WiWo Startklar: Das müssen Sie heute Morgen wissen
Alles, was Sie heute im Bereich Wirtschaft wissen müssen
Foto: WirtschaftsWocheGuten Morgen aus der WiWo-Redaktion. Unser neues Morgenformat „Startklar“ gibt Ihnen einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft mitreden zu können. Kurz und knackig, mit Zitaten, Posts und Tiefgang und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Dreh. Probieren Sie es aus!
1. Was heute wichtig wird
1. Die Sitzung der amerikanischen Notenbank Fed, zu der sich deren oberste Entscheidungsträger an diesem Mittwoch in Washington treffen, verspricht eine der spannendsten und wichtigsten der vergangenen Jahre zu werden. Noch bis vor kurzem galt es als sicher, dass die Notenbanker um Fed-Chef Jerome Powell den Leitzins erneut kräftig anheben. Dann erschütterten der Bankrott der kalifornischen Silicon Valley Bank (SVB) und die Beinahe-Pleite der schweizerischen Credit Suisse die globale Banken- und Finanzwelt und sorgten für Vorsicht. Warum die Fed die Zinsen dennoch weiter erhöhen sollte.
2. Immerhin, die Situation am Bankenmarkt scheint sich nach dem turbulenten Credit-Suisse-Wochenende ein wenig entspannt zu haben. Peer Steinbrück, zur Zeit der letzten großen Finanzkrise deutscher Finanzminister, zeigt sich im Gespräch mit der WirtschaftsWoche optimistisch, dass das Schlimmste jetzt durchgestanden sei: „Ich glaube nicht, dass die aktuelle Situation vergleichbar ist mit der Finanzkrise und ich finde im Moment auch manche Äußerung viel zu dramatisch. Weder die Situation in den USA noch in der Schweiz lassen erkennen, dass sich eine Krise in der Dimension 2008/2009 erneut anbahnt.“
3. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck lädt heute in Berlin zu einem „Windkraft-Gipfel“. Die Energiebranche hat schon vorher die ersten Pflöcke eingehauen und ruft nach einem „Aufbruchsignal“. Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie: „Sie sind nun am Zug.“ Damit meint er allerdings weniger Habeck, sondern vor allem die Bundesländer.
2. Die steile These für die Kaffeepause
Egal ob Butter, Kaffee oder Chips – mit ihren wöchentlichen Aktionsangeboten gerieren sich die großen Lebensmittelhändler gern als Kämpfer gegen die Inflation. Allerdings gibt es auch bei den vermeintlichen Schnäppchenangeboten oft erhebliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Händlern. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Preis-App Smhaggle, deren Daten auf den Kassenbons von Nutzern basieren. Hier lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse. Spoiler: Die Discounter kommen nicht sonderlich gut weg.
3. Der Tiefgang des Tages
In japanischen Drogerien und Supermärkten sieht das Angebot an Haushalts- und Körperpflegemitteln etwas anders aus als in Deutschland: Bei Flüssigseifen, Shampoos und Pflegespülungen, ebenso bei Flüssigwaschmitteln und Weichspülern, auch bei Spülmitteln, Universal- und Toilettenreinigern stehen neben den Standardprodukten jeweils die zugehörigen Nachfüllpackungen in den Regalen, und zwar in viel größeren Mengen. Daraus lässt sich leicht ableiten, dass die Verbraucher sehr häufig nach diesen Nachfüllpacks greifen. Tatsächlich beträgt ihr Verkaufsanteil rund 80 Prozent der Gesamtmenge. Das zeigt: Unter Verzicht auf Belehrung werden Japans Verbraucher, ohne dass sie es selbst bewusst wahrnehmen, zu einem nachhaltigeren Lebensstil bewegt. Wie das in Japan gelingt – und was deutsche Firmen davon lernen können.
4. Was sonst noch wichtig ist
- Bankenkrise: Wie der JP-Morgan-Chase-Chef die Rettung der First Republic Bank befördern könnte
- Elektronische Patientenakte: „Bisher haben wir bei Patientendaten nur die Risiken, aber kaum einen Vorteil“
- Zehnjahresvergleich: Was die Fonds von Deka, DWS und Co. Anlegern bieten
- Geldpolitik: „Don’t fight the Fed“ ist Geschichte
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5. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen erkenntnisreichen Tag. Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle!