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Emirates-Chef Tim ClarkEuropas Airlines sollen sich nicht so anstellen

Emirates-Chef Tim Clark kämpft gegen Billigflieger und die US-Politik. Im Interview spricht er darüber, warum die Branche noch ordentlich durchgeschüttelt wird und warum Europas Airlines nur lamentieren.Rüdiger Kiani-Kreß 10.04.2017 - 10:00 Uhr

Sir Tim Clark leitet seit 2003 die Fluglinie Emirates aus Dubai.

Foto: Bloomberg

WirtschaftsWoche: Sir Tim, über Jahrzehnte sind Emirates und die anderen Golf-Fluglinien immer nur gewachsen. Nun häufen sich Probleme. Endet Ihre Erfolgsserie?

Tim Clark (Erstaunt): Nein, warum sollte sie?

Zur Person
Sir Tim Clark, 67, leitet seit 2003 die Fluglinie Emirates aus Dubai. Der auf der niederländischen Karibikinsel Aruba geborene Brite machte das Staatsunternehmen zur weltgrößten Langstreckenlinie. Clark ist seit 2009 Mitglied der französischen Ehrenlegion und wurde 2014 von der britischen Königin Elisabeth II. geadelt.

Ihr Gewinn ist zuletzt um drei Viertel eingebrochen.

Es sind verschiedene Gründe, warum unser Gewinn zurückgegangen ist. Dies ist natürlich keine gute Geschichte. Die Märkte, in die wir fliegen, ändern sich. Dazu senken unsere Wettbewerber wie nie zuvor die Preise und wir müssen reagieren. Und zu guter Letzt drückt der starke Dollar, an dem ja auch der Dirham als unsere lokale Währung hängt, unsere Umsätze. Das gilt besonders für Einnahmen aus Ländern mit schwächerer Währung wie Großbritannien oder viele Länder Afrikas.

Also haben Sie doch Probleme?

Ja. Aber die Probleme treffen auch unsere Wettbewerber. Wir haben am Ende so ziemlich eine der niedrigsten Kostenstrukturen auf der internationalen Langstrecke der Branche und werden durchhalten. Es geht in unserer Branche immer auf und ab oder auch mal längere Phasen niedrigerer Gewinne. Doch das geht vorbei.

Jetzt mal konkret: Wie schlecht wird das laufende Geschäftsjahr?

Weniger gut als das vorige, aber nicht schlecht. Sicher das erste Halbjahr war mäßig. Doch inzwischen haben wir das schlimmste hinter uns. Die Preise sinken nicht mehr und die Nachfrage steigt wieder, auch im mittleren Osten.

Weil der steigende Spritpreis den Öl- und Gaskonzernen hilft?

Nur zu einem geringen Teil, denn noch ist der Preis nicht beim magischen Punkt von 55 Dollar pro Fass, ab dem die meisten wieder Geld verdienen. Zudem hat in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Finanzsektor gelitten. Doch der Markt ist generell wieder stärker geworden.

Skytrax-Ranking: Die besten Airlines der Welt
Garuda IndonesiaVorjahr: Rang 11Quelle: Skytrax
Hainan AirlinesVorjahr: Rang 12
Etihad AirwaysVorjahr: Rang 6
LufthansaVorjahr: Rang 10
EVA AirVorjahr: Rang 8
Cathay PacificVorjahr: Rang 4
EmiratesVorjahr: Rang 1
ANA All Nippon AirwaysVorjahr: Rang 5
Singapore AirlinesVorjahr: Rang 3
Qatar AirwaysVorjahr: Rang 2

Wie passt es dazu, dass Sie laut Presseberichten Personal entlassen?

Wir hatten nur einige wenige Wechsel im Unternehmen und eine natürliche Fluktuation. Wenn ein Mitarbeiter an die Grenzen seiner Fähigkeiten kommt, geht man auf vernünftige Art getrennte Wege. Doch wir wachsen und verdienen Geld, warum sollten wir da Stellen abbauen?

Immerhin haben Sie die Abnahme von einem Dutzend von Ihnen bestellter neuer A380 verschoben?

