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Ranking Das sind die besten Aktien der Welt

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Die zwölf attraktivsten Aktien

Die Schwellenländerbörsen haben danach stark korrigiert. In der Frühphase des New-Economy-Crashs 2000 warnten die BCG-Analysten vor einer „durch die Bank (zu) hohen Erwartungshaltung weltweit“. 2004 hingegen konstatierten sie zu Recht, viele Aktien seien attraktiv bewertete. In den letzten zwei Jahren sind die Bewertungen wieder über ihren langjährigen Mittelwert gestiegen, wenn auch noch weit von ihren Hochs entfernt (siehe Grafik unten).

Haupttreiber der Hausse ist das billige Geld der Notenbanken ab Herbst 2008. „Dieses Geld ist vor allem in den USA bereitgestellt worden, von dort aber auch an die Börsen der Schwellenländer und zuletzt vermehrt nach Europa geflossen“, sagt BCG-Partner Hady Farag. Sehr viele Aktien haben deshalb gefährlich hohe Bewertungen erreicht. Bei Autozulieferern oder in der Medizintechnik findet sich keine Aktie mehr in den Bestenlisten, deren Wert dank Umsatz- und Gewinnwachstum stärker stieg als durch ein höheres KGV.

Die Sieger nach Branchen I

Doch es gibt sie noch: Aktien von Unternehmen mit überlegenem Geschäftsmodell , die vor allem dank Gewinn- und Umsatzwachstum gestiegen sind, denen Anleger aber noch keine aufgeblasene Bewertung zubilligen. Und Papiere, die der Börse in den vergangenen Jahren hinterherhinkten und nun zur Aufholjagd ansetzen; oft sind es Papiere aus eher schwierigen Branchen wie Medien oder Rohstoffe, die sich nur für risikobewusste Anleger eignen.

Die WirtschaftsWoche hat auf Basis der BCG-Analysen die zwölf attraktivsten Aktien ausgewählt.

Baidu - Internet/ China

Wie Google als Suchmaschine groß geworden (Baidu hat in China 71 Prozent Marktanteil bei der Websuche, baut sich Baidu ein ganzes Ökosystem an Produkten und Diensten um die Web-Suche herum: Kunden haben Zugang zu Sozialen Netzwerken, Routenplanern, Musik, Videos, Spielen und dezentralen Speicherdiensten (Cloud). Baidu will so sicherstellen, dass seine Seite erster Anlaufpunkt für chinesische Internetnutzer bleibt – im Rest der Welt liefern sich Google und Facebook ein Rennen um dieses Privileg. Dazu bedarf es interessanter Inhalte und einer auf das mobile Internet übertragbaren Technik. Beides hat Baidu. Ende 2013 stammten 20 Prozent der Umsätze aus den neuen Diensten, ihr Umsatzanteil wächst schnell.

Die Börsenbewertung der 500 größten US-Konzerne seit 1925. (zum Vergrößern bitte anklicken)

Dabei hilft der Trend zum rein Internet-basierten Vertrieb von Musik und Film (via Stream). Marktforscher rechnen mit immensem Wachstum sowohl für Musik- als auch für Bild-Streaming in China; 2017 soll der Markt rund sieben bis acht Milliarden Dollar groß sein, doppelt so groß wie Ende 2014. Baidu könnte sich hier den Löwenanteil sichern.

Weiteres Plus ist die starke Position im mobile Web: auf fast jedem chinesischen Smartphone ist die Baidu-App installiert. Stationäre PC werden langfristig kaum noch eine Rolle spielen, das Internet überwiegend mit mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet genutzt werden. Eine künftige mobile Einnahmequelle könnten Bezahl-Dienste sein, in die Baidu stark investiert. Von 2006 bis 2013 legte der Umsatz von umgerechnet 84 Millionen Euro auf 3,91 Milliarden zu, für 2014 rechnen Analysten mit 4,33 Milliarden. Der Gewinn pro Aktie stieg seit 2006 von 0,09 Euro auf 3,67 Euro. Börsenstar George Soros und Hedgefonds sind investiert.

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