadt des US-Staats Pennsylvania zurückgewiesen. Trump hatte auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social erklärt, es gebe Berichte über „massiven Betrug in Philadelphia“, die Strafverfolgungsbehörden seien unterwegs. Der 78-Jährige nannte keine Details und es gab auch keine Hinweise, auf was er sich beziehen könnte. Seine Sprecher reagierten zunächst nicht auf Anfragen dazu, was Trump gemeint haben könnte. Die Stimmabgabe am Wahltag lief bislang weitgehend reibungslos.
In einer Mitteilung, in der er auf Trumps Beitrag reagierte, schrieb Krasner, der einzige Betrugsvorwurf komme von Trump selbst. Es gebe keinerlei Faktengrundlage für diese „wilde Anschuldigung“. Wenn es irgendwelche Tatsachen gebe, die Trumps Behauptung stützten, „wollen wir sie jetzt. Genau jetzt“.
1.11 Uhr - Harris holt Vermont, Trump Kentucky
Kamala Harris hat sich im Staat Vermont durchgesetzt. Donald Trump sichert sich die US-Staaten Kentucky und Indiana. Das geht aus Stimmauszählungen und Berechnungen der Nachrichtenagentur AP hervor.
0.47 Uhr - Musk verfolgt Wahl mit Trump in Mar-a-Lago
Tesla-Chef Elon Musk wird nach eigenen Angaben die Auszählung der Wahl zusammen mit Trump in dessen Club Mar-a-Lago in Florida verfolgen. Dies gibt der reichste Mann der Welt auf seinem Kurznachrichtendienst X bekannt. Insidern zufolge will Trump in der Nacht (US-Ostküstenzeit; Mittwochmorgen MEZ) nach einem Aufenthalt in Mar-a-Lago in einem nahegelegenen Konferenzentrum zu seinen Anhängern sprechen.
0.30 Uhr - Erste Wahllokale am US-Wahlabend geschlossen
In den USA haben erste Wahllokale in Teilen der Bundesstaaten Indiana und Kentucky geschlossen. Viele Wähler gaben schon vor dem Wahltag ihre Stimme ab. Nach Angaben des „Election Lab“ der Universität Florida stimmten rund 86 Millionen US-Bürger per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen ab. Das entspricht mehr als der Hälfte der 2020 bei der Präsidentenwahl insgesamt abgegebenen Stimmen.
5. November 2024
0 Uhr - Stimmung der Wähler am Wahltag
Erste Nachwahlbefragungen liegen bereits vor dem Schließen der Wahllokale vor. Wir haben eine Blick darauf geworfen.
23 Uhr – Wie Kamala Harris den Wahltag verbracht hat
US-Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat am Dienstag unter anderem in der Wahlkampfzentrale zum Handy gegriffen, um Bürger zur Abstimmung aufzurufen. „Mir geht es gut“, sagte die Vizepräsidentin bei einem Besuch der Zentrale des Dachverbands der Demokratischen Partei in Washington einer Person am anderen Ende der Leitung. „Haben Sie heute schon gewählt?“ Die Person entgegnete etwas, woraufhin Harris sagte: „Sie haben schon? Danke.“ Ihre Visite nutzte die Demokratin auch, um sich bei den Freiwilligen zu bedanken, die in der Zentrale Bürger anriefen, um sie zum Wählen zu animieren. Dann reichte man ihr ein Handy, mit dem sie bei Bürgern anrief.
22.10 Uhr – Kursgewinne an der Wall Street
An der New Yorker Börse hat der Dow Jones Aktienindex am Dienstag zugelegt. Der Index für große US-Konzerne stieg um ein Prozent auf 42.221 Punkte. Der technologielastige Nasdaq legte 1,4 Prozent zu auf 18.439 Punkte, der breit gefasste S&P 500 schloss 1,2 Prozent im Plus bei 5.782 Punkten.
21.59 Uhr – Kaum Störungen des Wahlablaufs
Bis auf Berichte über vereinzelte Störungen verläuft der Wahltag in den USA nach Behördenangaben weitgehend reibungslos. Hier und da würden Verzögerungen durch schlechtes Wetter, Pannen beim Ausdrucken von Stimmzetteln und technische Probleme gemeldet, sagte Cait Conley, ranghohe Beraterin der Direktorin der Bundesbehörde für Cyber- und Infrastruktursicherheit, Jen Easterly. Die meisten Schwierigkeiten, die bis Dienstagmittag (Ortszeit) aufgetreten seien, seien aber weitgehend erwartbare Vorfälle gewesen, für die es vorab Pläne gebe. Aktuell verfolge die Behörde keine gravierenden Zwischenfälle von nationaler Tragweite, die Auswirkungen auf die Sicherheit der Wahlen haben könnten, betonte Conley.