Das lag nicht an uns, sondern am Triebwerkshersteller Rolls Royce. Der hatte eine Verzögerung bei einer neuen Technik. Also haben wir uns geeinigt, die Flugzeuge später zu übernehmen.

Sie bekommen ihren bislang letzten A380 im Jahr 2019, habe aber noch 25 offene Bestellungen. Wann kommen die?

Zwischen 2021 und 2025.

Warum die Pause? Airbus hätte Ihnen die Maschinen sicher gerne früher geliefert.

Und ob. Denn soweit ich weiß haben die zwischen 2019 und 2021 noch keine festen Bestellungen. Doch wir können die nicht nehmen. Und bevor Sie fragen: zwar nicht wegen irgendwelcher Krisen. Wir bringen sie auf dem heutigen Flughafen in Dubai nicht mehr als die dann 115 A380 unter.

Und in 2021 sind Sie doch auch noch auf dem alten Flughafen in Dubai. Wo bringen Sie dann die 25 anderen Maschinen unter?

Wir werden ab 2021 die ersten A380 ausmustern und die kommenden 25 sind als Ersatz geplant. Nur wenn wir die älteren A380 früher abstoßen, hätten wir früher Raum für neue.

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Wie Carsten Spohr seine Anti-Emirates-Allianz stärkt

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von Rüdiger Kiani-Kreß

Und wollen sie die verkaufen oder hat Airbus angeboten Ihnen die älteren Jets vorzeitig abzunehmen?

Nein zu beiden.

Sie fordern ja eine A380neo neue Version mit neuen Triebwerken und mehr Platz in einem verlängerten Rumpf. Wie wir gehört haben gab es ein Angebot von Rolls Royce für eine neue Triebwerksversion. Wollten sie die nicht?

Zu dem Modell dürfen sie nicht uns fragen sondern in Toulouse bei Airbus. Ja, es gab mal eine Zeit als der A380neo eine passenden Turbine, neue Flügel und weniger Gewicht hatte. Das hätte den Verbrauch gesenkt und wir wären interessiert gewesen. Nun gibt es wieder eine Idee mit schmaleren Treppen. Aber ich sehe das derzeit nicht.

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Heißt das der A380neo ist aus Ihrer Sicht tot?

Das weiß nur Airbus. Wir sagten, dass wir ein Interesse haben als Ersatz für alle unsere heutigen Modelle. Und wenn wir dann zwischen 2025-2027 auf den neuen Flughafen in Dubai umziehen, können wir noch mehr brauchen. Nun muss Airbus noch mal andere Fluglinien überzeugen.

Platz 13: Hannover-Langenhagen

Am pünktlichsten starteten Flugreisende in diesem Jahr vom Flughafen Hannover-Langenhagen. Am größten Airport Niedersachsens starteten fast 90 Prozent aller Flüge nach Plan. Zuletzt machte der Flughafen dennoch negative Schlagzeilen, weil dort etwa 1000 Passagiere nach Unwettern gestrandet waren und kaum versorgt wurden. Insgesamt 11667 Flugzeuge starteten in diesem Jahr von Hannover aus, 81 Starts fielen aus und 1250 Maschinen verspäteten sich. Die Studie erfasst dabei alle Verspätungen von mindestens 15 Minuten.

(Quelle: www.airhelp.com)

Foto: dpa Picture-Alliance

Platz 12: Stuttgart

Der 2004 ausgebaute und modernisierte Flughafen fällt unter das Motto „klein aber fein“. Schon 2014 bekam der Airport die Auszeichnung als „bester Flughafen Europas“ in der Kategorie der Flughäfen zwischen fünf und zehn Millionen Passagieren. Auch in Sachen Pünktlichkeit liegt Stuttgart vorne. Seit Jahresbeginn starteten insgesamt 23.012 Flüge vom größten Airport Baden-Württembergs. Davon fielen 201 komplett aus und 2834 Maschinen starteten mit Verspätung. Fast 87 Prozent aller Flüge hoben somit planmäßig ab.

