Autobauer: Volkswagen baut seinen Vorsprung aus
Seine USA-Premiere feiert der überarbeitete Audi A4. Neben den äußeren Neuerungen an der Front gibt es unter der Haube frische Technik.
Foto: AudiSämtliche Motoren haben jetzt eine Turboaufladung, auch Start-Stopp-Technik ist serienmäßig an Bord.
Foto: AudiBentley betreibt in Detroit Downsizing auf hohem Niveau. Der Continental GT erhält den aus den Audi-Modellen S6, S7 und S8 bekannten V8-Benziner mit Zylinderabschaltung. Da spart es sich doch gern.
Foto: dapdWie Audi bringt auch BMW sein neuestes Mittelklasse-Modell nach Amerika. Der neue 3er soll helfen, den gerade frisch eroberten Thron des führenden Luxus-Autobauers in den USA zu verteidigen.
Foto: ReutersDas der neue 3er ein paar Zentimeter zugelegt hat, dürfte die meisten Amerikaner wohl nicht stören.
Foto: ReutersMit dem neuen ATS zielt Cadillac auch auf den europäischen Markt. Die Limousine soll in der hierzulande beliebten Mittelklasse für frischen Wind sorgen.
Foto: PressefotoApropos frischer Wind: Der turbogeladene Zweiliter-Vierzylinder entwickelt bis zu 270 PS. Mit 135 PS Literleistung hat das Triebwerk einen der besten Werte für aufgeladene Benziner.
Foto: PressefotoChevrolet hat den Sonic überarbeitet. In Europa wird dieses Modell unter dem Namen Aveo verkauft, der in den USA bereits für eine andere Baureihe vergeben ist.
Foto: dapdUS-Präsident Barack Obama hat bei einer Werksbesichtigung bereits im Sonic Platz genommen. Prominent ist auch der Beifahrer: Südkoreas Präsident Lee Myung-bak.
Foto: ReutersFord schickt einen neuen Fusion ins Rennen. Der Fusion ist eines der wichtigsten Modelle für Ford in den USA und war 2011 das meistverkaufte Auto seiner Klasse.
Foto: FordAn das in Europa etablierte Markengesicht hat Hyundai das Genesis Coupé angepasst. Bis vor kurzem trug der Genesis noch einen deutlich kleineren Kühlergrill und nicht die geschwungenen Elemente in den Scheinwerfern.
Foto: HyundaiAm Heck ändert sich nicht so viel. Aber unter dem Blech: Der V6-Benziner leistet jetzt bis zu 350 PS (statt 306 PS).
Foto: HyundaiLexus gibt mit dem LF-LC einen Ausblick auf die künftige Design-Linie. Nicht nur optisch lehnt sich der 2+2-Sitzer an den Supersportwagen LFA an.
Foto: ToyotaMercedes zeigt zwei Hybride auf Basis der E-Klasse. In dem E 300 Bluetec Hybrid wird der (sonst als 250 CDI bekannte) 2,2-Liter-Diesel mit 204 PS von einem 27 PS starken Elektromotor unterstützt. Der Verbrauch: 4,2 Liter.
Foto: DaimlerIm E 400 Hybrid unterstützt derselbe Elektromotor einen 306 PS starken V6-Benziner. Die antriebsstarke Kombination soll dann im Normverbrauch 8,7 Liter Superbenzin schlucken.
Foto: DaimlerUSA-Premiere hat auch der neue SL. Erstmals ist der große Roadster fast komplett aus Aluminium gefertigt. Dies reduziert sein Gewicht je nach Modell um bis zu 140 Kilogramm.
In Verbindung mit der neuen Motorengeneration soll der neue SL um bis zu 28 Prozent sparsamer als sein Vorgänger sein. Zur serienmäßigen Ausstattung des SL gehören ein semiaktives Fahrwerk - auf Wunsch kann der Kunde das aktive Fahrwerk (ABC) bestellen. Eine neue elektromechanische Lenkung mit über den Lenkwinkel verstellbarer Kennung und geschwindigkeitsabhängiger Lenkunterstützung soll den Geradeauslauf stabilisieren.
