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Bettina Röhl direkt

Was hinter der Marke Alice Schwarzer steckt

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Frankensteinscher Größenwahnsinn

Die Gleichheitsfeministen sind davon überzeugt, dass ihnen die Quadratur des Kreises gelungen wäre, in dem sie zwar von einem immensen Wertunterschied von Männern und Frauen ausgehen, also die Existenz von Männern und Frauen selber in brutalstmöglicher Weise bestätigen und gleichzeitig die Behauptung aufstellen, dass Männer und Frauen identisch wären, bis auf winzige Reste, die man medizinisch noch lösen müsste. Die zwangsweise Gleichmachung, eben auch die körperliche Gleichmachung von Mann und Frau würde beide (in Wahrheit) nicht existierenden Geschlechter dazu in die Lage versetzen, sich als Menschen selbst zu verwirklichen und sich auf Erden paradiesisch zu fühlen.  Der religiös zu nennende Eifer der Gleichheitsfeministen, der im Fall Reimer zu einem Kastrationsexperiment führte, ist nicht nur realitätsresistent, sondern er ist vor allem unmenschlich. Allerdings hat diese Unmenschlichkeit in den westlichen Rechtsordnungen in Form der Genderstrategie Einzug gefunden und wird hoheitlich eisenhart und furchtbar vollstreckt.

Zu den Naturrechten einer Frau gehört gerade nicht abstrakt als "Mensch",  sondern eben als "Frau" leben zu wollen, als Frau glücklich werden zu wollen, als Frau sich daran zu beteiligen, Kinder zu bekommen, als Frau ihren spezifisch weiblichen Orgasmus erleben zu wollen und als Frau ihren gesellschaftlichen Beitrag nach ihren persönlichen Fähigkeiten zu leisten und dies alles ganz selbstverständlich uneingeschränkt gleichberechtigt mit den Männern und absolut frei von allen feministischen Gleichheitsrepressalien. Und dies alles übrigens ganz unabhängig von der sexuellen Orientierung. Spiegelbildlich gehört all das Gesagte auch zu den Naturrechten des Mannes.

Das sind die mächtigsten Menschen der Welt
Platz zehnAlljährlich kürt das amerikanische Forbes-Magazin die mächtigsten Menschen der Welt. 100 Personen listet das Magazin auf, die dank ihres Vermögens, ihrer unternehmerischen Verantwortung oder ihres politischen Amtes Einfluss auf das Weltgeschehen haben. Den zehnten Platz belegen im Jahr 2015 zwei Menschen: Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page teilen sich den Platz. Sie sind erst im letzten Jahr neu in die Top Ten der mächtigsten Menschen der Welt aufgestiegen. Quelle: AP
Indian Prime Minister Narendra Modi Quelle: REUTERS
Platz achtZum zweiten Mal unter den Top Ten der mächtigsten Menschen ist der britische Premier David Cameron. Im vergangenen Jahr belegte er noch den zehnten Platz, weil es ihm gelungen war, Schottland doch noch im Vereinten Königreich zu halten. Seiner Wiederwahl im Mai verdanke er den Aufstieg auf Platz acht. Quelle: AP
Platz siebenSie bestimmt nicht nur die Geldpolitik der USA, auch Aktienindizes wie der Dax reagieren auf ihr Wort: Janet Yellen, Chefin der US-Notenbank Fed, ist die zweitmächtigste Frau der Welt. Quelle: REUTERS
Bill Gates Quelle: dapd
Platz fünfChinas Parteichef Xi Jinping ist nicht nur Chinas starker Mann. Im Ranking schafft er es auf Platz fünf der mächtigsten Menschen der Welt. Im Vorjahr belegte er allerdings noch den dritten Rang. Quelle: dpa
Platz vierWie in den zwei vorangegangenen Jahren landet der amtierende Papst Franziskus auf Platz vier. Im Jahr 2012 belegte das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI., Platz fünf. Quelle: dpa

Das Grundgesetz stärkt die Naturrechte von Mann und Frau, denn es geht ganz selbstverständlich von der Existenz der beiden Geschlechter aus und  dies trotz einiger Novellen, die im Gender-Ungeist in das Grundgesetz hinein gepresst wurden. Der Grundgedanke der Verfassung wird damit außer Kraft gesetzt und ist damit in sich widersprüchlich geworden. Und: Das Gender-Recht kollidiert mit der auch gelebten Normenwelt aller großen Weltreligionen.

"Man wird nicht als Frau geboren, man wird es"

Der Schlachtruf,  man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird zur Frau gemacht, ist als Kabaretteinlage ganz lustig, aber der Sache nach wird er zu einem gigantischen Quatsch, wenn er so wortgetreu ernst genommen wird, wie es die Gleichheitsfeministinnen tun. Simone de Beauvoir hatte übrigens geschrieben „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“  Das ist insoweit sogar richtig: Niemand kommt als Mann oder Frau zur Welt, sondern in der Tat, man kommt als Mädchen zur Welt und wird zur Frau. Oder man kommt als Junge zur Welt und wird zum Mann.  

Indes wird von enthusiastischen Sexualforschern und heute auch von den "Päpsten" der Genderlehre behauptet, dass der einzige zur Zeit noch bestehende biologisch-physiologische Unterschied zwischen Mann und Frau, die Gebärfähigkeit der Frau wäre und dieser Unterschied hat sich auch im öffentlichen Diskurs als das entscheidende einzige Merkmal der Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau eingenistet. Aber Frauen gebären nicht nur Kinder, wie jeder weiß, sondern sie steuern auch die Eizelle zur Entstehung neuen Lebens bei. Und die Männer, die nicht gebären, steuern die Samenzelle bei. Ergo: Die Reduzierung des Unterschiedes auf die Gebärfähigkeit der Frau ist ein evidenter Unsinn.

Und in wirklich brutaler Weise wird ein anderer, ganz essentieller Unterschied - kein "kleiner Unterschied" a la Alice Schwarzer, sondern ein großer Unterschied - aus dem öffentlichen Diskurs zum Thema Gender und auch zur Geschichte des David Reimer ausgeblendet: Männer und Frauen erleben nämlich ihre Sexualität auf ganz spezifische weibliche oder männliche Weise. Der Orgasmus - das krönende Erlebnis erlebter Sexualität - wird physiologisch, pathologisch, neurologisch, wie immer man es nennen will, bei Männern und Frauen höchst unterschiedlich erzeugt und darüber kann das umfangreiche Gerede angeblicher Ähnlichkeit oder gar Gleichheit der Geschlechtsorgane von Männern und Frauen nicht hinwegtäuschen.

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