Foto: dpa

Platz 11: Leipzig/Halle

Insgesamt 4558 Passagiere flogen in diesem Jahr aus Leipzig/Halle ab. Mit 45 ausgefallenen und 572 verspäteten Flügen gehört der Airport zu den pünktlichsten in Deutschland. Gut 86,46 Prozent der Flüge konnten dort planmäßig starten. Während der Flughafen bei den Passagierzahlen auf Platz 13 liegt, ist er im Frachtbereich der zweitgrößte hinter Frankfurt am Main.

Foto: dpa

Platz 10: Köln/Bonn

Auch im Rheinland können sich Reisenden in den allermeisten Fällen auf die Abflugzeiten verlassen. Von den 21.867 Fliegern, die in diesem Jahr von Köln/Bonn aus gestartet sind, fielen 143 aus und 2825 verspäteten sich. Damit liegt die Quote der nach Plan abgehobenen Flüge bei 86,43 Prozent.

Foto: dpa

Platz 9: Bremen

Mit bislang 5342 gestarteten Flugzeugen gehört der Bremer Airport zu den kleineren der Republik. Ausgefallen sind in diesem Jahr insgesamt 47 Flüge, 681 verspäteten sich. Damit wurden die Abflugpläne zu 86,37 Prozent eingehalten.

Foto: dpa Picture-Alliance

Platz 8: Nürnberg

Der Flughafen in Nürnberg gehört ebenfalls du den zuverlässigeren im Lande. Immerhin 85,16 Prozent aller Flüge hoben in diesem Jahr zur angegebenen Zeit ab. Von insgesamt 9652 Flügen fielen 110 aus, weitere 1322 starteten verspätet.

Foto: dpa Picture-Alliance

Platz 7: Berlin-Schönefeld

Die Hauptstadt und ihre Flughäfen: Neben den jahrelangen Problemen beim Neubau des BER sorgt auch der alte Airport in Schönefeld für negative Schlagzeilen. Von den 20.968 Flügen waren in diesem Jahr zwar nur 3068 verspätet, dafür vielen aber insgesamt 343 Starts komplett aus. In dieser Kategorie liegt Schönefeld auf dem vierten Rang, obwohl der Flughafen mit 83,73 Prozent planmäßigen Starts insgesamt im Mittelfeld des Rankings landet.

Foto: dpa Picture-Alliance

Platz 6: Dresden

Am Airport der sächsischen Landeshauptstadt starten und landen verhältnismäßig wenige Flieger, in diesem Jahr waren es erst 4679. Davon verspäteten sich 731, weitere 38 fielen komplett aus. Damit liegt die Quote der planmäßigen Starts in Dresden bei gut 83,5 Prozent.

Foto: dpa Picture-Alliance

Platz 5: Hamburg

Auch in der Hansestadt brauchen Reisenden gute Nerven. Der älteste und fünftgrößte Airport Deutschlands wurde 2016 von insgesamt 162, Millionen Passagieren genutzt, in diesem Jahr starteten und landeten dort bereits 34.872 Flugzeuge. Davon fielen 238 komplett aus und 6161 waren mindestens 15 Minuten zu spät. Die Quote der planmäßigen Flüge liegt damit in Hamburg bei 81,6 Prozent.

Foto: dpa

Platz 4: Düsseldorf

Am drittgrößten deutschen Flughafen starteten und landeten in diesem Jahr bereits 52.290 Maschinen. Dabei lief wie an den anderen deutschen Airports nicht immer alles nach Plan. Insgesamt 9970 Flugzeuge verspäteten sich, 311 fielen komplett aus. Die Quote der planmäßigen Flüge liegt damit in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen bei knapp 80 Prozent.

Foto: dpa

Platz 3: München

Der Franz-Josef-Strauß-Flughafen gehört mit 42,3 Millionen Passagieren zu den größten Drehkreuzen in Europa. Kein Wunder also, dass dort nicht immer alles nach Plan läuft. Von den 93.814 Flügen, die in diesem Jahr dort starteten und landeten, verspäteten sich 19.010. Insgesamt 684 Flüge wurden komplett gestrichen. Damit liegt die Quote der planmäßigen Flüge in München bei knapp 79 Prozent.