Foto: PressefotoErstmals geht es auch für den Mini Roadster in die USA. Auf der IAA war nur das geschlossene Mini Coupé zu sehen.
Foto: BMWIn dem Mini Roadster kommen insgesamt vier Motoren von 122 bis 211 PS zum Einsatz.
Foto: BMWDie Bilder sind schon seit ein paar Tagen veröffentlicht, am Wochenende feiert das Porsche 911 Cabrio Premiere auf einer Automesse.
Foto: PorscheLos geht das offene 911er-Vergnügen bei 350 PS.
Foto: PorscheVon der neuesten Kreation aus dem Hause Smart gibt es bis jetzt noch keine Bilder. Diese Zeichnungen sprechen aber für sich, es soll ein Pickup für City und Strand werden. Die Bezeichnung für das exotische Gefährt lautet For-us.
Foto: DaimlerSo soll auch das Smart-eigene E-Bike problemlos in dem Zweisitzer transportiert werden können.
Foto: DaimlerToyota zeigt einen Van mit dem bewährten Hybrid-Antrieb. Der Prius C genannte Wagen teilt sich die Technik mit - wer hätte es gedacht - dem Hybrid-Vorreiter Prius.
Foto: ToyotaMit der Kombination aus 1,5-Liter-Benziner und Elektromotor kommt der Prius C auf eine Systemleistung von 136 PS.
Foto: ToyotaEtwas stärker ist da der Hybrid von Volvo: Der XC 60 Plugin-Hybrid bringt es in der Kombination auf 350 PS.
Foto: VolvoVorne tut ein Vierzylinder-Turbobenziner mit 280 PS seinen Dienst, an der Hinterachse sitz die E-Maschine mit 70 PS. Wer die Batterie an der Steckdose mit Ökostrom lädt, der kann auf einen Nromverbruach von 2,3 Litern kommen.
Foto: VolvoEbenfalls mit einem Hybrid wird der VW Jetta ausgestattet. Der US-Bestseller der Wolfsburger stand bisher nur mit Benziner und Diesel bei den Händlern.
Foto: ap
Europas größter Autobauer lieferte 2011 genau 8,156 Millionen Personenwagen weltweit aus. Das entspricht einem Wachstum von über 14 Prozent oder gut einer Million Autos in einem Jahr. 2010 setzte Volkswagen erst 7,14 Millionen Fahrzeuge ab.
Damit haben die Wolfsburger den japanischen Konkurrenten Toyota hinter sich gelassen. Insgesamt verkaufte Toyota 2011 rund 7,9 Millionen Autos - sechs Prozent weniger als noch 2010. Vom Erfolg der Europäer lässt sich Toyota jedoch nicht einschüchtern und setzt sich ein großes Ziel für 2012: Weltweit möchte der Autobauer um 20 Prozent wachsen.
Rund 8,5 Millionen Autos sollen vom Band rollen. 2013 soll die Produktion dann auf 8,95 Millionen Autos gesteigert werden. Volkswagen gibt in Detroit bereits Ziele für 2018 aus – bis dahin will VW mehr als zehn Millionen Fahrzeuge verkaufen und damit auch die Opel-Mutter-General Motors hinter sich lassen und an die Weltmarkt-Spitze rücken. Absatzzuwächse verzeichnete VW außerdem unter anderem in China, Deutschland und den USA.
Fusion mit Porsche-Holding auf dem Plan
Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn teilte die Zahlen des Volkswagen-Konzerns persönlich unmittelbar vor Beginn der Automesse in der US-Metropole Detroit mit. Der VW-Chef bekräftigte bei dieser Gelegenheit, dass Volkswagen an seinem Plan festhalte, mit der Porsche Automobil Holding zu fusionieren.
Wegen der geplatzten Verschmelzung mit Porsche 2008 werden die beiden Autobauer derzeit mit einer Serie von Anlegerklagen überzogen. Die Anleger haben nun auch Bundespräsident Wulff im Visier.