20.45 Uhr – Astronauten rufen zur Wahl auf
„Egal, ob man sitzt, steht oder schwebt - wichtig ist, dass ihr wählt“, schrieben die amerikanischem Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS, Don Pettit und Nick Hague, in einem Post auf Instagram. Die Nasa-Astronauten posteten ein Foto, auf dem sie zusammen mit ihren Kollegen Butch Wilmore und Suni Williams scheinbar schwebend in der ISS zu sehen sind. Dabei zeigen sie patriotisch anmutende Socken in Richtung Kamera. „Stolz, Amerikaner zu sein“, stand auf der Unterseite der Socken zweier Astronauten.
19.55 Uhr – Festnahme am Kapitol in Washington
Die Polizei hat im Besucherzentrum des Kapitols in Washington einen Mann festgenommen. Er habe nach Benzin gerochen und eine Fackel sowie eine Leuchtpistole bei sich getragen, teilt die Polizei mit. Der Vorfall werde untersucht. Das Besucherzentrum werde für die Zeit der Ermittlungen geschlossen.
Ein Händler an der Börse in New York hat „Make America Great Again“-Kappen an seinem Arbeitsplatz aufgehängt.
Foto: imago images
19.25 Uhr – Trump: „Meine Unterstützer sind nicht gewalttätig“
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump rechnet rund um die US-Wahl nicht mit Ausschreitungen durch seine Anhänger. „Natürlich wird es keine Gewalt geben“, sagte Trump in Palm Beach im Bundesstaat Florida nach seiner Stimmabgabe. Das müsse er seinen Unterstützern auch nicht explizit sagen. „Meine Unterstützer sind keine gewalttätigen Menschen“, sagte der 78-Jährige. Auch er selbst wolle keine Gewalt.
„Magic happens here“ steht in einem Wahlraum in San Juan, Puerto Rico, an einer Wand. Der 5. November ist der Wahltag für das Rennen um die US-Präsidentschaft. Die Einführung der neuen Präsidentin oder des neuen Präsidenten in das Amt ist erst am 20. Januar 2025 in Washington.
Foto: REUTERSEine Wahlhelferin unterstützt einen Wähler beim Lesen des Stimmzettels in Nanty Glo, Pennsylvania. Der Bundesstaat im Osten der USA ist einer, der am meisten umkämpft ist. Die sogenannten „Swing States“ wie Pennsylvania haben in den vergangenen Jahrzehnten den Gesamtausgang der Präsidentschaftswahl entschieden.
Foto: REUTERSMichigan ist einer der weiteren „Swing States“. Hier füllen zwei Wähler Formulare vor ihrer Stimmabgabe aus in einer Kirche in Detroit, Michigan.
Foto: REUTERSStimmabgabe in der Ronald Reagan Bibliothek im kalifornischen Ort Simi Valley.
Foto: APWahlhelfer bereiten die Auszählung von Briefwahlstimmen in einem Lagerhaus im Allegheny County in Pennsylvania vor.
Foto: REUTERSPräsidentschaftskandidatin Kamala Harris besucht am Wahltag die Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei in Washington.
Foto: APWähler im Boone County im US-Bundesstaat Missouri stehen am Dienstagmorgen an einem Wahllokal an.
Foto: APAm Mount Hope Friedhof in Rochester im US-Bundesstaat New York klebten Wählerinnen und Wähler Aufkleber auf dem Grabstein der Bürgerrechtlerin Susan Anthony, die im 19. Jahrhundert für das Frauenwahlrecht gekämpft hatte. In vielen Wahllokalen im ganzen Land wurden „I voted today“-Aufkleber ausgegeben.
Foto: APStimmabgabe in der Masjidullah Moschee in Philadelphia, Pennsylvania.
Foto: REUTERSPräsidentschaftskandidat Donald Trump hat am Dienstag gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania Trump seine Stimme in West Palm Beach, Florida, abgegeben.
Foto: REUTERSEine Wählerin im Rollstuhl vor der Stimmabgabe in Los Angeles.
Foto: APEin Polizeihund am Wahllokal in West Palm Beach, in dem Präsidentschaftskandidat Donald Trump seine Stimme abgegeben hat.
Foto: REUTERSDie kalifornische Abgeordnete Wendy Carrillo macht in Los Angeles ein Selfie mit ihrer Familie. Ihr Vater hat erstmals bei einer Präsidentschaftswahl seine Stimme abgegeben.