Foto: dpa

Rhein-Main-Flughafen

Foto: dpa

Platz 1: Berlin-Tegel

Vielleicht brauchen die Berliner ja deshalb einen neuen Flughafen: Der unpünktlichste deutsche Airport liegt nämlich in Tegel. Nur 73 Prozent der Flüge starteten in diesem Jahr nach Plan. Von 44.105 Maschinen waren 11129 verspätet, 729 fielen ganz aus. Im vergangenen Jahr wurden dort 21,2 Millionen Fahrgäste abgefertigt, damit lag Tegel in dieser Statistik hinter Frankfurt, München und Düsseldorf an vierter Stelle in Deutschland.

Foto: dpa

Ihre Wettbewerber tun sich schwer damit. Bei kleineren Modellen wie Boeings 777X oder dem Airbus A350 sind die Kosten pro Sitz niedriger sind als beim A380 – ohne das Risiko wie beim A380 mehr als 500 Sitze zu Sonderpreisen füllen zu müssen. Was verstehen die nicht?

Keine Ahnung.  Das kann aber nicht allein an den Kosten der 777X oder dem A350 liegen. Denn die gleichen Airlines haben den A380 ja auch nicht gekauft als es diese Modelle noch nicht gab. Nun gab es wie gesagt eine Studie vom A380neo und die fliegt nicht nur mindestens zehn Prozent günstiger als der heutige A380 – sondern auch wieder effizienter als die kleineren Jets. Doch unsere Rechnung geht noch weiter. Beim A380neo geht es nicht nur um Kosten, sondern darum die Nachfrage zu nutzen. Selbst wenn das Geschäft um lediglich zwei bis drei Prozent pro Jahr steigt, dann sind das in fünf Jahren 15 bis 20 Prozent mehr an Passagieren. Wie wollen diese Linien denn die Nachfrage in begrenzten Flughäfen wie New York JFK, London-Heathrow oder Tokio sonst befriedigen? Wollen die die teuren Slots wirklich mit einer kleineren Maschine nutzen[MS1]   ?

Offenbar ja.

Ja leider. Denn die meisten Airline-Chefs aus Europa, Asien oder den USA denken nicht an Wachstum, sondern an Dividenden, Kursgewinne, ihren Bonus und zwar heute. Dafür hinterlassen sie ihren Nachfolgern dann Probleme.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr wehrt sich gegen Ihre Expansion und stärkt sich durch immer tiefere Partnerschaften, zuletzt mit Etihad aus Abu Dhabi und Cathay Pacific aus Hongkong. Bremst Sie das nicht?

Nein, tut mir leid (lacht). Wenn wir in Deutschland nicht wachsen können, gibt es für uns anderswo nach wie vor genug Raum, etwa in China. Aber grundsätzlich macht Carsten seine Sache gut, etwa im Europaverkehr. Er schiebt sein Geschäft zu Eurowings, weil er da Wert schaffen kann und nutzt Möglichkeiten wie die teilweise Übernahme des Geschäfts von Air Berlin – und das so schnell, wie es viele nicht erwartet haben.

Airbus

Dauerproblem beim Bestseller A320neo

Beim neuen A320neo sind die Triebwerksprobleme auch 15 Monate nach der ersten Auslieferung nicht gelöst. Weil sich auf den Werkflughäfen die halbfertigen Maschinen häufen, belastet das Programm die Konzernkasse.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Wie Etihad könnten auch Sie eine Partnerschaft mit der Lufthansa eingehen.

Ich hätte gerne eine konstruktive, kommerzielle Beziehung zu einer europäischen Airline, aber die beschweren sich ja lieber über uns. Dabei sind die lautesten Kläger Mitglieder in großen Flugallianzen und Joint Ventures, die weit größere Marktmacht haben als wir. Sie sollten ihre schlecht gelaunte Taktik lieber ablegen und unsere bleibende Rolle in Europa akzeptieren.

Dazu sind die USA offenbar nur bedingt bereit. Sie haben Ihren Kunden Computer und größere elektrische Geräte an Bord verboten, was Geschäftsreisende abschreckt.

