Landtagswahl Sachsen 2024: So stimmen Sie in Sachsen per Briefwahl ab
So funktioniert die Briefwahl bei der Landtagswahl in Sachsen.
Foto: Sebastian Kahnert/dpaIn den vergangenen Jahren hat die Briefwahl auch bei Landtagswahlen in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewonnen. Seit dem Ausbruch der Covid-Pandemie Anfang 2020 erfreut sich diese Methode der Stimmabgabe wachsender Beliebtheit, nicht nur bei Bundestagswahlen. Bürgerinnen und Bürger erscheinen immer seltener persönlich an der Wahlurne.
Bei der Landtagswahl 2024 in Sachsen wird voraussichtlich ein großer Teil der Wahlberechtigten per Briefwahl über die Zusammensetzung des künftigen Landtags entscheiden. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zur Briefwahl im aktuellen Überblick.
Kann ich bei der Landtagswahl in Sachsen 2024 per Briefwahl abstimmen?
Ja. Am 1. September 2024 wählt Sachsen einen neuen Landtag. Wer seine Stimme nicht im Wahllokal, sondern per Briefwahl abgeben möchte, kann die entsprechenden Unterlagen und den Wahlschein seit dem 22. Juli 2024 online beantragen.
Muss ich die Briefwahl beantragen?
Zusammen mit der Wahlbenachrichtigung erhalten alle Wähler einen Antrag für die Briefwahlunterlagen. Dieser Antrag muss ausgefüllt, unterschrieben und per Post an die angegebene Adresse geschickt werden. Alternativ können Sie die Briefwahl für die Landtagwahl in Sachsen online beantragen. Dies ist in der Regel etwa sechs Wochen vor dem Wahltag möglich. Dafür nutzt das Land Sachsen die Plattform Briefwahl-beantragen.de.
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Wie funktioniert die Briefwahl bei der Landtagswahl in Sachsen?
Wer bei der Landtagswahl 2024 in Sachsen die Briefwahl beantragt, erhält folgende Unterlagen:
- einen Wahlschein
- einen Stimmzettel des Wahlkreises
- einen Stimmzettelumschlag
- einen Wahlbriefumschlag
- ein Merkblatt zur Briefwahl.
Das Merkblatt enthält detaillierte Anweisungen dazu, welcher Schein in welchen Umschlag gesteckt werden muss, um das Wahlgeheimnis zu wahren.
Michael Kretschmer – CDU
Der CDU-Politiker Michael Kretschmer ist Ministerpräsident des Freistaats Sachsen. Als er 2017 das Amt des Ministerpräsidenten übernahm, zählte er zu den jüngsten Regierungschefs in Deutschland. Der 49-Jährige gilt als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2024.
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Foto: imago imagesJörg Urban – AfD
Die AfD liefert sich laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitze mit der CDU. Im Februar 2018 übernahm er den Vorsitz seiner Partei in Sachsen. Zudem führt der 59-Jährige die AfD-Landtagsfraktion.
Franziska Schubert, Wolfram Günther und Katja Meier – Die Grünen
In Sachsen tritt ein Spitzentrio für die Grünen an: Franziska Schubert, Wolfram Günther und Katja Meier (von links).
Franziska Schubert, 42 Jahre alt, ist seit 2020 Fraktionsvorsitzende. Wolfram Günther, 51 Jahre alt, ist seit 2019 Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft. Katja Meier, 45 Jahre alt, wurde 2019 zur Staatsministerin für Justiz, Demokratie, Europa und Gleichstellung ernannt.
Petra Köpping – SPD
In der gegenwärtigen Koalition von SPD, CDU und Grünen leitet die 66-jährige SPD-Politikerin Petra Köpping Sachsens Ministerium für Soziales und Gleichstellung, das auch den Gesundheitsbereich umfasst.
Foto: imago imagesSabine Zimmermann – BSW
Die 63-jährige Sabine Zimmermann schloss sich 2023 dem Bündnis Sahra Wagenknecht an. Im Februar 2024 wurde sie gemeinsam mit dem Unternehmer Jörg Scheibe zur Landesvorsitzenden des BSW in Sachsen gewählt.
Foto: Sebastian Kahnert/dpaSusanne Schaper und Stefan Hartmann – Die Linke
Die 46-jährige Landtagsabgeordnete Susanne Schaper und der 56-jährige Politikberater Stefan Hartmann treten gemeinsam als Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl 2024 für die Linke an.
Foto: Sebastian Kahnert/dpaRobert Malorny – FDP
Die Freien Demokraten streben unter der Führung von Robert Malorny den Wiedereinzug ins Landesparlament an. Der 45-jährige Malorny ist seit 2019 für die FDP im Dresdner Stadtrat tätig, zuletzt als Fraktionsvorsitzender.
Foto: imago imagesBis wann sollte der Wahlschein abgeschickt werden?
Der Wahlschein muss der zuständigen Wahlbehörde spätestens am Wahlsonntag bis 16 Uhr vorliegen, wie der Sächsische Landtag deutlich macht. In Deutschland sollte der Wahlbrief daher spätestens am dritten Werktag vor der Wahl versendet werden, damit er rechtzeitig ankommt. Die Auszählung der Briefwahlscheine erfolgt in der Regel separat und abseits der jeweiligen Wahllokale.
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