Foto: APEin Händler an der Börse in New York hat „Make America Great Again“-Kappen an seinem Arbeitsplatz aufgehängt.
Foto: imago imagesDer Ausgang der US-Wahl wird weltweit beobachtet. Vor dem Weißen Haus in Washington bereiteten Mitarbeiter von Fernsehsendern die Boxen für die Liveübertragungen im Laufe des Wahltags vor.
Foto: APRenton: Betty Noro-Kobayashi öffnet am Wahltag die Stimmzettel in der Zentrale der King County.
Foto: Lindsey Wasson/APEin Wahlhelfer in Philadelphia beim Scanvorgang während der Auszählung der Stimmzettel für die Präsidentschaftswahl.
Foto: REUTERS
19.10 Uhr – Fake-Videos zur US-Wahl im Umlauf
Das FBI warnt im Zusammenhang mit der US-Wahl vor manipulierten Videos, die angeblich von der US-Bundespolizei stammen sollen. In einem sei von Terrorgefahr an Wahllokalen die Rede und Amerikaner würden aufgefordert, per Briefwahl abzustimmen. In einem anderen Video gehe es um vermeintlichen Wahlbetrug durch Insassen von fünf Gefängnissen, hieß es. Beide Videos seien nicht authentisch, erklärte die Behörde.
16.34 Uhr – Trump ruft bei Schlangen an Wahllokalen zu Geduld auf
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die Wählerinnen und Wähler in den USA zu Geduld bei der Stimmabgabe ermahnt. „Ihr müsst eure Stimme abgeben, egal, wie lange es dauert. Bleibt in der Schlange!“, schrieb er auf der Plattform X. Die Begeisterung der Wähler gehe „durch die Decke“. Sein Vizekandidat, J.D. Vance, schrieb auf X, es gebe viele Berichte über „großen Enthusiasmus“ und lange Schlangen an den Wahllokalen.
Trump behauptete in seinem Post, die Demokraten wollten die Stimmabgabe der Menschen verhindern. „Die radikalen kommunistischen Demokraten wollen, dass ihr eure Sachen packt und nach Hause geht“, warnte er. Seit dem frühen Morgen bildeten sich vielerorts an Wahllokalen lange Schlangen.
US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump und seine Frau Melania Trump nach der Stimmabgabe in Palm Beach, Florida.
Foto: AP13.23 Uhr – Wahllokale im Osten der USA geöffnet
In den USA haben die ersten Wahllokale für all diejenigen geöffnet, die am Wahltag persönlich ihre Stimme abgeben wollen. Nachdem in einem kleinen Ort bereits um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt worden war, machten im Osten der Vereinigten Staaten nun auch die Wahllokale in größeren Städten und Kommunen auf. Um 7.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) öffneten sie zum Beispiel in Washington DC, bereits eine Stunde früher in New York.
Die Entscheidung fällt zwischen der Demokratin und Vizepräsidentin Kamala Harris sowie dem republikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump. Auch in einigen „Swing States“, die besonders umkämpft sind und die Wahl entscheiden könnten, dürfen die Wähler bereits an die Wahlurnen – etwa in North Carolina, Georgia, Pennsylvania und in Teilen von Michigan. In Wisconsin, Arizona und Nevada, wo ebenfalls ein enges Rennen erwartet wird, öffnen die Wahllokale erst später.
Weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken, zieht sich die Öffnung der Wahllokale über mehrere Stunden. Nach dem Osten folgen die Staaten im Zentrum des Landes. Im Westküstenstaat Kalifornien kann man von 7.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) an die Stimme abgeben. Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter: Hier können die Wähler bis um 6.00 Uhr (MEZ) am Mittwoch abstimmen, auf den Aleuten noch eine Stunde länger.
Viele Wähler haben aber schon gewählt. Fast 83 Millionen US-Bürger stimmten allein bis mittags vor dem Wahltag per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen ab, wie das „Election Lab“ der Universität Florida berichtete. Das entspricht mehr als der Hälfte der 2020 bei der Präsidentenwahl insgesamt abgegebenen Stimmen. Bis ein Sieger feststeht, könnte es wegen der aufwendigen Auszählung der Briefwahlstimmen sogar mehrere Tage dauern – aber auch eine Kür in der Wahlnacht ist möglich.