Diese Vorschriften sind schädigend und eine echte Herausforderung. Doch wir haben eine Lösung, um die Auswirkungen zu minimieren. Unsere Passagiere müssen die Geräte erst kurz vor Boarding abgeben und erhalten sie unmittelbar nach der Landung zurück.

Das Ranking

Die Auszeichnung für die Airline des Jahres von Skytrax basiert auf einer Fluggastbefragung, die seit 1999 durchgeführt wird. Ausgewertet werden die Daten von rund 18 Millionen Passagieren aus über 160 Ländern. Die Angebote an Bord sowie die Services der Fluggesellschaften an den Flughäfen werden bewertet. Die „Skytrax World Airline Awards“ gelten als angesehenste Auszeichnung für die Luftfahrtbranche.

Foto: dpa

Platz 10: Garuda Indonesia

Die indonesische Airline Garuda arbeitete sich in die Top Ten vor. Im Vorjahr stand sie noch auf Platz 11.

Foto: REUTERS

Platz 9: Hainan Airlines

Gleich drei Plätze aufwärts ging es für Hainan. Die Fluggesellschaft erhielt auch den Preis als beste chinesische Airline und erhielt den Award "Best China Airline Staff Service".

Foto: REUTERS

Platz 8: Etihad Airways

Etihad Airways rutschte von Rang 6 auf Rang 8 hinab. Zuletzt machte sie in Deutschland vorrangig durch ihre Beteiligung an der Krisen-Airline Air Berlin Schlagzeilen.

Foto: dpa

Platz 7: Lufthansa

Deutschlands größte Airline, die Lufthansa, hat im Vergleich zum Vorjahresranking drei Plätze gut gemacht und schafft es weltweit auf Rang 7. Zudem wurde die Airline als beste Airline in Europa ausgezeichnet und erhielt den Award für „Best First Class Lounge Dining“.

Foto: dpa

Platz 6: EVA Air

Zwei Ränge nach oben ging es für EVA Air, die zweitgrößte Airline Taiwans. Die Gesellschaft, die seit Juni 2013 Mitglied der Star Alliance ist, fliegt mehr zahlreiche internationale Ziele in Asien, Australien, Europa und Nordamerika an. Im deutschsprachigen Raum wird einzig Wien bedient.

Foto: dpa

Platz 5: Cathay Pacific Airways

Im Vorjahr lag die Fluglinie noch auf Platz 4. In diesem Jahr ist Cathay Pacific Airways um einen Platz abgesackt.

Foto: REUTERS

Platz 4: Emirates

Die ehemalige Nummer 1 im Skytrax-Ranking, Emirates, rutschte um 3 Plätze abwärts. 1985 gegründet, fliegt die Airline heute mit einer Flotte von über 230 Flugzeugen mehr als 140 Ziele in 80 Ländern auf der ganzen Welt an. Über 1500 Flüge der Emirates starten wöchentlich ab Dubai und erreichen Ziele auf sechs verschiedenen Kontinenten.

Foto: dpa

Platz 3: ANA All Nippon Airways

Die ANA All Nippon Airways, 2016 auf Platz 5 im Skytrax-Ranking, wurde 1952 gegründet. Mittlerweile gehören 72 internationale und 115 inländische Routen zum Angebot. Die ANA war der erste Abnehmer der Boeing 787. Insgesamt ist die Flotte der ANA mehr als 240 Maschinen stark.

Foto: REUTERS

Platz 2: Singapore Airlines

Von Rang drei auf Rang zwei: Singapore Airlines fliegt sechs Kontinente auf der ganzen Welt an. Besonders bekannt ist die Fluglinie neben ihrem Service für das geringe Alter ihrer Maschinen: Singapores Flugzeugflotte gilt als eine der jüngsten auf der ganzen Welt.

Foto: dpa

Platz 1: Qatar Airways

Ebenfalls einen Platz nach oben ging es für Qatar Airways, Mitglied der Oneworld Global Airline Alliance. Die Airline wurde schon mehrfach für seinen Service ausgezeichnet. Die Fluglinie bietet ihren Kunden 140 verschiedene Ziele auf der ganzen Welt an; Zielgruppe sind Geschäftsreisende ebenso wie Touristen.

