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BMW, Adidas, Xing Die Quartalszahlen des Tages

Adidas, BMW, Xing: Die Quartalszahlen des Tages Quelle: dpa

Der Gewinn von Autobauer BMW bricht um ein Viertel ein, Flughafenbetreiber Fraport verdient im dritten Quartal deutlich mehr.

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Zahlreiche Firmen veröffentlichen dieser Tage ihre aktuelle Quartalsbilanz. Es folgt in Kurzform ein Überblick über einige Ergebnisse vom Dienstag, den 6. November 2018.

BMW-Gewinn bricht um ein Viertel ein
BMW hat im dritten Quartal zwar mehr Autos verkauft als vor einem Jahr, aber unter dem Strich ein Viertel weniger Gewinn gemacht. Wie Mercedes-Benz und Audi machten auch den Münchnern höhere Zölle, Rückrufe und die Rabattschlacht im Zuge der Umstellung auf den neuen Verbrauchs- und Abgastest WLTP zu schaffen. Finanzvorstand Nicolas Peter sagte am Mittwoch, die gesamte Branche sehe sich „mit anhaltenden externen Belastungen konfrontiert, die wir in Summe nicht vollständig kompensieren können“. Dazu kamen noch kräftig steigende Investitionen in Elektroautos und autonomes Fahren. Im Gegensatz zu Mercedes-Benz und Audi konnte BMW im dritten Quartal mehr Autos verkaufen und sogar den Umsatz steigern - er kletterte um 4,7 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern brach aber um 26 Prozent ein auf 1,85 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern fiel um 24 Prozent auf 1,41 Milliarden Euro. BMW bekräftigte jedoch seine - im September gesenkte - Jahresprognose: Der Konzern will mehr Autos verkaufen als im Vorjahr und damit etwas zum Spitzenreiter Mercedes-Benz aufholen. Aber der Umsatz und der Gewinn vor Steuern dürften leicht unter Vorjahr sinken, weil sich die Belastungen auch im vierten Quartal „deutlich“ auswirkten.

Munich Re hält trotz hoher Schäden an Gewinnziel fest
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re rückt trotz erneut hoher Katastrophenschäden nicht von seinen Gewinnplänen für 2018 ab. Nach dem schweren Katastrophenjahr 2017 soll der Überschuss im laufenden Jahr weiterhin 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro erreichen, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch mit seinen Zahlen für das dritte Quartal mit. Dazu beitragen soll auch die Düsseldorfer Erstversicherungstochter Ergo, die jetzt mindestens 350 Millionen Euro verdienen soll. Bisher war der Vorstand hier von 250 bis 300 Millionen Euro Gewinn ausgegangen. Im dritten Quartal erzielte die Munich Re einen Gewinn von 483 Millionen Euro und damit mehr als von Analysten erwartet. Besonders teuer schlugen die Schäden durch Taifun „Jebi“ und Hurrikan „Florence“ mit jeweils rund 300 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatten eine Hurrikan-Serie in den USA und zwei Erdbeben in Mexiko einen Quartalsverlust von 1,4 Milliarden Euro zur Folge.

Fraport verdient deutlich mehr
Starke Passagierzuwächse haben dem Flughafenbetreiber in den ersten neun Monaten Zuwächse beschert. Bei einem Umsatzplus von 14,3 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro legte das operative Ergebnis (Ebitda) um neun Prozent auf 880,4 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 10,4 Prozent auf 377,8 Millionen Euro. Der Vorstand bestätigte seine Jahresziele.