Republikaner Trump: Wollen Ergebnis noch in der Wahlnacht
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat erneut falsche Erwartungen an die Auszählung der Stimmen für die US-Wahl geschürt. „Wir wollen die Antwort heute Nacht“, sagte der 78-Jährige mit Blick auf die Wahlnacht bei seiner Abschlusskundgebung in Grand Rapids im besonders hart umkämpften „Swing State“ Michigan. Trump hatte bereits in den vergangenen Tagen mit unbelegten Wahlbetrugsvorwürfen Stimmung gemacht. Der Republikaner tritt gegen die Demokratin Kamala Harris an – es läuft auf ein knappes Rennen hinaus.
Es gilt als unwahrscheinlich, dass das Ergebnis der Wahl innerhalb weniger Stunden nach Schließung der Wahllokale feststehen wird. Besonders die Briefwahlstimmen verzögern den Auszählungsprozess in einigen Staaten. Nach der Präsidentschaftswahl 2020 erklärte sich Trump noch in der Wahlnacht zum Sieger – und forderte einen Stopp der Stimmauszählung, als er vorübergehend vor seinem damaligen Herausforderer Joe Biden lag. Seine Wahlniederlage erkennt er bis heute nicht an. In den USA wird befürchtet, dass Trump diese Strategie nun wiederholen könnte.
Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen vor Präsidentschaftswahl
Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen verstärken die Behörden landesweit die Sicherheitsvorkehrungen. Vor allem in umkämpften Swing States wie Nevada und Arizona, wo es 2020 zu Protesten kam, sind die Vorkehrungen sichtbar: So werden einige Schulen und Kirchen, die zuvor als Wahllokale dienten, aus Sicherheitsgründen nicht mehr als solche genutzt. Der Sheriff von Arizona hat seine Abteilung in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Drohnen und Scharfschützen stehen bereit, falls es zu Gewaltausbrüchen kommen sollte. In Las Vegas umgibt ein Sicherheitszaun das Wahlzentrum. Auch Michigan trifft vorbeugende Maßnahmen: In Detroit patrouillieren Polizisten in der Auszählungshalle für die Briefwahl. In zehn Bundesstaaten ist die Nationalgarde im Einsatz, in neun weiteren stehen Truppen bereit. Die Behörden reagieren damit auf Befürchtungen möglicher politischer Gewalt während und nach dem Wahltag. Trotz der angespannten Lage fühlen sich viele Wähler sicher, ihre Stimme abzugeben. „Der Zaun und die Polizeipräsenz geben mir ein Gefühl der Sicherheit“, sagt eine Wählerin in Las Vegas.
Lady Gaga bei Harris' Auftritt in Swing State Pennsylvania
Kamala Harris beschließt ihre Wahlkampfauftritte in Pennsylvania mit einer Veranstaltung in Philadelphia, der größten Stadt des wohl wichtigsten Swing States Pennsylvania. Nach Auftritten von Stars wie Lady Gaga und Oprah Winfrey schwört Harris ihre Anhänger auf den Wahltag ein. Die Menge skandiert: „Wir werden gewinnen“. Harris versucht einen Bogen zu schlagen zu dem Schwung, mit dem sie nach dem Kandidaturverzicht Joe Bidens in den Wahlkampf gestartet war. „Heute Abend schließen wir also so ab, wie wir begonnen haben: mit Optimismus, mit Energie, mit Freude“, ruft sie. Zugleich betont sie, dass das Wahlergebnis so knapp ausfallen dürfte wie kaum jemals zuvor.
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Wahlkrimi treibt Märkte in Asien an
Vor dem entscheidenden Tag der US-Präsidentschaftswahlen positionieren sich die Anleger in Asien. Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der demokratischen Kandidatin Kamala Harris und dem Republikaner Donald Trump. Die Börse in Shanghai gewann 1,8 Prozent auf 3369,70 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 2,0 Prozent auf 4023,24 Punkte. In Tokio trieben gute Unternehmenszahlen den 225 Werte umfassenden Nikkei-Index um 1,1 Prozent auf 38.485,53 Punkte und den breiter gefassten Topix um 0,7 Prozent auf 2662,79 Zähler.
US-Richter erlaubt Musks Eine-Million-Dollar-Verlosung
Ein Gericht erklärt die umstrittene Verlosung von einer Million Dollar pro Tag des Tesla-Chefs Elon Musk für zulässig. Ein Landesrichter im Bundesstaat Pennsylvania, Angelo Foglietta, gibt seine Entscheidung in einer knappen Mitteilung bekannt und will die Begründung nachreichen. Während der Verhandlung wurde bekannt, dass die Gewinner nicht wie von Musk behauptet zufällig ausgelost werden. Vielmehr erklärten Vertreter der Musk-Spendenorganisation America PAC, es würden Personen ausgesucht, die am besten eine Pro-Trump-Agenda verkörperten. Teilnehmen dürfen nur registrierte Wähler, die eine Online-Petition zur Unterstützung des Ersten und Zweiten Zusatzartikels der US-Verfassung unterzeichnen. Diese beziehen sich jeweils auf die Meinungsfreiheit und die Waffenrechte.
