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Gold als Geldanlage Der Goldpreis wird zum Glücksspiel

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Warum der Goldpreis letztlich egal ist

Unter dem Strich ist es eigentlich gleichgültig, ob der Goldpreis steigt oder fällt. Denn die einzig wichtige Funktion einer Anlage in Gold ist ihr Charakter als Versicherung für den Fall schlimmer Wirtschafts- und Währungskrisen. Dann ist Gold eine Währung, die einen bleibenden Wert garantiert.

„Ich fürchte mich vor einem steigenden Goldpreis, weil das bedeuten würde, dass das geldpolitische Experiment der Notenbanken endgültig gescheitert ist“, sagt Commerzbank-Experte Weinberg. „Doch selbst dann: durch Gold wird man nicht reich. Gold hat auch nicht den Zweck, Kapital zu vermehren. Es geht darum, Kapital vor Verlusten zu schützen."

Wer also befürchtet, dass das Vertrauen in unser ungedecktes Papiergeld aus der Notenpresse verloren geht, sollte einen Teil seines Vermögens in Gold anlegen – idealerweise in physischer Form wie Anlagemünzen oder Barren. Denn dann ist es im schlimmsten Fall gleichgültig, wie hoch der Goldpreis ist. Wichtig ist allein, was man dann dafür bekommt.

Fondsmanager Armin Zinser, der für die französische Lebensversicherungsgruppe Prévoir insgesamt eine Milliarde Euro in europäischen Aktien verwaltet, bedauert deshalb die Vorschriften der französischen Fondsaufsicht. “Die Aufsicht hat mir verboten, in Fonds mit physischem Gold zu investieren. Man darf offensichtlich keine Götter neben dem Euro haben“, sagte er im Interview mit der BörsenWoche, dem Finanzbrief der WirtschaftsWoche. „Ich denke, Gold sollte bei 6000 Dollar stehen. Wenn sich die Geldschöpfung der Notenbanken ihren Weg in die Realwirtschaft bahnt, kommen die Preissteigerungen.“

Wer also noch kein Gold im Depot hat, kann zehn bis zwanzig Prozent als Absicherung gut vertragen. Bis dahin ist jeder Rückschlag des Goldpreises eine günstige Gelegenheit, den Goldanteil im Portfolio aufzubauen.

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