Foto: dpa

In den USA wollen Politiker die Linien aus der Golfregion bremsen, weil die wegen staatlicher Subventionen gegen geltendes Luftfahrtrecht verstoßen und Arbeitsplätze bei US-Fluglinien gefährden.

Wir haben keinen Punkt des bestehenden Luftverkehrsabkommens gebrochen. Wir haben nie Subvention bekommen. Die jüngsten Vorwürfe kenne ich bisher nur lückenhaft aus den Medien. Aber wir werden sie lesen, wenn man sich offiziell bei uns meldet. Doch Parolen an die U-Bahn in Washington zu sprayen ist etwas anderes als einen Prozess wie Erwachsene zu betreiben. Wir sehen keine Probleme in den USA.

Aber der von der US-Regierung verhängte Einreisestopp für bestimmte islamische Länder hat sie doch getroffen, selbst wenn der von den Gerichten wieder einkassiert wurde.

Ja, und zwar spürbar. Nach dem Reisebann sank die Geschwindigkeit bei Neubuchungen für unsere USA-Flüge über Nacht um gut ein Drittel. Wo wir sonst 100 Tickets in derselben Zeit verkauft hatten, waren es jetzt nur noch 65. Das haben wir bis heute nicht vollständig wettgemacht, aber der Effekt lässt nach. Denn nun reisen die Menschen mit uns statt in den Westen in Richtung Osten nach Asien, Ozeanien, Singapur oder Malaysia

Wieviel schwerer machen denn politische Unsicherheiten, Terroranschläge und Katastrophen Ihr Geschäft?

Früher hatten wir ein, zwei Großereignisse pro Jahr, die Anschläge des 11. September 2001 in den USA, der Tsunami im Indischen Ozean 2004 oder die isländische Aschewolke 2010. Heute haben wir jeden Monat ein, zwei Ereignisse. Sicher, die Lage in Afrika oder Lateinamerika ist gerade keine schöne Geschichte. Aber in China wachsen wir kräftig. Und wir sind profitabel.

Aber Billig-Langstrecken-Linien wie Norwegian, Scoot oder Air AsiaX expandieren und setzen auch Ihnen zunehmend zu.

Wir spüren das nicht. Doch für die Branche gilt: Da zieht ein Sturm auf und der wird alle Fluglinien von USA bis Asien treffen. Doch auch wenn die neuen Geschäftsmodelle wie Norwegian in vielem effizienter arbeiten als etablierte Linien: auch für sie können unruhige Jahre kommen. Die neuen Anbieter haben wenige Möglichkeiten gegenüber etablierten Airlines zu sparen, etwa indem sie statt großer teurer Flughäfen kleine Airports anfliegen. Dazu ist die Frage, ob die Nachfrage in diesem Segment ausreicht.

Sie haben angekündigt, Emirates umzubauen. Was haben Sie vor?

Wie jedes moderne Unternehmen schauen wir ständig, wie wir besser werden können. In allen Branchen muss man sich anpassen und wir tun das, etwa indem wir auf Digitalisierung setzen.

Dafür haben sie vor zwei Jahren einen Umbau ihrer IT und ein neues Reservierungssystem angekündigt. Seitdem war davon nichts mehr zu hören.

Auch wenn wir nicht dauernd darüber reden, arbeiten wir nach wie vor mit Hochdruck an der Digitalisierung. Jeder im Unternehmen soll die Daten haben, die er für seine Entscheidungen braucht. Doch die Verzögerung ist auch meine Schuld. Damit wir das System nicht bald wieder umbauen müssen, habe ich darauf bestanden, dass es offen ist für künftige Technologien wie künstliche Intelligenz, Robotik und vor allem Blockchain. Die Technik wird wie ein Sturm durch die Branche gehen und könnte die heutigen Reservierungssysteme ersetzen. Das haben wir im Blick. Wir müssen immer auf alles vorbereitet sein.

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