Walz: Frauen werden Trump bei US-Wahl eine Abfuhr erteilen
Der Vizepräsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Tim Walz, rechnet damit, dass vor allem Frauen dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump bei der Wahl am heutigen Dienstag eine kräftige Abfuhr erteilen werden. „Leute, es wird jetzt ziemlich einfach: Kamala und ich vertrauen Frauen“, sagte Walz bei seiner Abschlusskundgebung am Montagabend (Ortszeit) über sich und die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris. „Morgen werden Frauen in ganz Amerika, jeden Alters und beider Parteien, eine laute und klare Botschaft an Donald Trump senden, ob es ihm gefällt oder nicht“, sagte Walz.
Seine Äußerungen waren eine Replik auf Trump, der in der vergangenen Woche im Staat Wisconsin verkündet hatte, er werde als Präsident Frauen beschützen - „ob die Frauen es mögen oder nicht. Ich werde sie beschützen“. Trump erwähnte, seine Mitarbeiter hätten ihm abgeraten, sich als Beschützer zu bezeichnen, weil das „nicht angemessen“ sei.
Tatsächlich legen verschiedene Umfragen eine größere Differenz zwischen Frauen und Männern bei der Wahl nahe. Frauen tendieren demnach zu Harris und Walz, Männer eher zu Trump und dessen „Running mate“ J.D. Vance.
Trump setzt in letzter Wahlkampfrede auf Beleidigungen
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat seine demokratische Rivalin Kamala Harris bei seiner Abschlusskundgebung im Wahlkampf gleich zu Beginn mit Beleidigungen überzogen. „Sie ist eine linksradikale Verrückte“, sagte Trump in Grand Rapids im besonders hart umkämpften „Swing State“ Michigan. Bis vor kurzem habe niemand gewusst, wer die US-Vize überhaupt sei. „Aber dann wollten sie politisch korrekt sein. Also wählten sie Kamala und nannten sie Harris, und niemand wusste, wer Harris war.“ Deshalb würde man sie nur mit ihrem Vornamen ansprechen. Trump nannte Harris „eine Person mit sehr niedrigem IQ“.
Trump redet regelmäßig abfällig über die 60 Jahre alte Demokratin. Diese beendete wenige Minuten, bevor Trump seine Rede in Michigan begann, ihre Abschlusskundgebung in Philadelphia im „Swing State“ Pennsylvania. Dabei erhielt sie Unterstützung von Superstars wie Lady Gaga und setzte auf eine positive Botschaft. Die Abschlusskundgebungen sind die letzte Chance der Kandidaten, eine Botschaft an ihre Wähler zu richten, bevor heute über das Präsidentenamt und die künftigen Machtverhältnisse im US-Parlament entschieden wird.
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WiWo-Titelgeschichte zur US-Wahl: Die Schicksalswahl
Die US-Wahl wird zur Schicksalsfrage für die Wirtschaft: China oder Amerika? Deutsche Unternehmen wollen sich nicht entscheiden müssen – und bereiten sich vor.
Der amerikanische Markt ist für viele Unternehmen ein Umsatzgarant – und umso wichtiger, seit die heimische Wirtschaft nicht mehr rundläuft. Zwei Jahre Rezession in Good Old Germany – während die US-Economy um 2,3 Prozent gewachsen ist (2023) und dieses Jahr noch einmal zulegen dürfte. Der Internationale Währungsfonds schätzt das Wachstum gar auf 2,8 Prozent. Rund 5800 deutsche Firmen möchten von der Dynamik profitieren. Sie investieren in den USA über die Jahre rund 619 Milliarden Dollar, das BDI und DIHK in Washington gemeinsam betreiben. Tendenz: stark steigend. Und das nicht erst seit dem Inflation Reduction Act, der klimafreundliche Investments mit Steuergutschriften belohnt.
Amerikaner stehen in Washington D.C. Schlange, um in der Präsidentschaftswahl abzustimmen.
Foto: imago imagesDie USA bieten halt im Überfluss, woran es in Deutschland mangelt: niedrige Steuern, billige Energie, sanfte Regulierung, großzügige Anreize. Auch der Handel boomt. Im Frühjahr lösten die USA China als größten Exportmarkt für deutsche Produkte ab. Die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen blühen so üppig wie lange nicht mehr. Lesen Sie hier, die komplette Titelgeschichte.
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