Rolls-Royce-Fertigung: Die Geschäfte der BMW-Luxusmarke laufen gut.
Foto: REUTERS
Die Marke Volkswagen hat 2011 mit 5,1 Millionen verkauften Autos in China den besten Absatz aller Zeiten erreicht. Die Wolfsburger steigerten die Auslieferungen um 13,1 Prozent. Vergangene Woche hatte die VW-Tochter Skoda einen Absatzrekord von 875.000 Stück gemeldet, ein Wachstum von 15 Prozent. Auch von Konzerntochter Audi wird für 2011 der höchste Absatz aller Zeiten erwartet, Konzernchef Rupert Stadler nannte in der „Wirtschaftswoche“ 1,3 Millionen Stück.
Der Konzern aus Wolfsburg hat sich selbst das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 mit einem Absatz von mehr als 10 Millionen Stück der größte Autobauer der Welt zu werden.
Sieben Fabriken in China
VW hatte zuletzt mehrere neue Fabriken in Betrieb benommen, etwa in den USA, Indien und Russland. Im größten Absatzmarkt China baut VW seine Fertigungskapazitäten weiter aus und errichtet nun seine siebte Autofabrik dort. Bis 2013/14 soll die Kapazität so auf 3 Millionen Stück pro Jahr steigen, wie der Hersteller vergangene Woche mitteilte. Volkswagen hat bisher vier Autowerke in China und drei weitere im Bau. Dazu kommen mehrere Komponentenwerke.
Aber auch in Deutschland investiert der Konzern aus Niedersachen, etwa in den Ausbau der Tiguan-Fertigung am Stammsitz Wolfsburg. Die wichtigste Automesse der USA wird am Montag in Detroit eröffnet. Nach Veranstalterangaben zeigen die Hersteller nahezu 40 neue Modelle.
Auf der „North American International Auto Show“ ziehen zahlreiche Konzerne traditionell eine erste Bilanz für das vergangene Jahr und geben einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate. Die deutschen Hersteller zeigen in Detroit beispielsweise den neuen Mercedes-Sportwagen SL, die neue Generation des BMW 3er und das Porsche-911-Cabrio.
Rekorde meldet auch BMW. Die Bayern haben weltweit 1,67 Millionen Autos der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft. Das sind 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 2010 verkauften die Bayern 1,46 Millionen Fahrzeuge 2011.
BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte auf der North American International Auto Show in Detroit, 2011 sei ein hervorragendes Jahr für die BMW Group gewesen, man habe Absatzziel von mehr als 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen deutlich übertroffen.
Der Münchner Konzern verkaufte eigenen Angaben zufolge bei allen drei Marken mehr Fahrzeuge als jemals zuvor. Für die Marke BMW entschieden sich rund 1,38 Millionen Käufer. Das entspricht den einem Absatzplus von 12,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bei der Marke Mini wurden 285.060 Fahrzeuge an Käufer übergeben. 2010 waren es 21,7 Prozent weniger Autos.
Rolls-Royce legt um 30 Prozent zu
Auch bei der Luxusmarke Rolls-Royce stiegen die Absatzzahlen. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 3.538 Fahrzeuge verkauft. Das entspreche einem Zuwachs von 30,5 Prozent gegenüber 2010.
Der bisherige Rekord von 3.347 verkauften Fahrzeugen stammt den Angaben zufolge aus dem Jahr 1978. BMW erzielte eigenen Angaben zufolge in allen Regionen und nahezu allen Märkten ein Verkaufsplus.
Die absatzstärkste Region sei Europa gewesen, aber auch in Asien und Amerika habe der Konzern deutliche Zuwächse erzielt.
Neben den drei Automarken stellte BMW auch bei Motorrädern einen Verkaufsrekord auf. Im vergangenen Jahr wurden 104.286 Motorräder verkauft, das waren 6.239 beziehungsweise 6,4 Prozent mehr als 2010. Bisheriges Rekordjahr bei Motorrädern war 2007.
(mit Material von reuters, ap)