Adidas schwächelt in Europa - Gewinnprognose trotzdem erhöht
Dank boomender Geschäfte in den USA und China soll der Gewinn bei Adidas in diesem Jahr noch stärker steigen als bisher gedacht. Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern schraubte seine Prognose am Mittwoch auf bis zu 1,72 Milliarden Euro nach oben, das ist ein Zuwachs um 16 bis 20 Prozent. Bisher hatte das Unternehmen aus Herzogenaurach maximal 1,68 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Nach neun Monaten stehen bereits vor dem Weihnachtsgeschäft 1,62 Milliarden Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft zu Buche, 19 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz werde dagegen - Währungseffekte herausgerechnet - nur um acht bis neun Prozent zulegen, bisher hatte Adidas mit zehn Prozent gerechnet. Grund dafür ist das stotternde Geschäft in Westeuropa, wo der Umsatz im dritten Quartal um ein Prozent zurückging. Weltweit verbuchte Adidas währungsbereinigt ein Umsatzplus von acht Prozent auf 5,87 Milliarden Euro, das aber leicht unter den Erwartungen der Analysten lag. „Die Umsatzsteigerung ist auf zweistellige Zuwächse in unseren strategischen Fokusbereichen Nordamerika, China und E-Commerce zurückzuführen“, erläuterte Vorstandschef Kasper Rorsted. Dort sind die Margen zum Teil deutlich höher als auf dem umkämpften europäischen Markt. In China legten die Umsätze im dritten Quartal um 26 Prozent zu, in Nordamerika um 16 Prozent. Der Direktverkauf über das Internet schnellte sogar um 76 Prozent nach oben. In Euro gerechnet lag der Umsatz drei Prozent über Vorjahr. Der Quartalsgewinn übertraf mit 656 Millionen Euro - ein Plus von 19 Prozent - die Erwartungen der Analysten. Die Rendite habe sich stark verbessert, obwohl Adidas deutlich mehr Geld für Marketing ausgegeben habe, sagte Rorsted. Die Bruttomarge lag im dritten Quartal bei 51,8 (Vorjahr: 50,4) Prozent, im Gesamtjahr soll sie bei bis zu 51,4 (50,4) Prozent liegen. Die Adidas-Aktie legte vorbörslich 1,9 Prozent zu. Sorgenkind von Adidas bleibt die Marke Reebok, die weiter hinter dem Vorjahr herhinkt. Im dritten Quartal ging ihr Umsatz um fünf Prozent zurück. Zuwächse bei den Retro-Modellen konnten die Rückgänge im Trainings- und Laufsegment nicht wettmachen. Die Marke Adidas legte dagegen um zehn Prozent zu.

Autozulieferer Schaeffler hat nach Gewinneinbruch Kosten im Blick
Der Zulieferer Schaeffler will nach einem Gewinneinbruch und gesenkten Prognosen stärker auf die Kosten achten. „Was jetzt zählt, ist Kosten- und Kapitaldisziplin“, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Mittwoch in Herzogenaurach. Im dritten Quartal fiel der für die Aktionäre verbleibende Gewinn des MDax-Konzerns um 16 Prozent auf 257 Millionen Euro. Schaeffler hatte bereits Ende Oktober die eigene Gewinnprognose für das laufende Jahr vor allem wegen der schlechter laufenden Automobilmärkte in China gekappt. „Auch wenn wir einen Teil dieser Verschlechterung durch unser Industriegeschäft ausgleichen können, sind wir vor diesem Hintergrund in besonderem Maße gefordert, möglichst vorausschauend und umsichtig zu steuern“, sagte Rosenfeld. Am Vortag hatte Schaeffler bekanntgegeben, zwei Werke in Großbritannien auch wegen des Brexit mittelfristig schließen zu wollen. Die bereits bekannten vorläufigen Zahlen zum dritten Quartal bestätigten die Franken. Der Umsatz kletterte um 2,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, das um Sondereffekte bereinige Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank um 14,7 Prozent auf 355 Millionen Euro. Schaefflers größte Sparte ist das Geschäft mit Zulieferungen für die Automobilindustrie. Mit den Problemen ist das Unternehmen nicht allein, zahlreiche Zulieferer und Hersteller mussten in diesem Jahr unter anderem wegen des Zollstreits zwischen den USA und China die Prognosen senken, weil sich die chinesischen Autokäufer aus Unsicherheit derzeit zurückhalten.

Jobbörse Xing steigert Umsatz um ein Viertel
Das Hamburger Jobnetzwerk hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten dank Übernahmen und neuer Mitglieder um 26 Prozent auf 170 Millionen Euro erhöht. Seit Jahresbeginn meldeten sich 1,4 Millionen neue Kunden bei dem LinkedIn-Konkurrenten an. Inzwischen kommt Xing auf 15 Millionen Mitglieder. Das Betriebsergebnis (Ebitda) kletterte in den ersten neun Monaten um 17 Prozent auf 53,3 Millionen Euro.

Axel Springer hebt Ergebnisprognose für 2018 an
Das Berliner Medienhaus hat nach einer guten Entwicklung seines Digitalgeschäfts im dritten Quartal seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angehoben. Es wird nun für das bereinigte Ergebnis je Aktie mit einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. In den ersten neun Monaten steigerte der „Bild"-Herausgeber das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 14,4 Prozent auf 541 Millionen Euro.

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